Fragen zu Lagerungsarten

sissl

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2
Hallo!

Ich mache gerade mein Praktikum als Rettungsassistent im Krankenhaus. Dazu haben wir ein Paar Hausaufgaben aufbekommen:

Wie werden folgende Patienten im Krankenhausbett gelagert?
- Pneumonie
- Oberschenkelhalsfraktur
- Unterschenkelfraktur mit Fixateur extern

Die Krankenschwestern konnten mir nicht so recht helfen. Sie konnten nur jeweils einen Stichpunkt nennen. Mein Lehrer will es aber etwas ausführlicher haben.

Könnt ihr mir weiterhelfen?


Schon mal danke im Voraus!

sissl
 

Tobias

Poweruser
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Fachkrankenpfleger
Ganz ausführlich kann ich es Dir auch nicht schreiben, da ich schon lange nicht mehr in der Chirugier war.
Ich versuchs mal:

Pneumonie: meist tolerieren die Pat. nur Rückenalge und oberkörper hoch (mind.45°), wenn es Ihm besser geht kann man eine Seitenlage (30-45°) probieren aber auch da Oberkörper 20°hoch. Da muß man aber schauen ob es der Pat. toleriert. Meist lassen sich auch die Pat. auf die Seite besser legen die die "kranke" Lunge ist. Wenn man sie auch die gesunde Lungenseite legt werden sie über Luftnot klagen! Krank--> =schlechter Gasaustauch möglich

Beim Schenkelhalsbruch: Ich galube das Bein muß 20°Grad nach außen routieren bin mir aber nicht sicher!

Unterschenkelfraktur mit Fixateur extern: Das Bein weichlagern und höher als das Becken wg. Ödemen und venenösen Rückfluß.

Lasse mich aber gern korrigieren!

LG Tobias
 

Ohrolive

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Huhu,

bei uns werden die "Schenkelhälse" in der Volkmannschiene gelagert. Bein liegt nicht erhöht und gerade in der Schiene...

Lieben Gruß
 

Moni

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Akt. Einsatzbereich
Unfallchirurgie
Hallo sissl!

Lagerung bei Pneumonie

1. Oberkörperhochlagerung
Der Patient kann im Sitzen leichter und tiefer durchatmen und effektiver abhusten als im Liegen. Zur zusätzlichen Erleichterung können die Arme beidseits auf Kissen hochgelagert werden. Dies mindert das Gewicht der Schultern auf den Brustkorb und unterstützt die Atemhilfsmuskulatur.

2. Kutschersitz
Beim Kutschersitz vergrößert sich die Atemfläche durch die Dehnung des Brustkorbes, er ermöglicht dadurch ein besonderes Durchatmen; die aufgestützten Arme übernehmen das Gewicht des Schultergürtels. Die Haltung bringt Erleichterung bei Atemnot vor dem Abhusten.
(Lagerung: Pat. sitzt auf einem Stuhl, Beine leicht auseinander und die Arme auf den Schenkel aufgestützt.)
:flowerpower: Gruß Moni
 
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