Gefährliche Pflege: wohin wenden?

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von Galle, 15.02.2011.

  1. Galle

    Galle Newbie

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    hallo,
    ich arbeite in einen großen krankenhaus auf einer geriatrischen station und unser ganzes team befindet sich in einer absoluten notlage,seit der umstrukturierung unserer station haben uns viele kollegen verlassen und vom haus kommt keinerlei nachschub,im frühdienst muß eine pflegekraft+1 praktikant bis zu 15 vollpflegepatienten versorgen,teilweise mit monitoring,ZVK versorgung und intensive infusionstherapie,viele davon sind gerontopsychatrisch und dazu noch essen austeilen und diagnostik fahren,die strukturen eines krankenhauses sind für solche patienten überhaupt nicht ausgerichtet und dafür auch viel zuwenig personal,der ärztliche dienst nimmt keinerlei rücksicht auf unsere situation,da werden sachen verlangt die kaum möglich sind z.b.stündliche vitalzeichenkontrolle,visite bis spät abends und zugänge bis kein bett mehr frei ist
    von der pflegedienstleitung,wird schon seit monaten versprochen,das es besser wird,aber wann???
    wir schreiben überlastungsanzeigen und der betriebsrat reagiert auch nicht wirklich,die PDL ließ verlauten,das sie unser gejammer nicht mehr hören kann und die überlastungsanzeigen nicht toleriert werden
    wer kann uns helfen???
    an wen kann man sich wenden in einer solchen situation?
    die geschäftsführung wird sich bestimmt nicht dafür interessieren
    ich habe schonmal an die gewerkschaft gedacht,bin mir aber nicht sicher ob die einen helfen können?
     
  2. Tobi^

    Tobi^ Junior-Mitglied

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    Das ist bei uns mittlerweile auch im ganzen Krankenhaus so, Überlastungsanzeigebögen wurden sogar aus den Intranet genommen...
    Habs auch schon von anderen Kliniken gehört und frage mich ob das gerade ein neuer Trend ist?

    Weiß da jemand mehr dazu? Wäre so ein Überlastungsbogen auch rechtswirksam?
     
  3. Galle

    Galle Newbie

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    der betriebsrat schreibt in seinen veröffentlichungen wir sind verpflichtet die zu schreiben um uns abzusichern,da wir auch in regress genommen werden können wenn fehler auftreten.

    die PDL hat zu unser stationsleitung gesagt das sie keine überlastungsanzeigen mehr wünscht

    jeder will natürlich seinen job behalten,aber wie jetzt reagieren?
     
  4. calypso

    calypso Stammgast

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    Dass die PDL Überlastungsanzeigen nicht "toleriert", ist völlig unerheblich. Ein spezielles Formular ist dazu auch nicht nötig, ein Muster aber ganz hilfreich (siehe hier: ver.di: Überlastungsanzeigen )

    Die PDL "wünscht" sich ganz sicher keine Überlastungsanzeigen, da sie im Falle eines folgenschweren Fehlers mit haftet, wenn sie trotz dieser Information über den untragbaren Zustand keine Abhilfe geschaffen hat. Ohne Anzeige kann sie behaupten, dass "sie ja nicht informiert gewesen sei, sonst hätte sie selbstverständlich sofort Maßnahmen getroffen" ...

    Letztendlich geht es um die Versorgung von und Fürsorge für Menschen.

    Also weiter bei einer solch miserablen Personalausstattung gleich als erstes bei Schichtbeginn PDL und Betriebsrat bzw. Personalvertretung telefonisch über die Situation informieren (die sind bei Frühdienstbeginn oft aber noch gar nicht im Haus; wenn Mobilnr. vorhanden, ruhig dort anrufen) und die Anzeige fertigmachen, mit Kopien.

    Die Zeiten ändern sich gerade. Daher brauchst Du keine Angst haben, dass Du den Job nicht behalten kannst. Du kommst mit diesen Anzeigen sogar Deiner arbeitsrechtlichen Verpflichtung nach (der Hinweis auf diese Pflicht wäre auch die passende Antwort auf evtl. Einschüchterungsversuche seitens der PDL).
    Warum aber möchtest Du in so einem Haus weiterarbeiten, wo Du selbst feststellst, dass sich nichts ändert?
     
