Grundpflege mit Stolpersteinen...

stefan1981

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Ich hab mal eine Frage. In manchen Augen vielleicht ne dummer Frage.
Ich bin gerade in der heißen Phasen meiner Prüfungsvorbereitung und mache gerade nen Praktikum in einem Pflegeheim. (Grundpflege festigen)

Ich hab mir einen ablauf einer "normalen morgendlichen Grundpflege zusammen gestellt und wollte mal eure Meinung dazu hören. Wer Lust hat, kann sich das ja mal durchlesen :-?!Ich danke euch schon einmal voraus.
Es geht mir nur um den Ablauf.

Es handelt sich um einen normalen Bettlägerigen Patienten.

1) Patienten vorstellen ( Diagnose, Medikamente, Therapie,...)
2) im Zimmer - Hände desinfizieren, Patient begrüßen/ Prüfer vorstellen
Vitalwerte messen, aufschreiben,Arbeitsplatz schaffen
3) Hände desinfizieren - Arbeitsmaterialien holen-Waschwasser nach
Wunsch/ Körpertemperatur
4) Lagern, Lagerungsfilsmittel bis auf das Kopfkissen raus
5) Mundpflege bzw . trinken anbieten
- in die Windel reingucken und ggf. gleich säubern (Hände desinfizieren)
6) Kopfkissen entfernen- ggf. rasieren, Gesicht waschen
7) Kopfkissen zurück
8 ) Nachthemd aus- auf OK legen
9) entfernten Arm waschen+ OK+ nahen Arm ( herznah waschen+ Bauchmassage)
10) eincremen
11) Rücken waschen und einreiben (Esemtan,..)
12) Sachen für oben anziehen
13) Beine waschen ( je nach Krankheit Herznah/ Herzfern waschen)
14) Beine eincremen
15) Füße waschen/Fußbad,...- einreiben ( PC30V,..)
16) Sachen für unten rum anziehen
17) Wechsel von Handtuch,Lappen, Wasser, Schüssel
18 ) Handschuhe an+ desinfizieren
19) vorderer Intimbereich+ cremen
20) Gesäß - erste Pobacke- Hände desinfizieren- Bett glatt ziehen
2 Pobacke-Analfalte- Bett machen
21) Handschuhe aus und Hände desinfizieren
22) Patient lagern,( zum essen , ggf. mobilisieren (Stuhl setzen,..)
- Haare kämmen+ Trinken anbieten
23) Insulin spritzen+ Verordnungen
- Zimmerpflege - lüften, Flächen und Gegenstände desinfizieren
24) nach Wartezeit des Insulin - Frühstück geben
25) in der Zwischenzeit- Akten ausfüllen ( Vitalwerte/ Beobachtungen)
= selber Frühstücken :zunge:!!!
Dann hat man es fast geschafft....

bei meheren Patienten muss man dies natürlich varriieren.
Ich hoffe ich habe keine Schreibfehler...!

Das war ein grober Ablauf.
Fällt euch was auf was man anderst machen sollte- kreative Ideen?

mfg Stefan.....:wavey:
 

eiseule

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Hi Stefan, warum desinfizierst du dir vor der Intimpflege auch noch mal die Hände?

Vor der Insulininjektion musst du es auf jeden Fall machen. Zwischen der Grundpflege macht es für mich wenig Sinn, da du nicht mit kontanimierten material in berührung gekommen bist.
 

eiseule

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auch das desinfizieren der Hände zwischen dem Waschvorgang der ersten und 2. Gesässhälfte macht wenig Sinn
 
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stefan1981

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.....

Beim ersten Eintrag gebe ich dir recht. Aber bei dem 2. ....

Was hälst du von dem Argument- das wenn ich mit den kontaminierten Händen
das Bett mach, das ich die ganzen Keime vom Gesäß(Urin, Stuhlgang aus der Windel,...)über das Bettlaken verbreite. Ist dann sicher nicht so praktisch, wenn ich das Kopfende (Laken) mit den kontaminierten Handschuhen berühre?!
Und ausziehen kann ich die auch nicht- dann fasse ich mit meinen Händen den schmutzigen Lappen vom unteren Körperbereich an?
Ich hab das Problem noch nie in einem Buch so direkt angesprochen gesehen.

Habe mir das so überlegt.Lasse mich gern eines besseren bekehren....

Was meinst du dazu?
 

Nutella Woman

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Bevor du im Zimmer mit irgendwelchen Aktivitäten des Wachens anfängst: Fenster schließen & ggf. Sichtschutz aufstellen. Haben unsere Lehrer immer drauf bestanden :aetsch: Ansonsten ganz gut - so beim Drüberlesen...
 

