Freiheitsentziehende Maßnahmen bei Demenz

Dieses Thema im Forum "Gesetze und Rechtsfragen in der Altenpflege" wurde erstellt von werv, 06.06.2006.

  1. werv

    werv Newbie

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    Guten Tag

    Ich bin ein Krankenpflegeschüler und wir nehmen gerade als Thema Freiheit und Würde des Menschen durch.
    Dazu wurden wir aufgefordert über dieses Thema bei verschiedenen Erkrankungen nachzuforschen. Ich soll mich im Internet über Demenz informieren. Es wäre sehr nett, wenn Sie mir weiterhelfen könnten!
    Ich freue mich auch über andere Aspekte, die durch meine Fragen nicht abgedeckt sind.

    Die Fragen wären:


    1. Wie empfinden die Betroffenen den Begriff Freiheit/Wann fühlen sie sich eingeschränkt?
    2. Wann und durch welche Mittel müssen/werden sie in ihrer Freiheit eingeschränkt?
    3. Wie sehen die Betroffenen die Beziehung zu den Pflegenden (Angehörige, Expertenpflege etc)?
    4. Wie empfinden die Angehörigen wenn sie pflegen müssen ihre Freiheitseinschränkungen?
    5. Wie empfinden die Betroffenen einen akkuten Krankenhausaufenthalt im Bezug auf Freiheitseinschränkung?
    6. Wie sehen die Angehörigen die Pfleger-Patienten-Beziehung in einem Krankenhaus im Bezug auf Freiheitseinschränkung?
    7. Welche Unterschiede gibt es in der Art der Freiheitseinschränkung im Altenheim (oder auch zu Hause) im Vergleich zum Krankenhaus?


    Ich danke in vorraus !!!

    mfg
    Remigius Ratzki
     
  2. funcz

    funcz Senior-Mitglied

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    ich kann mir nicht vorstellen, dass euer dozent unter nachforschen versteht, dass du hier einfach die fragen reinstellst und wartest, bis irgendein dummer sich die arbeit macht und sie für dich beantwortet.
    vielleicht machst du dir mal selber ein paar gedanken, und wenn dann noch was unklar ist, hilft dir sicher gerne jemand weiter ;)
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  4. werv

    werv Newbie

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    Ich fühle mich durch diese Antwort eher angegriffen als daß mir geholfen wurde. Ich wünschte mir auf jeden Fall ein höflicheres Verhalten von Ihnen.

    Aber da nun jemand solche Antwort gegeben hat hier nochmal zu Klärung:

    Wir sind eine Gruppe von 4 Personen zum Thema Freiheit bei Demenz.
    Zwei davon sind in die Einrichtungen gegangen um Pflegende zu befragen.
    Leider kann man da nicht immer eine ehrliche Antwort erwarten. Mir und einer anderen Person wurde Internetrecherche übertragen. Ich habe dazu die Seiten von Demenz/Alzheimer durchforstet, dann habe ich E-Mails an Leute geschickt, die die Seiten erstellt haben damit ich eine Stellungnahme kriege. Ich habe mich auch auf dem Demenzforum angemeldet in der Hoffnung von Betroffenen/Verwandten eine Stellungnahme zu kriegen. Hier hoffe ich auf eine Stellungsnahme von Pflegern wie sie das Verhalten in der Praxis erleben.

    Ich mache mir meine Ausbildung wirklich nicht leicht und ich kann auf beleidigende Antworten in einem Forum, wo ich höffliches Benehmen erwartet hätte verzichten.
     
  5. werv

    werv Newbie

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    Danke für Ihre Antwort - Ich habe allerdings auf persönliche Erfahrungen gehofft. Den Goggle habe ich schon zu genüge angestrengt und Fixierung ist nicht gleich Freiheitsbeschränkung. Wie oft wird die Freiheit durch andere Maßnahmen beschränkt. Wie oft wird noch angenommen Demenz ist gleich Dummheit und dadurch und durch abfällige Bemerkungen gegenüber dem Betroffenen (der kriegt ja sowieso nix mit :( ) erst die Weglauftendenz gefördert. Wie sehen Sie als Pfleger den Dementen - ist er noch dazu fähig frei zu sein? Wieviel Regelung und wieviel Kontrolle wird es ihm auf Ihrer Station gegeben? Und wieviel Freiheit gelassen? Wie schnell greift man bei euch zu Medikamenten um einen Dementen zu "beruhigen". Das sind nur einige Aspekte auf die meine Fragen gezielt hatten. Andere Aspekte habe ich wahrschenlich nicht mal in Erwägung gezogen. Deswegen gerade warte ich auf Leute die sich damit auseinandersetzen wollen und nicht nur Pseudohilfe anbieten.
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  7. werv

    werv Newbie

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    Um diese Diskusion anzuregen und um zu zeigen worum es mir geht werde ich zunächst meine einegene Fragen beantworten :-)

