Geheimcodes im Arbeitszeugnis - Eure Interpretationen?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Krissy84, 13.03.2009.

  1. Krissy84

    Krissy84 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    24.01.2006
    Beiträge:
    84
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester, Studentin PM, Kauffrau im Gesundheitswesen
    Ort:
    NRW
    Akt. Einsatzbereich:
    Seniorenzentrum
    Hallo zusammen,

    ich habe gestern mein Zeugnis bekommen (nachdem ich über sechs Monate darauf gewartet habe) und bin sehr unzufrieden.
    Ich bin schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach "Geheimcodes", aber diese speziellen Formulierungen habe ich nirgends gefunden.
    Hier das komplette Zeugnis:

    Frau XY, geb. xxx in xxx, war seit dem xxx in unserem Unternehmen als Gesundheits- und Krankenpflegerin tätig.

    - Beschreibung des Unternehmens -

    Zu dem Arbeitsgebiet von Frau XY gehörten Pflege und auf ärztliche Anordnung medizinische Betreuung wie die Behandlung von kranken, hilfebedürftigen und alten Menschen einschließlich der Pflegeplanung.

    Frau XY verfügt über solide Fachkenntnisse. Sie findet sich in neuen Situationen zurecht und ist auch in der Lage komplizierte Zusammenhänge zu erfassen. Frau XY zeigte Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative und ist dem üblichen Arbeitsanfall gewachsen. Ihre Urteilsfähigkeit ist geprägt durch ihre klare und logische Gedankenführung, die sie zu sicheren Urteilen befähigt.

    Frau XY arbeitete zuverlässig und gewissenhaft. Sie bewältigt ihren Arbeitsbereich sicher und findet brauchbare Lösungen. Frau XY wird von ihren Mitarbeitern geachtet und besitzt die Fähigkeit, Mitarbeiter anzuleiten und verantwortungsbewusst zu den gewünschten Leistungen zu führen. Frau XY hat die übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. Das persönliche Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war einwandfrei.

    Nach längerer Krankheit endete das Arbeitsverhältnis durch Aufhebungsvertrag zum xxx, so dass Frau XY eine neue Berufsausbildung antreten kann. Wir wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen wie privaten Lebensweg alles Gute.

    Soooo, erstmal vielen Dank fürs Lesen!
    Was haltet ihr davon? Das das Ganze ziemlich schlecht ist, denk ich mir, aber was sagen die einzelnen Formulierungen?

    HILFE!

    Liebe Grüße, Krissy
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Hallo Krissy,

    was gefällt dir an dem Zeugnis nicht? Die Formulierungen sind mit gut zu werten.
    Was mir nicht gefällt ist der Satz bezüglich der längeren Krankheit.

    Schönes Wochenende
    Narde
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.443
    Zustimmungen:
    212
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Bin zwar kein Fachmann, aber ein bißchen was glaube ich zu wissen:

    Zu dem Arbeitsgebiet von Frau XY gehörten Pflege und auf ärztliche Anordnung medizinische Betreuung wie die Behandlung von kranken, hilfebedürftigen und alten Menschen einschließlich der Pflegeplanung.

    Frau XY verfügt über solide Fachkenntnisse. Sie findet sich in neuen Situationen zurecht und ist auch in der Lage komplizierte Zusammenhänge zu erfassen. Frau XY zeigte Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative und ist dem üblichen Arbeitsanfall gewachsen. Ihre Urteilsfähigkeit ist geprägt durch ihre klare und logische Gedankenführung, die sie zu sicheren Urteilen befähigt.


    Frau XY arbeitete zuverlässig und gewissenhaft. Sie bewältigt ihren Arbeitsbereich sicher und findet brauchbare Lösungen.

    Das klingt alles nicht schlecht, aber eben nach Durchschnitt.

    Frau XY wird von ihren Mitarbeitern geachtet und besitzt die Fähigkeit, Mitarbeiter anzuleiten und verantwortungsbewusst zu den gewünschten Leistungen zu führen. Frau XY hat die übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.

    Auf der Notenskala von eins bis sechs ist das eine Zwei. Die Eins wäre "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" (was grammatikalisch überhaupt nicht möglich ist, "voll" kann man nicht regelmäßig steigern).

    Das persönliche Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war einwandfrei.


    Nach längerer Krankheit endete das Arbeitsverhältnis durch Aufhebungsvertrag zum xxx,

    Das liest kein Arbeitgeber gern im Zeugnis. Ich bin nicht sicher, ob sie das überhaupt reinschreiben dürfen.

    so dass Frau XY eine neue Berufsausbildung antreten kann. Wir wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen wie privaten Lebensweg alles Gute.
    Hier könnte wieder etwas positiver "unsere besten Wünsche" oder sowas stehen.

