Gleich nach dem Abitur Pflegepädagogik studieren?

Dieses Thema im Forum "Studium Pflegepädagogik" wurde erstellt von sunny91, 25.01.2010.

  1. sunny91

    sunny91 Senior-Mitglied

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    Hey ihr :-)

    Ich mache nächstes Jahr mein Abitur.Würde danach sehr gern Richtung PFlege und Gesundheit gehen, da mir mein Praktikum und die Tätigkeit beim DRK als Sanitäterin großen spaß bereitet.
    Nun zu meiner Frage. Klar, sicherlich besser wäre vorher eine Ausbildung zu machen.Eben wegen der Berufserfahrung.Aber ist dies notwendig?oder könnte ich gleich nach dem Abitur mit dem Studium beginnen?
    Die Charité in Berlin setzt eine Ausbildung vorraus.Vorher darf man gar nicht diesen Studiengang absolvieren. Machen das alle Universitäten und Fachhochschulen so?
    Während des Studiums macht man auch ein Praktikum.Würdet ihr das als gute Möglichkeit sehen um auch Berufserfahrung zu sammeln?Oder lieber wenn schon ohne Ausbildung ein FSJ und dann das Studium?
    Wie sieht das aus mit dem Referendariatszeitraum?
    Ab wann darf man lehren?Direkt nach dem Studium oder erst nach den weiteren zwei Jahren?
    Wo darf man mit dem Abschluss Pflegepädagogik lehren?An Berufsschulen und an Oberstufenzentren?
    Wisst ihr etwas von einem NC?Wenn ja, wie hoch wäre dieser?Habt ihr zufällig eine Seite wo Universitäten und Fachhochschulen zu finden sind mit diesem Studiengang?Also Deutschlandweit.
    Ohje so viele Frage.Vllt könnt ihr mir ja die eine oder andere Frage beantworten

    bis dahin
    Liebe Grüße
     
  2. renje

    renje Poweruser

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  3. sunny91

    sunny91 Senior-Mitglied

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    mh naja weiß net so recht.irgendwie find ich nicht das was ich genau suche.
    bin langsam auch echt verzweifelt.
    ich möchte sehr gern im lehramt tätig werden nach dem studium pflegepädagogik.aber wo kann man das so ausführen?

    finde das doch sehr lange.erst 3jahre ausbildung.dann 9semester studium.oder bleibt mir keine andere möglichkeit?dann wäre ich bereit dies zu tun
    -->Diplomstudiengang für Medizin- und Pflegepädagogik: Studiengang

    gilt dieser studiengang hier eigentlich noch?weiß das jemand?oder läuft dieser aus?
    -->Medizin- und Pflegepädagogik

    gibt es irgendwie noch andere wege lehramt zu studieren nach dem abitur,am besten wäre ja so wie das an der TU DRESDEN.aber ich finde sonst nichts dazu.

    ich verzweifle,dabei will ich es doch so gern
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Diplomstudiengänge gibt es nicht mehr. Die sind alle im Rahmen des Bologna-Prozesses auf Bachelor und Master umgestellt worden. Es laufen nur noch die bereits begonnenen Studiengänge aus.
     
  5. sunny91

    sunny91 Senior-Mitglied

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    ok, dann gibt es die bachelor und master gänge.
    sollte man dann bei pflegepädagogik auch den master machen?berechtigt der bachelor auch fürs "lehren"?
    weil ich finde fast nur bachelorgänge...kaum master.
    schaut mal:
    FH Bielefeld Studium Pflege und Gesundheit studieren


    FH München Studium Pflegepädagogik studieren

    und der einzige master:
    FH Bielefeld Studium Berufspädagogik Pflege und Gesundheit (Master) studieren

    berechtigt der bachelor zum lehren?
    wie sieht das mit dem neuen system aus?
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Es kommt aufs Bundesland und auf die Pflegeschule an. Einigen genügt der Bachelor, einige akzeptieren nur den Master. (Das Diplom akzeptieren alle, aber das nützt Dir nichts, da kommst Du zu spät. )

    Man kann aber an einer Uni /FH den Bachelor und an einer zweiten den Master machen.
     
