Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen

staiger11

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Hallo,

hat jemand Erfahrung mit dem oben genannten Fernstudiengang und kann mir etwas darüber berichten ?

Gruß Franko:wink:
 

Patmuc

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Hallo.
Der Fernstudiengang geht berufsbegleitend über 2 Jahre. Vollzeit in sechs Monaten. Ein breitgefächertes Themengebiet wird über die Weiterbildung behandelt.
Ich bin jetzt Ende des ersten Jahres und das Problem ist einfach, dass diese Weiterbildung so bekannt ist wie Omas Hühneraugen. Nämlich fast garnicht. Es gibt auch kaum Stellenanzeigen.

Patrick
 

staiger11

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Hallo Patmuc,

was kann man den dan mit der Weiterbildung machen, oder was hast Du damit vor. Eignet sie sich auch als Ersatz für einen Stationsleitungskurs?

Gruß Franko:wink:
 

Patmuc

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Hallo Franko,
würde da einfach mal nachfragen, ob du damit auch Stationsleitung sein kannst. Ich bin es seit fast drei Jahren und habe keine Weiterbildung gehabt.
Was ich vor habe ist gut gesagt. Es wurde am Anfang als gut empfunden in meinem Unternehmen. Mitlerweile distanzieren diese sich von dieser Weiterbildung, weil sie nicht bekannt ist. In Aussicht hatte ich eine Heimleiterstelle. Aber mal schauen. ICh denke umsonst mach ich es auf jeden Fall nicht.

Patrick
 

Manegger

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Mit was schließt man denn diese Weiterbildung ab?
Danach wird sich richten, wo man eisetzbar sein könnte.

Stationsleitung mit dieser Weiterbildung? Zur Zeit wird bei uns in Niedersachsen die Stationsleitung mittels FLiP Kurs weitergebildet. Dauert etwa 13 monate und beinhaltet etwa 480h Theoriestunden und einiges mehr.

In Fachkreisen der DV Pflegewissenschaft wurde auch schon einmal diskutiert, wo später einmal die ganzen Diplom Pflegewirte beispielsweise unter kommen sollen. Und hierbei wurde auch darüber nachgedacht, ob da nicht auch die Stationsleitung die richtige Adresse ist.
Das Aufgabenspektrum sicher verändert und man leitet dann vielleicht 2 oder 3 Stationen aber denkbar ohne weiteres.

Diesbzüglich glaube ich (ohne es zu wissen) nicht, dass es sinnvoll ist sich der Ilusion in dieser Art und Weise hinzugeben, Stationsleitung oder gar Heimleitung mit dieser Weiterbildung zu werden. Wer HL werden kann, müsste im übrigen auch in SGBXI geregelt sein, oder?
 

staiger11

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Hallo,

hat jemand hier im Forum als Pflegekraft diesen Abschluß schon gemacht ? Und was macht Ihr jetzt beruflich ?

Grüsse Franko:wink:
 

Patmuc

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Hallo
@ duetzmann
Es ist im SGB nicht klar geregelt. Was für ne Weiterbildung oder Studium soll man denn in der Pflege sonst noch empfehlen, wenn man eine höhere Leitung anstrebt? Es werden momentan soviele Weiterbildungen angeboten.
Das einzige was im SGB geregelt ist, ist die Stationsleitung und die Leitung eines ambulanten Pflegedienstes. (meines Wissens)

Patrick
 

Manegger

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Patmuc schrieb:
Hallo
@ duetzmann
Es ist im SGB nicht klar geregelt. Was für ne Weiterbildung oder Studium soll man denn in der Pflege sonst noch empfehlen, wenn man eine höhere Leitung anstrebt? Es werden momentan soviele Weiterbildungen angeboten.
Das einzige was im SGB geregelt ist, ist die Stationsleitung und die Leitung eines ambulanten Pflegedienstes. (meines Wissens)
Patrick
Siehst, du weißt es auch nicht genau...
nützt uns beiden nix, kann dir nur soweit sagen, dass die Bezirksregierung letztlich entscheidet, ob du mit dieser WWeiterbildung nun ein Heimleiter sein darfst, also, ob diese Weiterbildung die Weiterbildung zum Heimleiter ersetz oder gar höherrangig ist.
Und die Bezirksregierung muss sich ja auf irgendetwas beziehen. Deswegen war meine Frage auch, mit was diese Fachwirtweiterbildung nun genau abschließt.
Der PML oder FLiP Kurs für die Stationsleitung schließt mit einer "staatlichen Anerkennung" ab. Damit kannst du dann unter anderem auch einen ambulanten Pflegedienst eröffnen aber garantiert kein Heim leiten bzw. Heimleiter nach entsprechender Verordnung sein.
 