Elisabeth Dinse

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Hallo @all

ich kann nur den Kopf schütteln ob des Ausbildungsziels, welches ja per Prüfung nachgewiesen wird. Ich hatte gedacht, dass die "wissenschaftliche" Art und Weise der Körperpflege der Vergangenheit angehört.
Wieviel von dem abgeprüften "Wissen" wird wohl nach der Ausbildung noch relevant sein?

Hat der normale bettlägrige Patient eigentlich keinelerlei Ressourcen? Warum weden ihm alle Möglichkeiten der eigenständigen Versorgung genommen? Kann er sich nicht mal das Gesicht alleine waschen? Warum muss die Mundpflege als erstes erfolgen? Warum ist der zweite Schritt die Kontrolle der Inkontinenzhose? Wie sicher ist eigentlich, dass die Keime stets in bestimmten Bereichen bleiben? Hat der Pat. keine Eigenbewegungen? Warum PC30V in der Fußpflege? ...
Mir würden zig Fragen einfallen zu deiner Aufstellung. Aber wie schon gesagt: nicht was sinnvoll ist, ist Thema in der Prüfung, sondern was der Ausbilder als sinnvoll ansieht ist wichtig. Leider.

Erinnert mich irgendwie an den Staatsbürgerkundeunterricht in der DDR. Da sollte man auch nicht denken, sondern nur wortgenau nachsprechen. Denken war untersagt.

Elisabeth
 

*caro

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Reden!?

HAllo!
Vergiss nicht, mit dem Patienten/der PAtientin zu reden. Die richtige Art der Kommunikation ist z.B. bei dementen Menschen besonders wichtig. Hier spielt auch aktivierende Pflege eine wichtige Rolle.
Viel Erfolg und überleg dir, wie es dir als Patient erginge!
 

eiseule

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stefan1981 schrieb:
Beim ersten Eintrag gebe ich dir recht. Aber bei dem 2. ....

Was hälst du von dem Argument- das wenn ich mit den kontaminierten Händen
das Bett mach, das ich die ganzen Keime vom Gesäß(Urin, Stuhlgang aus der Windel,...)über das Bettlaken verbreite. Ist dann sicher nicht so praktisch, wenn ich das Kopfende (Laken) mit den kontaminierten Handschuhen berühre?!
Und ausziehen kann ich die auch nicht- dann fasse ich mit meinen Händen den schmutzigen Lappen vom unteren Körperbereich an?
Ich hab das Problem noch nie in einem Buch so direkt angesprochen gesehen.

Habe mir das so überlegt.Lasse mich gern eines besseren bekehren....

Was meinst du dazu?

Ich meinte das desinfizieren beim Waschen der Gesässhälften. Wenn ich dich richtig verstanden habe, wäscht Du erst eine Gesässhälfte, desinfizierst dir die Hände und wäschst dann die andere Gesässhälfte?
 

eiseule

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Hallo Elisabeth, sehe es genauso wie Du, erinnert mich an die Prüfung die ich vor 2o Jahren gemacht habe. Gehe aber davon aus, dass Stefan für sich erstmal einen Fahrplan erstellen wollte um sich mental auf das Ereignis vorzubereiten. Wir alle wissen, dass die Realität dann doch noch etwas anders aussieht. Gehe schon davon aus, dass Ressourcen die vorhanden sind, auch berücksichtigt werden. Dass hier aber schriftlich zu formulieren, wenn man den entspr. Patienten nicht kennt ist wohl eher schwierig.
 

stefan1981

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Gesäßhälfte....

ne- ich meinte das so:
- man muss den Patienten ( da man ja zuerst die Pobacken wäscht) nach der ersten Pobacke drehen. Bevor ich ihn dort drehe, mache ich erst meine Betthälfte (straff ziehen, ggf. Laken einspannen,...)Da ich dabei ja die Keime nicht über meine Lakenhälfte verschmieren will, desinfiziere ich mir hier die Handschuhe. Erst dann drehe ich ihn auf die andere Seite, das die Assistierende Schwester die 2. Pobacke und die Analfalte waschen kann.

Wie würdest ihr das handhaben- das das Laken nicht beschmutzt wird.
Oder ist das im Grunde völlig egal?

Stefan
 

eiseule

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:weissnix: Sorry Stefan, aber dass ist mir echt ein bischen viel desinfiziert. Schliesslich liegt der Patient ja nun in seinem Bett, du hast ihn frisch gewaschen und gegen die Keime in der Luft kannst Du auch nix machen. Hygiene ist ja gut und schön, aber irgendwann hörts auch mal auf. Hab jetzt nicht genau nachgezählt wie oft du bei einer Waschung dir die hände desinfizieren willst. Rechne das mal auf den Tag hoch.
Vielleicht guckst Du auch mal bei den RKI-Richtlinien http://www.rki.de/
 

stefan1981

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hallol....