  7. renje

    renje Poweruser

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    Hallo sunny,

    ein Bachelor berechtigt nicht zum Lehren. Selbst der Pflegepädagoge wird nur eine Überganglösung sein, bis die Lehramtsabgänger in ausreichender Zahl vorhanden sind. In Anlehnung an das bestehende System, da gibts ja auch die Pädagogen und die Lehrer mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen.

    Das Erstere - Bundesland- noch, wobei die Kultusministerkonferenz eine Erklärung dazu abgeben hat (no bachelor), klar die Umsetzung kann noch dauern. In mehreren Bundesländern wurden bachelor von Anfang an nicht zugelassen, Bayern, NRW soweit ich weiß auch Sachsen um nur einige zu nennen.

    Zweiter Teil Pflegeschule - hat hier überhaupt kein Mitspracherecht, in keinem Bundesland, denn die Lehrerzulassung (Erteilung der Lehrerlaubnis) geschieht ausschließlich durch die jeweilige Schulaufsichtsbehörde.

    Wo ich Claucia zustimmen kann bachelor an der einen Hochschule master an der anderen Hochschule geht prinzipiell. Lass dir Zeit, wühl dich durch, geh zu Studienberatung, befasse dich damit und du wirst sehen, in ein paar Wochen lichtet sich der Nebel.

    Gruß renje
     
  8. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Die Erteilung der Lehrerlaubnis liegt selbstverständlich bei der Schulaufsichtsbehörde, nicht bei der Schule. Aber auch dort, wo der Bachelor für die Behörde ausreichen würde, kann die Schule selbst sich den Standard setzen und Leute mit Diplom oder Master bevorzugt einstellen. So meinte ich das, war blöd ausgedrückt.
     
  9. Neuron

    Neuron Stammgast

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    Ich würde auch die Frage klären ob denn nicht auch ein kleassisches Medizinstudium in Frage kommt. Nochmal quote:

    Sanitäterin und etliche Jahre später vielleicht auch mal Notärztin? Klar das hat nicht viel mit einem Pflegestudium zu tun.

    Wenn du gern schulisch nach dem Abi weitermachen möchtest, dann Pflegeausbildung, ist eine Sache für sich, die du selbst entscheiden musst. Hat nichts mit besser oder schlechter zu tun, ist eben eine besondere Sache wenn Mensch das wirklich will.
    Mehr fällt mir dazu im Moment nicht ein.
     
  10. sunny91

    sunny91 Senior-Mitglied

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    Naja,also Medizin wäre interessant.allerdings glaube ich, dass die bezahlung für den arbeitsaufwand oftmals "falsch"ist und außerdem mein NC vllt nicht dem eines medizinstudiums entsprechen würde.die frage wäre, wie der nc beim pflegepädagogikstudium ist.aber meistens steht da kein genauer richtwert.bei medizin ist es schon um die 1,0-1,2.
    außerdem würd ich gern auf lehramt studieren.allerdings lieber in der pflege als auf englisch und geografie,was ich mir sonst vorstellen würde.weil pflege und generell medizin interessiert mich seit ich denken kann.studiere ständig bücher und liebe es nebenbei erste hilfe anderen beizubringen.

    was wäre denn jetzt der beste weg für mich wenn ich später in berufsschulen und an gymnasialen oberstufenzentren unterrichten möchte?also menschen, die in die pflege wollen?gibt es da noch andere möglichkeiten hinzukommen?oder nur über das studium pflegepädagogik?
    in berlin gäbe es sowieso kaum möglichkeiten pflegepädagogik zu studieren.nur nach abgeschlossener berufsausbildung.ber drei jahre ausbildung+5jahre studium und evt.2jahre wegen der referedariatszeit?
    aber ich würd das so gern machen.haben den echt alle berufsschullehrer ein studium absolviert in pflegepädagogik?pflegewissenschaften oder bachelor of nursering befährigen mich nicht um später im lehramt tätig zu sein oder?

    das ist alles so verwirrend und zum verzweifeln^^
     
  11. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Ihr müsst hier ein bißchen differenzieren:

    1. Grundsätzlich die Frage WO man unterrichten will: In welchem Bundesland und an welcher Art für Schule.

    2. WAS man unterrichten will

    Für Bayern:

    Es gibt zum einen den Pflegepädagogen. Das war bis 2004 eine Weiterbildung, seit dem ein FH-Studium, jetzt Bachelor (FH). Dauert meist 6-7 Semester. Zugangsbedingung ist eine entsprechende Berufsausbildung. Fach/Abi nicht zwingend, aber förderlich. Im Ergebnis ist man dann ein Fachlehrer für Pflege und wird prinzipiell an Krankenpflegeschulen aller Stufen unterrichten können, jedoch nur im "Gehobenen Dienst". Das schließt alle Fächer wie etwa Anatomie, KH-Lehre, Deutsch, etc. aus. Keine Verbeamtung.