Steffi1984

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FKS für Onkologie, Praxisanleiterin, aktuell Weiterbildung "Fachwirt im FSG"
Hi,

kann man eigentlich was in Sachen Pflege studieren, wenn man "nur" dir Krankenpflegeausbildung und "nur" Mittlere Reife hat?

LG
Steffi
 

Manegger

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Dies ist ein Auszug aus
Durchführung der Heimpersonalverordnung
(HeimPersV)
Gl.-Nr.: 2170.1
Fundstelle: Amtsbl. Schl.-H. S. 338
...
2.2 Zu § 2
2.2.1 Voraussetzungen zur Heimleitung
Heimleiterin/Heimleiter kann nach § 2 HeimPersV nur werden, wer
•eine Ausbildung zu einer Fachkraft im Gesundheits- oder Sozialwesen oder in einem kaufmännischen Beruf oder in der öffentlichen Verwaltung mit staatlich anerkanntem Abschluß nachweisen kann (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 HeimPersV) und
•eine mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit als "Vorbereitungszeit" vorweisen kann, wobei auf die Vorbereitungszeit die Wahrnehmung geeigneter Weiterbildungsangebote angerechnet werden kann (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 HeimPersV).
Wegen der Bedeutung der Heimleiter-Funktion gelten für Heimleiterinnen/Heimleiter, die am 1. Oktober 1993 bereits in dieser Funktion tätig gewesen sind, die Übergangsregelungen in § 10 HeimPersV (s. Nr. 2.10.2).
2.2.2 Ausbildungsabschluß (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 HeimPersV)
Von einer Eignung kann bei Personen ausgegangen werden, die in der Regel eine mindestens diesjährige Ausbildung mit anerkanntem Abschluß in den genannten Ausbildungsbereichen nachweisen können, die Kenntnisse und Fähigkeiten zur selbständigen und eigenverantwortlichen Wahrnehmung vermittelt.
Der Begriff "Fachkraft" ist im gleichen Sinne wie in § 6 HeimPersV zu verstehen (s. Nr. 2.6.1).
Von den in der Regel dreijährigen anerkannten Ausbildungen des Gesundheits- und Sozialwesens werden als fachlich geeignet insbesondere angesehen:
•abgeschlossene Berufsausbildungen in der Altenpflege,
•Krankenpflege oder Heilerziehungspflege sowie
•ein abgeschlossenes Studium in den Bereichen Sozialarbeit oder Sozialpädagogik.
Die Voraussetzungen nach § 2 Abs. 2 Nr. 1 HeimPersV werden auch erfüllt durch entsprechende Fachhochschul- und Hochschul-Ausbildungsabschlüsse. Gegebenenfalls ist im Einzelfall hinsichtlich der Vergleichbarkeit aufgrund der jeweiligen Umstände unter Einbeziehung der Befreiungsmöglichkeiten nach § 11 HeimPersV zu entscheiden.
2.2.3 Berufspraktische Erfahrung (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 HeimPersV)
Durch die mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit als "Vorbereitungszeit" müssen weitere Kenntnisse und Fähigkeiten erworben werden, die für die Leitung erforderlich sind. Eine Tätigkeit, die nur zeitweise Leitungsfunktionen zum Inhalt hat, genügt grundsätzlich nicht; geeignete Weiterbildungsangebote können fehlende Tätigkeitsmerkmale ersetzen.
Aus bisheriger hauptberuflicher Tätigkeit müssen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben worden sein, um den Anforderungen des zu leitenden Heimes gerecht zu werden. Dies ist in der Regel anzunehmen, wenn eine bisherige Tätigkeit in folgenden Leitungsbereichen nachgewiesen wird:
•stellvertretende Heimleitung,
•Pflegedienstleitung,
•Wohn- und Pflegegruppenleitung,
•Tätigkeit im sozialen Dienst mit Leitungserfahrung,
•Leitung anderer Bereiche (z.B. Verwaltung).
Die Auslegung des Begriff es "vergleichbare Einrichtung" richtet sich nach den Anforderungen des Heimes, dessen Leitung übernommen werden soll.
2.2.4 Berücksichtigung geeigneter Weiterbildungsangebote
Die zweijährige hauptberufliche Tätigkeit zum Erwerb leitungserforderlicher Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 2 HeimPersV kann teilweise durch den Nachweis von wahrgenommenen und geeigneten Weiterbildungsangeboten ersetzt werden. Der Gesamtzeitraum von zwei Jahren verändert sich dadurch nicht. Die Anrechenbarkeit von Weiterbildungsangeboten ist auf ein Jahr beschränkt. Der hohe Stellenwert der berufspraktischen Erfahrung wird dadurch unterstrichen, daß von ihr nach § 11 HeimPersV eine Befreiung nicht zugelassen ist.
Als geeignet sind insbesondere Angebote der Heimleiterinnen-/Heimleiter-Ausbildung anzusehen. Wird im Rahmen der berufspraktischen Erfahrung von der Wahrnehmung eines Weiterbildungsangebotes Gebrauch gemacht, so soll dies einen Umfang von mindestens 300 Stunden nicht unterschreiten und inhaltlich das Heimleiterinnen-/Heimleiter-Berufsprofil abdecken.
...
geht an der Stelle noch weiter: http://shvv.juris.de/shvv/vvsh-2170.1-0001.htm