Erst einmal will ich erwähnen, das das ein grober Fahrplan war!

Über das Thema Realität und Prüfung muss man wohl nicht reden. Das liegt doch auf der Hand , das das 2 paar Schuhe sind. Zur Prüfung setzt man halt Prioritäten welche später in der Pflege nicht mehr relevant sind.

Ressourcen und Selbsthilfetraining sind doch selbstverständlich.
Wenn ich alles genau aufzähle will, was ich wie und warum mache, dann müsste ich euch hier ne Pflegeplanung schreiben!
Das würde sicher den Rahmen dieses Forum sprengen:D!

Im Punkt "kontrolle des Inktontinenzmaterial" sehe ich das eigentlich gerechtfertigt. Wer will schon mit einer extrem beschmutzen Windel im Bett liegen und sich dann während der morgendlichen Grundpflege entspannen?
Hat das nicht etwas mit menschlichkeit zu tun?
Ich will nicht gewaschen werden mit einer schmutzigen Windel am Gesäß!

PC30V nehmen wir bei uns in der Klinik als Mittel zur Verbesserung der örtlichen Druchblutung. Also nicht speziell zu Fußpflege*g*!

Mit Keimen ist das so eine Sache. Ein stritiger Punkt sind Pilze.
Allgemein spricht man in "Pflege heute" nur von "Fußpilzen".
Nun treten Pilze aber in jedem möglichen Bereich des Körpers auf.
(Hände,Hals....).Hm.....



So ist das halt.....

Stefan

Ps. Nebenbei rede ich schon mit dem Patienten *g*!

" menschliches pflegen lernt man eh erst nach dem Examensabschluss"
 

stefan1981

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hm....

Das mit der Desinfektion ist schon schwierig. Wie ich davor schon sagte, das sind Prüfungsbediengungen :-(! Wenn man das jeden Tag macht, kriegt man hundertprozentig ne Abnutzungsdermatose ....!

Ich habe leider nie nen richtigen Leitpfaden für Desinfektion und Grundpflege bekommen. (Schulisch bin ich generell etwas kurz gekommen)

Aber dafür bin ich doch auch hier- um so was in Fachkreisen zu klären :boozed:!

Wie oft würdest du dir denn die Hände desinfizieren?
 

eiseule

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Vielleicht hilft dir ja folgendes:

Händedesinfektion grundsätzlich:
vor Dienstantritt im Sinne von Patientenversorgung
vor allen invasiven Massnahmen
bei Kontakt mit Ausscheidungen
nach Toilettengang
nach Dienstende

unberücksichtig habe ich jetzt die Geschichten Katheterisieren und Verbandswechsel etc. gelassen, das würde zu weit gehen und passt hier nicht hin.

Bei Deinem Beispiel würde ich Punkt 3,18 und 20 weglassen (Händedesinfektion) dafür vor der Injektion und bevor du dem Patienten Essen reichst die HÄnde desinfizieren.

Versuche einfach zu überlegen, wo das ganze Sinn macht. Es gibt kein Patentrezept.
 

only

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stefan1981 schrieb:
Beim ersten Eintrag gebe ich dir recht. Aber bei dem 2. ....

Was hälst du von dem Argument- das wenn ich mit den kontaminierten Händen
das Bett mach, das ich die ganzen Keime vom Gesäß(Urin, Stuhlgang aus der Windel,...)über das Bettlaken verbreite. Ist dann sicher nicht so praktisch, wenn ich das Kopfende (Laken) mit den kontaminierten Handschuhen berühre?!
Und ausziehen kann ich die auch nicht- dann fasse ich mit meinen Händen den schmutzigen Lappen vom unteren Körperbereich an?
Ich hab das Problem noch nie in einem Buch so direkt angesprochen gesehen.

Habe mir das so überlegt.Lasse mich gern eines besseren bekehren....

Was meinst du dazu?
also ichn hab es heut mal durchgelesen, generell desinfizierst du dir die >Hände vor dem Pat. Kontakt und vor der intimpflege. bei den Gesäßhälften ist es nicht nötig. Analfalte nach den beiden Gesäßhälften. Intimpflege zum Schluß. Außer es gibt spezielle gründe. Denk da anPilz an dehn Füßen, hierbei gilt diese region zum Schluß´und mit neuem Waschlappen und Handtuch. hab noch nen ablauf aber der wär gerad zu lang, aber wenn iknteresse besteht melden
 
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hm....

