Fächer, die man nie wieder braucht!?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Schwester S*, 13.06.2006.

  1. Schwester S*

    Schwester S* Junior-Mitglied

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    Hallo,
    findet ihr nicht auch, dass in der Schule Sachen durchgenommen werden, die man eigentlich nie wieder brauch?

    Ich meine zum Beispiel, warum ist es wichtig, dass wir über Physik was lernen, klar braucht man manches zum Verständnis... aber doch nicht so etwas, wie z.B. bei wieviel Grad ein Lichtstrahl bricht usw...
    Auch manche Pflegemodelle und Pflegetheorien sind meiner Meinung nach überflüssig?

    Wie seht ihr das? Und welche Fächer (Themen) findet ihr total unnötig??

    LIebe Grüße an alle!!!
     
  2. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Warum hälst Du Pflegetheorien für überflüssig? :gruebel:
     
  3. Oldtimer

    Oldtimer Gast

    :gruebel: Hi,wir hatten im Unterricht vor vielen Jahren auch medizinisch Rechnen z.b. berechnung von Sauerstoff im Sauerstoffzelt oder wieviel O2 noch in einer Flasche ist, habe es nie gebraucht, aber ich denke , es sind alles Grundlagen für deinen zukünftigen Beruf auch wenn du es nicht unbedingt brauchst. Das wirkliche lernen (finde ich) geht sowieso erst nach dem Examen los wenn du lernen musst, Entscheidungen selbst zu treffen usw. und wird dich durch dein ganzes Berufsleben begleiten. Viel von dem erlernten kannst du nach deinem Examen vergessen.
     
  4. pflegus

    pflegus Senior-Mitglied

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    Etwas Allgemeinbildung schadet nie. Manche Sachen sind allerdings schon etwas abgedreht, andererseits brauchst du schon physikalische Grundkenntnisse, wenn du in der Radiologie arbeiten solltest und Strahlenschutz, Berechnung der Halbwertzeiten o. ä. anstellen sollst.
     
  5. stationswicht

    stationswicht Senior-Mitglied

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    sowas wie brechende Lichtstrahlen ham wir gar ni ;)
    wir haben dafür zur Zeit einen Arztunterricht.. wenn das so weiter geht, können wir mit dem Examen gleich noch den Dipl-Med machen :mrgreen: krasse Wurst, aber is trotzdem irgendwie cool....
     
  6. catweazle

    catweazle Poweruser

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    Mann kann nie sagen, daß man etwas nie wieder braucht. Du weißt nie, was kommt.
     
  7. funcz

    funcz Senior-Mitglied

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    finde es schon sinnvoll, dass man chemische und physikalische grundlagen kennt, allein schon um therapie und diagnostik nachvollziehen zu können. gleiches gilt für pflegetheorien, ist halt lästig aber da muss man durch :mrgreen:
    wir haben letzte woche gelernt wie man origami faltet und knete selbst herstellt :gruebel:
     
  8. Susanne Huber

    Susanne Huber Stammgast

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    Mir tut es heute leid, dass ich in der Schule bei Chemie und Physik nicht besser aufgepasst habe. Ich arbeite auf einer Intensivstation, da brauche ich immer wieder Chemie (Inkompatibilität von Arzneimitteln wegen pH-Unterschieden, Wirksamkeit von Medikamenten bei unterschiedlichem pH, Wasser- Elektrolyt- Haushalt, Säure-Basen-Haushalt und natürlich permanent physikalische Grundkenntnisse: Beatmung, Atemgaskonditionierung, physikalische Therapie bei Patienten, Wärmeaufnahme oder Wärmeabgabe um nur einige Beispiele zu nennen.

    Hätte ich wohl besser aufgepasst, würde ich mir heute beim Lernen dieser Phänomene leichter tun. So lerne ich immer erst mal die physikalischen Grundlagen und gleichzeitig die Bedeutung für mich und meine Patienten.

