Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung in Teilzeit an der Unimedizin Mainz ab 08/2012

Dieses Thema im Forum "Adressen, Vergütung, Sonstiges" wurde erstellt von Unimedizin Mainz, 19.03.2012.

  1. Unimedizin Mainz

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    Pflegeausbildung zu familienfreundlichen Konditionen

    Universitätsmedizin Mainz beachtet den demografischen Wandel schon in der Ausbildung

    19.03.2012

    Die Universitätsmedizin Mainz bietet ab August 2012 erstmals eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger an, die als familienfreundliche Teilzeitausbildung absolviert werden kann. Damit alle Inhalte der regulären Ausbildung adäquat vermittelt werden können, dauert die Ausbildung vier statt der sonst üblichen drei Jahre. So wird der Pflegeberuf gerade für diejenigen attraktiver werden, die eine Vollzeitausbildung aus zeitlichen oder familienbedingten Gründen nicht absolvieren können, etwa weil sie sich um die Erziehung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen kümmern wollen.

    Demografischer Wandel – was nach wie vor wenig greifbar und abstrakt klingt, manifestiert sich im Gesundheitsmarkt gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen altert die Gesellschaft so rapide, so dass nicht nur in naher Zukunft, sondern schon jetzt ein enormer Bedarf an qualifizierten Pflegekräften besteht. Längst gibt es in der Pflege mehr Arbeitsplätze als Bewerber. Zum andern hat die Geburtenrate nach der Babyboomer-Generation schleichend abgenommen, so dass mittlerweile längst nicht mehr jeder Ausbildungsplatz zum Gesundheits- und Krankenpfleger besetzt werden kann. Und noch etwas kommt hinzu: die Vereinbarung von Familie und Beruf nimmt für Erwachsene im arbeitsfähigen Alter einen immer höheren Stellenwert ein. Sie wollen sich dem Leben in der Familie und der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen widmen, ohne dabei allerdings Job und Karriere zu vernachlässigen. Dass dies für die Arbeitnehmer nicht immer einfach ist, liegt auf der Hand. Und für die Arbeitgeber erst recht nicht, denn unterm Strich bedeutet das, dass Arbeitnehmer zukünftig vorwiegend solche Ausbildungs- und Arbeitsplätze berücksichtigen, die ihnen attraktive, familienfreundliche Konditionen bieten.
    Wie könnte nun ein Ausweg aus der Demografiefalle aussehen? „Die Lösung war eigentlich so naheliegend wie einfach“, freut sich Evelyn Möhlenkamp, Pflegevorstand der Universitätsmedizin Mainz, „denn durch unsere Teilzeitausbildung stellen wir sicher, dass wir genügend Nachwuchs für die Pflegeberufe gewinnen, eben weil wir auf neue, bisher vernachlässigte Zielgruppen für die Pflege fokussieren. Wenn man so will, dann ist das für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation.“

    Zunächst will die Universitätsmedizin Mainz 22 Teilzeitausbildungsplätze anbieten. In dem entsprechenden Lehrplan wurden die Theorie- und Praxisblöcke verlängert: So werden die Inhalte jedes Ausbildungsjahres nicht innerhalb eines Jahres, sondern innerhalb des entsprechend verlängerten Zeitraums von einem Jahr und vier Monaten vermittelt. Dadurch ist die Vermittlung der Lernmodule analog der dreijährigen Vollzeitausbildung sichergestellt. Auch die praktischen Einsätze entsprechen inhaltlich der dreijährigen Ausbildung, verteilen sich aber auf den größeren Zeitraum von vier Jahren. Ausgehend von einer 38,5 Stunden-Woche in Vollzeit, absolvieren die Teilzeit-Schüler 29 Wochenstunden über vier Jahre.

    „Wir leisten unseren Beitrag zur Work-Life-Balance bereits während der Ausbildung“, sagt Ulrich Wirth, der die Schulen für Gesundheitsfachberufe der Universitätsmedizin Mainz leitet und selbst zertifizierter Demografie-Berater ist. So sei bei der Gestaltung der Ausbildung auf familienfreundliche Bedingungen geachtet worden, ergänzt Rosl Becker, Leiterin der Staatlich anerkannten Gesundheits- und Krankenpflegeschule und Schule für Krankenpflegehilfe an der Universitätsmedizin Mainz, etwa bei der Urlaubsplanung: „Wir haben die Urlaubszeiten bevorzugt auf die Schulferien gelegt und an den Brückentagen sowie über Weihnachten und Neujahr generell Urlaubstage eingeplant.“

    Das ganze Konzept geht dann besonders gut auf, wenn es gleich nach der Ausbildung familienfreundlich weiter geht: „Wir versuchen, den examinierten Gesundheits- und Krankenpflegern auch nach Ende der Ausbildung genügend Teilzeitangebote zu bieten, wodurch wir den Pflegeberuf nachhaltig für neue Zielgruppen attraktiver machen“, sagt Evelyn Möhlenkamp.

    Sie haben Fragen zu unserer Teilzeit-Ausbildung oder zum Ausbildungskonzept? Besuchen Sie unsere Homepage oder rufen Sie uns gerne an!

    Universitätsmedizin Krankenpflegehilfe
    der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    Staatlich anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegeschule,
    Schule für Krankenpflegehilfe
    Am Pulverturm 13, Gebäude 906
    55131 Mainz
    Telefon +49 (0) 6131 17 - 3255 (Sekretariat)
    Übersicht*-*Staatlich anerkannte Schule für Gesundheits- und Krankenpflege und staatlich anerkannte Schule für Krankenpflegehilfe*-*5539
     
  2. Vicodiin

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    toll!!! soo weit wäre Mainz von mir gar nich gewesen. klasse sache!
     
  3. Unimedizin Mainz

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    Vielen Dank für Ihr Feedback, das freut uns wirklich sehr :-)
     
  4. DieAnnie

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    Ich kann mich da nur anschließen! Mainz ist von mir aus echt weit weg, aber ich selbst fange in 1 1/2 Wochen eine Teilzeitausbildung in der GuK an und bin total begeistert!

    @ Vicodiin
    Schade, dann wär das ja vllt was für dich gewesen. Aber ihr packt das auch so :-) und du bist eh in der Kinderkrankenpflege, richtig?
     
  5. Vicodiin

    Vicodiin Poweruser

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    ja genau, das wird schon, aber hätte es bei uns die möglichkeit gegeben wär ich sofort dabei gewesen. kann man für andre hoffen dass andre kliniken nachziehen! finde ich persönlcih viel sinnvoller als das ganze mit zusammenlegung etc >.<
     
  6. -Claudia-

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    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Wenn die generalisierte Ausbildung kommt, wird die Möglichkeit zur Teilzeitausbildung aber sicher nicht aus dem Gesetz gestrichen.

    Die generalisierte Ausbildung (bzw. das Studium) gibt es nahezu weltweit und es scheint den Patienten nicht zu schaden. Dafür schadet die getrennte Ausbildung der Karriere. Vor allem den Altenpflegern bleiben etliche Aufstiegsmöglichkeiten verwehrt. Die Kinderkrankenpflege hat hauptsächlich im Ausland Probleme.
     
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