Fallbeispiel erörtern - Hilfe

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von iii, 27.10.2008.

  1. iii

    iii Junior-Mitglied

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    Hallo ihr,

    ich habe ein Fallbeispiel als Themenaufgabe bekommen. Irgendwie hab ich damit Probleme oder weiß nicht wie ich mit der Fallproblematik umgehen soll oder überhaupt anfangen soll.

    Also hier erstmal zum Text:

    Herr Franz. 76 Jahre arbeitet zu Hause gern in seinem Garten. An einem heißen Sommernachmittag trinkt er etwas mehr Mineralwasser aus dem Kühlschrank als sonst. Am Abend wird er unruhig und klagt über zunhemende Schmerzen im Unterbauch. Da er früher schon einmal einen kleinen Harnleiterstein hatte, glaubt er, dass er wieder Steine habe und deshalb auch kein Wasser lassen könne.
    Da die Schmerzen stärker werden, nimmt er im Laufe der Nacht 3 Schmerztabletten, am nächsten Morgen träufelt es aus der Harnröhre. Er ist leicht verwirrt. Er wird dann sofort vom Notarzt ins Krankenhaus eingewiesen. Dort versucht ein junger Pfleger sofort einen Katheter zu legen. Es gelingt ihm nicht und er beginnt zu bluten.Franz sieht das Blut und bschlägt auf den Pfleger ein - Beruhigungsspritze. Arzt findet schließlich dass die Blase fast eine Handbreit über dem Schambein zu tasten ist. Er legt einen suprapubischen Katheter und entleert fast 2 l in Etappen.

    So zur Aufgabenstellung: Wo liegt die Problematik?
    Es können Hypothesen aufgestellt werden.

    Ich bin jetzt auf die Idee gekommen, dass es an einem evtl. weiter Harnleiterstein liegt, weswegen es auch zu bluten beginnt.
    Oder an eine zu überfüllte Prostata/Blase? oder ein CA?

    Irgendwie bin ich damit überfordert..Ich möche jetzt auch nicht das ihr mir des Fallbeispiel ganz durcharbeitet...

    Bitte um Anregungen/Tips

    Liebe Grüße und ein Dankeschön!
     
  2. Lin

    Lin Poweruser

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    Das sind alles medizinische Diagnosen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese gefragt sind.

    Wo liegen die Probleme in der Pflege? Z.B. Verwirrtheit evtl. durch die Einnahme der Schmerztabletten, DK-Pflege, Ausscheidungskontrolle (Menge, Beimengungen, Farbe),...

    Gruß,
    Lin
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hypothese: Anlage eines Katheters bei fraglichem Harnblasenstein ohne ärztl. Ansetzung?
    Hypothese: zu schnelle (falsche) Diagnosestellung durch Fixierung auf die Vorgeschichte und dabei Mißachtung des aktuellen Befundes
    Hypothese: fragliche Verletzung der Prostata/ Urethra durch falsche Technik beim Katheter legen
    Hypothese: mangelnde Mitarbeit und Aggression des Pat. wegen mißlungenem Blasenentleerungsversuch und starker Schmerzen
    Hypothese: unzureichende Anamnese bezüglich Ausfuhrdefizit- wieviel wurde getrunken, wieviel ausgeschieden? keine körperliche Untersuchung vor Katheterversuch

    Elisabeth
     
  4. sommerwolke

    sommerwolke Stammgast

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    also wir hatten ein ähnliches fallbsp., wo es um urethrastrikturen ging, die durch das legen eines DK`s ging, bei einem mann mit einer prostatahyperplasie..
    aber ich würde mich an deiner stell fragen, die problematik für was denn?
    worauf bezogen? meinen die die ursache? oder die zukünftige problematik für diesen patienten? ..
    naja uns wollte man jedenfalls mit einem ähnlichen bsp beibringen, wie vorsichtig man beim mann sein muss, wenn es ums katheterlegen geht. das widerstände beim legen ein zeichen sein können und das bluten danach..usw.

    viel erfolg:-)
     
  5. Julien

    Julien Poweruser
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    Meint ihr nicht, es geht hier um die Pflegeprobleme? Wie die Verwirrtheit, die Schmerzen, den wodurch auch immer gestörten Harnabgang, die Angst des Patienten, vor allem nachdem ihm Schmerzen zugefügt wurden? Die sicher interessante Frage, ob der Katheter angeordnet war, und ob die Beruhigungsspritze eine Freiheitsberaubung und Körperverletzung darstellt kann man aus dem Text heraus eh nicht klären. Und warum da jetzt kein Harn mehr kam, ist auch nicht unser Job. Zusammenhänge kenne, ja, (medizinische) Diangnosen stellen, nein.
     
  6. Lin

    Lin Poweruser

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    Ich gehe mal davon aus, dass ein Arzt die DK-Legung verordnet hat, immerhin wurde ja auch gleich die Beruhigungsspritze gegeben. Die muss ja auch von einem Arzt verabreicht werden. Eventuell stammten die Anordnungen vom Notarzt. Hierbei auch die Frage, der wird ja mitgefahren sein, und nicht nur eingewiesen haben???
    Also kann man das nicht wirklich eindeutig sagen, da es aus dem Text nicht hervorgeht.

    Gruß,
    Lin
     
  7. Julien

    Julien Poweruser
    Mitarbeiter

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    Eben. All das ist Spekulation, nur die angegebenen Pflegeprobleme wären für mich relevant.... Kann mich natürlich auch irren.
     
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