Geschwisterkurse - hat jemand Info's?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zur Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von Andrea1, 24.01.2008.

  1. Andrea1

    Andrea1 Newbie

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    Hallo,

    wir möchten in unserem Krankenhaus Geschwisterkurse anbieten. Einen Geschwisternachmittag haben wir bereits gemacht und dieser kam sogut an, daß wir jetzt regelmäßig Kurse anbieten wollen.
    Hat jemand Anregungen oder Tipps für mich?
    Wäre wirklich sehr nett wenn mir jemand helfen könnte.
    Danke.
    Eure Andrea
     
  2. angie85

    angie85 Stammgast

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    hallo :-)

    ich finde geschwisterkurse sind wirklich eine tolle idee! war leider noch nie bei einem dabei, habe aber schon mit kindern gesprochen die einen mitgemacht haben und die waren alle begeistert und sehr gut informiert. sie haben gelernt wie man ein baby richtig hält (auf den kopf achten und so), wie man wickelt und badet und die flasche gibt, warum ein baby aufstoßen muss nach dem trinken und warum die mama stillt, dass ein baby nicht das gleiche essen darf wie die großen, dass nicht alle spielsachen für babys gut sind (wegen verschlucken) usw. haben also wirklich viel gelernt die großen 8O

    außerdem durften sie einen kreissaal besichtigen (mit den eltern gemeinsam), am kreisbett probeliegen und sich die neugeborenenstation kurz ansehen.

    bei diesem kurs war das so, dass die kinder mit einer hebamme und einer kinderkrankenschwester alleine gearbeitet haben. am ende des kurses durfte dann jedes kind seinen eltern vorzeigen und erklären was es gelernt hat. und alle haben ein "große/r bruder/schwester"-zertifikat bekommen.

    ich weiß zwar nicht ob ich da jetzt viel helfen konnte, wollte eigentlich nur sagen dass ich das ganze super finde :-)

    was habt ihr denn am geschwisternachmittag mit den kindern gemacht?

    lg angie
     
  3. behid

    behid Gast

    Von solchen Kursen habe ich noch nie gehört und irgendwie hat sich mir die Notwendigkeit und der Sinn noch nicht ganz erschlossen.

    Ich finde, dass jedes Geschwisterkind diese Dinge ganz normal innerhalb eines normalen Familienlebens erfährt und da gehört es meiner Meinung auch hin. Aber wahrscheinlich ist es heutzutage schon so außergewöhnlich Geschwister zu haben, dass man Kinder gezielt darauf vorbereitenn muss. Etwas mehr Normalität täte hier gut, denn Tausende von Generationen haben es geschafft große Brüder oder Schwestern zu sein ohne gezielt darauf vorbereitet zu werden wie man ein Baby hält oder warum ein Kind ein Bäuerchen machen muss.
    Sorry ich finde solche Kurse zunächst mal Quatsch, aber vielleicht hat ja jemand nachvollziehbare Argumente , die mich überzeugen.

    Was mich noch interessiert ist, werdet ihr für diese Zeit vom Dienst freigestellt und wer finanziert solche Kurse? Wenn eine Klinik für solche Projekte Zeit und Geld hat, dann scheint die die Finanzproblematik im Gesundheitswesen noch nicht gravierend zu sein....
     
  4. Andrea1

    Andrea1 Newbie

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    Hallo Angie,

    an Unserem Geschwisternachmittag haben wir mit den Kindern gewickelt, gebadet, gefüttert, gezeigt wie Baby`s gehalten werden sollen, bäuern und alles was die Kinder wissen wollten beantwortet. Das ganze haben wir auf Unserer Wochenstation gemacht. Dort konnten sich die Angehörigen unsere Station auschauen und im Kreissaal gab es Führungen und eine Hebamme hat einen Film gezeigt und Fragen beantwortet.
    Zum Schluß gab`s für jedes Kind eine Kleinigkeit. Wir hatten großen Zuspruch an diesen Nachmittag. Und nun haben wir viele Anfragen nach dem nächsten Kurs und wollen nun einen richtigen Kurs machen.

    Und nun noch etwas zu dem anderen Beitrag:
    Eigentlich sollte so ein Thema innerhalb der Familie besprochen werden, doch kann man sich heutzutage darauf verlassen?
    Der Geschwisterkurs wird wahrscheinlich kostenlos angeboten und somit hoffen wir auch Familien aller Schichten etwas helfen zu können.
    Und ist solch ein Angebot nicht gleichzeitig eine gute Werbung für die Klinik? Denk mal darüber nach.

