Geruchsreduzierung bei durchgebrochenem Tumor

Dieses Thema im Forum "Wundmanagement" wurde erstellt von sunflower24, 01.06.2005.

  1. sunflower24

    sunflower24 Newbie

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    Hallo,

    kann mir vielleicht jemand helfen?
    Wir hatten schon des öfteren Patienten mit offenen/durchgebrochenen Tumoren.
    Diese riechen ziemlich stark. Ich könnte auch sagen, sie stinken wie die Hölle.
    (sorry)

    Da dieser Geruch wirklich kaum zu ertragen ist (auch für Pat.) wollt ich fragen, ob jemand Tipps kennt, diesen Geruch zu reduzieren...


    Danke.

    Sun
     
  2. wundtussi

    wundtussi Senior-Mitglied

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    Wundmanagement
    Aktivkohleauflagen

    Einfach eine Wundauflage, die Aktivkohle enthält, verwenden. Die reduzieren den Geruch sehr schnell.

    Gibt es von verschiedenen Firmen:

    z.B. Johnson & Johnson - Actisorb Silver 220 (Kombination aus Silber und Aktivkohle)

    Smith & Nephew - Carbonet; B.Braun - Askina Carbosorb, ConvaTec - CarboFlex...
    Damit ist der Geruch in relativ kurzer Zeit deutlich vermindert, wenn nicht gar verschwunden und der Patient entdeckt eine neue Lebensqualität.

    Liebe Grüße

    Astrid
     
  3. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Krankenschwester, Pflegerische Fachexpertin für chronische Wunden
    Ort:
    Göttingen
    Akt. Einsatzbereich:
    Bildungsmanagement Bereich chronische Wunden
    Hallo,


    ich empfehle noch eine kostengünstige, firmenneutrale Variante:

    einfach Chlorophyll-Lösung auf den Verband (nicht in die Wunde!) träufeln. Das neutralisiert den üblen Geruch.
    Chlorophyll-Lösung ist in der Apotheke erhältlich.
    LG
    Trisha
     
  4. leeje

    leeje Newbie

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    hydrolate vs. wundgeruch

    hi sunflower!

    bin schülerin und hatte kürzlich nen Einsatz in der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg.
    es gab damals einen Vortrag über die Verwendung von Hydrolaten bei der Versorgung von stark riechenden Tumorwunden.
    Hydrolate sind ätherische Wässer, die bei der Gewinnung von ätherischen Ölen entsehen.
    In der Klinik werden zB Rosen-Hydrolat, Pfefferminz-Hydrolat verwandt.
    Das läuft dann so, dass die Wunde normal gereinigt wird, dann ( ich hoffe, ich habe es noch genau im Kopf) eine Kompresse getränkt wird mit Hydrolat, auf die Wunde aufgelegt wird ( brennt nicht) , nach einer kurzen Zeit entfernt wird und dann normal der Verband drauf kommt.
    Die hatten da wohl eine Studie durchgeführt; hygienetechnisch war nichts zu beanstanden und offensichtlich war das ganze auch ganz gut anzuwenden.
    Wichtig allerdings ist es, ein hochwertiges Wasser zu nehmen, das heißt, es muss so hergestellt werden, dass es hygienisch ok ist...
    ich konnte es leider nie persönlich beobachten, da ich auf der Reha-Station eingesetzt war, aber vielleicht gibt die Klinik auf Nachfrage ja auch Infos raus...

    viele Grüße,
    leeje
     

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