    Insgesamt schätze ich, du hast eine Zwei-bis-Drei. Ob das angemessen ist, kann ich Dir nicht sagen.

    Wie gesagt, ich bin kein Fachmensch, vielleicht können die hier vertretenen Betriebratsleute noch ihren Senf dazu geben.
     
  4. Krissy84

    Krissy84 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    24.01.2006
    Beiträge:
    84
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester, Studentin PM, Kauffrau im Gesundheitswesen
    Ort:
    NRW
    Akt. Einsatzbereich:
    Seniorenzentrum
    Hallo,

    erstmal danke für die Antworten!

    Also, was mir nicht gefällt:

    Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative und ist dem üblichen Arbeitsanfall gewachsen.
    Üblicher Arbeitsanfall? Und alles was darüber hinaus geht? Z.B. weit über 100 Überstunden...
    Ihre Urteilsfähigkeit ist geprägt durch ihre klare und logische Gedankenführung, die sie zu sicheren Urteilen befähigt.
    Bin ich besserwisserisch?

    Frau XY arbeitete zuverlässig und gewissenhaft. Sie bewältigt ihren Arbeitsbereich sicher und findet brauchbare Lösungen.
    Brauchbar?
    Frau XY wird von ihren Mitarbeitern geachtet und besitzt die Fähigkeit, Mitarbeiter anzuleiten und verantwortungsbewusst zu den gewünschten Leistungen zu führen.
    Klingt auch irgendwie komisch, find ich.
    Frau XY hat die übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. Das persönliche Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war einwandfrei.
    Stets einwandfrei wäre besser...

    Nach längerer Krankheit endete das Arbeitsverhältnis durch Aufhebungsvertrag zum xxx, so dass Frau XY eine neue Berufsausbildung antreten kann. Wir wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen wie privaten Lebensweg alles Gute.

    Und da bin ich mir ziemlich sicher, dass nichts von Krankheit im Zeugnis stehen darf.

    Hab ich Recht?

    LG
     
  5. neoflash

    neoflash Newbie

    Registriert seit:
    25.01.2009
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    HNO-MKG-Kinderchirurgie
    [FONT=&quot]Herr XY hat ein angemessenes dynamisches und patientenorientiertes Pflegeverständnis uns setzt sich mit der allgemeinen Entwicklung in der Pflege auseinander. Er bewältigt die anfallende Arbeitsmenge. Die übertragenen Aufgaben erfüllt er gewissenhaft und zuverlässig. Herr XY führt seine Tätigkeiten eigenständig aus; er ist flexibel, behält den Überblick setzt Prioritäten, welche der jeweiligen Situation angepasst sind. Er nutzt seine kreativen Möglichkeiten sinnvoll. Darüber hinaus besitzt Herr XY Organisationsfähigkeiten und arbeitet systematisch. Er setzt Arbeitsmittel wirtschaftlich ein. Herr XY erfasst Informationen, ist fähig, diese zu bewerten und nach ihrer Relevanz zeit- und adressatengerecht weiterzuleiten. Die Dokumentation führt er fach- und sachgerecht durch.[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
    [FONT=&quot] [/FONT]
    [FONT=&quot]Er besitzt ein umfassendes Fachwissen und verfügt außerdem über praktische Fähigkeiten, die bei der Ausführung die aktuelle Patienten- und Pflegesituation berücksichtigen. Anleitung, Beratung uns Hilfestellung stimmt Herr XY auf die Ressourcen der Patienten ab. Von den Pflegestandards hat er umfassende Kenntnisse und realisiert sie individuell angepasst in der Praxis. Durch sein pädagogisches Geschick in der Anleitung und Überwachung erzielt er befriedigende Ergebnisse in der Wissensvermittlung. Er nimmt mit Interesse an Fort- und Weiterbildungen teil und setzt das Erlernte um.[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
    [FONT=&quot] [/FONT]
    [FONT=&quot]Im Umgang mit Patienten und Angehörigen zeigt Herr XY Wertschätzung sowie Einfühlungsvermögen. Er verfügt über ein der Situation angemessenes Kommunikationsverhalten und erlangt dadurch Akzeptanz und Verständnis. In seinem Verhalten gegenüber Kollegen sowie Mitarbeitern anderer Berufsgruppen schafft er durch seine ehrliche, sachliche, offene Art eine vertrauensvolle Atmosphäre in der er Möglichkeiten zur konstruktiven Zusammenarbeit nutzt. Vorgesetzten gegenüber verhält er sich korrekt und sachlich. Er ist grundsätzlich fähig, Kritik anzunehmen, zu bewerten und zu äußern. [/FONT][FONT=&quot][/FONT]
    [FONT=&quot] [/FONT]
    [FONT=&quot]Das Arbeitsverhältnis endete am 28.02.2008. Wir danken ihm für seine Mitarbeit und wünschen Herrn XY auf seinem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute und Gottes Segen.[/FONT]




    Könnte mir bitte mal sagen was ihr davon haltet.