    Würde mich über weitere Erfahrungen und Tipps freuen.
    Gruß
    Andrea
     
  5. behid

    behid Gast

    Guten Morgen Andrea,

    wenn du glaubst ich schreibe hier Beiträge ohne über das Thema nachgedacht zu haben, dann irrst du gewaltig und deine Aufforderung dazu kommt bei mir etwas lehrmeisterhaft an. Aber das nur am Rande.....

    Nein ich kann mich heute nicht mehr darauf verlassen, dass wichtige Themen in den Familien genügend besprochen werden. Dennoch bin ich der Meinung, dass ein Geschwisterkind automatisch lernt was es als älterer Bruder oder ältere Schwester wissen muss. Denn ein 5- oder 6jähriges Kind wird weder ein Baby alleine füttern noch wickeln. Ausserdem bezweifle ich, dass die Familien die es vielleicht nötig hätten, eure Hilestellung anzunehmen, solche Kurse in der Regel in Anspruch nehmen.

    Der Kurs ist für die Teilnehmer vielleicht kostenlos, für die Klinik aber nicht. Mindestens Personal und auch Material muss zur Verfügung gestellt werden (es sei die Mitarbeiter sind so motiviert und arbeiten ehrenamtlich in ihrer Freizeit) und das kostet Geld und muss von der Klinik getragen werden. Im Sinne von stark ansteigenden Kosten im Gesundheitswesen, die letztlich wir alle tragen, muss es erlaubt sein in Frage zu stellen, ob solche Kurse wirklich nötig sind!:-?:gruebel:

    Kann sein, dass solche Kurse in den Augen einiger Leute positive Werbung wären, aber es gibt bestimmt auch einige die es wie ich als Verschwendung von Ressourcen wahrnehmen.

    Leider bin ich noch nicht überzeugt vom Sinn und Nutzen dieser Kurse, aber vielleicht kommen ja noch andere Meinungen zum Thema.:lol:

    Einen schönen Tag
    Behid
     
  6. Stupsi

    Stupsi Stammgast

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    Guten Morgen, zusammen!

    Ich finde es eigentlich eine ganz nette Idee!

    Man bietet ja sonst auch allerhand Sachen in einer Klinik an (z.B. haben wir einen Handlingskurs für die Eltern, durchgeführt von unseren KGs, oder auch unsere Elterngruppe für Frühchen, oder das Sommerfest der Klinik und was auch sonst noch alles gemacht wir), teilweise findet es in der Arbeitszeit und teilweise in der Freizeit statt.

    Es ist ja auch Werbung für die Klinik.
    Ich persönlich habe keine Erfahrung mit solchen Geschwisterkursen, aber ich finde, was ich bisher so gelesen habe, hört sich ganz nett an.
    Bei uns gibt es ein Projekt, wie man Geschwisterbesuche auf der Neonatologischen Intensiv schöner gestalten könnte, ich werde den Geschwisterkurs mal vorschlagen.

    Schönen Sonntag, wünscht Stupsi
     
  7. schokofee

    schokofee Stammgast

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    Hallo Ihr,

    ich habe über solche Kurse mal einen Beitrag im Fernsehen gesehen und da dachte ich noch "wie nett, eine gute Idee".

    Inzwischen muß ich aber sagen, daß ich Behid zustimme.
    Solche Kurse sind reiner Luxus.
    Eltern sollten ihren Kindern den Umgang mit dem neuen Familienmitglied in aller Ruhe und zuhause zeigen. Sollten sie dazu nicht in der Lage sein, wäre wohl eher ein Eltern- und kein Geschwisterkurs notwendig !

    Wenn nun die Volkshochschule solche Kurse kostenpflichtig anbieten würde, hätte ich auch gar nichts dagegen - wem`s Spaß macht, warum nicht ?! Aber Kliniken sollten ihr Geld und ihre Personalressourcen wirklich besser zusammenhalten !
    Die Zeit, die eine Kinderkrankenschwester oder Krankengymnastin für solche und ähnliche Kurse aufwendet, ist in der Regel Arbeitszeit und die geht dann den kranken Patienten ab ...weil extra eingestellt wird dafür niemand.

    Und das ist meiner Meinung nach keine gute Werbung bei denen, die`s betrifft, sorry.

    Gruß, Schokofee
     
  8. Andrea1

    Andrea1 Newbie

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    Hallo,

    das nicht alle jeden Kurs der angeboten wird gutfindet ist schon klar. Trotzdem sind wir in Unserer Klinik davon überzeugt, daß selbst wenn der Kurs Personalkosten erzeugt, es einen positiven Nutzen hat. Und die Resonanz auf unseren Geschwisternachmittag zeigt deutlich, daß Familien Kurse wollen.