    Dann gibt es jetzt seit 10 Jahren das "Lehramt für berufliche Schulen Gesundheit/Pflege", was an der TU München studiert werden kann. Dauert 10 Semester und endet mit Master-Abschluss. Zugangsbedingung ist ein Abitur bzw. fachgebundene Hochschulreife. Eine Berufsausbildung ist NICHT vorausgesetzt. Danach ist man Berufschullehrer, kann damit an allen beruflichen Schulen aus dem Bereich Gesundheit/Pflege unterrichten, sowie mit entsprechendem Zweitfach an FOS/BOS/BA. Man ist damit im "Höheren Dienst" und kann Fächer wie Anatomie und KH-Lehre unterrichten...außer "Pflege" (Der Pflegepädagoge wird daher auf absehbare Zeit nicht ersetzt werden). Einstufung ist hier A 13, Verbeamtung möglich


    Gruß,

    DS
     
  12. F13R

    F13R Newbie

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    Ich studiere seit Oktober BAB- "berufliche und allgemeine Bildung" für Gesundheit/ Pflege und Englisch an der FH Münster und an der WWU. Auch hier ist Zugangsvoraussetzung das Abitur und ein 13- wöchiges einschlägiges Vorpraktikum. Allerdings sollte man sich darüber im klaren sein, dass man später sinnvollerweise an einem Berufskolleg (NRW) oder einer berufsbildenden Schule in einem anderen Bundesland unterrichtet, Krankenpflegeschulen nehmen einen sicherlich mit diesem Studium auch, allerdings bestimmt nur mit vorheriger Pflegeausbildung.

    Weitere Informationen:

    **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt**
     
  13. renje

    renje Poweruser

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    Hallo der Student,

    ich muss dir leider sagen, dass dein Statement einer Ergänzung bedarf.

    Der Pflegepädagoge war noch nie und nirgends eine Weiterbildung, sondern schon immer ein Studium i.d.R. an einer UNI und nicht mal FH. FH Abgängern werden in Bayern seit 20 Jahren keine Lehrbefähigung mehr erteilt, ausser in den sog. fachpraktischen Fächern. Also das was die bisherigen sog. Unt-schwestern und -pfleger klassisch Unterrichten. Was aber in der Praxis irrelevant war, denn die Fächerkombination gabs in der Praxis do gut wie nicht
    In Bayern und auch anderen Bundesländern (nicht alle) ohne (Fach)ABI keine Studium, die paar Quotenplätze mal weggelassen.

    z.B. Anatomie durfte ein Dipl. Pflegepäd. noch nie unterrichten dafür gibts die Dipl. Medpäd., sind übrigens Studiengänge aus der ehemaligen DDR. Wurden Anfang der 90er übernommen, damit endlich mal im Westen ein Studium für "Die Pflege" möglich wurde. Die Humboldt Uni in Berlin hat den Studiengang etwas angepasst und als erste Angeboten, Fachrichtung Pflege oder Med.
    Wurde dann ziemlich schnell übernommen von anderen UNIs, keiner wollte den anrollenden Zug verpassen. Die FHs haben dann auch etwa zu dieser Zeit das Management für sich entdeckt. Relativ bald wurde aber klar, für Berufsschulen ist der Dipl. Pfleg Päd oder Med Päd. jetzt Master nicht die richtige Richtung, ausserdem wieder eine Sonderweg, denn alle anderen Lehrer studieren auf Lehramt, nur die Medizin würde wieder ihr eigenes Süppchen kochen. Also Lehramtsstudiengang.