    Danke schön!!!!
    [FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot][/FONT]
     
  6. Painkiller

    Painkiller Newbie

    Registriert seit:
    07.03.2009
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Hi neoflash -

    hört sich aus dem Bauch raus sehr "linear" (fast wie von einem Programm getextet, die gibt´s für diesen Zweck zu kaufen) geschrieben an - also irgendwie "gefährlich" unauffällig.:down:

    Schaun mer mal genauer hin..... aber sei gewarnt - erfahrungsbedingt bin ich ein seeehr misstrauischer Mensch ... :gruebel:
    (Welcher erfahrene Rechtskundige oder Arbeitsrichter es anschliessend besser weiss, mag mich gerne korrigieren - ich bin kein Profi im Arbeitrecht, aber ein paar Kniffe bekommt man in den Jahren schon mit....)


    Zitat:
    Herr XY hat ein angemessenes dynamisches und patientenorientiertes Pflegeverständnis uns setzt sich mit der allgemeinen Entwicklung in der Pflege auseinander. Er bewältigt die anfallende Arbeitsmenge. :schraube:
    Es ist das "angemessen dynamisch", was mir nicht schmeckt.
    Für Beschäftigungen in der Altenpflege könnte man wohl auf mittelschweren Sarkasmus deines AG´s tippen.
    Eine Arbeitmenge "nur" zu "bewältigen" hört sich nach gerade so eben wie der schlechtere Durchschnitt des anderen "Fussvolks" an.

    Zitat:
    ...erfasst Informationen, ist fähig, diese zu bewerten ...
    Nur zur Bewertung fähig und macht es nicht oder bewertet auch meist effizient?

    Zitat:
    Durch sein pädagogisches Geschick in der Anleitung und Überwachung erzielt er befriedigende Ergebnisse in der Wissensvermittlung.
    Aha. Also wird Fachwissen nur "befriedigend" weitergegeben - im Klartext ist man also eher weniger als guter Praxisanleiter zu gebrauchen.

    Zitat:
    Er verfügt über ein der Situation angemessenes Kommunikationsverhalten und erlangt dadurch Akzeptanz und Verständnis. :gruebel:
    Dazu müsste man mehr Hintergrundwissen haben - je nach Einsatzort (Psychiatrie, Ambulante, Altenheim) könnte dies eher gute oder eher schlechte Eigenschaften bedeuten.
    Z.B. ist auf psychiatrischen Stationen Fakt, das man durch "angemessene" Kommunikation speziell von den Patienten "akzeptiert" und "verstanden" wird - was nicht immer im Sinn eines Therapieerfolges und damit gegen Team und AG-Interessen steht.
    Aber wie gesagt - nur mal eben als Beispiel um das "zwischen den Zeilen lesen" anzuregen...

    Zitat:
    Er ist grundsätzlich fähig, Kritik anzunehmen, zu bewerten und zu äußern. :mrgreen:
    Soso. Er ist fähig und kann Kritik annehmen, will aber meist nicht. Also konkret gesagt starrköpfig und rechthaberisch.
    Durchaus jemand, der gerne mit den Vorgesetzen herumstreitet.

    Zitat:
    Wir danken ihm für seine Mitarbeit ... :knockin: :x
    Der untere Abschnitt währe ohne diesen Zusatz gut und ausreichend gewesen. Gemäss alten (eigentlich arbeitsrechtlich unzulässigen) "Verschlüsselungsregelwerken" (oft im Schreibtisch des Zeugnisausstellers zu finden) bedeutet dies in etwa:
    Wir "bedanken" (sarkastisch!) uns für seine "tolle" (sarkastisch!) Mitarbeit,
    da dieser AN nun endlich weg ist !
    "Gottes Segen" ist Standartfloskel bei den kirchlichen AG´s.
    "Im Namen des Fürsten der Finsternis" finden viele meiner Exkollegen allerdings manchmal wesentlich passender ... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
    Christliche Segenssprüche auf eine unchristliche Abwertung ist schon ein bisserl Hohn, gelle? :knockin:
    Hört sich schwer nach Caritas oder Diakonie an... armes Frontschwein.
    Tip: stell den Zeugnis-Aussteller noch mal - zunächst freundlich aber nachdrücklich - zur Rede, was manche der Bemerkungen bedeuten sollten. Ob diese sarkastisch gemeint seien oder ernsthaft wären.
    Frage nach Beispielen in deiner Tätigkeitszeit zur Belegung dieser Formulierungen.
    Wird der AG frech - sofort zum Betriebsrat gehen!:aetsch:
    Bei einem Verhandlungsgespräch diesen zum AG mitnehmen.
    Zeugen und rechtserfahrene Personen sind immer wichtig.
    Übrigens: Zeugnisse sind immer anfechtbar, wenn sie dem AN
    verschleierte "verbale" Steine in den Weg legen.
    LG
    Painkiller

