Gerätebeauftragte (MPG-Beauftragte)

Dieses Thema im Forum "Fachweiterbildung für Leitungsaufgaben in der Pflege" wurde erstellt von littlegirl, 22.04.2008.

  1. littlegirl

    littlegirl Newbie

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    Hallo ihr da draussen, kann mir jemand vielleicht helfen?
    ich bin seit neustem ''MedGV-Beauftragte'' unserer station. das heist, dass ich für die medizinischen geräte der station verantwortlich, muss neue mitarbeiter in die geräte einweisen, die geräte warten usw.........! das problem ist, ich arbeite erst seit einem halben jahr dort und habe selbst noch nicht mal ne einweisung bekommen :knockin:typisch für den laden!!!!!!!!!!

    kann mir jemand von euch evtl. irgendwelche tips, egal welcher art, geben?
    wäre euch sehr dankbar darüber!

    lg, littlegirl
     
  2. flofree

    flofree Junior-Mitglied

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    Qualitätsmanagement- beauftragter
    Bedienungsanleitungen besorgen, selber erst ausprobieren und dann die anderen Leute einweisen.

    Ist bei uns nicht anders...
     
  3. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    ich glaube kaum, dass du MedGV-Beauftragte bist, da die MedGV, vor vielen, vielen Jahren abgeschafft wurde und durch das MPG ersetzt wurde. Vermutlich bist du Gerätebeauftragte deiner Station.

    Prinzipiell darfst du keine Leute in Geräte einweisen, in die du keine Herstellereinweisung hast, da du ansonsten auch für eventuelle Fehler haftest. Also lass die Finger davon.

    Wie willst du die Geräte warten? Ohne Einweisung, ohne technische Ausbildung? Die Geräte werden bei uns von der Medizintechnik bzw. vom Hersteller gewartet. Vermutlich bist du dafür zuständig die Prüffristen zu kontrollieren und die Geräte dann zur Prüfung zu bringen.

    Lies dir mal das MPG und Medizinpodukte Betreiberverordnung durch, das ist sehr hilfreich. Beides findest du bei uns im Downloadbereich.

    Kümmere dich um deine Einweisungen, ansonsten kannst diesen Job leider nicht machen.

    Sonnigste Grüsse
    Narde
     
  4. karola1

    karola1 Stammgast

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    hallo flofree,

    das kann man vielleicht bei Kaffeekannnen oder Toastern auf diese Art machen, aber nicht bei medizinischen Geräten nach MPG, wenn man als Beauftragter benannt wird.
    Firmen(vertreter) haben eine Ersteinweisung zu machen für den Verantwortlichen Einweiser auf Station, der ist schließlich auch schriftlich fixiert in Unterlagen, die an die Rechtsabteilung oder an die jeweilige im Haus entsprechende Einrichtung weitergegeben wird und er ist verantwortlich.
    Daß es bei euch nicht anders ist heißt doch gar nichts in Bezug auf rechtliche Vorgaben, sondern nur daß die Organisationsstruktur Mängel aufweist.
    Und da sollte das Vorhandensein von schlechten Beispielen kein Hinweis sein, daß es "doch egal, weil woanders auch so" ist, wie man eine Verantwortung ausfüllt und übernimmt.

    Einweiser für Geräte zu sein ist mit Verantwortung behaftet; daß man sich im Umgang mit den Geräten selber im Vorfeld (und auch später immer wieder) fit halten sollte, ist nur eine Seite der Angelegenheit.

    Ich empfehle das Lesen des Medizinproduktegesetzes und die Medizinproduktebetreiberverordnung.
    Die MedGV (Medizingeräteverordnung) ist durch das MPG abgelöst worden, existiert so also nicht mehr.
     
    #4 karola1, 23.04.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24.04.2008
  5. karola1

    karola1 Stammgast

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    ...noch mal ganz kurz

    habe gerade registriert, daß du Qualitätsbeauftragter bei euch bist?:eek1::eek1::eek1:
     
  6. Dialyseheinz

    Dialyseheinz Senior-Mitglied

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    Hm... Bei uns heist der Job "Sicherheitsbeauftragter" es sei denn wir reden alle von unterschiedlichen Job´s (oder die unterschiedlichen Häuser drücken Aufgaben, die durch ungeschultes Personal nicht zu leisten sind, einfach ab. Dann lege das Amt sofort nieder!!!!!! Die Verantwortung kannst Du eindeutig nicht übernehmen!!!!)
    Der Sicherheitsbeauftragte ist ein Mensch der keine Leitungsposition hat, also keine Führungsposition. Er soll auf Sicherheitsdefizite in seinem Arbeitsbereich aufmerksam machen. (nicht sie beseitigen und auch keine Schulung) Der Sinn ligt darin der Stationsleitung derart auf den Sack zu gehen dass diese irgendwann dann doch z.B. den automatischen Türöffner bestellt bevor sich Personal oder/und Patienten die Finger einklemmen...
    Die Stationsleitung sagt natürlich "ist zu teuer". Ich sage aber das gefahrenpotential ist zu hoch... Wenn Die Stationsleitung keinen Bock hat endlich mal zu schnallen wofür sie auch da ist (Sicherheit für Schutzbefohlene) kann ich bei z.B. dem Brandschutzbeauftragten los meckern. Der wiederum hat dann festzustellen ob meine befürchtung in relation zum aufwand steht und kann meiner Stationsleitung, der Pdl oder wem auch immer sagen - der Sicherheitsbeauftragte hat recht und das dingkommt dran!
    Verantwortung habe ich damit nicht wirklich, kann also auch nicht zur rechenschaft gezogen werden. Weisung kann ich auch nicht ausüben.
    Das MPG (nicht mehr MedGv) sieht einen solchen Heiopei ohne befugnisse zum schutz der Mitarbeiter und Patienten vor.
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Dialyseheinz,

    ein Sicherheitsbeauftrager ist aber ganz etwas anderes als ein Gerätebeauftrager gemäss MPBetrVo!
    Du bist als Sicherheitsbeauftrager für die, wie von dir beschriebenen Dinge zuständig.