    1. Wie empfinden die Betroffenen das Begriff Freiheit/Wann fühlen sie sich eingeschränkt ?

    Ich hatte mich mit diesen Thema davor eigenlich nicht beschäftigt. Man weiss über die Gesetzliche Seite der Maßnahmen bescheid. Aber über empfinden nicht wirklich. So wie ich es gesehen habe leben die Demenzkranken, meiner Meinung nach in ihrer eigenen Welt und ich habe manchmal den eindruck daß alles was Fremd in dieser Welt ist (dazu gehören auch schon Angehörige die auf etwas verharren) auch eine gewisse Freiheitseinschränkung darstellt-

    2. Wann und durch welche Mittel müssen/werden sie in ihrer Freiheit eingeschränkt ?

    In der Krankenhaus, in dem ich gearbeitet hatte wurden sehr schnell beruhigungstropfen zur nacht gegeben, wenn der Pat nur unruhig war, eine Weglauftenden aber nicht vorhanden. Zu einer fixierung griff man sehr selten und zwar nur dann wenn zu Befürchten war daß der Pat wegläuft oder sich etwas antut. Leider hatte ich einmal erlebt wie eine Pflegekraft abfällig von einem Demenzkranken in seiner Gegenwart gesprochen hatte und er daraufhin weglaufen wollte. Er füllte sich in seiner Würde eingeschränkt und dadurch auch nicht mehr Frei

    3. Wie sehen die Betroffenen die Beziehung zu den Pflegenden (Angehörige, Expertenpflege etc) ?

    Ich habe die Dementen sehr vorsichtig erlebt wenn es um Pfleger geht. Eine Beziehung aufzubauen ist mir nicht leicht gefallen. Ich fühle mich wie ein Intruder in einer anderen Gefühlswelt zu der ich fast keinen Zugang hatte und ich glaube so wurde ich auch von den Betroffenen gesehen.

    4. Wie empfinden die Angehörigen wenn sie pflegen müssen ihre Freiheitseinschränkungen ?

    Angehörige sind meiner Meinung nach sehr in ihrer Freiheit eingeschränkt. Allerdings ist es auch manchmal wegen unwissens und zuviel fürsorge. Ich finde man sollte die Angehörigen noch besser über die Krankheit und ausgleichmöglichkeiten (tagespflege etc.) aufklären.

    5. Wie empfinden die Betroffenen einen akkuten Krankenhausaufenthalt im Bezug auf Freiheiteinschränkung?

    Ich finde daß sie dort eher Unfrei sind. Es ist eine ungewohnte Umgebung. Ein Pat hat mal folgendes morgens gesagt "Lasst mich aus diesem Gefängnis raus"

    6. Wie sehen die Angehörigen die Pfleger-Patienten beziehung in einem Krankenhaus im Bezug auf Freiheiteinschränkung?

    Ich habe schon einige Angehörige sehr vorwurfsvoll gesehen. Vor allem nach Narkose wenn sich die Demenz verschlimmert (und dann manchmal nicht wieder zurückgeht) musste man sich mit Vorwürfen konfrontiert sehen: "Under Opa war noch vor ein paar Tagen ganz anders". Irgendwie wird den Pflegenden die Schuld gegeben. Von der anderen Seite finde ich sehen uns die Angehörigen einfach als Aufpasser und wehe wenn da etwas schifgeht

    7. Welche unterschiede gibt es in der Art der Freiheitseinschränkung im Altenheim(oder auch zu Hause) im vergleich zu Krankenhaus

    Das kann ich selbst nicht beantworten, da meine Grosseltern nicht mehr leben und meine Eltern noch in dieser Hinsich in Ordnung sind. Ich habe auch noch nicht im Altersheim gearbeitet. Die Interviews werde nvon anderne in unserer Gruppe durchgeführt.
     