    PS: im Zweifelsfall das Zeugnis auch mal von geschulten Personen wie Fachanwalt für Arbeitsrecht gegenlesen lassen oder google nutzen....:besserwisser:
     
  7. Sr.Hilde

    Sr.Hilde Newbie

    Registriert seit:
    10.01.2009
    Beiträge:
    24
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester, Supervisorin & Trainerin
    Ort:
    Bremerhaven
    Akt. Einsatzbereich:
    Selbstständig
    Funktion:
    Trainerin
    Hallo in die Runde,

    als Ergänzung zu dem schon Geschriebenen möchte ich noch folgendes anmerken: Als ich noch als stellv. Pflegedienstleitung im Krankenhaus gearbeitet habe, galt der erste Blick im Zeugnis der abschließenden Grußformel. Wird das Ausscheiden bedauert? Wird beruflich und persönlich alles Gute gewünscht (und wie herzlich)? Endet das Arbeitsverhältnis zum Ende des Monat und warum? An dieser Stelle kann auch bedauert werden, dass der Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden musste.

    Dann: Wenn Tätigkeiten beschrieben werden, die selbstverständlich sind (ex. Pflegekräfte sind natürlich und selbstverständlich für Pflege zuständig!) kann das ein Hinweis darauf sein, dass ich es hier mit einem Mitarbeiter zu tun der wirklich gar nichts auf die Reihe bringt. Auch Übertreibungen von Selbstverständlichkeiten deuten darauf hin, dass hier etwas nicht stimmt.

    Es gibt durchaus Vorgesetzte, die die Regeln nicht kennen und "Versehentlich" solche Zeugnisse schreiben. Das kann aber natürlich trotzdem üble Konsequenzen haben: Ich hätte Euch beide nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

    Herzliche Grüße!
    Heike
     
  8. Painkiller

    Painkiller Newbie

    Registriert seit:
    07.03.2009
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Sr.Hilde -

    Ja, du hast Recht, was auffällige Zeugnisformulierungen betrifft.
    Es gibt eine taktisch oft eingesetzten "zu auffälligen" und eine "zu bedeutungslosen" Schreibstil. Aber zum Erkennen braucht man etwas Routine, die du bewiesen hast.

    Allerdings hat mich dein Schlussatz schon etwas "aufstossen" lassen. :cry:

    Warum hätte ich wohl die beiden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen?

    Der "Spass" hört auf, wenn in einem in der Ausübung sehr schweren Beruf gewisse Zeugnisfloskeln eingesetzt werden, um dem bereits ausgebeuteten AN noch nachträglich eins auszuwischen - sprich: sich aufs Primitivste zu rächen.

    Den AN, der dann auf der Strasse sitzt, Hartz IV bezieht oder sich bein nächsten Ausbeuter (Zeitarbeitsfirma; VER.DI u.a. sei gedankt) verdingen darf; hat es doch mit Sicherheit wesentlich mehr geschädigt als die STL/PDL/HL auf sicherem Posten mit Rückendeckung des Trägers.
    In 90% der Fälle aus der Pflege, die immer häufiger (die AN lernen langsam, ABER sie lernen) mit einem Rechtsstreit enden, ist der Schuldige i.d.R. der AG, der der Meinung ist, auf die "unverdiente" Zurwehrsetzung seines aufsässigen "Leibeigenen" noch eines draufsetzen zu müssen.

    M. E. und vieler anderer Kollegen Erfahrung zufolge nach gibt es weder ein derartig träges/unbrauchbares Pflegepersonal wie in mittelklassigen oder schlechten Zeugnissen von AG´s unterstellt. :emba:
    Etwas übertrieben (aber mit humoristischer Kernaussage) dargestellt könnte man so sagen - Angestellte in der Pflege arbeiten hart wie Stahlkocher, werden bezahlt wie Erntehelfer und behandelt wie Baumwollpflücker vor dem US-Bügerkrieg. :knockin:
    Sind wir doch bitte mal alle ehrlich, okay?!
    Der Grossteil solcher Zeugnisse ist doch nur ein allerletzte pure Rache, nachdem sich der AN gegen das Gebahren des AG erfolgreich zur Wehr gesetzt hat. Nein?
    Ist es etwa nicht immer das alte leidige Thema: NEIN sagen zu WE-Diensten, NEIN zu Einspringen aus dem Frei, NEIN zu ständigem Missbrauch des Direktionsrechts durch den AG (weil der z.B. zu faul/geizig ist, eine Rufbereitschaft einzurichten), NEIN zu Herausgabeaufforderung der Privathandynummer, Nutzung des Betriebsrats in Streitfragen, Hinweisen auf Arbeitsgesetze .... etc. etc. etc....
    und was ist die Folge?
    Schon steht der AN auf der "Abschussliste" (wehrt sich = unbequem = potentieller Aufwiegler) :dudu:

