Frage zu einem Notfall

Dieses Thema im Forum "Interdisziplinäre Notfälle" wurde erstellt von Shirlsen, 09.04.2008.

  1. Shirlsen

    Shirlsen Gast

    Hallo,
    ich habe mal eine Frage zu einem Notfall mit folgenden Symptomen:
    -blau anlaufen
    -nicht/gering ansprechbar
    -Schaum, sowie Blut aus Mund und Nase
    -krampfig
    anschließend lange Mobilisation zum Transport in das Krankenhaus.

    Was könnte das sein?

    Danke.
     
  2. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Hört sich so halt nach einem typischen (grand mal) Krampfanfall an.

    Der Pat krampft, atmet stoßartig, bekommt initial eine Zyanose, hat durch einen Zungenbiss blutigen Schaum und ist entsprechend kaum ansprechbar.

    Das mit "lange Mobilisation" hab ich aber nicht verstanden, wie war das gemeint?
     
  3. Shirlsen

    Shirlsen Gast

    Damit meine ich, dass es eine halbe Stunde gedauert hat, bis er dann transportfähig war mit Intubation usw... Was sind denn die Folgen?
     
  4. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Shirlsen,

    manchmal braucht es seine Zeit, bis man einen Patienten soweit stabilisiert hat, dass er transportiert werden kann.
    Da wir nicht dabei waren, können wir schlecht etwas dazu sagen.

    Wie Maniac schrieb, klingt es nach einem Krampfanfall.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  5. Shirlsen

    Shirlsen Gast

    Ja, danke..
    Woher kommt denn sowas und wie geht man da weiter vor? Ist das lebensgefährlich...?
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

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    Hallo Shirlsen,

    das lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen.
    Ein Krampfanfall kann immer bedrohlich sein, abhängig davon auch was der Auslöser dafür war. 10% der Bevölkerung haben aber einmal in ihrem Leben einen Krampfanfall, ohne dass man die Ursache kennt.

    Wenn ich im Rettungsdienst zu einem Patienten mit einem Krampanfall komme, versuche ich auch, zusammen mit dem Notarzt, den Patienten erst zu stabilisieren, damit ich ihn sicher in die Klinik transportieren kann. Dies bedeutet, ich will seine Atemwege sichern, den Krampfanfall medikamentös durchbrechen, ggf. den Kreislauf stabilisieren.

    Im Rettungswagen ist wenig Platz und während der Fahrt ist die Behandlung dort nicht sooo einfach (Strassenverhältnisse usw.). Deshalb versuchen wir immer für den Patienten optimale Transportbedingungen zu schaffen um ihn möglichst gefahrlos in ein Krankenhaus fahren zu können.

    In der Klinik wird der Patient in der Regel ein CCT bekommen und entsprechend dem weiterbehandelt. Ist der Patient intubiert, beatmet wird er auf eine Intensivstation verlegt, ansonsten je nach dem wie es dem Patienten geht (bekannte Epilepsie) entsprechend versorgt.

    Schönen Abend
    Narde
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wenn es denn ein Krampfanfall war...es könnte sich um einen Grand mal handeln. Hier findest du die Beschreibung eines solchen Krampfanfalls: Verlauf eines Grand-mal-Anfalls

    Hier findest du 1.Hilfe Maßnahmen beim Grand mal: Erste Hilfe

    Lebensbedrohlich wird der Grand mal, wenn er nicht nach 2-3 Minuten aufhört. Der Pat. kommt dann in einen sogenannten Status: Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Status epilepticus im Erwachsenenalter

    Antworten findest du unter: Epilepsie kompakt – Lehrbuch der Epilepsie und ihrer Behandlung

    Elisabeth
     
  8. flexi

    flexi Administrator
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    Hallo Shirlsen,

    was genau meinst du eigentlich genau damit?

    Bei deiner Beschreibung fiel mir zunächst auch ein Lungenödem ein.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Alles bleibt eine Mutmaßung, da wir nicht dabei waren. Der Grandmal scheint sehr wahrscheinlich- sicher sein kann man sich nicht.

    Zum Nachlesen in Bezug auf Notfälle:
    Für den Laien: http://www.faz.net/dynamic/download/erstehilfe-net.pdf
    Für Fachpersonal:
    Kurzfassung: **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt**
    Langfassung: http://www.med-school.de/skripte/open/o-klinischefaelle.pdf

    Ich glaube mehr kann man nicht zu dem Pat. sagen, da wir die Situation nuir aus der Sicht eines "Passanten" kennen.

    Elisabeth
     
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