Gesundheits- und Krankenpfleger mit OP-Vorgeschichten: macht euch der Beruf nun arbeitsunfähig?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Juleida, 01.07.2015.

  1. Juleida

    Juleida Newbie

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    Hallo liebe Leute,
    das hier ist mein erster Beitrag, deswegen nehmt mir bitte keine Fehler übel (falls es so ein Thema schon geben sollte, dann könnt ihr mich darauf hinweisen, ich habe leider dazu noch nix gefunden) ;)
    Also es geht um folgendes: Ich bin 20 Jahre alt und beginne eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin ENDLICH! Denn zuerst habe ich aufgrund von Hüft-OP's erstmal ein "sitzenden" Beruf erlernen müssen und so habe ich zuerst Verwaltungsfachangestellte gelernt, was mir nie gefallen hat.
    Kurz zu meiner Krankheitsgeschichte: Angeborene beidseitige Hüftdysplasie
    September 2012: Triple Osteotomie rechts
    Februar 2013: Triple Osteotomie links
    August 2014: Erneute Verschraubung linke Hüfte wg. Pseudarthrose
    Oktober 2014: Metallentfernung wg. fehlerhafter Schraubenlage (in der Hüftpfanne)
    Nun ist noch eine Schraube in mir und zwar neben dem Sitzbeinknochen (auch diese Schraube wurde falsch gesetzt, kann aber so wie sie jetzt liegt drinnen bleiben).

    Meine rechte Hüfte ist perfekt geworden, mit meiner linken Hüfte habe ich noch bisschen Probleme, da bin ich ehrlich, aber eher wenn ich lange sitze. Links ist einfach noch ein bisschen versteift (wobei es jetzt links auch viele OPs am Stück waren) und mein Arzt sagt, dass ich mich einfach daran gewöhnen muss. So mache ich jetzt Sport und laufe. Dadurch habe ich das Gefühl, als würde ich das Gelenk ein bisschen weicher machen. Trotzdem wird es wahrscheinlich nie mehr so sein wie rechts.
    Meine eigentliche Frage ist nun:
    Gibt es hier jemand, der vielleicht eine ähnliche Geschichte hat wie ich und der GuK ist?
    Wie stark wirkt sich so eine OP-Vorgeschichte auf den Arbeitsalltag in der Pflege aus? Hat man dadurch ein erhöhtes Risiko der Arbeitsunfähigkeit? Was könnt ihr mir sagen oder raten?
    Ich bin nicht naiv was den Beruf betrifft. Ich weiß, dass er hart und körperlich anstrengend ist und man viel Tragen muss (Praktika habe ich einige während meiner Ausbildungszeit gemacht), aber es war und ist schon immer mein Traumberuf und jetzt nach 4 Jahren warten möchte ich ihn endlich erlernen.:-)
    Es wäre sehr schön, wenn jemand das hier liest. Es muss ja nicht eine Hüft-OP-Vorgeschichte sein, mich interessieren jegliche Geschichten (Rücken, Knie, Schulter,...), hat das heute bei euch noch Auswirkungen?

    Vielen Dank und ganz liebe Grüße :wavey:
     
  2. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Mit OP kann ich nicht dienen, sorry.
    Was ich gelernt habe, lernen musste (o.k., hat ja auch Spaß gemacht) Strategien, welche das heben vermeiden.
    Techniken, Konzepte die meinem Rücken gut tun.
    Somit geht es mir tatsächlich am besten, wenn ich körperlich arbeite.
    Der Fehler den viele (Du eher nicht, weil vorbelastet) am Anfang machen - ich bin jung, gesund, bärenstark, heben macht mir nix.
    Jau, so passt das - so hab ich mal gedacht, schon blöd oder?
    Einer nicht geringer Anteil der täglichen Arbeit ist - Dokumentation, gleichbedeutend mit sitzender Büroarbeit.
    Insgesamt betrachtet - ist es von Vorteil sich frühzeitig einen Ausgleich zu schaffen, was auch immer.
    Hauptsache regelmäßig um die Fehlbelastungen auszugleichen, auch das mach ich seit inzwischen vielen Jahren.
    Aufgrund Deiner Vorgeschichte - hast Du vermutlich den Vorteil schon einiges kennengelernt zu haben, was die meisten Azubis erst mühsam lernen müssen.
    In der Ausbildung heute, auch das muss man sagen, hat das Thema sehr an Gewicht gewonnen, wird Wissen vermittelt. Das erlernte auch regelmäßig umzusetzen, damit man dann irgendwann mal nicht mehr drüber nachdenken muss wie es denn besser geht - ist der schwierigere Teil.
    Sich davon nicht abbringen zu lassen, wenn es (scheinbar) schnell gehen muss - ein anderer nicht zu unterschätzender Erschwernisfaktor.
    Aber auch das....lässt sich lernen. :daumen:
    Anmerkung: Meine Hüfte, die eine mit der hab ich schon seit der Kindheit Probleme. Längeres stehen - schlecht. Somit war schon in der Ausbildung klar: In den OP werd ich nicht gehen.
     
    #2 amezaliwa, 01.07.2015
    Zuletzt bearbeitet: 01.07.2015
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  3. sowas2

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    Meine beiden Hüften sind umgestellt und links habe ich seit 18 Jahren eine TEp In der Hüfte rechts seit 8 Jahren eine im Knie. Ich arbeite weiterhin Vollzeit. Es gibt schon Arbeitsfelder in denen man auch nach OP arbeiten kann,
    Die Umstellung war übrigens die Voraussetzung dafür ,dass ich den Beruf überhaupt lernen durfte.
     