    Darum kann ich es nicht nachvollziehen, einen Bewerber nicht zum Vorstellungsgespräch einzuladen - GERADE auf Grund der bekannten Praktiken in der Pflege und der Gängelung und Nötigung des Personals.
    Jeder sollte die Gelegenheit haben, sich zu rechtfertigen. :-) :-) :-)
    Man lädt höchstens nicht zum Vorstellungsgespräch, wenn man in arbeitsrechtlicher Hinsicht (s.o.) - plastisch ausgedrückt - eine massive Neigung zu "Dreck am Stecken" hat und den daraus sich ergebenden berechtigten "Ärger" im Voraus durch Absage vermeiden will.


    Wie wäre es mal mit einem "Schwarzbuch" - d.h. Nennung aller AG´s und Schilderung derer "besonderer" Praktiken im Umgang mit Mitarbeitern ? ? ?
    Was meinst du? Vielleicht eine brauchbare Lösung, da Streik meist unzulässig ist.
    Viele sind sich da einig: was LIDL an den Verhandlungstisch gezwungen hat, sollte etwa nicht auch in der Pflege funktionieren können?! :mrgreen:
    (Sarkasmus an!) Oder seit wann in Deutschland "macht Arbeit wieder frei" ??? (Sarkasmus aus!)

    LG
    Painkiller
     
  9. neoflash

    neoflash Newbie

    Registriert seit:
    25.01.2009
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    HNO-MKG-Kinderchirurgie
    Du hast echt recht painkiller. Stimme dir voll und ganz zu!!!!!!!:beten::daumen:
    Und danke für deine Hinweise zum Zeugnis.

    Ich habe in einem Herzkatheterlabor -wie du richtig erkannt hast - in einer Diakonie gearbeitet.

    @Sr. Heike:

    Ich habe auch mit diesem Zeugnis Vorstellungsgespräche gehabt. Vielleicht wollten sie einfach nur sehen was für ein Trottel sich hinter diesem Zeugnis verbirgt :knockin:
     
  10. luida

    luida Newbie

    Registriert seit:
    02.12.2008
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Ärztin, Altenpflegerin
    Ort:
    Freiburg
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Intensivpflege
    Funktion:
    Teamleitung
    Hallo!

    Insgesamt ist das Zeugnis eine 3, mit Tendenz zur 2 in der Hauptformulierung "stets zu unserer vollen Zufriedenheit", aber das vielleicht nur, damit Du stillhältst.
    Nebenbotschaft: Ging der Arbeitsanfall über das Übliche hinaus, war sie überfordert.
    Wenn es denn so ist mit den 100 Überstunden, dann würde ich genau diese Formulierung bitten, geändert zu bekommen.

    Nach diesem link hier ist diese Formulierung eine 2: Seite drucken - DRINGEND !!! Bitte um Bewertung...

    Note 3: brauchbare Lösungen


    Note 3: http://www.uv.ruhr-uni-bochum.de/dezernat3/Formulare/pdf/Fuehrungsbeurteilung mit Mustertext.pdf
    Insgesamt aber hast Du hier bescheinigt bekommen, dass Du MA angeleitet hast, also kleinere Führungsaufgaben übernommen hast. Auch wenns nur eine 3 ist - trotzdem wichtig.

    Stimmt.
    Gut ist die Reihenfolge... dass die Vorgesetzten nicht nachgeordnet stehen. Dies bedeutet, dass Du nämlich wirklich einwandfrei zu ihnen warst und nicht, dass sie das nur schreiben mussten, weil es halt ins Zeugnis gehört, sie es aber anders meinten.

    Wenn die Krankheit zur Kündigung führte, darf / sollte sie erwähnt werden: Kommentierung zum Arbeitszeugnis: Person, Dauer und Tätigkeiten

    Alles in allem ist dieses Zeugnis aus vielen Textbausteinen zusammengepuzzelt. Ich habs nicht mehr aktuell so drauf, auch nicht, ob es vollständig ist, aber im Netz findest Du, wenn Du Deine Formulierungen einfach kopierst und eingibst, vieles aus Deinem Zeugnis wieder und kannst Dir dann Gedanken darum machen, ob es sich auch mit Deiner Wahrnehmung der Leistung deckt.