  5. Kleingeistkiller

    Kleingeistkiller Senior-Mitglied

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    Ergänzend zu Calypso möchte ich noch anregen die Überlastungsanzeigen direkt an die Geschäftsführung zu schicken mit dem Vermerk, dass die PDL den Erhalt nicht mehr wünscht.
    Auf der konstruktiven Seite würde ich anregen, die benötigte Personalstärke auf Kosten von freie Tage und Überstunden für einen begrenzten Zeitraum von 4 Wochen mit den vorhandenen Kolleginnen und Kollegen zu gewährleisten. Bis dahin sollte zusätzliches Personal zu organisieren sein, notfalls mit Zeitarbeit und Freiberuflern -ist halt teuer, aber nach den 4 Wochen braucht ihr dann auch mal ein paar freie Tage...
    (nur als Anregung)

    Gruß KGK
     
  6. V.Ersfeld

    V.Ersfeld Newbie

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    Am wichtigsten ist eine detaillierte Dokumentation, für private Zwecke. Das heißt, nicht die übliche KH-Dokumentation, sondern ein Tagebuch dessen, was sich auf eurer Station abspielt. Wen du wann und mit welchem Zweck worüber informiert hast und was daraufhin geschehen ist. Das ist zwar aufwendig, lohnt sich aber, denn man hat etwas in der Hand und muss sich nicht allein auf seine Erinnerung verlassen, wenn es ernst werden sollte. Was es ja bereits ist.

    Ich würde auch empfehlen, eine Fachanwalt für Arbeitsrecht zu konsultieren, um Rechtssicherheit zu haben (nur für den Fall der Fälle).
    Kostenlose Rechtsberatung bietet beispielsweise der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (wenn man Mitglied ist). Wahrscheinlich bieten das auch andere Berufsverbände an, einfach nachfragen, dafür sind Berufsverbände schließlich (auch) da.

    Viele Grüße
    Verena Ersfeld
     
  7. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    Wir haben unsere Überlastungsanzeigen nicht nur an die PDL, sondern nachrichtlich auch an Geschäftsführung, ärztlicher Direktor und Personalrat geschickt. Ein weiterer Adressat, wenn nach geraumer Zeit nichts passiert ist der Träger.

    Aussenstehende die sich dafür interessieren, wie die Pflege durchgeführt wird, sind die Kostenträger, vertreten durch den MDK und das Versorgungsamt.
     
  8. josie16

    josie16 Junior-Mitglied

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    Hallo Galle!
    Eine Überlastungsanzeige ist absolut notwendig, wenn Du keine schreibst, bist Du der hauptverantwortliche, wenn auf Station etwas passiert.
    Die PDL wird dann nämlich nicht sagen: Ich weiß, dort ist zuwenig Pflegepersonal............... , sondern sie wird sagen, ich habe darüber nichts gewußt.
    Das wird zwar bei einem Dauerzustand nicht viel nützen, aber zu deiner Absicherung ist die Überlastungsanzeige unbedingt notwendig.

    Bist Du Mitglied bei der Gewerkschaft? Natürlich können sie weiterhelfen, allerdings wäre es schon sehr sinnvoll wenn nicht Du alleine sich dagegen auflehnt, es gibt ja noch mehr Personen auf Station, die betroffen sind!

    Prinzipiell stellt sich die Frage, wie lange Du das noch aushalten kannst?!
     
  9. Galle

    Galle Newbie

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    erstmal vielen dank für die umfangreichen antworten :lol:

    ich muß zur vervollständigung noch ein bißchen über unsere station erzählen
    also ich habe vergleich zu anderen stationen im haus und soviel pflegeaufwand wie bei uns gibts nirgends,ebenso wie so extrem hohen krankenstand,bei uns sind seit ca 8 monaten 20% der besetzung dauerkrank,ersatz haben wir keinen erhalten,obwohl darunter 2 schwangere mit arbeitsverbot sind also ich staune eigentlich das wir überhaupt noch arbeitsfähig sind.
    wir haben 62 planbetten und sind 26 pflegekräfte(theoretisch)
    lt. PDL reichen 6 ex. kräfte im fd,4 im sd und 2 im nd.
    das ist aber viel zuwenig,es ist unmöglich patienten so ordentlich zu versorgen,die qualität hat in dem letzten jahr massiv abgenommen.
    erschwerend kommt noch hinzu das unsere stat.leitung das problem nicht zugeben will,sie vertritt den standpunkt "wir schaffen das schon" und sie die überlastungsanzeigen nur sehr ungern unterschreibt.
    ich bin übrigens noch nicht mitglied bei verdi,aber ich denke gerade darüber nach

