Fallbeispiel zur Zwischenprüfung: bitte helfen!

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von SweetnSour, 30.09.2009.

  1. SweetnSour

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    Moin moin!

    Ich habe nächste Woche Zwischenprüfung und man hat uns ein Fallbeispiel gegeben, damit wir mehr oder weniger wissen was auf uns zu kommt. Wir haben die Hälfte der Themen, die in diesem Fall vorkommen überhaupt nicht behandelt. Das liegt daran, dass die Dozentin mit der wir "Tod und Sterben" gemacht haben unerwartet krank geworden ist, und ist es auch immer noch. Leider ist weder unser Kursleiter noch unsere Schulleitung in der Lage mal ins Klassenbuch zu gucken bevor sie die Zwischenprüfung zusammenstellen.:wut: Hier das Beispiel:

    Frau Schulz ist Patientin auf ihrer Station. Sie ist 89 Jahre alt und befindet sich aufgrund ihrer massiven Herzinsuffiziens, die nicht mehr therapierbar ist, im präfinalen Stadium.

    TB 2 Allgemeine Krankenpflege

    Gehen Sie auf folgende Punkte ein:
    - ATL Sinn finden
    =>was würdet ihr da sagen?
    - Pflegerische Maßnahmen nach Eintritt des Todes => haben wir im Unterricht bislang nicht besprochen...das haben wir auch dem Kursleiter gesagt, der meinte wenn was drankommt, was wir noch nicht hatten, wird er IN DER PRÜFUNG versuchen auf ein anderes Thema umzulenken...ja nee, is klar...:angry:

    TB 2 Krankenbeobachtung

    Beobachtungsschwerpunkte
    - körperliche Symptome des nahenden Todes
    => Schnappatmung ? Was noch?
    - sichere und unsichere Todeszeichen (ist klar)
    - Sterbephasen nach Kübler-Ross (haben wir auch nicht gehabt)

    TB 8 Diagnostik und Therapie

    Sie sollen bei Frau Schulz den Puls messen. Er ist 120/min. Was ist nach Erreichung dieses Wertes zu tun? => Die Frage versteh ich am wenigsten. Worauf wollen die hinaus?? :weissnix:
    Erklären Sie Bradycardie und Tachycardie (is klar)
    Nennen Sie jeweils zwei physiologische und zwei pathologische Ursachen (auch klar)

    TB 10

    Welche Aufgaben hat der Bestatter, der die Leiche von Frau Schulz nach ihrem Tode für die Beerdigung vorbereitet? => haben wir auch nicht im Unterricht gehabt. Mir würde spontan einfallen: Abholen der Leiche aus dem KH, Herrichten der Leiche (Anziehen, evtl. Schminken), Beratung über den Ablauf der Beerdigung (Sargauswahl, Kreuz / Stein, Zeremonie etc..)
     
  2. Susi_Sonnenschein

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    Was würdest DU denn sagen?

    schon mal das Internet gefragt, z. B. pflegewiki?


    ... kann man auch ergooglen...

    Ja, schon nicht schlecht, weitere Infos gibt bestimmt auch wieder das Internet hier ;).
     
  3. jkei

    jkei Newbie

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    Hallo,

    als Pflegedienstleitung würde ich Ihnen folgenden Tipp geben:

    1) ATL Sinn finden: Denken Sie hier an alles was im Bereich der "Sterbebegleitung" gelernt haben. Im Vordergrund der pflegerischen und medizinischen Betreuung Sterbender steht das Recht auf einen friedvollen, schmerzfreien und würdevollen Tod.

    2) Den nahenden Tod erkennt man u.a. daran: Die Atmung wird unregelmäßig, schnappend und rasselnd. Der Pulsschlag wird unregelmäßig und setzt gelegentlich aus. Der Blutdruck fällt. Die Temperatur fällt ab (Ausnahmen bilden v.a. infektiöse Erkrankungen.) Die Haut ist kalt, blass und ggf. bläulich. Das Bewusstsein schwindet.

    3) Zur Versorgung des Verstorbenen: Ich denke, hier sind zunächst Maßnahmen gemeint, die Sie treffen müssen falls Angehörige noch Abschied nehmen möchten: Die Versorgung findet in Stille statt und bewahrt die Würde des Verstorbenen. Entfernen aller Geräte und Therapiematerialien wie Katheter, Drainagen etc. Da sich nach dem Tod Blase und Darm entleeren können, säubern die Pflegenden den Leichnam und wechseln das Bettlaken. Der Verstorbene wird frisch bekleidet. Den Toten mit einer leicht erhöhtem Oberkörper lagern, um eine Blaufärbung des Gesichts zu verhindern. Ggf. Zahnprothese einsetzen, um Einfallen des Mundes zu verhindern. Mit einem Laken zudecken und Hände zusammenlegen. Nach Abschiednahme wird der Leichnam wie Sie es schon richtig gesagt haben in die Leichenhalle gebracht. Infektiöse Verstorbene sollten Sie kennzeichnen.

    4) Die Kübler-Ross Phasen dürften Sie bei Google oder im Pflege Wiki finden, sind aber meistens für den Patienten geprägt durch Angst, Unglaube und Leugnen, Wut und Aggression, Verzweiflung.

    5) Die Tachykardie beim präfinalen Patienten ist sehr wahrscheinlich eine physiologische Tachykardie. Ursache kann die körperliche Anstrengung sein, wenn der Patient z.B. noch Schmerzen empfindet, oder auch eine Anpassungsreaktion des Körpers auf Aufregung und Trauer.

    Ich hoffe, dass ich Ihnen ein wenig helfen konnte. Sie sollten aber die Zwischenprüfung mit einer gewissen "Gelassenheit" angehen. falls ich Ihnen noch helfen kann, fragen Sie einfach bei mir an. Viel Glück! J. Kein
     
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