    Gruß
    Andrea
     
  9. behid

    behid Gast

    Hallo Stupsi,
    solche Kurse oder Veranstaltungen kenn ich auch, haben aber meiner Meinung nach einen anderen Hintergrund. Ein Frühgeborenes oder ein intensivpflichtiges z. T. chronisch krankes Kind hat andere Folgen auf ein Familienleben als ein gesundes Geschwisterkind was "nur richtig gehalten und Bäuerchen machen muss"! Sorry ich drücke es vielleicht zu flapsig aus, aber für eure Projekte sehe ich auch Bedarf. Die Familien sind mit ihren kranken Kindern doch häufig auch im privaten sehr allein gelassen weil sich nur wenige in ihre Situation hineindenken können und deshalb ist es da auch wichtig entsprechende Schulungen und Gesprächsgruppen anzubieten. Aber wie bereits gesagt ich differenziere hier entschieden zwischen kranken Kindern und ihren Familien im Gegensatz zu gesunden Kindern und ihren Familien.


    Genau das meine ich auch. Kinder kriegen und insbesondere gesunde Kinder ist eine völlig natürliche und normale Sache und in den allermeisten Fällen können Familien das ohne große Intervention seitens Klinik bewältigen. Die Mütter haben nach der Geburt das Recht auf die Betreuung durch eine Hebamme und die wird auch Schwierigkeiten mit der Versorgung des Babbys mit den Eltern besprechen.


    Schönen Sonntag
    Behid
     
  10. Andrea1

    Andrea1 Newbie

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    Hallo,

    eigentlich wollte ich nicht über Sinn oder Unsinn von Kursen diskutieren sondern Erfahrungen über den Kursinhalt austauschen.

    Gruß
    Andrea
     
  11. nadl.b

    nadl.b Stammgast

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    Hallo!

    Ich möchte bitten, Andrea´s Frage nach Erfahrungen nachzukommen, also bitte back to topic!
     
  12. Meggy

    Meggy Stammgast

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    Hallo KollegInnen,

    Geschwisterkurse werden in vielen Kliniken und Institutionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten,
    - es gibt pflegeorientierte Kurse, in denen Geschwister das Halten, Wickeln (im richtigen Leben kann man darüber streiten, ob kleine Kinder dieses machen sollten) und Füttern (meist mit der Flasche, im Gegegensatz zum Stillförderungsgedanken) lernen
    - es gibt Kurse in denen eher die Veränderungen im Familienleben, Umgang mit Eifersucht und "schlechten Gefühlen" und ein paar Grundinfos zu Säuglingsbedürfnissen (was schreit das Baby so viel, warum kann es noch nicht essen, etc.) im Mittelpunkt stehen

    Letztere Kurse halte ich persönlich für sinnvoller.
    Geschwistereifersucht kann nicht nur das Familiengefüge längerfristig enorm belasten, sondern ganze Biographien!

    Ich kenne so manche Erwachsene, die heute noch darunter leiden, dass sie nie zu Ihrer Eifersucht stehen durften.
    Das hat man früher auch nicht automatisch in Großfamilien gelernt.

    Ich denke dennoch, dass bei der Finanzierung nicht das Budget vom Patientenbett umgeleitet werden darf. Über Eigenbeiträge der teilnehmenden Familien, Sponsoring durch Fördervereine, Industrie (letztes Jahr unterstützte eine Puppenhersteller solche Kurse) kann der Dozentin ein kleines Honorar angeboten werden, was sie freiberuflich außerhalb der Arbeitszeit verbuchen kann.
    Wenn die Kliniken in dieser Zeit ungenutzte Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, tut ihnen das nicht weh und sie haben trotzdem den gewünschten Werbefaktor.

    LG,
    Meggy
     
  13. Andrea1

    Andrea1 Newbie

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    Hallo,

    wir sind gerade erst am Anfang ein Konzept für den Geschwisterkurs zu entwerfen.
    Die Themen: Das neue Geschwisterkind, Eifersucht, Warum schreit das Baby? sind alles Themen die bei mir auch vorrang haben. Und damit es nicht zu trocken für die Kids wird kommt dann ein wenig Praxis ( Wickeln, Baden und Handling).
    Das mit dem Fläschen füttern würde ich auch erst mal lassen, sonst kommt vielleicht wieder Eifersucht auf wenn Mama das neue Baby stillt. Außerdem wollen wir das Stillen ja fördern und nicht das Kunstmilch füttern.