    Man hat anspruch auf ein wohlwollendes Zeugnis und wenn nichts vorgefallen ist, auf ein Zeugnis mit mindestens der Note 3.
    Falls Du Zwischenzeugnisse, Zwischenbeurteilungen von 1 oder 2 bekommen hast, dann kannst Du jetzt in der endbewertung darauf hinweisen, dass sich diese Beurteilungen nicht decken würden.

    Ich würde mich jetzt (ohne Prüfung auf Vollständigkeit - hast Du evtl. an Qualizirkeln teilgenommen, spez. FoBis besucht / gehalten, Dich sonst irgendwie profiliert?) ausser an dem "üblichen Arbeitanfall" an keiner Formulierung stoßen.
    Das zeugnis sollte übrigens die Leistungen bewerten, wenn Du da warst, nicht dann, wenn Du krank warst.

    lg - luida
     
  11. mugaga

    mugaga Newbie

    Registriert seit:
    24.10.2008
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    DGKS
    Akt. Einsatzbereich:
    Interne/ Kardiologie
    Hallo! Auch ich hab ein Dienstzeugnis. Ich bitte euch darum zu analysieren und auszudolmetschen was sich dahinter verbirgt! :gruebel:
    Danke
    Text:
    Auf Grund des relativ kurzen Zeitraumes der Beschäftigung in unserem Haus ist keine umfassende Beurteilung möglich, insgesamt hat Fr. XX jedoch einen sehr positiven Eindruck bei uns hinterlassen. Fr. XX war sehr bemüht sich rasch einzuarbeiten und hat im Rahmen der innerbetrieblichen Fortbildung den Grundkurs Kinästhetik absolviert. Sie verfügt über gute Fachkenntnisse in der allgemeinen und speziellen Krankenpflege sowie über ein gutes pflegerisches und medizinisches Fachwissen. Sie setzt den Pflegeprozess sehr gut um und ist in der Lage Pat. unter Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse dem Krankheitsbild angemessen zu pflegen,zu leiten und zu betreuen. Sie ist den Pat. zugewandt und versteht es in besonderem Maße, die Angehörigen und Vertauenspersonen mit einzubeziehen.
    Die ihr übertragenen Aufgaben hat sie immer zuverlässig und zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. Fr. XX arbeitete routiniert, behielt den Überblick und setzte der jeweiligen Situation angepasst Prioritäten, wobei sie vorhandene Ressourcen nutzte. Ihre schriftliche und mündliche Informationsweitergabe war strukturiert, zuverlässig und das Wesentliche beinhaltend, hervorzuheben ist auch ihre gute Dokumentation in der elektronischen Pflegedatenbank. Im Umgang mit Sachmitteln war sie darauf bedacht, diese sparsam und geziehlt einzusetzen. Ebenso setzte sie die Hygienerichtlinien richtig ein und um.
    Fr. XX hat sich sehr bemüht sich gut ins Team zu integrieren und wurde durch ihr freundlcihes Wesen und ihre Fachkompetenz von den Kollegen geschätzt. Im Verhalten gegenüber Vorgesetzten war Sie stets korrekt.
    Wir danken Fr.XX für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute, viel Erfolg und einen Wirkungsbereich, in dem sie ihre vielen Fähigkeiten einsetzen kann.

    Danke fürs Lesen! :up:
    LG Mugaga :nurse:
     
  12. Pierre

    Pierre Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    21.12.2004
    Beiträge:
    143
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Fachkrankenpfleger Palliativ Care
    Ort:
    Bochum
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation
    Funktion:
    Praxisanleiter
    Hallo mugaga !

    Was mich an deiner Stelle ärgern würde wäre die Formulierung : "war stets bemüht" was letztendlich beinhaltet,dass du dich um gewisse Leistungen bemüht hast,aber keine Aussage darüber getroffen wurde wie du diese Aufgaben bewältigt hast.Man kann sich Mühe geben,auch ohne dass man eine gute Qualität erreicht.

    LG Pierre
     
  13. flexi

    flexi Administrator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    11.02.2002
    Beiträge:
    7.782
    Zustimmungen:
    46
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Ort:
    Großraum Hannover
    Hallo Pierre, wo soll das bei mugaga stehen? Ich find die Stelle nicht!
     
  14. medsonet.1

    medsonet.1 Poweruser

    Registriert seit:
    08.09.2008
    Beiträge:
    638
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Buchhalter
    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Akt. Einsatzbereich:
    Verwaltung
    Funktion:
    Leiter Rechnungswesen - ehrenamtlicher Arbeitsrichter - Betriebsrat
    Hallo,

    dieses Zeugnis solltest du auf alle Fälle anfechten, denn hier sind doch erhebliche Mängel, die man sich nicht gefallen lassen muß, oder wo der Arbeitgeber dir unabsichtlich Fallen eingebaut hat. Als Beispiel die o.g. Formulierung bedeutet in der "Zeugnisgeheimsprache":

    "hat sich bemüht, es aber nicht geschafft!"

    oder die Schlußformel:

    Wir danken Fr.XX für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute, viel Erfolg und einen Wirkungsbereich, in dem sie ihre vielen Fähigkeiten einsetzen kann.