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  4. Juleida

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    @amezaliwa danke, das ermutigt mich :-) @sowas2 danke auch für deine Antwort! Darf ich fragen auf welcher Station du bist? Was würdest du sagen in welchem Arbeitsfelder kann man gut arbeiten und wo könnte es Probleme geben?:-)

    Liebe Grüße
     
  5. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    Bedenke bitte auch, dass du in der Ausbildung den idealen Arbeitsbereich für deine Bedürfnisse noch nicht aussuchen kannst.
    Was sagt denn dein behandelnder Arzt und/ oder Physiotherapeuth zu deinen Plänen?
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Vor der Ausbildung steht auch die Bescheinigung der gesundheitlichen Eignung durch den Betriebsarzt. Der wird im Zweifelsfall die Meinung des behandelnden Arztes einholen.

    Man kann das nicht pauschal sagen; es kommt auf den Einzelfall und das Ausmaß der Einschränkung an. Ich kenne eine Kollegin, die mit einer Knie-TEP trotz Bewegungseinschränkung (noch) am Patientenbett arbeitet, aber es ist unwahrscheinlich, dass sie dies bis zur Rente wird machen können.
     
  7. Juleida

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    @mary_jane ja das stimmt schon. Mein Arzt sagt ich kann die Ausbildung auf jeden Fall machen und soll klar weiterhin Sport machen. Meine Hüfte wird durch Bewegung auch echt besser und Laufen tut mir besser als 8 Stunden auf dem Bürostuhl zu sitzen. Es geht nur darum, dass er mir gesagt hat, dass ich in dem Beruf eventuell nicht lange arbeiten kann wegen meiner Hüft-Geschichte. Er meint mit 40-50 Jahren (jetzt bin ich 20) wäre dann irgendwann mal Ende, wenn ich Pech hab. Deswegen interessiert es mich, wie es nun Leuten geht, die in dem Beruf arbeiten und ähnliche Vorgeschichten haben. :-)
     
  8. Juleida

    Juleida Newbie

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    @-Claudia- Ja genau, auf die Untersuchung vom Betriebsarzt bin ich auch gespannt. Denkst du, dass so eine Vorgeschichte ihm den Anlass geben würde, der Ausbildung nicht einzuwilligen? Ich muss sagen ich kann echt alles ohne Einschränkungen mitmachen. Gut, ganz langes stehen im OP könnte vielleicht anstrengend werden (war im Praktikum auch schon im OP, habs ausgehalten und das geht ja auch vorbei :D ) aber so laufen, tragen und alles ist kein Problem! Was ich habe ist nur, dass ich ein wenig im Bewegungsradius bei der Außenrotation eingeschränkt bin und ein leichtes Hohlkreuz habe.

    Habe jetzt aber angefangen intensiv Sport zu machen um viel Kraft bis nächstes Jahr zu sammeln.

    Meine Hausärztin hat auf jeden Fall die gesundheitliche Eignung unterschrieben.
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Diese Einschätzung überlasse ich den Fachleuten!

    Genaugenommen bewilligt der Betriebsarzt gar nichts, sondern bescheinigt die gesundheitliche Eignung oder eben auch Nicht-Eignung. Es gibt sicherlich Einschränkungen, die die Ausübung unseres Berufs unmöglich machen. Nach Deiner Beschreibung klingt es nicht so, als ob Dein Handicap dazu gehört - aber ich kann das nicht beurteilen. Schon gar nicht übers Internet.
     
  10. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Klar, der Betriebsarzt, der kommt noch. Hab jetzt nix gefunden, wann Du mit der Ausbildung anfangen wirst, Zusage hast Du bereits, Ausbildungsvertrag bereits unterschrieben? Dann könntest Dein Profil ändern, z.B. Azubi GuK ab 01.??.201? O.k. dann stolpere ich über Deinen Beitrag #8 "....bis nächstes Jahr...".
    Heißt - dieses Jahr fängst nicht mehr an? Dann wäre die Wartezeit noch ganz schön lang.
    Zu #5 - nicht ganz richtig - der OP (als relevantestes Einsatz) ist durchaus verhandelbar, wenn man einen trifftigen Grund hat. Habe das zu Beginn gesagt, wurde berücksichtigt. Damals hieß es eh entweder OP oder Intensiv, somit hatte man von vornherein ein 50% Chance nicht dort eingeplant zu werden. Jetzt gibt es aber es zusätzlich noch den ambulanten OP.
     
  11. Juleida

    Juleida Newbie

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    @amezaliwa also ich fange meine Ausbildung zur Geundheits-und Krankenpflegerin am 01. April 2016 an (meine jetzige Ausbildung werde ich erst im Februar 2016 abschließen), hab auch schon den Vertrag unterschrieben und die wissen auch, dass ich die OPs hatte :-)
     
  12. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    O.k., d.h. das dauert noch, bis zur betriebsärztlichen Untersuchung, Geduld ist gefragt.
    Insofern Du dazu (nix gelesen) noch keine Informationen hast.
    Möglichkeit A, neulich gelesen: 1-2 Monate vorher bekommst einen Termin, eine schriftliche Einladung.
    Möglichkeit B, bei uns ist es so geregelt: In den ersten Tagen der Ausbildung (also noch später) gehen alle hin.
    Weißt Du wie Du Dein Profil ändern kannst? Du klickst rechts oben auf Deinen Namen, links oben auf persönliche Details, dann kannst dort bei Beruf z.B. Azubi GuK ab 1.04.2016 eintragen - dann ist Dein Status/ dann Ausbildungsstand für alle (auch in weitere Beiträgen) klar.:cleanglasses:
    Easy, oder? Mit dem Avatar hat es ja auch schon funktioniert:king:.
     
  13. Juleida

    Juleida Newbie

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    Alles klar :-) Danke, hab's geändert, hoffe ich hab's richtig gemacht:rolleyes:
     
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