Fragen an studierte Pflegeleute über ihre Arbeit/ihren Werdegang!

dieEv

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Hey!
Ich habe endlich mein Fachabi in der Tasche, berufsbegleitend auf dem 2.Bildungsweg nachgemacht! Wegen der großen Belastung im Beruf und als Alleinerziehende ist es jetzt beim Fachabi geblieben.
Ich "recherchiere" mich jetzt so langsam durch die Studiengänge und FHs für Pflegemanagement.

Gibt es denn hier "fertige" oder fast fertige Pflegemanager, die etwas über ihr Studium, ihren Arbeitsalltag erzählen könnten, als PDL oder in vergleichbarer Position? Wie sieht die Zufriedenheit nach dem Studium aus?
Welche Studieninhalte habt ihr als besonders zäh empfunden? Was war/ist gut?


Wie sind die Chancen mit dem Master in "Public Health" auf dem Arbeitsmarkt; den fände ich besonders interessant!?

Fast vergleichbar interessant (zur Pflege) finde ich den Studienplan von Sozialer Arbeit, halte aber die Berufsaussichten für eher begrenzt. Und die Krankenhauslandschaft kenne ich nun schon einige Jahre, so dass ich glaube, dass ein auf dem Beruf aufbauender Studiengang sinnvoller wäre.

Über viele Erzählfreudige würde ich mich freuen!
DieEv
 
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Hametum

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Also ich habe auch auf dem zweiten Bildungsweg studiert. Habe nach 14 jähriger Berufstätigkeit nochmal losgelegt. War vorher schon in leitender Postition (OP-Leitung). Habe mich für ein Vollzeitstudium an der HAW entschieden, da es im Gegensatz zum Fernstudium erhebliche Vorteile geboten hat. Ein vielfaches an Seminaren und der Möglichkeit sein Studium selbst zu bestimmen. Zudem eine direkte Wissensvermittlung durch die Professoren. Mein Schwerpunkt lag auf Management (QM/Personal/Controlling). Natürlich waren auch wirklich zähe Inhalte zu verkraften wie Pflegeforschung, Pflegewissenschaften, Theorien und vieles mehr. Nicht wirklich mein Interessengebiet aber nicht zu vermeiden.

Nach dem Studium habe ich die Position einer zentralen OP Leitung bekleidet in einem OP mit 12 OP-Sälen und allen Pflegekräften (OP/AN/ZSVA). Auch wenn das Gehalt gut um 40% gestiegen ist, die Verantwortung zugenommen hat, bin ich nicht wirklich zufrieden gewesen. Ich habe dann nach kurzer Zeit dem OP den Rücken gekehrt und die Position als alleinverantwortliche PDL in einem kleinen KH angetreten. Ist zwar ne riesen Umstellung gewesen aber wie sich gezeigt hat der richtige Schritt. Gehe jeden Tag gern zur Arbeit, das Entgeld ist Aussertariflich und ich kann wirklich als Teil der KH Führung mitgestalten .

Beginne nun im März´11 noch ein postgraduales MBA Studium komplett Gesundheitsmanagement lastig und kann mir mittelfristig auch Positionen vorstellen die nicht direkt mit Pflege zu tun haben. Das Studium hat bei mir ein großes Interesse für Betriebswirtschaft geweckt, sodass der kaufmännische Bereich nicht uninteressant ist.

Also alles in allem habe ich bis jetzt keinen Schritt bereut, auch wenn die Höhenluft nicht immer erfreulich ist. Doch sind es die kleinen Erfolge die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern und jeden Tag dazu bewegen weiter zu machen.

Gruß
Hametum
 
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dieEv

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Danke schonmal für die Antwort!
Was genau macht man im kaufmännischen Bereich?
Und was wären solche "kleinen Erfolge"?

Meine Überschrift ist übrigens etwas mißverständlich gewählt, ich such natürlich keine Fragen, sondern die Studierten! Und wer sonst noch was beizutragen hat, ist mir auch herzlich willkommen!
DieEv
 
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Hametum

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Kaufmännischer Bereich wäre für mich Kaufmännischer Direktor Krankenhaus oder Geschäftsführer einer Gesundheitseinrichtung.
Das sind für mich meine mittelfristigen Ziele 5-10 Jahre.

Kleine Erfolge sind für mich positives für die Pflege rausholen oder Stellenabbau zu verhindern oder auch für Pflege perspektiven der Weiterbildung zu sichern und Pflege im KH als gleichberechtigter Partner zu vertreten.


Gruß
Hame
 

dieEv

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Okay, aber kaufmännisch heisst ja auch, gut mit Zahlen umgehen können. Was genau stellt man da rechnerisch so an? Man muss zusehen, wofür man das Budget ausgibt, nutzt, oder...? Es geht ja mittlerweile ständig ums Sparen, ist das nicht auch sehr frustrierend?
 

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