    Zustimmung, aber nicht weil sie nicht ersetzbar wären, oder wollen würden, sondern weil noch zu wenig Lehramtsabgänger da sind.

    aber nur als rein theoretische Möglichkeit. Es gibt doch nur einen geringen Anteil an Schulen des Gesundheitswesens die in staatlicher oder kommunaler Hand sind. Selbst da wird nur noch sehr zögerlich wenn überhaupt Verbeamtet.

    künftig, aber bei weitem noch nicht überall.

    Gruß renje
     
  14. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Na gut, ich präzisiere:

    Der "Lehrer für Pflegeberufe" war bis 2004 eine Weiterbildung und wird nun durch den Pflegepädagogen ersetzt.
    Dieser wird in Bayern überwiegend an einer FH studiert.

    Ein Zugang ist mit einschlägiger Berufserfahrung (inkl. FWB) sehr wohl möglich, ein berufsbegleitendes Studium in 8 Semestern zu machen.

    Ich habe den IST-Zustand beschrieben. Und das ist eben der 10-semestrige Studiengang "Lehramt an beruflichen Schulen Gesundheit/Pflege", zumindest in Bayern. Derzeit nur an der TU München studierbar.

    Ob die Absolventen dieses Studiengangs den Fachlehrer "Pflege" (also den jetzigen Pflegepädagogen) werden ersetzten können, halte ich aus zwei Gründen für unwahrscheinlich:

    1. Kompetenz: Das Lehramt erfordert keine Berufsausbildung in der Pflege. Um zum Vorbereitungsdienst zugelassen zu werden, müssen jedoch derzeit 48 Wochen Berufspraktikum vorgewiesen werden. Wer allerdings nicht in den Staatsdienst will, braucht selbst die nicht. D.h. die Lehrkraft hat im dümmsten Fall noch nie ein KH von innen gesehen. Ein unterrichten von "Pflege" halte ich aber auch mit den 48 Wochen für nicht möglich - und wie soll so jemand dann auch noch eine Praxisanleitung oder gar praktische Bewertung vornehmen können?

    2. Kosten: Auch die KPS werden nicht umhin kommen, die Bedingungen für "Lehrer" so zu gestalten, dass sie konkurrenzfähig sind. D.h. das Gehaltsniveau von A13, Ferienregelung, AZ-Regelung, etc.
    Das ist teuer, d.h. man wird so weit möglich die (deutlich) günstigeren Fachlehrer nutzen...

    Eine Verbeamtung ist insofern schon machbar, als man mittels Zweitfach ja durchaus hauptsächlich an einer (großen) FOS/BOS unterrichten kann. Idealerweise macht man noch ein Drittfach im Studium, da iss allerdings momentan - durch die Umstellung auf Bachelor/Master - noch nicht so ganz klar wie...
    Aber richtig ist: Wenn das Ziel eine Verbeamtung ist, dann gibt es sicher schlauere Studiengänge als Gesundheit/Pflege.

    Gruß,

    DS
     
  15. Suuri

    Suuri Newbie

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    Hallo,
    ich hab an der Uni Bremen Pflegewissenschaften auf Lehramt studiert, allerdings noch nach alter Ordnung (habe gleichzeitig 1. Staatsexamen Pflege/Deutsch und Diplom-Berufspädagogik gemacht). Jetzt gibt es da nur noch Bachelor und Master. Wenn du auf Berufsschul-Lehramt studieren willst, brauchst du dort im Bachelor zwei Fächer, Pflege als Haupt- und Deutsch/Bio/Chemie/Englisch/Politik/Religion/Spanisch/Kunst/Musik als Nebenfach. Dazu kommt der sog. Professionalisierungsbereich mit erziehungswissenschaftlichem Inhalt und dreimal 4 Wochen Praktikum in der Schule. Danach musst du, wenn du später Lehren willst, den Master of Education dranhängen mit mehr Erziehungswissenschaft und Zweitfach, brauchst insgesamt 10 Semester.

    Mit dem Master of Education kannst du an privaten Pflegeschulen (oft Altenpflege und APH) und Weiterbildungseinrichtungen arbeiten, für öffentliche Berufsschulen (und Krankenpflegeschulen, glaub ich?) brauchst du das Referendariat mit 12 oder 18 Monaten und das 2. Staatsexamen. Als Zulassungsvoraussetzung brauchst du eine einschlägige Berufserfahrung (würde mich erkundigen, ob das, was du gemacht hast, ausreicht) und einen NC von etwa 3,0 Stand 2008.