    Vielleicht könnte man auch noch ein kleines Spiel einbauen. Hat jemand Ideen?

    In Unserer Klinik werden Kurse sehr von Seiten der Klinikleitung und Pflegedienstleitung gewünscht. Die Raümlichkeiten sind vorhanden und die Stunden werden als Überstunden vergolten. Es wird nicht am Patientenbett gespart. Und so sollte das auch sein und nicht anders.
    Gruß
    Andrea
     
  14. schokofee

    schokofee Stammgast

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    Hallo Andrea1,

    ich wollte Dir die Geschwisterkurse nicht madig machen ( ich muß es ja nicht gut finden ) und wünsche Dir und Euch viel Spaß und Erfolg damit !

    Trotzdem kann ich es mir nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, daß Überstunden, sofern sie nicht ausbezahlt, sondern durch Freizeitausgleich abgegolten werden, unter`m Strich eben doch am Patientenbett eingespart werden ...

    Den Vorschlag von Meggy zur Finanzierung finde ich übrigens gut.

    Also, bitte nicht böse sein,
    ich hoffe, Du erhälst noch viele hilfreich(er)e Antworten,

    Gruß, Schokofee
     
  15. Andrea1

    Andrea1 Newbie

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    Hallo Schokofee,

    ich bin hier doch keinem Böse.
    Nur irgentwie bin ich nicht der Meinung, daß dann am Patientenbett gespart wird. Klar machen wir durch Kurse ( und vorher immer Arbeitgruppen) Überstunden, jedoch sind es immer bestimmte Schwestern, welche Kurse anbieten und das kann in dem Dienstplan berücksichtigt werden. Und außerdem gibt es doch immermal Zeiten, wo prima Stunden abgebaut werden können. In der Geburtshilfe (wo ich arbeite) wird eh jeden Tag neu entschieden wieviele Schwestern im nächsten Dienst arbeiten.

    Aber zum Thema Geschwisterkurs: Wir werden mal bei der Geschäftsleitung nachfragen, ob wir bestimmte Firmen anschreiben dürfen, zwecks sponsoring. War schon mal ne gute idee.

    Wir wollen evtl. einen kleinen Film miteinbauen. Kennt jemand einen guten?

    Grüße an alle.
    Andrea
     
  16. Meggy

    Meggy Stammgast

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    Hallo Andrea,

    ich meine es wäre die Firma Zapf gewesen, die letztes Jahr die Geschwisterkurse gesponsert hätte.

    Einen Film kann ich nicht empfehlen wohl aber die Broschüre "Süße Milch für Jules Bruder" die sieht aus wie ein kleines Pixibuch und ist zur "Stillaufklärung" von Geschwisterkindern bestens geeignet Süße Milch für Jules Bruder - hebamedia.

    LG,
    Meggy
     
  17. Andrea1

    Andrea1 Newbie

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    Hallo,


    dieses Buch haben wir auch ins Auge gefasst. Aber leider gibt es das nicht in größer und so klein ist das mit mehreren Kids ziemlich schwer zu lesen. Im moment begeben wir uns auf die Suche, ob es was in Diaform vielleicht gibt, weil das wäre wirklich optimal. Gleichzeitig Bilder zeigen und etwas dazu vorlesen bzw. erzählen.
    Wir haben uns einen Film ( 12 min.) angeschaut, doch überzeugt hat uns der nicht. Es geht hier um Eifersucht auf das Geschwisterkind. Aber der Film zeigt lange alles negative und zum schluß ist alles gut. Wenn ich diesen Film sehen würde, würde ich kein Geschwisterkind wollen. Aber passendes Material zu finden ist sehr schwer.
    Zum Glück haben wir eine sehr gute Buchhandlung in der Stadt ( diese hatte auch eine Ausstellung organisiert am Geschwistertag), die uns Unterstützt.
    Heute habe ich ein Buch im Wühltisch gefunden über die Bedürfnisse eines Baby`s für ganze 3,-€. Und das ist gar nicht so schlecht.

    Gruß
    Andrea
     
  18. Meggy

    Meggy Stammgast

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    Hallo Andrea,

    das Buch "Süße Milch" eignet sich prima "zum Mitnehmen", das Pixi-Buch-Vormat ist den Kindern vertraut und sehr beliebt.