Hallo,

ich bin Krankenschwester und habe meine Prüfung hinter mir (seit 31.04.05 examiniert) und wollte mal so ein paar Tipp´s und Anregungen dazu schreiben. Hoffe sie helfen dir ein wenig.

1) Patienten vorstellen ( Diagnose, Medikamente, Therapie,...)
>>>wichtigste/häufigsteNebenwirkungen kennen, Einnahme der Med. (Zeitpunkt, vor/nach dem Essen?) kennen.
2) im Zimmer - Hände desinfizieren, Patient begrüßen/ Prüfer vorstellen
Vitalwerte messen, aufschreiben,Arbeitsplatz schaffen
>>>wie schon gesagt: Fenster schließen, Sichtschutz, Flächen deninfizieren (Einwirkzeit)
3) Hände desinfizieren - Arbeitsmaterialien holen-Waschwasser nach
Wunsch/ Körpertemperatur
>>>evtl. Waschzusätze, von Pat. oder Anordnung
4) Lagern, Lagerungsfilsmittel bis auf das Kopfkissen raus
5) Mundpflege bzw . trinken anbieten
- in die Windel reingucken und ggf. gleich säubern (Hände desinfizieren
>>>Würde ich nicht machen, finde es auch nicht schöner als wenn man die Pflege über einen "netten" Geruch hat (von Pat. aus) und nicht das Fenster öffnen kann, könnte mich da genau so wenig entspannen.
6) Kopfkissen entfernen- ggf. rasieren,
>>>Gesicht waschen Waschen lassen, Handführung von Pp. Warum Kopfkissen entfernen???
7) Kopfkissen zurück
8 ) Nachthemd aus- auf OK legen
9) entfernten Arm waschen+ OK+ nahen Arm ( herznah waschen+ Bauchmassage)
10) eincremen
11) Rücken waschen und einreiben (Esemtan,..)
>>>PneumoniePorphylaxe??? Könnte man hier gut einbauen.
12) Sachen für oben anziehen
13) Beine waschen ( je nach Krankheit Herznah/ Herzfern waschen)
14) Beine eincremen
15) Füße waschen/Fußbad,...- einreiben ( PC30V,..)
>>>Würde Fußbad machen und (wenn Pat kein Fußpilz hat- Diagnose) würde ich mit dem Wasser auch die Beine waschen. ThromboseProphylaxe läßt sich hier gut einbauen.
16) Sachen für unten rum anziehen
17) Wechsel von Handtuch,Lappen, Wasser, Schüssel
>>>Waschschüssel desinfizieren, wenn die gleiche genommen wird.
18 ) Handschuhe an+ desinfizieren
>>>Einwirkzeit beachten!!! Machen viele falsch und die richtige Technik!!!
19) vorderer Intimbereich+ cremen
>>>warum eincremen??? Bakterien Paradies schaffen??? Ich glaube es sollte trocken gehalten werden.
20) Gesäß - erste Pobacke- Hände desinfizieren- Bett glatt ziehen
2 Pobacke-Analfalte- Bett machen
>>>Verstehe ich immer noch nicht, denke mal man sollte es sehen, ist schwer zu beschreiben.
21) Handschuhe aus und Hände desinfizieren
22) Patient lagern,( zum essen , ggf. mobilisieren (Stuhl setzen,..)
- Haare kämmen+ Trinken anbieten
>>>Brille. Hörgerät, Prothese, Zeitschriften, Rufanlage, usw.
23) Insulin spritzen+ Verordnungen
>>>meistens paßt es von dem Essenabstand (30 min. oft) nicht, deshalb habe ich wärend der Grundpflege schon gespritzt. Dann kann der Pat danach diret Essen,wenn alle anderen auch essen. Mir fehlt hier auch das vorherige BZ-Messen???
- Zimmerpflege - lüften, Flächen und Gegenstände desinfizieren
24) nach Wartezeit des Insulin - Frühstück geben
25) in der Zwischenzeit- Akten ausfüllen ( Vitalwerte/ Beobachtungen)


Wir durften uns einen kleinen, groben Ablauf mit ins Zimmer neben unseren Akten legen und drauf schauen.
Gespräche mit dem Pat. sind sehr wichtig, alles was man machen möchte ankündigen, den Pat. vorher info. ggf. Erklärungen dazu geben.
Prophylaxen einbauen.


Viel Glück und mach dich nicht verrückt, wenn du dir Wissen geschaffen hast vertrauen darauf.