    In der Krankenpflegeschule hatten wir kein Physik (kann mich zumindest nicht daran erinnern, war dann wohl, wenn überhaupt, nicht starkt vertreten) hier wäre allerdings eine tolle Chance gewesen die Grundlagen von Physik und Chemie mit dem pflegerischen Alltag zu verknüpfen. Zum Beispiel anhand von Fällen aus der Praxis. Also z.B. Ich erkläre absolute und relative Luftfeuchtigkeit anhand der Funktion von Trachea und Bronchien und der isothermischen Sättigungsgrenze.

    Gruß Susanne
     
  9. Ute S.

    Ute S. Stammgast

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    Hallo,

    auch wenn's keiner glaubt, aber vieles, das ich in meiner Ausbildung als überflüssig empfand lief mir in meiner > 20 jährigen Karriere immer wieder mal über den Weg. Auch wenn man nicht mehr soo fit drin ist, hat man's mal gehört und kann dementsprechend nachschauen.
    Physik und Chemie kommen im Verständnis um Physiotherapie (Mobilisieren) und bei medikamentösen Therapien zum Tragen. Pflegetheorien in der heutigen Zeit der akademisierung der Pflege ist auch nicht verkehrt. Hier in unserem Haus werden den Lernenden schon auch mal Aufgaben gegeben sich mit Pflegetheorien auseinander zu setzen.
    Ausserdem hat sich im Laufe der Jahre bei mir die Auffassung durchgesetzt, dass man wirklich nichts vergebens lernt. Über vieles, das uns wirklich eingetrichtert wurde bis zum geht nicht mehr, bin ich jetzt froh, denn dies hat sich wirklich festgesetzt und kann abgerufen werden.

    Also auch wenn's langweilig erscheint - nehmt in Euch auf, was Ihr kriegen könnt. Ihr habt's nie wieder so einfach wie in der Ausbildung!

    Ute S.
     
  10. Lindarina

    Lindarina Senior-Mitglied

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    Physik und Chemie finde ich ok. Aber Sozialkunde.... da finde ich keine Worte. Ich will meinen Pat. doch nicht erklären, wie die Regierung zusammengesetzt ist, oder Welche Aufgaben das Bundesverfassungsgericht oder der Bundestag hat.:gruebel: Jetzt können einige Sagen es sei Allgemeinwissen, aber dass kann ja deann reder selbst entscheiden, ob er es sich "antut".

    Lindarina
     
  11. kleene Lotusblüte

    kleene Lotusblüte Junior-Mitglied

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    Hallöchen,

    klar ärgert man sich manchmal über das was man alles lernen muss.Aber ich bin der Meinung das es zur allgemein Bildung gehören sollte,das mit der Regierung oder ähnliches,hab schon oft erlebt das Pat. sich für Politik interessieren,will man da sagen sorry kein Plan?Und ich denk auch das vieles einfach dazu gehört,sonst wäre es ja vielleicht auch alles zu einfach :cry: Und manches hilft auch einfach damit man es versteht.Ach und in der Schule hat man auch viele Sachen lernen müssen,wo man gedacht hat den Mist brauch ich nie wieder und paar Jahre später macht man ne Ausbildung und merkt,das wenn man früher schon mal aufgepasst hätte wäre das heute alles gar nicht mehr so schlimm.

    Viel Spaß noch:hippy:
     
  12. stationswicht

    stationswicht Senior-Mitglied

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    naja, wenn's nach den Gesprächsthemen mit den Patienten geht, müsste man ja auch noch Schulgarten haben - falls ma einer über'n Schrebergarten labern will.....

    ich find das auch total mistig mit dem Sozialkundekram und bei unsrer Lehrerin is das auch immer so spann.. *schnaaarch* .. :schlafen: aber wie will man das auch spannend machen?!
     