    Dies bedeutet übersetzt etwa:

    "Sie hatte viele Fähigkeiten, aber keine, die zum Arbeitsbereich gehörten"

    oder

    "Sie hat sich während ihrer Arbeitszeit ständig mit anderen Sachen beschäftigt"

    oder

    "Sie sind ihren Vorgesetzen ständig auf den Nerv gegangen, da Sie alles besser wussten"

    Gruß

    medsonet.1
     
  15. Sr.Hilde

    Sr.Hilde Newbie

    Registriert seit:
    10.01.2009
    Beiträge:
    24
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester, Supervisorin & Trainerin
    Ort:
    Bremerhaven
    Akt. Einsatzbereich:
    Selbstständig
    Funktion:
    Trainerin
    Hallo Painkiller,

    ich kann gut nachvollziehen, dass Dir dieser Satz aufgestoßen ist. Erstmal kann ich Dich dahingehend beruhigen, dass das letzte Zeugnis natürlich nicht das einzige Bewertungskriterium für einen Arbeitgeber sein sollte (und bei mir auch nicht war). Wenn die Bewerbung sonst interessant ist (akkurat, ansprechendes Anschreiben & Foto usw.), werden einige Arbeitgeber trotzdem zum Gespräch einladen.

    Die Gefahr ist aber groß, dass man mit solchen Formulierungen schon durchs Raster fällt. Das hat nichts mit meinen Moralvorstellungen zu tun und auch nichts mit dem Arbeitsbedingungen in der Pflege. Arbeitgeber orientieren sich nunmal u.a. an Zeugnissen und viele Leitungskräfte kennen die geheimen Codes und reagieren darauf. Darum ist es so wichtig zu wissen, dass auch ein "wohlgemeintes Zeugnis" von einem Vorgesetzten der da nicht fit ist, großen Schaden anrichten kann.

    Ergänzung @ neoflash: 1. Siehe oben 2. Das Zeugnis weist Mängel auf. Das kann einfach eine Hürde im weiteren Karriereverlauf sein. Ich sollte doch meine Meinung sagen, oder?:wink:

    Herzliche Grüße!
    Heike
     
  16. kiki1625

    kiki1625 Newbie

    Registriert seit:
    17.03.2009
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Leute, ich habe mir von meinem Arbeitgeber ein Zeugnis erstellen lassen zwecks anderweitiger Bewerbungen. Allerding bin ich mir nicht so sicher ob das so gut ist. Manchmal denke ich „Hey, dass hört sich doch gut an!“ und im nächsten Moment „Hey, ist es vielleicht doch nicht so gut!?“
    Könnt ihr mir helfen!?

    Frau X arbeitet gewissenhaft und sorgfältig. Sie kann sich den Gegebenheiten gut anpassen, erkennt Zusammenhänge und handelt adäquat der Situation entsprechend. Ihre Dokumentationen sind fachlich richtig, verständlich und entsprechen den allgemeinen Richtlinien.
    Die aktuellen Pflegestandards werden von ihr korrekt angewendet und praktisch gut umgesetzt. Die ihr übertragenen Aufgaben nimmt sie sehr ernst und führt diese sehr verantwortungsbewusst, im Sinne der ihr anvertrauten Patienten, zu unserer vollsten Zufriedenheit aus.

    Sie verfügt über gute Fachkenntnisse und gute praktische Fähigkeiten, dabei arbeitet sie selbstständig und wird den Anforderungen des Dreischichtsystems gerecht. Frau X nimmt an Fortbildungen teil, sie zeigt Fleiß und Flexibilität gegenüber neuen Herausforderungen. Die Bedingungen des Arbeits- und Brandschutzes sowie die Hygienevorschriften sind für sie selbstverständlich. Frau X hat sich gut in das Team der Pflege und Therapeuten eingefügt. Kritik gegenüber verhält sie sich sachlich und verwendet diese für sich positiv. Gegenüber Patienten und Angehörigen verhält sie sich fürsorglich und rücksichtsvoll. Ihr Verhalten zu Vorgesetzten, Mitarbeitern und anderen Berufsgruppen ist immer einwandfrei.

    Das Zeugnis wurde auf Wunsch von Frau X erstellt. Wir bedanken uns für die bisher geleistete Arbeit und freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit.


    Danke erstmal fürs lesen und ich bin gespannt was ihr dazu meint.
     