    wir haben in den letzten 4 wochen ca 5-6 anzeigen geschrieben,die PDL hat davon nur eine anerkannt,da ja bei den anderen anzeigen mitarbeiter im frei waren,die man ja hätte holen können,aber das die kollegen schon 12 tage gearbeitet haben das war wohl unerheblich. der betriebsrat hat sich gar nicht geäußert.
    die kollegen die einen befristeten vertrag haben mußten nach dem schreiben der Ü.anzeigen auch zum gespräch antreten und es wurde ihnen gesagt,das wenn sie sich überfordert fühlen ja kündigen können.
    eine absolute frechheit ist heute passiert da wurde noch eine "sauberkeit,ordung sicherheit" kontrolle durchgeführt und sich über staubkrümel in den schränken aufgeregt.

    also uns fehlen eigentlich die worte und ich ich finde sowas sollte in einen bekannten großen krankenhaus nicht passieren,ich denke wir werden im team einen brief an die geschäftsführung schreiben und erwähnen das die PDL keine überlastungsanzeigen wünscht.
     
  10. thorstein

    thorstein Poweruser

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  11. AC2010

    AC2010 Junior-Mitglied

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    Also sehr guter Link, gleich mal abgespeichert, sowas haben wir nicht, da nach hatte ich auch schon mal gefragt, weil ich aufgrund von Planungsfehlern und Personalausfall bzw. weil meine Kollegin ins Theater wollte an ihrem Dienstwochenende ich 3 Schichten fahren musste (ambulant, also Früh +Mittag von 6.30h bis 16Uhr ohne Pause und dann wieder von 17 bis 21.30). Ich habe anschließend nämlich bei meinem Bereichsleiter mich dermaßen beschwert und gleich klar gemacht, dass das das erste und letzte mal war.

    Darf man diese Überlastungsanzeigen ohne Rücksprache mit dem Chef einfach zur Verfügung stellen?
     
  12. calypso

    calypso Stammgast

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    @AC2010: Welchen Chef meinst Du und wem willst Du die Anzeige zur Verfügung stellen?

    @Galle: Einen Betriebsrat, der sich nicht kümmert, muss man bei nächster Gelegenheit abwählen. Da sitzen leider manchmal auch Leute, die sich nur wegen der erheblichen Arbeitsfreistellung dorthin begeben haben.
    Der Stationsleitung, die nur "ungern" unterschreibt, ist vielleicht nicht klar, dass sie sonst für die Fehler einstehen muss, die durch die Überlastung passieren. Alle hoffen immer weiter darauf, dass schon nichts passieren wird...

    Was sagen denn die Patienten und ihre Angehörigen? Werden die bei Beschwerden zu den richtigen Adressaten geschickt?
     
  13. Galle

    Galle Newbie

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    mit unserer stationsleitung sind wir gerade im ernsten gespräch,also wir haben von der PDL mediatoren bekommen und klären gerade das verhalten unser leitung.

    mit dem betriebsrat,naja er ist wohl nicht gerade der beste da geb ich dir recht,aber er wurde halt von über 1000 pflegemitarbeitern gewählt.

    beschwerden kommen immer öfters ist ja auch kein wunder,die gehen meißt gleich zur PDL und die zeigt keinerlei verständnis,naja dazu ist zu sagen das die PDL eine sehr resolute äußerst strenge person ist,vor der eigentlich alle angst haben
     
  14. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Also ich würde es auch mal bei den Berufsverbänden versuchen ist da einer von euch drin im DBfK oder anderen? Wie gesagt, wenn nichts hilft dann Abstimmung mit den Füßen (Kündigen und weggehen) sonst bist du eventuell dran, wenn dir ein Fehler unterläuft.
    Erst wenn der letzte geht und hinter sich das Licht ausmacht fällt eurer Obrigkeit der Groschen:schlafen:.
     
  15. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    Die PDL ist dafür verantwortlich, dass eine angemessene Anzahl an Pflegekräften im Dienst sind. Wenn durch Krankheit die Besetzung nicht ausreichen ist, muss sie für Ersatz sorgen. Zu sagen sie erkennt die Überlastungsanzeige nicht an, weil Ihr niemanden aus dem Frei geholt hat ist einfach albern.
    Erstens ist es ihre Aufgabe und zweitens informiert Ihr die PDL lediglich über die Zustände. Wie kann man eine Information nicht anerkennen??? Und wenn ihr versucht hättet jemanden aus dem Frei zu holen (was ja gar nicht Euer Job ist!) und die Person wäre nicht gekommen, hätte Eure PDL die Information dann anerkannt?

