Geht es wirklich um den Patienten?!

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Reyna, 13.04.2006.

  1. Reyna

    Reyna Senior-Mitglied

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    menno... hatte heut ein doofes erlebnis... ich könnt ****en..
    haben gerade einen patienten mit bronchial-ca..metastasen schon überall, ödeme, kontrakturen...das schlimmste vom schlimmsten..

    die einzige frage die sich mir da stellt ist eigentlich nur: zuhause sterben oder hospiz...der mann selber sagt das ser sterben möchte und schüttelt bei jeder infusion bzw.transfusion den kopf und will gar net mehr....

    rege mich deshalb tierisch über die ärzte auf...heut nochma zum sono, morgen ct, dann noch rö...WARUM??? warum traut sich niemand an eine vernünftige schmerztherapie?

    dann stehen sie dann mi 4 mann am krankenbett und palavern übers weitere vorgehen und niemand hat auch nur einmal dem mann in die augen geblickt...
    plötzlich kam dann noch der assi, und der durfte dann auch nochma unter die decke lugen und einen klugen kommentar abliefern....

    bin gerade echt geladen, hab schon überlegt ob der beruf überhaupt das richtige für mich ist ...mir werden solche sachen ja sicher noch des öfteren passieren... :angry::angry::angry::angry::angry::angry:
     
  2. Bruce

    Bruce Junior-Mitglied

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    Da kannst Du von ausgehen, daß Dir das noch häufiger passiert. So traurig das klingt. Was den Assi betrifft, der kann auch nix dafür. Für den ist das wahrscheinlich auch wichtig, weil er dabei vielleicht noch etwas lernen kann (so pervers sich das auch anhört). Nicht verzagen, es gibt auch sehr schöne Seiten an diesem Beruf. Wirst schon sehen.
     
  3. ermi

    ermi Junior-Mitglied

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    ich finde es auch echt hart!!
    viele ärzte(nicht alle) sind halt nur auf alle lebenserhaltenen maßnahmen und irgentwelchen therapien spezialisiert,die in unseren augen und auch den augen des patienten nicht mehr notwenig sind.
    der patient tut mir echt leid,vorallem weil er wirklich sterben will....

    aber lass dich deswegen nicht unterkriegen!!du wirst sowas noch öfter mitbekommen,und meistens ist ja dann unsere meinung gegenüber den ärzten sowieso egal,aber versuch dem patienten seinen letzten weg einfach noch so angenehm wie möglcih zu gestalten.
    liebe grüße ermi
     
  4. Tobias

    Tobias Poweruser

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    Moin,
    das schwierige ist das "Loslassen".
    Das können viele Angehörige nicht und auch nicht alle Ärzte!

    Alles wird gut!
    Tobias :spopkorns:
     
  5. kleene Lotusblüte

    kleene Lotusblüte Junior-Mitglied

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    Echt hartes Erlebnis.Lass dich davon aber nicht unterkriegen,er dankt es dir wenn du für ihn da bist und vielleicht mal Zeit findest im Gesellschaft zu leisten.Hatte auch so ähnliche Erlebnisse und kann nicht verstehen warum man ihnen nicht mit einer entsprechenden Schmerztherapie helfen kann und warum sie immer noch von Untersuchung zu Untersuchung gechickt werden?Aber was ich auch schlimm finde ist,wenn die Ärzte,die Patienten nicht über "ihre" Krankheit aufklären.

    Liebe Grüße
     
  6. Schwesterchen S.

    Schwesterchen S. Junior-Mitglied

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    ja, manchmal ist es wirklich hart in unserem beruf... bei uns im krankenhaus ist es auch oft so, dass die ärzte noch maximaltherapie machen, wenn es jedoch schon absehbar ist, dass der patient sterben wird. sie wollen die patienten wohl irgendwie zwingend am leben halten, was der patient jedoch will, zählt oftmals nicht.
    was ich bei uns manchmal auch wirklich traurig finde, ist, dass wenn ein pflegefall-patient in einem einzelzimmer liegt, viele ärzte nichtmals mehr reingehen bei der visite, wenn der patient nichts mehr mitbekommt... sie schauen ihn sich nichtmals mehr an. da kann man wirklich nur noch den kopf schütteln... echt traurig.
     
  7. Vanessa

    Vanessa Junior-Mitglied

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    Hallo Reyna,

    Sprich das Thema doch mal im Team an oder Sprich doch den Arzt gleich selber an wieso er verschiedene Untersuchungen durchführen lässt.
    Erklär ihm doch was du für Beobachtungen an dem Patient festgestellt hast.
    Das er die Untersuchungen gar nicht will.
    Ich hatte auch mal so einen ähnlichen Fall.Diskutier ruhig mit Arzt und Pflegepersonal.Öffne den Ärzten ruhig mal die Augen.Frag ihn ob er dies ok finden würde wenn er anstelle des Patienten wäre.
    Was sagen die Angehörigen zu den (unnötigen) Untersuchungen.
    Würde mich freuen wenn du mich auf dem laufenden halten würdest.
    Solche Themen interessieen mich. Setzt mich auf meiner arbeit sehr für solche Patienten (in meinem Fall Bewohner) ein.


    Liebe Grüße
     
  8. Reyna

    Reyna Senior-Mitglied

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    meine kolleginnen und kollegen sehen das ähnlich wie ich...als ich den mann mit einem pfleger wie erwähnt zum rö gefahren hab hat er zu der rö-assistentin ( welche auch etwas irritiert geschaut hat) nur gesagt: "frag mich bloss net nach meiner persönlichen meinung"...
    wenn ich ehrlich bin hab ich nich den mumm den arzt direkt darauf anzusprechen...bin azubi und hab angst dass die über mich denken: ach die , grad ma n paar monate im berufsleben und schon probiertse hier die welt zu ändern,...
    ich weiss das ist feige...sowas hört sich immer so leicht an..

    morgen sehe ich den patienten dann (hoffentlich) wieder...mal sehen was sich getan hat...ich werden versuchen ihn auf dem letzten weg menschlich und aufrichtig zu begegnen..

    vielleicht ergibt sich ja auch mal eine situation wo ich meine meinung ausdrücken kann, ohne das es sich irgendwie oberklug anhört...


    menno
     
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