  8. Hülsi

    Hülsi Gast

    Hallo,
    dann versuch ich mal als im Altenheim tätige zu antworten:
    1. Wie empfinden die Betroffenen das Begriff Freiheit/Wann fühlen sie sich eingeschränkt ?
    Im Altenheim ( und nicht nur dort) ist ja auch ein hochgezogenes Bettgitter oder ein Tisch am Rollstuhl eine Freiheitsentziehende Maßnahme, viele Betroffene fühlen sich dadurch nicht eingeschränkt, sondern empfinden es als sicherer (z.B bei Angst vor Stürzen)
    Eine Fixierung mit Gurten dagegen,wird schon eher als freiheitseinschränkung wahrgenommen und gerade von Dementen nicht verstanden(Konkretes Beispiel: unsere 98 jährige Dame im Rollstuhl mit Gurt fixiert wird von mir und einem Schüler zur Toilette begleitet, ich bereite gerade das neue Inkomaterial vor, Schüler löst die Fixierung, Frau x steht auf um zur Toilette zu gehen, es ist ihr aufgrund der Demenz nicht bewusst, das sie kaum noch alleine laufen kann, und sie kann von uns gerade noch vor einem Sturz bewahrt werden, kaum ist sie wieder angegurtet, möchte sie befreit werden, die Einsicht in diese Schutzmassnahme fehlt ihr meisst völlig)
    2. Wann und durch welche Mittel müssen/werden sie in ihrer Freiheit eingeschränkt ?
    Meisst bei eigen bzw Fremdgefährdung, wenn alle anderen Mittel erschöpft sind, Massnahmen sind unterschiedlich und werden immer wieder neu mit allen Betroffenen überpüft bzw geändert und angepasst, oder kombiniert.
    Es gibt Psychopharmaka, Bettgitter,Tische am Rollstuhl, Gurte im Stuhl oder auch Fixierung im Bett, wobei Letzteres (Gurte) nur sehr selten zum Einsatz kommt.
    3. Wie sehen die Betroffenen die Beziehung zu den Pflegenden (Angehörige, Expertenpflege etc) ?
    Beziehung aufzubauen ist bei leichter Demenz möglich, bei schwerer bzw fortgeschrittener Demenz schwierig, wenn weder Angehörige noch Bezugspflegepersonal erkannt wird und "Marie" eben noch nett und lieb war und jetzt die "Böse" ist, es aber im ersten Fall meine Wenigkeit beim Getränkereichen und im zweiten Fall die eigene Tochter, welche jetzt schon wieder nach Hause geht...
    4. Wie empfinden die Angehörigen wenn sie pflegen müssen ihre Freiheitseinschränkungen ?
    Da stimme ich dem Threatstarter zu, viel zu wenig plkegende Angehörige wissen um Entlastungsmöglichkeiten und nutzen sie auch.
    5. Wie empfinden die Betroffenen einen akkuten Krankenhausaufenthalt im Bezug auf Freiheiteinschränkung?
    Noch schlimmer als im Heim ! Weil noch mehr neue Eindrücke und möglicherweise Beschränkungen auf sie zu kommen, die 98jährige Dame von oben war im KH noch verwirrter als bei uns und kam erst Wochen nach dem Khaufenthalt wieder langsam zur Ruhe.
    6. Wie sehen die Angehörigen die Pfleger-Patienten beziehung in einem Krankenhaus im Bezug auf Freiheiteinschränkung?
    Das kommt wahrscheinlich auch auf das jew. Personal,den Bewohner/Patienten und Angehörigen an, da habe ich schon die unterschiedlichsten Dinge erlebt.
    7. Welche unterschiede gibt es in der Art der Freiheitseinschränkung im Altenheim(oder auch zu Hause) im vergleich zu Krankenhaus
    Zuhause habe ich schon erlebt, das "der Opa" im Zimmer eingeschlossen wurde, damit er nicht wegläuft, im Altenheim oder KH sind solche Dinge greade in Mehrbettzimmern nicht möglich (und auch nicht erlaubt....aber das es doch geschieht zeigen die Medien)... sonst fällt mir im Augenblick kein wesentlicher Unterschied ein

    Hülsi
     
  9. spritzensusi

    spritzensusi Stammgast

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    Na bitte >werv< , hast dir ja schon mal selbst Gedanken gemacht. Das ist schon mal ein Anfang.
    Eigentlich wollte ich dir gestern schon helfen, aber diese Masse an Fragen, haben mich abgeschreckt......
    Denn es ist ja deine bzw. eure Hausaufgabe......
    Ich finde auch, das diese Fragen irgendwie umständlich gestellt sind. Geht es jetzt mehr um Gefühle oder um Fakten über diverse Fixierungsmöglichkeiten?
    Aus der Gefühlssicht habe ich das nicht gelernt in der Krpfl.- Ausbildung, da haben wir Fakten gelernt.
    Ich krame mal kurz in meinen alten Unterlagen, ob ich da evtl. was Brauchbares finde................
    Also, wie ich schon erwähnt hatte: in meinen alten Unterlagen (von ca. 2004) stehen nur Fakten und Gesetze, wann man Pat./Bew. fixieren darf etc.
    Zu 1. passt vllt.: verschiedene Möglichkeiten der Freiheitseinschränkung:

    - Einsperren des Pat./Bew. (im Zimmer)
    - Fixierung durch Gurte
    -Wegnahme eines med. Hilfsmittel, das der Pat./Bew. zur Fortbewegung
    benötigt (z.B. Rollstuhl, Gehstock)
    - Sedierung des Pat./Bew. mit Ziel: Entzug der Freiheit
    - Verschließen der Stationstür/ Pforte
     
  10. Heide0901

    Heide0901 Gast

    Hi, ich find deine Fragen nicht schlecht, denn ich denke, die stellt sich jeder mal in der Ausbildung:

    1. Es ist unterschiedlich, doch die meisten Betroffenen haben wie "normale" Menschen ein Freiheitsgefühl, was häufig daran zu erkennen ist, wie sie auf Bettgitter reagieren.
    Sicher sind sie geistig nicht mehr ganz auf der Höhe, doch sie empfinden und das mußt du immer bedenken.