  13. Schwester S*

    Schwester S* Junior-Mitglied

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    Klar schadet Allgemeinwissen nicht. Aber ich weiss nicht, was dass alles in der Krankenpflege zu suchen hat. Ich meine, es ist ja ok, dass man das eine oder andere mal durchspricht, aber muss es deshalb Bestandteil des Curicculums sein?
    Aber isch vertraue hier den Erfahrenen Pflegekräften.
    Wie ihren Beiträgen zu entnehmen ist, soll man doch alles in sich aufnehmen!
    Was soll´s...

    Vielen Dank nochmal für eure Meinungen

    Liebe Grüße
     
  14. Giana

    Giana Stammgast

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    Unserer Kurs hat sich mal gefragt, warum wir Zahnheilkunde durchgenommen haben!?
    Unsere Lehrerin sagte dazu nur, falls wir mal in der Kieferchirurgie arbeiten würden,bräuchten wir dieses Wissen schon...Irgendwie logisch:mrgreen:
     
  15. Liberty

    Liberty Senior-Mitglied

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    Ich finde auch das man bestimmt das ein oder andere nie wieder hört/sieht aber je nachdem welchen Berufszweig man nach der Ausbildung macht, teilt sich das dann auch wieder auf. Das mit der Regierung z.B finde ich allerdings wirklich auch fragwürdig. :mrgreen:
     
  16. snowbird

    snowbird Junior-Mitglied

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    Manche Sachen braucht man sicher nie wieder. Ich frage mich z. B. heute noch, warum ich mich in der Oberstufe mit Differential- und Integralrechnung herumschlagen musste. Andererseits sind im Kurs/in der Klasse ja unterschiedliche Leute. Was der eine also vielleicht nie wieder in seinem Leben brauchen wird, ist für den anderen superwichtig. Wir haben keinen Physikunterricht, und in der Schule hatte ich es auch nur 2 Jahre, aber als ich einen Einsatz mit beatmeteten Patienten hatte, war ich glücklich, dass mir jemand einige physikalische Sachen so erklären konnte, dass ich es kapiert habe.

    Pflegetheorien und Pflegeforschung finde ich superinteressant, wird bei uns im Kurs allerdings auch viel drüber gestöhnt. Darauf muss man sich einlassen können, dann ist es spannend.

    Rechtskunde haben wir mal was mit Haftung gehabt, aber mehr nicht. Eigentlich sollte man schon in der Schule gelernt habe, wie das so läuft mit Bundestag und Bundesrat, Bundeskanzler und Bundespräsident, und es ist schon erschreckend, wie ahnungslos manche Mitbürger da sind. Aber ob es Sinn macht, das während der Ausbildung nochmal durchzukauen?

    Snowbird
     
  17. Micke

    Micke Stammgast

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    wir hatten auch staats- und bürgerkunde. ich fand das gar nicht so schlimm..

    schlimm fand ich eher, wie snowbird schon gesagt hat, dass einige leute überhaupt keine ahnung hatten bzw. sich einfach weigerten es einfach lernen zu wollen.. alleine bei der gewaltenteilung (executive, legislative und judicative) haben sich die leute stur gestellt.. als dann letztes jahr wahlen waren und unser lehrer fragte, wie viele denn gegangen sind haben sich glatt 4 leute gemeldet.. der rest sagte er habe keinen bock... meckert dann aber später über die politik etc...

    zurück zum thema..

    ich habe es oft erlebt, dass ich dinge lernen musste die ich nicht wollte..
    in sport wie man aufm´barren turnt.. in physik irgendwas was ich nicht verstanden habe:mrgreen:, in deutsch parameter, kreuzreime, allegorien etc.. es hat mich nicht umgebracht und wenn ich heute auf sachen stoße, die ich ganz alleine durchblicke ( z.b. Kunst, Geschichte) dann freut es mich sogar... was ist also daran dann so schlimm was lernen zu "müssen".. wenn man das nicht will, denke ich, ist man auf jeglicher schule falsch..

    lg michalina

    p.s als ich kind musste ich lernen, wie heiß eine backofenscheibe sein kann. dass konnte ich als kind in dem moment ja gar nicht gebrauchen.. heute weiß ich wozu ich das brauche.. :fidee:
     
  18. flexi

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    Dieser Schuss ging voll ins Schwarze!!! Herrlich!!
     
