Finanzierung Heimbeatmung

Dieses Thema im Forum "Außerklinische Intensivpflege" wurde erstellt von Morningstar, 10.12.2007.

  1. Morningstar

    Morningstar Senior-Mitglied

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    Hallihallo @all,

    habe zwar ne Weile in der Heimbeatmung gearbeitet, aber die Finanzierung ist mir unklar geblieben...

    Kann mir jemand sagen, woraus die ganze Pflege bezahlt wird?

    Nur Pflegegeld oder stecken die Kassen da ordentlich extra zu...? :gruebel:

    Über Hilfe wäre ich echt dankbar.

    Gruß, Morningstar
     
  2. bluena86

    bluena86 Newbie

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    hallöchen
    also ich arbeite derzeit auch in der heimbeatmung.mir wurde das so erklärt, das die pflegeversicherung die grundpflege zahlt, also so mit der einordnung nach pflegestufe.
    die krankenkasse zahlt dann die behandlungspflege. wobei das wohl auch verrechnet werden kann. also wenn das pflegegeld nicht ganz benötigt wird kann man das mit der behandlungspflege verrechnen.
    soll ja so ca. 35.000euro im monat kosten, ganz schön hart.:gruebel:

    hoffe ich konnt dir helfen!!

    grüßle

    bluena86
     
  3. KM1975

    KM1975 Newbie

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    Finanziert wird die Heimbeatmung im Regelfall über Stundensätze die der Pflegedienst mit den Kostenträgern aushandelt. Abgezogen wird die Zeit, die laut MDK Gutachten (teilweise auch Zeitpauschalen) für die Grundpflege benötigt wird.
    Beispiel: Der Patient benötigt 24h Anwesenheit einer Pflegeperson. Er hat einen täglichen Grundpflegeaufwand von 180 Minuten. Die Kasse zahlt also 21 x Stundensatz pro Tag. Die restlichen 3 Stunden sollten über die Pflegekasse abgedeckt sein. (Was eigentlich utopisch ist, denn vom Pflegegeld müßten 90 Stunden pro Monat vom Pflegegeld finanziert werden). Deswegen muß in den meisten Fällen der Patient / die Angehörigen einen Eigenanteil in Form von finanziellen Mitteln (evtl. auch über Sozialhilfeträger) oder stundenweiser Übernahme der Pflege leisten.
    Diese Regelung gilt zumindest in den meisten Bundesländern.

    In Ostdeutschland soll es wohl vereinzelt so sein, daß nur die tatsächliche geleistete Behandlungspflege abgerechnet wird und die "Einsatzbereitschaft" der Pflegekraft nicht vergütet wird.

    Ach ja, 35.000€ ist wohl etwas zu hoch gegriffen, selbst für Kinderversorgungen.
     
  4. Morningstar

    Morningstar Senior-Mitglied

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    Hey KM,

    danke für die hilfreiche Antwort, das bringt mich jetzt schon viel weiter. Tausend Dank. :daumen:

    Gruß, Morningstar
     
  5. Pips11

    Pips11 Junior-Mitglied

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    Hallo!

    Arbeite auch in der Heimbeatmung/24Stunden-Pflege.

    Mein Patient bekommt die 24Stunden-Pflege komplett von seiner Krankenkasse bezahlt. Mir wurde auch gesagt, dass das ca. 30000Euro im Monat kostet.

    Grundpflege übernimmt Ehefrau und bekommt dafür Pflegegeld von der Pflegekasse.

    Die Familie muss privat NICHTS bezahlen.

    Dies wurde aber auch vor Gericht erstritten!!
     
  6. Wonderflew

    Wonderflew Newbie

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    Halli Hallo.
    Mit den 30000 bis 35000 kommt schon hin. Wenn du dir alleine mal überlegst, wie teuer schon ein Tag auf der Intensivstation, bzw. allgemein im Krankenhaus kostet. Da ist man mit 30.000 noch gut dabei.
    Interessant mal zu wissen, wie das ganze finanziert wird! :-)

    LG
     
  7. S.Moni

    S.Moni Junior-Mitglied

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    ambulante Intensivpflege
    Also ich arbeite als freiberufliche krankenschwester in der heimbeatmung und kann das auch nur als freie tun weil es bestimmten stundensatz gibt ! mein letzer stand sind 32 euro die Stunde , und wenn pflege von den Angehörigen übernommen wird dann bekommen die Pat nicht die vollen 24 stunden von der Kasse genehmigt !also dann werden zbs aus 24 nur 20 oder 17 h und dann ist keiner vom Personal vor ort , und der laie muss alles übernehmen wozu sonst eigentlich eine Fachkraft für ausgebildet ist !!!!!!!:?:komisch der mdk macht den Pflegendiensten die Höhle heiss das immer eine fachkraft am besten noch mit Intensivweiterbildung in der Heimbeatmung arbeiten soll und in sollchen Fällen ist es vollkommen egal ob der Laie in Notfällen reagieren kann oder nicht , und dies wird nicht geprüft oder mit irgendwelchen Noten bewertet Grrrrr darüber könnte ich micht tierisch aufregen !und daher finde ich es immer noch viel zu wenig vergütet weil was hat man alleine in der Häuslichkeit für eine Verantwortung , natürlich gibt es leichte Fälle aber dann gibt es die Härtefälle : ständige Parameterkontrolle , richtig handeln und Entsheidungen treffen in Notfällen ohne Arzt nicht so wie im KKH wo man mal eben schnell ein Arzt zufassen bekommt , und dann noch die anstregende arbeit mit den Angehörigen die nie zufrieden zu stellen sind!also viel zu wenig !!!!!!

    LG Moni
     
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