    2. Meist werden nur leichte Beruhigungsmittel eingesetzt, doch ist die Maßnahme gesundheitsfördernd und der Pat. macht nicht mit, muß man über fixieren nachdenken, da sonst das Leben des Pat. in Gefahr ist.
    Doch dabei immer absichern.

    3. Die Familie nimmt die Situation häufig gut hin und versuchen sich damit zu arangieren, da die Betreuung jedoch sehr zeitaufwendig sein kann, wird der jenige dann in Fachhände gegeben, also Pflegeheim.
    Dort werden die Betroffenen meist wie Kinder behandelt, da sie sich oft wie welche verhalten, doch man sollte nie vergessen, dass meist hoch intelligente Leute an Demenz im Alter leiden.

    4. siehe 3.

    5. wenn der Pat. noch zu Hause gelebt hat ist es meist Erholung und nicht selten wird versucht den KH aufenthalt zu verlängern, ansonsten bedeutet es streß, denn die angehörigen fühlen sich verpflichtet, tgl. zu besuch zu kommen.

    6.und 7. Meist empfinden die Angehörigen die Pflege im KH als optimal, denn die Leute die dort arbeiten werden schon alles richtig machen und wissen, was sie tun... außerdem ist zu bedenken, dass in den pflegeheimen oft zu wenig personal ist und die Pat. dadurch in den Heimen noch mehr eingeschränkt werden..... So können sie am wenigsten anstellen, da man dort nicht die Zeit hat ständig zu gucken.
     
  11. werv

    werv Newbie

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    Nicht in den Unterlage krammen !

    Mir geht es um eigene Erfahrungen und um die Gefühle der Patienten sowie des Personals !


    Danke Hülsi - genau so etwas brache ich !!!
     
  12. funcz

    funcz Senior-Mitglied

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    sorry, für mich sah das so aus als ob du nur deinen arbeitsauftrag ins internet stellst und wartest bis ihn jemand für dich erledigt. nehme alles zurück :engel:
     
  13. stbi

    stbi Junior-Mitglied

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    Beruf:
    Altenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Pflegeheim
    Funktion:
    Praxisanleiter
    Auf einer Fortbildung zum Thema Validation erzählte mal eine Dozentin wer sich zuhause fühlt läuft nicht weg, zum teil hat sie damit recht.

    In unserer Einrichtung sind ca. 85-90% Dement nur sehr wenige befinden sie hierbei auf einer geschlossenen Station.

    In den letzten 6-7 Jahre ging uns nur einmal jemand verloren, sonst ist es uns immer wieder gelungen die Leute abzufangen und von dem Nachhause Weg abzubringen.

    Einige denken sie befinden sich in einem Krankenhaus und glauben die Behandlung wird noch etwas dauern, andere sehen es als ihr zuhause das es schon immer war, andere machen sie keine Gedanken mehr darüber.

    Nur in sehr wenigen Fällen ist es hier notwendig einen Beschluss für eine beschützende Station zu erwirken.

    Eine gute bauliche Gestaltung die nicht jeden Ausgang offensichtlich als diesen kennzeichnet kann hierbei viel bewirken.

    Maßnahmen wie Buchgurte oder Hand- und Fußfixierungen sollte nur in äußerst seltenen Fällen angewendet werden.

    Eine Alternative zum Bauchgurt im Bett stellt auch eine Demenzpflegebett da das fast bis auf den Boden herunter gefahren werden kann, hier besteht nur noch eine minimale Sturzgefahr.

    Gefühlsmässig betrachten manche Patienten den Bauchgurt als sehr störend manche nicht. Einige versuche sich auch im Bett herauszuwinden da er den selbständigen Lagewechsel im Bett stark behindert.

    Das Bettgitter wird nach meiner Erfahrung als wenig störend gesehen, viele sehen es auch als Sicherheit.

    Wenn Patienten erstmals in Krankenhäusern oder Psychiatrien mit der Anwendung eines Bauchgurt konfrontiert werden reagieren sie oft panisch. Falls die Anwendung unbedingt erforderlich ist sollte man Medikamentös ebenfalls Maßnahmen ergreifen um den Menschen etwas zur Ruhe kommen zu lassen.

    Ein Tier das ewig die Freiheit gewohnt war und plötzlich in einer fremden Umgebung festgebunden wird, ohne die Möglichkeit zu flüchten würde genau die selbe Reaktion zeigen.
     
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