    Um damit zu arbeiten, könntet Ihr Abbildungen einscannen und vergrößern,
    aber ganz ehrlich, da würde ich lieber mit Puppen arbeiten, evtl. mit einer Art Puppentheater (kennst Du die großen Handpuppen), damit kann man Kinder gut fesseln.
    Und mit Babypuppen kann man das Baby darstellen und die Kinder selbst zu Akteuren in einem Stand-By- Rollenspiel werden lassen. So kommen die Kinder auch zu praktischen Übungen, z.B. zum Halten, etc.
    Die Kursleiterin kann dann die Erwachsenen darstellen.

    Von Filmen halte ich im Vorschulalter nicht so viel (auch wenn leider Gottes schon viele Kinder in diesem Alter medial geprägt sind), es ist ungünstig, weil es keine spontanen Reaktionen zulässt und die Kinder zu passiven Konsumenten macht.

    Wie wärs mit einem Tänzchen zum Auflockern (den Babysitter-Boogie, frag mal in der CD-Handlung). Kinder im Vorschulalter müssen sich hin und wieder bewegen. Oder irgendein Lied.

    Du musst damit rechnen, dass die Aufmerksamkeitsspanne bei Kindern im Durchschnitt so viele Minuten ist, wie das Lebensalter in Jahren. Plane also immer eher kurze Abschnitte von Vorlesen, Spiel, Aktion, usw. Wenn Die Kinder gut mitarbeiten, kannst Du ja bei dem besonders gut ankommenden Dingen einfach ein wenig länger verweilen.

    LG,
    Meggy
     
  19. Andrea1

    Andrea1 Newbie

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    Hallo Meggy,

    danke für die Ideen. An ein Puppentheater hatte ich noch gar nicht gedacht. Wirklich eine super Idee. Ansonsten hatte ich in unserer Arbeitsgruppe den Film auch abgelehnt. Dias finde ich super, weil man da auch die Geschwindigkeit von den Abschnitten selbst steuern kann.
    Daß die Kids, verschiedener Altersgruppen, unterschiedlich Zuhören und mitmachen können, haben wir schon eingeplant. Da wir mit der Anmeldung, das Alter erfragen werden, können wir evtl. den Kurs auch mit 2 oder 3 Schwestern machen. Eine Spielecke werden wir wohl auch einrichten. Für den Kurs hatten wir das Alter zwischen 3 und 10 Jahren gedacht. Ich denke das ist OK.
    Macht Ihr einen Geschwisterkurs in Eurer Klinik? Wie lange geht der Kurs?

    MfG
    Andrea
     
  20. Meggy

    Meggy Stammgast

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    Hallo Andrea,

    ich bin gar nicht an der Klinik, sondern freiberuflich und biete Kurse aller Arten dort an, wo ich als Referent geladen werde (Bildungsstätten, Familienzentren, Kindergärten u.ä.).

    Über die Interessengemeinschaft der freiberuflichen Kinderkrankenschwestern habe ich Kontakt mit vielen KollegInnen, die ähnliches machen und da tauscht man sich manchmal aus, wer welche Inhalte wie vermittelt.

    Ich selbst mache überwiegend Angebote für Eltern, für Kinder mache ich fast nur Kinder-Ersthelfer-Kurse, selten mal die ein oder andere Unterrichtseinheit in Schulen zum Thema Gesundheit.

    Aber es gibt KollegInnen, die überwiegend mit Kindern arbeiten und viele Kindergärten sind ganz offen dafür solche und andere Angebote (Entspannungskurse, gesunde Ernährung, Kinder massieren Kinder, o.ä.) zu integrieren.

    Aus meinen Erfahrungen (nicht nur beruflich, habe selbst auch Kinder, die jetzt 9,7 und 5 Jahre alt sind), wird es schwierig sein, einen Kurs für Kinder von 3-10 Jahren anzubieten. Wenn es sich splitten lässt (keine Geschwister trennen) würde ich zwei Kurse anbieten, für Kindergartenkinder und für Grundschulkinder - nicht nur wegen der erwähnten Aufmerksamkeitsspanne; die Grundschulkinder sind bereits an ein bestimmtes Arbeitsverhalten gewöhnt, sind auch ganz wild auf "Arbeitsblätter" (zumindest manchmal), wo man ausschneiden und zusammenkleben kann, beschriften, ausmalen, usw.
    Bei den Kleineren muss man schon insgesamt spielerischer heran gehen.

    Wenn Euer Konzept mal steht, dann fragt doch einfach mal die Kindergärten in Eurer Umgebung, ob Ihr den Kurs dort auch anbieten könnt (evtl. unter anderer Überschrift => Leben mit einem Baby). Vielleicht freuen die sich, finanzieren Euch über einen Förderverein, oder eine "Spende" von den Eltern.

    Viel Spaß,
    Meggy
     
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