  17. MTAF

    MTAF Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    23.08.2006
    Beiträge:
    195
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    MTAF, ex. GuK
    Ort:
    Zossen
    Akt. Einsatzbereich:
    Innere Medizin (Kardiologie, Pulmologie)
    Funktion:
    exam. Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Hallo,

    würde mich freuen, wenn ihr auch mal über meine Beurteilung schauen würdet. Ist zwar nicht als Gesundheits- und Krankenpflegerin, aber auch im medizinischen Bereich.

    Frau xx hat die ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer Zufriedenheit erledigt. Sie hat ein gutes technisches Verständis und die Bedienung der verschieden Geräte fällt ihr sehr leicht.
    Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war freundlich und korrekt. Im Umgang mit Patienten ist sie sehr ruhig und zurückhaltend.

    Frau xx nahm an folgenden Krankenhaus internen Fortbildungen teil:

    - Vorbereitung von Injektionen
    - Reanimation

    Wir wünschen Frau xx auf ihrem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute und viel Erfolg.


    Ich finde das generell jetzt nicht so schlecht, ausser der Satz: " Im Umgang mit Patienten ist sie sehr ruhig und zurückhaltend" finde ich sehr unpassend. Ja, ich weiss, dass ich nicht am meisten rede von allen, aber der Satz hört sich so an, wie das ich nur stumm die Untersuchung mache und der Patient schon sehen wird, was passiert. was aber auf keinen Fall so war.

    Dann habe ich das aber eine Freundin gezeigt, die auch bisschen im Personal arbeitet und sie meinte, es sei Durchschnitt.

    Deshalb frage ich jetzt hier mal. Danke schonmal!
     
  18. medsonet.1

    medsonet.1 Poweruser

    Registriert seit:
    08.09.2008
    Beiträge:
    638
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Buchhalter
    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Akt. Einsatzbereich:
    Verwaltung
    Funktion:
    Leiter Rechnungswesen - ehrenamtlicher Arbeitsrichter - Betriebsrat
    Hallo,

    da die Frage nach der Leistungsbeurteilung jetzt schon öfters gestellt wurde, hier die allgemeine Übersetzung:

    hat die übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt- Sehr gut
    hat die übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt- Gut
    hat die übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt- Befriedigend
    hat die übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit erledigt - Ausreichend
    hat sich bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden - Mangelhaft


    Man sollte grundsätzlich in Zeugnissen darauf achten, daß man diese Standardformulierung gemäß der entsprechende Note erhält. Andere Formulierungen können zu einer Fehlinterpretation führen.

    Gruß

    medsonet.1
     
  19. hausfee

    hausfee Newbie

    Registriert seit:
    01.08.2009
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Hallo ihr auch ich habe einarbeitszeugniss erhalten das ich nicht so recht einzuschätzen weis zum beispiel

    frau ... erfüllte die ihr übertragenen aufgaben stets zu unserer vollen zufriedenheit

    sie ist stets pünktlich und arbeitet gründlich und zuverlässig,

    mit den menschen mit behinderung hat sie ein angemessenen und sehr herzlichen umgang,:gruebel:

    aufgrund ihrer stets freundlichen und aufgeschlossenen art ist sie bei den mittarbeiterinnen der Wohngruppe beliebt, :gruebel:

    die zusammenarbeit mit vorgesetzten ist stetz korrekt :gruebel:

    kann mir da jemand weiterhelfen ob das gut oder ehr schlecht ist
    für die hilfe schonmal danke die hausfee
     
  20. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    20.07.2004
    Beiträge:
    4.032
    Zustimmungen:
    14
    Beruf:
    M.Sc., Dipl.-Berufspädagogin (FH); KS; Kinaestheticstrainerin Stufe 2, QMB (TÜV)
    Ort:
    Witzenhausen
    Akt. Einsatzbereich:
    Schule
    Funktion:
    Lehrerin
    Hallo Hausfee,

    das darauf verwiesen wird, dass Du pünktlich bist, ist ein absolut negativer Punkt! Pünktlichkeit gehört zu Deinen Pflichten als AN; wenn dieses extra betont wird, dann bedeutet das soviel wie "sonst gab es nichts, was positiv zu bewerten war".
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Geheimcodes Arbeitszeugnis Eure Forum Datum
Arbeitszeugnis Note 4? Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz 10.02.2016
Bewerben ohne Arbeitszeugnis Talk, Talk, Talk 12.07.2014
Bewerbung für die Kinderkrankenpflege, besondere Fotos einfügen? Und Arbeitszeugnis FSJ Ausbildungsvoraussetzungen 10.07.2014
Grottenschlechtes Arbeitszeugnis? Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz 03.07.2013
Mein Arbeitszeugnis, gut oder nicht gut? Ausbildungsvoraussetzungen 22.04.2013

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.