:flowerpower:
PS.: ...das ist heute wirklich noch so, dass man viel auf das Waschen achtet. Wenn zur Zeit auf der Station keiner zum waschen ist sondern "nur" aufwendige VW oder andere "richtig" pflegerischen Sachen, dann wir ein Pat. von einer anderen Station (oder halt das ganze Zimmer), denn man gar nicht kennt, lieber genommen, Hauptsache die Prüfer sehen das man "wasche" kann.
 
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Elisabeth Dinse

Poweruser
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Warum braucht es einen Ablaufplan bei einer einfachen Tätigkeit wie der Hilfe bei der Körperpflege. Diese Tätigkeit ist hoch individuell. Jeder Pat. ist anders.

Liegt es vielleicht daran, dass Ausbilder glauben, dass Azubis nicht in der Lage sind selbständig zu denken und ihnen ihre Checklisten und "Drehbücher" als einzige Wahrheit aufdrängen? Das Ergebnis kann man hier sehen: hochgradig verunsicherte Azubis, die fast jegliche Art des selbstbewußten Denkens als schädlich erfahren. Der Ausbilder hat was gesagt? Das ist das einzig wahre. Schlimm eigentlich. Wie sollen dann Wochen später selbständig denkende, kreative Pflegekräfte in den Beruf gehen?

Mein individueller Plan sieht in der Regel so aus:
Hände desindizieren vor betreten des Zimmers, wenn möglich. *fg* Ansonsten vor dem ersten Pat.kontakt.
Pat. ansprechen, erklären was auf ihn zukommt. Ggf. Schieber/ Ente reichen.
Vorbereitung aller Waschutensilien, Organisation des Arbeitsplatzes.
Pat. in Waschposition bringen: wenn möglich halbwegs sitzend. Lagerungsmittel sparsam entfernen. Kopfkissen behält Pat. auf jeden Fall.
Pat. bekommt Möglichkeit aktiv am Geschehen teilzunehmen: Schüssel ins Bett, Wasserkontakt ermöglichen, Waschlappen gemeinsam ausdrücken, (geführte) Gesichtswäsche.
Nachthemd ausziehen und auf Oberkörper legen. Arme waschen, ev. nach dem Rhythmus des Pat.- welchen reicht er mir zuerst an. Oberkörper waschen. Ankleiden.
Bettkopfende senken. ggf. MTS ausziehen. Fußbad mit waschen der Beine. Bei MTS eincremen der Beine mit einer W/O Lotion.
Ggf. das Waschwasser wechseln. Hängt vom Verseifungsgrad ab.
Handschuhe anziehen. Waschen des Intimbereiches und des Gesäßes.
Lakenwechsel. MTS anziehen. Rest Bettwäsche beziehen falls überhaupt nötig.
Materialien entsorgen. Bettenplatz reinigen. Hände desinfiezieren. Zum nächsten Pat..
Mundpflegezeitpunkt: bei wachen Pat. zum Beginn, bei bewußtseinsgetrübten zum Schluss.
Inkontinenzmaterialien: wenn Stuhlgang, dann Reinigung von Gesäß und Intimbereich vor der restlichen Körperpflege; wenn Urin dann erfolgt der Wechsel im Rahmen der GKW. Begründung: Inkontienzmaterial nimmt Urin komplett auf, Pat. liegt also nicht im Nassen. Außerdem ist der häufige Lagerunsgwechsel zum wechseln der Hise oft schon belastend für den Pat..
Zu PC30V: Die kurzfristige Erhöhung der Durchblutung zur Dekubitusprophylaxe gilt als überholt. PC30V bringt der Pharmaindustrie Geld, dem Pat. würde eine einfache Pflegelotion auch ausreichen. Aber so ist das mit dem: es war so, es ist so, es wird immer so sein.

Ich denke mal, bei meiner Art der Körperpflege würde wagrscheinlich fast jeder Lehrer Probleme bekommen mit der Begründung seiner gewünschten Maßnahmen. *fg*

Elisabeth
 

narde2003

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München
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HOKO
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Handschuhe desinfizieren

Hallo,
Handschuhe zu desinfizieren ist nicht erlaubt, ausser es handelt sich um einen speziellen Hersteller.
Untersuchungen and "normalen" Einmalhandschuhen haben ergeben, dass diese dann Mikrolöcher aufweisen.
Also bitte nicht machen, lieber die Handschuhe zwischendurch wechseln.
Schöne Grüße aus München
 

stefan1981

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Krankenpfleger
servus....

Ich danke euch erst einmal für die Tips!
Nun habe ich erst einmal ein paar Meinungen zu diesem Thema.

In meinem Praktikum im Pflegeheim konnte ich dies auch festigen.

Werd mich sicher bald wieder melden.

mfg Stefan
 

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