     
  16. alesig

    alesig Poweruser

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    Hallo
    Eine Überlastungsanzeige zeigt der PDL an daß die Arbeitssituaion nicht in Ordnung ist. Sollten Fehler bei der Patientenbetreuung passieren (nicht fahrlässig) ist die PDL bei rechtlichen Schritten mit im Boot.
    Es empfiehlt sich so eine Überlastungsanzeige schriftlich auch den Ärzten (Chefarzt) und dem Betriebsrat in Kopie zu geben.
    Ich mache mir immer noch eine Kopie füe meine Unterlagen.
    Es soll durchaus Stationsleitungen geben, die eine Überlastungsanzeige nicht weiterleiten, und wenn dann was passiert will es wieder keiner gewußt haben.
    Alesig
     
  17. Galle

    Galle Newbie

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    also zur zeit hat es sich leicht entspannt,ändert aber trotzdem nichts an unserer grundsituation,die immer noch erschreckend ist
    aber dadurch das niemand zum gespräch zur PDL möchte,werden auch keine anzeigen mehr geschrieben,da alle irgendwie angst haben
    wir hatten die anzeigen immer an die PDL und den betriebsrat gefaxt.
    danke für eure vielen hinweise,ich hab alles an meine kollegen weitergeleitet
    mal sehen wie es sich so entwickelt
    4 planstellen sind ja auch noch offen davon 2 schwangere mit berufsverbot

    @Sr.s
    die pdl sagt sie kennt die situation sie kann sie momentan nicht ändern,leasingkräfte gibt es nicht,eventuell ein paar schüler kann sie schicken und sie wünscht keine ü-anzeigen mehr,krankheit ist im stellenplan mit einberechnet.
    die kollegen die frei hatten die wollten natürlich nach 12 tagen nicht mehr kommen,aber das scheint unserer PDL nicht zu interessieren.
     
  18. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    Eure PDL macht es sich aber auch ziemlich leicht. Sie findet keinen Ersatz, also sollt ihr euch kümmern und euch gefälligst nicht mehr beschweren. Toll! Wenn sie keine Ersatzkräfte hat, muss sie dafür sorgen, dass ihr weniger Patienten zu betreuen habt. Das bedeutet man muss einen Aufnahmestop verhängen oder Betten sperren. Wenn der Chefarzt oder die Verwaltung das nicht zulässt, kann die PDL wiederum die Verantwortung ablehnen, weil sie eben nicht genügend Pflegekräfte hat. Es ist wie bei dem bekannten Kartenspiel "Schwarzer Peter".
     
  19. Galle

    Galle Newbie

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    ich sags mal wie es ist
    "wir sind der letzte *****" auf dem man immer raufhauen kann wenn was nicht klappt
    haben die therapeuten einen hohen krankenstand wird die arbeit verringert--> und die pflege setzt dann die patienten ebend raus
    sind die ärzte schlecht besetzt--> nimmt die pflege blut ab
    macht die reinigungsfirma nicht richtig die klos sauber--> wird die pflege verantwortlich gemacht
    schaffen die servicekräfte nicht das essen auszuteilen--> die pflege muß das eben mal mitmachen
    die stationäre aufnahme wurde aufgelöst--> die pflege macht die aufwendigen aufnahmen am pc eben mit
    die pflege ist immer der schuldige egal was ist,es ist echt kein wunder das soviele pflegekräfte an "burn-out" erkranken
    dieses arbeitspensum kann keiner auf dauer aushalten und dann noch keinerlei rückhalt von der PDL
    da hört man noch hintenrum"ich kann euer gejammer nicht mehr hören"

    sorry aber das mußte ich mal loswerden :angryfire:
     
  20. seebär

    seebär Junior-Mitglied

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    Hallo Galle,
    da sind wir doch auch selbst schuld. Solange wir immer alles für andere ausbügeln und deren Ausfall kompensieren(z.b.Blutabnehmen....) wird sich auch nichts änderen.Und jammern hilft uns da nicht weiter.
    Auf jeden Fall weiterhin Überlastungsanzeigen schreiben (sind auch ohne Unterschrift der SL gültig), und für sich selbst Tagebuch schreiben.
    Wie geschlossen ist denn euer Team?
    seebär
     
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