Frage zu Desinfektion der Haut bei s.c Injektion

Frida_81

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Krankenschwester und Praxisanleitung
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Chirurgie
Hallo liebe Kollegen,

weiß einer von euch, wie der neuste Stand zum Thema s.c. Injektion ist.
Ich habe gelernt die Einstichstelle zu sprühen-wischen- sprühen-vorgeschriebene Einwirkzeit beachten- meistens 15-30 sekunden und dann die Injektion zu geben.

Jetzt hat mir aber eine Schülerin berichtet, das die das anders gelernt haben
und zwar mit einen sterilen Tupfer mit Sprühdesinfektionsmittel die Einstichstelle desinizieren, kurz abwarten, und dann die Injetkion geben. Mit der Begründung das die Alkoholflüssigkeit in den Einstichkanal reingeklangt

Habe noch viele Lerhbücher - wo die 1. Methode überall drin steht,
weiß einer von euch, was jetzt aktueller ist?

Gibt es irgendwo aktuelle Hygienerichtlinien? Im RKI- Rober-Koch-Institut habe ich hierüber leider nichts gefunden
und im Hausstandart habe ich auch nix gefunden
 
Wenn ein Desinfektionsmittel eine Einwirkzeit vorgibt, muss diese auch beachtet werden - egal welche "neuen" Methoden da gelernt werden ;)

Gelebte Praxis ist deine "neue" methode. Korrektes Vorgehen ist DEINE Methode.
 
Die "neue" Methode wird auch bei uns nicht gelehrt ..
 
Hi,
ich kenne auch die Sprüh- Wisch-Sprüh- Methode. Die andere wird in der Praxis angewendet, aber nicht gelehrt.
Gruß
 
Wobei ich es dann gerne mal sehen würde, wie Tupfer zum desinfizieren genutzt werden und glerichzeitig die Einwirkzeit beachtet wird. Dazu müsste der Tupfer ja triefen, sodass nach dem wischen noch für die restlichen 14 Sekunden Desinfektionsmittel auf der Haut stehen bleibt. Dann kann man auch direkt sprühen...
 
Wobei ich es dann gerne mal sehen würde, wie Tupfer zum desinfizieren genutzt werden und glerichzeitig die Einwirkzeit beachtet wird. Dazu müsste der Tupfer ja triefen, sodass nach dem wischen noch für die restlichen 14 Sekunden Desinfektionsmittel auf der Haut stehen bleibt. Dann kann man auch direkt sprühen...
Jupp.

Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass ich entzündete Einstichstellen nach s.c.-Injektionen noch nie beobachtet habe, und im häuslichen Milieu gibts einige Diabetiker, die sich durch die Kleidung durchstechen. Der Einstichkanal ist wohl zum Glück klein genug, um auch so schon kaum Keime ins Gewebe zu befördern. Bei immunsuppremierten PAtienten kann das sicher anders aussehen.
 
also, ich hab das sogar 3mal gelernt: sprühen - wischen - sprühen - wischen - sprühen - einwirken dann stechen :D
ich habe aber viele schüler kennen gelernt von denen fast jeder eine andere desinfektionsmehtode gelert bekam :P
 
Wobei ich es dann gerne mal sehen würde, wie Tupfer zum desinfizieren genutzt werden und glerichzeitig die Einwirkzeit beachtet wird. Dazu müsste der Tupfer ja triefen, sodass nach dem wischen noch für die restlichen 14 Sekunden Desinfektionsmittel auf der Haut stehen bleibt. Dann kann man auch direkt sprühen...

hm?

sprühen, warten, wischen, sprühen, warten. dazu kommt noch, dass - je nach desinfizierenden inhaltsstoffen - auch bei einer reinen wischdesinfektion durch genug substanz auf der haut verbleiben kann. (ich könnte mir vorstellen, dass kodan forte dafür ein gutes beispiel ist: "sofort"wirkung über h2o2, mittelfristig (also volle einwirkzeit) über 1- und 2- propanol, remanenzwirkung über biphenylol -- zumindest wäre das in meinen augen plausibel)


zum insulin: ich denke, wenig oder keine entzündungen durch den hohen zinkanteil in verzögerungsinsulinen

zum alkohol-im-stichkanal: das halte ich für unfug. die mengen wären viel zu gering für ein problem
 
Steriler Tupfer? Hm, das wird aber ne teure Angelegenheit ^^
Also ich kenns auch so: Sprühen, wischen,sprühen,warten. Und so lernen es auch unsere Schüler. Das Argument von wegen es würde bei der Methode ja Alkohol in die Einstichstelle kommen, zählt für mich nicht. Denn wenn ich Alkohol auf dem Tupfer habe und damit die Stelle abwische und dann spritze, habe ich genauso Alkohol in der Einstichstelle....
 