  19. Micke

    Micke Stammgast

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    ja das leben ist elender lernprozess :mrgreen:
     
  20. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Also das sehe ich doch ein wenig differenzierter.
    Was heißt schon unnötig???
    Immer wieder Blicke ich in die leeren Gesichter der Schüler, wenn sie Wasser aus einer Schüssel in einen (Ablauf-)Beutel bekommen sollen (z.B. für einen EInlauf). Es ist schon lustig, wenn sie versuchen es reinzuschütten, anstatt sich der Physik zu bedienen.
    Bei dem Thema fallen mir auch noch Schlagworte wie Diffusion, Osmose, Wärmeverlust (wichtig für zum Beispiel das Wärmemanagement von operativen Patienten) usw, usw!!
    (will ja nicht noch die Beispiele von Susanne Huber wiederholen, ... es gibt aber noch VIEL mehr, ... die Praxis zeigt es jeden Tag, wenn man die Augen dementsprechend geöffnet hält)
    Und das Auswendiglernen kann man sich auch oft ersparen, wenn man die Grundlagen verstanden hat.
    Strahlenkunde ist auch dann intressant, wenn es um den Eigenschutz, oder den Schutz eines ungeborenen bei Schwangeren geht.
    Chemie bei Reaktionen und Interaktionen von Medikamenten, usw.
    Staatsbürgerkunde gehört schlicht und ergreifend zur Allgemeinbildung und ich finde es ERSCHRECKEND wer so alles wählen darf und was die von unserem Staat und unserer Regierung, der Regierungsform, anderen Formen usw wissen. Soll man als Berufsgruppe als klein-Doofie darstehen?? Ich dachte immer, dass ich wenig über Politik weiß, ... aber in meiner Ausbildung dachte ich echt, was für lächerliche, selbstverständliche Dinge unterrichtet wurden in diesem Gebiet, ... dann habe ich in die leeren Gesichter geblickt und es hat mich schockiert.
    Wer sich nicht für Pflegetheorien interessiert ist in der heutigen Zeit wohl auch eher schlecht dran. Aber auch früher schon, ... nicht jede Einrichtung hat die gleiche Theorie umgesetzt. So richten sich manche nach Orem, andere nach Rooper, wieder andere bevorzugen Krohwinkel usw usw.
    Und wie soll man kritisch an eine Pflegetheorie herangehen oder Verbesserungen anregen, wenn man nicht weiß, was es noch so gibt?? Und wenn man dann in einem Vorstellungsgespräch zur im Haus umgesetzten Theorie befragt wird und nichts dazu weiß, ... dann sieht man nicht gerade glänzend aus.
    Ebenso mit der Geschichte der Krankenpflege, ... nur wer alte Zöpfe kennt und weiß worauf sie basieren, der kann sie abschneiden und verbessern.
    Die kleinen Fachgebiete interessieren vielleicht nicht jeden, ... aber vielleicht wechselt man mal da hin, ... bekommt auf seiner Station mit einem Patienten, der ein entsprechendes Nebenproblem hat, zu tun. Oder, ... ok, ... eine wage Vermutung, bekommt ein Patient mal ein Problem aus einem kleinen Bereich und man muss in der Lage sein, es wenigstens zu erkennen.

    Ich persönlich war nie ein Freund der Gynäkologie, ... trotzdem habe ich immer wieder Patientinnen, die eben u.a. auch da ein Problem haben, ... soll ich dann sagen, DAS wollte ich nie wissen, das kenn ich nicht, da mach ich nix!!???
     
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