    Es ist sicher deutlich besser, wenn du selber Pflege gelernt hast, um es später zu lehren, aber das muss nicht sein. Aber im Studium bekommst du KEINE Pflegepraxis- und erfahrung, denn deine Praktika absolvierst du in der Schule. Alle Inhalte müsstest du dir also selber aneignen, was gerade bei praktischen Sachen nicht ganz einfach ist.

    Ich kann keine Garantie für 100% Richtigkeit meiner Angaben geben, aber ich hab das 2008 recherchiert und sooo lange ist das ja nicht her. Bremen ist ein schöner Studienort, nebenbei gesagt ;) Viel Erfolg in jedem Fall bei deiner Entscheidung!
     
  16. muggel

    muggel Senior-Mitglied

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    Hallo ich habe nichts gegen Akademisierung der Pflegeberufe, aber nach dem Abitur sofort Pflegepädagogik zu studieren, finde ich nicht gut! Die Pflege ist nach wie vor ein äußerst praktischer Beruf. Wie will man(m) (oder frau) den Auszubildenden theoretische Grundlagen näher bringen und die Praxis in den Kliniken vermitteln, wenn sie selbst nie als GUK(GUKK) gearbeitet hat? Praxis setzt Theorie voraus, aber ohne Praxis nützt auch die beste Theorie nichts!
     
  17. renje

    renje Poweruser

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    Hallo Der Student,

    mir ist schleierhaft wo du deine Informationen her hast.

    Aber in Bayern gibt es definitiv und gab es nie einen Pflegepädagogikstudiengang an einer FH.

    zu 1. doch doch die 48Wochen braucht der auch sonst erhält er die Lehrbefähigung nicht. Wenn man ausrechnet wie lange ein Schüler auf Station ist, soviel exorbitant mehr wird das auch nicht. 2100Std. Unterricht sind ja schon ca. 1 1/4Jahr plus Urlaube, Sonderveranstaltungen, Feiertage, vom 2ten und dritten Jahr, Krankheit wegen Überforderung . Soviel bleibt da nicht mehr. So jemand, wie du dich ausdrückst ist definitiv niemand der eine PA macht, dafür gibts fachprakt. Lehrer und eben PAs.


    Ich studiere Pflegepädagogik und Unterrichte dann an einer FOS/BOS das Zweitfach obwohl ich als Hauptfach Pflege studiert habe??? Ich glaube ich versteh da was nicht?

    Gruß renje
     
  18. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    In Geographie war ich noch nie gut. Aber seit wann liegt München nicht mehr in Bayern? :gruebel:
    Pflegemanagement/ -pädagogik | Katholische Stiftungsfachhochschule München
     
  19. Neuron

    Neuron Stammgast

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    sunny, nach all dem, was du mit sehr großer innerer persönlich zukunftsorientierter Beteiligung so schreibst, würde ich mal sagen:

    Besuche doch mal so Lehreinrichtungen wie FHs, Unis, Pflegeschulen und was viel wichtiger ist, sprich mit altersgleichen Menschen, die da jeweils nach ihrer Schule etwas tun für ihre berufliche Zukunft.

    Lasse es ruhig mal auf dich wirken und versuche mal irgendwelche Zugangsvoraussetzungen kurzzeitig zu vergessen. Das wird sicher ein interessanter lehrreicher ....??

    Grüße
    Neuron
     
  20. renje

    renje Poweruser

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    Hallo Claudia,

    ja schon, aber in dem Kontext des threads bin ich davon ausgegangen wir diskutieren hier über den Abschluss des Pflegepädagogen sei es Dipl. oder Master, bei dem die Befähigung zur Lehre an Berufs- oder Berufsfachschulen des Gesundheitswesens als Abschluss steht.

    Was mit diesem Studiengang definitiv nicht der Fall ist und in der Zielbeschreibung auch zum Ausdruck kommt.

    Ich denke ich habe meine Meinung deutlich zum Ausdruck gebracht und von meiner Seite ist alles gesagt.

    Gruß renje
     
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