    Ein Gerätebeauftrager ist für die Einweisung in Geräte (z.B. Spritzenpumpe) der Klasse 1 MPG zuständig.

    Warum Karola, vermutlich den Qualitätsbeauftragten ins Spiel bringt, liegt vtl. daran:
    flofree hat in seinem Profil stehen, dass er/sie Qualtiätsbeauftragter ist.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  8. intensivotter

    intensivotter Senior-Mitglied

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    Hallo,alle miteinander!
    Unsere MPG-Beauftragte hat sich erst einmal mit dem MPG-Gesetz vertraut gemacht und sich vom Hersteller einweisen lassen, soweit dieses möglich ist.Desweiteren arbeitet sie mit unserer Medizintechnik eng zusammen.
    Nach dem Motto "Learing by doing"kann man laut Gesetz weder MPG-Beauftragte sein, noch andere einweisen bzw. selber mit einem Gerät arbeiten, indem man nicht vom Hersteller eingewiesen wurde!

    Wir haben uns früher auch mit der Bedinungsanleitung in der Hand selber eingewiesen oder ein Kollege zeigte dem Anderen was er über das Gerät weiß-Vorsicht!-das kann ins Auge gehen, wenn ein Pat. wirklich mal zu schaden kommt!
     
  9. karola1

    karola1 Stammgast

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    hallo Narde,

    genau das!
    Ich wunderte mich doch sehr, daß jemand, der sich Qualitätsbeauftragter nennen darf, einen solchen Tip geben kann:knockin:, von wegen Bedienungsanleitung lesen und ausprobieren (kopfschüttel...)

    schönen Abend noch
     
  10. flofree

    flofree Junior-Mitglied

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    Qualitätsmanagement- beauftragter
    Ich habe niemand einen Tip gegeben sondern es nur so dargestellt, wie es bei uns läuft.

    Und ja, ich habe die Weiterbildung zum QMB, führe das Amt aber derzeit nicht aus.
     
  11. ini-pfleger

    ini-pfleger Newbie

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    Na dann mal "HALLO" zusammen.

    MPG Beauftragter, ist leider in vielen Häusern so ein Stiefkind.
    Ich habe 2006 mit einem Schnellhefter und 40 Geräten begonnen. Heute bin ich für 3 Abteilung mit nahe zu 1000 Geräten gut beschäftigt. Wichtig ist auf alle Fälle wie meine Vorgänger beschrieben haben die Herstellereinweisung. Das machen die Außendienstler eigentlich recht gerne ( meine Erfahrung). Die Bedienungsanleitung ist dann wichtig wenn du dich für die Wiederholungseinweisung oder Ersteinweisung im Rahmen der jährlichen Wiederbelehrung vorbereitest. Versuche die Einweisung spannend zu halten, lass die MA praktisch arbeiten und halte die Texte für den Vortrag kurz. Wenn du diesbezüglich Fragen haben solltest, melde dich ruhig bei mir.

    LG Andreas(ini-pfleger)
     
  12. Suprarenina

    Suprarenina Stammgast

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    Hallo,

    bin auch MPG Beauftragte.

    Eigentlich sollte dir nach der Schulung klar sein, welche Aufgaben du hast und wie du mit Einweisungen umzugehen hast.

    Hattest du denn eine richtige Schulung mit Zertifikat ?
     
  13. Das MPG kennt den Sicherheitsbeauftragten, der aber überhaupt nichts mit dem betrieblichen Sicherheitsbeauftragten zu tun hat.
    In Geräte, die in Betrieb gingen, als die Medizingeräteverordnung (MedGV) noch galt, darf jeder einweisen, der selbst eine Einweisung hat, die ggf. nachweisbar sein muß.
    Das MPG unterscheidet Hersteller, Betreiber, Anwender. Betreiber ist z. B. das Krankenhaus, Anwender Pfleger X. und Schwester Y. in diesem Krankenhaus. Der Betreiber ernennt einen Gerätebeauftragten, z. B. Pfleger X. Mit dieser Ernennung ist Pfleger X. berechtigt, Kollegen einzuweisen. Vorausgesetzt, er hat für dieses Gerät eine Herstellereinweisung. Laß die Finger von Einweisungen in Geräte, in die Du selbst nicht rechtsgültig eingewiesen bist! Wenn das in die Buchse geht, hast Du ein Riesenproblem. Der Betreiber wird versuchen, sich aus der Haftung zu nehmen. Schließlich hättest Du als Gerätebeauftragter wissen müssen, daß Du in dieses Gerät mangels eigener Einweisung nicht einweisen darfst.
    Die Firmeneinweiser sind aber über die Rechtslage teilweise auch nicht richtig informiert. Bei einer Geräteeinweisung stellte der Firmenvertreter fest, daß einer der Zuhörer Oberarzt war und sagte ihm: "Sie sind jetzt Gerätebeauftragter für dieses Gerät." Der OA wies das von sich und verwies an mich, der ich damals noch Gerätebeauftragter war, und ich wies den Menschen mal darauf hin, daß er hier bitteschön keine Gerätebeauftragten zu ernennen hat. Später machte das noch ein Vertreter einer anderen Firma.
     

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