Der Tupfer wird tatsächlich getränkt mit dem Desimittel und net nur angesprüht bis er eine entsprechende Feuchtigkeit hat. Ist alles ne Sache der Gewöhnung. Wenn ich mich recht erinnere, waren in unserer Klinderklinik das Sprühen verpöhnt. Stichwort: Aerosole.

Elisabeth
 
Wenn du den Tupfer hinhebst, dann Desinfektionsmittel draufsprühst bis er klitschnass ist, sprühst du doch auch in der Gegend rum. Oder wie willst du ihn sonst tränken? Sprühflasche aufdrehen, das Desinfektionsmittel drüber leeren und dabei noch das Bett, dich, und alles mögliche damit tränken? Oder?
 
Ich hab mich wohl falsch ausgedrückt. Der Prof wollte net, dass in der Nähe eines Säuglings gesprüht wird. Ergo bliebt nur die Methode: keine Sprühköpfe mehr auf den Flaschen udn Tupfer stattdessen durchtränken. Und ich kann versichern- das geht.

Btw.- als ich ausgebildet wurde, gab es keine Sprühdesi. Vielleicht kann ich mit der anderen Methode deswegen besser umgehen. Ich hab nie Kind und Bett bekleckert.

Ich überlege gerade, wie machen das die Kollegen heutzutage in der Neonatologie? Darf man da mit der Sprühflasche in den Inkubator?

Elisabeth
 
Gut, das ist ja dann was anderes. Aber ich meinte im Normalfall hat man ja die Sprühflaschen, die man dann aufdrehen müsste um den Tupfer zu durchtränken, sprich ich brauche einen Platz an dem ich das machen kann.
 
Ich hab mich wohl falsch ausgedrückt. Der Prof wollte net, dass in der Nähe eines Säuglings gesprüht wird. Ergo bliebt nur die Methode: keine Sprühköpfe mehr auf den Flaschen udn Tupfer stattdessen durchtränken. Und ich kann versichern- das geht.

Btw.- als ich ausgebildet wurde, gab es keine Sprühdesi. Vielleicht kann ich mit der anderen Methode deswegen besser umgehen. Ich hab nie Kind und Bett bekleckert.

Ich überlege gerade, wie machen das die Kollegen heutzutage in der Neonatologie? Darf man da mit der Sprühflasche in den Inkubator?

Elisabeth

Nein. Man sprüht außerhalb oder richtungsmäßig weg vom Kind (wenn es denn schon im Wärmebett liegt) so lange, bis der Tupfer richtig naß ist. Alkohol im Inku zerstäuben ist keine gute Idee. Ich seh auch grad nicht das Platzproblem. Was hält mich davon ab, mich zum Spühen vom Patienten wegzudrehen?
 
naja, ein aerosol entsteht ja immer. und das ist wohl weniger für den patienten ein problem (direkte exposition bei ateminsuffizienten pat. oder säuglingen mal ausgenommen), sondern auf mittlere oder eher lange sicht mehr für die pflegekraft.
 
@Bambamsche- die Flaschen haben keinen Sprühkopf sondern so einen Verschluss, wie du ihn von den Kitteltaschendesi kennst. Von daher ist es keine zusätzliche Arbeit.

Elisabeth
 
also, ich hab das sogar 3mal gelernt: sprühen - wischen - sprühen - wischen - sprühen - einwirken dann stechen :D

Nimm es bitte nicht persönlich, hast es ja so gelernt.... aber was soll denn der Schwachsinn???:gruebel:
Kenne es so, dass man nur mit Codan die Stelle besprüht, natürlich nicht so, dass es trieft und man den Patienten einnebelt... Einwirkzeit beachten und dann Injektion verabreichen. So habe ich dies in meinen Praxisbegleitungen und Examen gehandhabt. Oder mit dem "getränkten" Tupfer, wie @Elisabeth es beschrieb.

Warum soll ich sprühen und dann nochmal mit unsterilen Tupfer rüber?
 
Vielleicht ist hier der alte Gedanke noch dabei: erst die Haut entfetten und dann desinfizieren. Löst Alkohol eigentlich Fett?

Elisabeth
 
hm?

sprühen, warten, wischen, sprühen, warten. dazu kommt noch, dass - je nach desinfizierenden inhaltsstoffen - auch bei einer reinen wischdesinfektion durch genug substanz auf der haut verbleiben kann.
Da ich nichts zitiert habe, habe ich mich auf das Post vor mir bezogen - also OHNE sprühen, nur wischen.
Und da denke ich, wie gesagt ist es eher schwierig das ganze so nass zu machen, dass die Haut noch 15sec auch wirklich richtig benetzt ist.
Wenn man den Tupfer tränkt, gehts sicherlich - halte das sprühen trotzdem für einfacher.
Das man das bei Säuglingen im Inkubator nicht machen kann verstehe ich aber auch durchaus ;) Ausnahmen bestätigen die Regel, wisst ihr doch.
 

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