Feuchtes Gangrän

Dieses Thema im Forum "Wundmanagement" wurde erstellt von krankeschwester908, 05.04.2010.

  1. krankeschwester908

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    Hallöchen,
    ich hätte da so ein kleines Problem. Mein Opa hat seit ca 15 jahren ein "offenes Bein". War auch schon in verschiedenen Kliniken. Ich hatte das Bein ca. ein Jahr nicht gesehen und jetzt wollte er wissen wie er es behandeln soll, da es wieder massiv schlechter geworden ist.Vor ca. 1 1/2 Jahren habe ich ihm zu einem "Silberverband" geraten, was auch bisher gut geholfen hat, jetzt hat er wieder Schmerzen, natürlich nicht in der Wunde, sondern die Umgebung tut ihm weh. Mein opa hat pavk und Diabetes, dieser ist aber gut mit tabletten eingestellt....
    Sein Hausarzt hatte ihm zu Tender Wet geraten, war natürlich nicht gut, hat die Umgebungshaut nur zusätzlich aufgeweicht....
    Die Wunde ist ca. 20x20 cm groß, massiv suppend und riecht auch.... sieht wirklich nicht gut aus....

    Gibt es irgendetwas neues auf dem markt, was mir weiterhelfen kann?
     
  2. Robby

    Robby Senior-Mitglied

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    Seit 15 Jahren haben konservative Therapien versagt. Stand den in dieser langen Zeitspanne nie eine Bypassoperation zur Disposition oder eine [FONT=Helvetica, Arial]Angioplastie? Ich hatte mal einen aehnlichen Fall. Nach der Bypass OP dauerte es noch einige Wochen und die Wunde war zu.der Patient hatte zu diesem Zeitpunkt 3 oder 4 Jahre unter einem offenen Bein zu leiden, saemtliche konservative Therapien haben versagt.
    [/FONT]
     
  3. krankeschwester908

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    Es stand nie wirklich zur Debatte mit der Bypass operation und ich denke mein Opa lehnt das auch strikt ab.... Der Hausarzt ist mir auch keine große Hilfe... am anderen bein wurde er auch schon 2x mal zehenamputiert...
     
  4. Nomis

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    Wie ist der D.M. eingestellt? Gut, schlecht? Wie siehts mit der Compliance Deines Opas aus? Welcher Grad der pAVK?
    So wie Du es beschreibst ist es wohl IV (-> "feuchtes Gangrän"). Bei diesem Zustand kann die Wunde ohne eine Intenvention auch nicht konservativ heilen. Schick Deinen Opa zu einem Gefäßchirurgen.
     
  5. Akhran

    Akhran Stammgast

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    Also das klingt natürlich nicht besonders gut und über die Entfernung Therapievorschläge machen oder hilfe zu Behandlungen zu geben ist kaum möglich und auch nicht erlaubt!
    Mein Tip es gibt das "Wundkompetenzzentrum Hamburg" die große Erfahrung im Umgang mit chron. Wunden und derer Behandlung haben.
    Aber richte dich darauf ein das eine Wunde die bereits so lange besteht nicht im nu zuheilen wird.
    Und es wird kaum unumgänglich werden sich im Zentrum persöhnlich vorzustellen. Ich weiß nun nicht wie weit du entfernt wohnst....

    mfg Akhran
     
  6. Susi_Sonnenschein

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    Hallo,
    warum will Dein Opa sich nicht operieren lassen? Wäre es vom AZ her möglich? Wenn ihm die Umgebung schon Schmerzen bereitet ist er vielleicht eher dazu bereit, zumindest mal zu einem Gefäßchirurgen zu gehen.

    Ich würde Dir empfehlen, eine Wundambulanz aufzusuchen. Dort arbeiten Wundexperten, die die Wunde vor Ort anschauen und auch die neuesten Möglichkeiten für eine konservative Therapie kennen. Aber ich denke, man muss auch die Ursache behandeln und kann nicht nur an der Wunde "rumdoktorn".
     
  7. krankeschwester908

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    Also, der Diabetes ist gut über Tabletten eingestellt wie ich schon sagte...
    Ich müsste mir mal vom Hausarzt die Krankenakte von meinem Opa anfordern, weil mein Opa noch nicht mal weiß das er pavk hat....

    Hamburg ist schon ein großes Stück.... Wir wohnen im Main-Kinzig-Kreis.... Bei frankfurt...

    Ins KH will mein Opa partout nicht.... Er war schon öfters dort.... auch wegen anderen geschichten (urologisch usw.)

    Auch Gefäßchirug ist schwierig, er kann kaum laufen, verlässt die Wohnung nur im Notfall... Ich sag ja es ist echt ein Problem...

    Ich möchte auch keine ferndiagnose, sondern Vorschläge über die ich mich informieren kann....
     
  8. Nomis

    Nomis Stammgast

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    So hart es klingt, eine stationäre Behandlung wird das einzige sein, was Deinem Opa weiterhelfen wird. Warum weiß er nicht, dass er eine pAVK hat? Wie soll er denn dann entscheiden, was er will und was nicht?
    Es gibt einen einzigen sinnvollen Vorschlag hier: Das ist der Gefäßchirurg! Aus so einem Ulcus kann auch mal gut eine Sepsis werden und Ruckzuck ist das Bein ab, wenn nicht noch schlimmeres.
    Dein Opa muss umgehend über alles aufgeklärt werden und dann einem Facharzt vorgestellt werden, zudem muss die Wunde auch mal mikrobiologisch abgeklärt werden.
     
  9. krankeschwester908

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    Sorry aber ihr kennt meinen Opa nicht... da is nix zu machen... Ihr könnt das ja gern mal versuchen, ich red mir den Mund fusselig....

    Er wusste auch nicht das er Diabetes hat, bis ich ihm das einen tag lang erklärt hab... Ist alles schwierig....

    Ihr stellt euch das echt einfach vor....
     
  10. -Claudia-

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    Ich glaube nicht, dass wir uns die Sache zu leicht machen. Die Compliance von chronisch Kranken ist oft nicht die beste, mit zunehmendem Alter werden sie eher noch sturer (meine Erfahrung). Aber hexen können wir auch nicht. Die Behandlung der Wunde gehört in die Hände der Fachleute, und der Gefäßchirurg oder die Wundambulanz wären sicher die besten Ansprechpartner.
     
  11. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    was erwartest Du hier von uns? Es kann Dir keiner die ultimative Wundauflage nennen, ohne die Wunde und Deinen Opa zu kennen.

    Wie wärs denn, wenn Du ihm den Besuch eines Wundkompetenzzentrums vorschlägst? Ich hab im Internet folgendes gefunden:
    Diabetisches Fußsyndrom - Bürgerhospital Frankfurt am Main

    Wenn er sich gar nicht helfen lassen will, hast Du schlechte Karten. Ich hatte mit meiner Oma das selbe Problem, bei ihr war die Wunde aber wesentlich kleiner. Irgendwann war der Leidensdruck so groß (Schmerzen, Einschränkungen), dass sie letztendlich zustimmte, in eine Wundambulanz zu gehen. Dort wurde duch Therapie der Begleiterkrankungen (Diabetes, CVI) und richtiges Anwenden moderner Wundprodukte schnell ein Erfolg erzielt. Und meine Oma hat im Nachhinein doch auch eingesehen, dass es durchaus mal was hilft, wenn man auf die Enkelin hört. Sie hatte sich anfangs auch geweigert, einen anderen Arzt als ihren Hausarzt aufzusuchen.
     
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