Fort- und Weiterbildung: Definitionsproblem

Dieses Thema im Forum "Fachweiterbildung für Funktionsbereiche" wurde erstellt von jakob-konstantin, 26.05.2006.

  1. jakob-konstantin

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    Im Rahmen meiner Ausbildung zum Krankenpfleger arbeite ich derzeit an einer Hausarbeit zum Thema Qualitätssicherung in der Pflege mit dem Schwerpunkt Fort- und Weiterbildung.
    Leider finde ich nirgends eine Abgrenzung dieser beiden Begriffe, die im Alltag ja sehr undifferenziert von einander gebraucht werden.
    Weiter würde mich interessieren, wie ihr zu der Frage steht, ob Fort- und Weiterbildungen generell verpflichtet sein sollten; evtl. sogar unter Sanktionsdrohung des Examensverlustes.
    Falls jemand noch Ideen zu diesem Thema hat, bin ich für jeglichen Input sehr dankbar!
     
  2. kikra-sonja

    kikra-sonja Newbie

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    Hallo Jakob-Konstantin,

    zur Definitionsklärung:
    eine Fortbildung ist eine Veranstaltung von einer Stunde bis hin zu mehreren Tagen, die dem Auffrischen/"auf dem neuesten Stand halten" von Wissen in einem bestimmten Fachbereich gilt. Hierbei erhält man höchstens eine Teilnahmebescheinigung. (Bsp.: Fortbildungsveranstaltung "Neue Methoden in der Brandverletztenbehandlung")
    Eine Weiterbildung hingegen dauert meist mehrere Wochen oder Jahre und endet mit einer Prüfung/ Examen und somit einer Zusatzqualifikation zur bereits erworbenen Berufsbezeichnung, die auch in urkundlicher Form festgehalten wird. (Bsp.: Fachweiterbildung Intensiv-/Anästhesiepflege)

    Zur Meinung:
    Ich denke, dass es wichtig ist in einem Beruf wie unserem, in dem sich alle paar Monate irgendeine Neuheit auftut, auf dem Laufenden zu bleiben. Allerdings kann man auch nicht an jeder Fortbildungsveranstaltung teilnehmen, die im Umfeld angeboten wird. Man sollte sich daher gezielt um Fortbildungsveranstaltungen bemühen, die einen persönlich ansprechen und natürlich zum jeweiligen Fachgebiet passen. Genauso, wenn nicht sogar viel schwieriger verhält es sich mit Weiterbildungen, denn da muss man sich dann wirklich klar darüber sein, dass man mit Abschluss ein beurkundeter "Fachidiot" wird (Scherz) ;)
    Von Sanktionsdrohungen halte ich allerdings wenig, weil dann der Enthusiasmus und das ehrliche Engagement zur Fortbildung auf der Strecke bleibt.

    Viel Erfolg noch für Deine weitere Pflegelaufbahn!
    LG
    Sonja
     
  3. jakob-konstantin

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    Recht herzlichen Dank! Glaubst du, daß die derzeit auf dem Markt angebotenen Fort- und Weiterbildungen dem entsprechen, was gebraucht wird?
    Und warum ist es deiner Meinung nach so schwer das Erlernte in die Praxis umzusetzen, bzw. warum wird es nur sehr kurz umgesetzt?
    Welche Faktoren sind hierfür deiner Meinung nach hinderlich, welche wären förderlich?

    Gruß

    jakob
     
  4. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    diese Frage ist sehr schwer zu beantworten, da es eine Vielzahl an Aus-,Fort- und Weiterbildungen auf dem Markt gibt.
    Ein potentieller Interessent hat es schon schwer, wenn er /sie sich für eine bestimmte Thematik entschieden hat und nun einen geeigneten Anbieter finden möchte ....Da muss man schon recherchieren, was genau "das Scheinchen" nach dem Lehrgang denn nun auf dem Markt wert ist.

    Ob und wie das Erlernte in die Praxis umgesetzt werden kann, ist ein sehr komplexes Thema. Das hängt von vielen Faktoren ab:
    -Thema
    -Qualität der Bildungsmassnahme / des Dozenten
    -Motivation des Teilnehmers
    -Akzeptanz des "neu erlernten" im Team, beim AG etc.
    -erste "Erfolgserlebnisse" im Arbeitsumfeld mit dem neuen Wissen / den neuen Fähigkeiten
    -Rahmenbedingungen um erlerntes anzuwenden ( Freistellungen zum üben / lernen...)

    Ist ein Thema, zu dem Du locker ne komplette Diplomarbeit verfassen könntest :spopkorns:

    Lillebrit
     
  5. jakob-konstantin

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    Da hast du in jedem Falle recht! Doch am Ende soll nur eine kleine Hausarbeit zur Zwischenprüfung dabei heraus kommen.
    Vielen Dank jedoch für deine/eure Beiträge.

    Gruß

    jakob
     
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