Das dürfte wohl die meisten Fragen beantworten...
 

chris

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@ Duetzmann

Der zitierte Text ist von 1995 !!!

Gültig ist jetzt das sog. Heimgesetz.

Dort steht was ganz anderes.


Gruss
chris
 

Manegger

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chris schrieb:
@ Duetzmann

Der zitierte Text ist von 1995 !!!
Na und? Das Grundgesetz ist fast 57 Jahre alt und gilt immer noch!

Gültig ist jetzt das sog. Heimgesetz.
Sicher, das gilt auch, aber es sagt nichts in diesem Zusammenhang aus.

Dort steht was ganz anderes.
Richtig!
Dann hast du es auch gelesen? Dann müsstest du dich auch an §§2 erinnern können!
Lies mal hier nach!

In der Kurzform: Nur weil ein Gesetz oder Verordnung 11 Jahre alt ist, muss es nicht zwangsläufig ungültig sein.
Und: Nicht zu voreilig aus der Hüfte irgendetwas behaupten, wenn man sich nicht sicher ist oder die Texte nicht gelesen hat.
 

Sinclaire

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Hallo

ich glaube das hier einiges durcheinander gerät. Der Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen ist eine Weiterbildung, ähnlich der Stationsleitungsweiterbildung. Es handelt sich dabei NICHT um einen Fernstudiengangen im Sinne eines akademischen Studiengangs, wie das Studium and der HFH oder der Ev. Hochschule in Hannover oder anderen Hochschulen.

Man erlangt dadurch keinen akademischen Grad eines Diploms, Bachelors oder sogar Masters. Es ist eine Weiterbildung. Mehrere meiner Kollegen haben diese Ausbildung als Stationsleitungen absolviert und es ist - dass kann ich aus der Erfahrung eines Diplomierten Pflegewirtes sagen - bei weitem inhaltlich nicht dasselbe.

Cheers

Ingo :wink:
 

Patmuc

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Hallo.
Also wenn ich die Inhalte des Fachwirtes sehe, dann kann ich fast garnicht nachvollziehen, dass es nur gleichwertig einer Stationsleitungsweiterbildung sein soll.
Aber gut.
Ingo, was würdest du empfehlen, um eine höhere Leitungsposition an zu gehen. Der Fachwirt scheint es ja nicht zu sein.
Mir wurde er als gleichwertig des Heimleiters vom Seminaranbieter angeprießen.

Patrick
 

chris

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Patmuc schrieb:
Hallo.
Also wenn ich die Inhalte des Fachwirtes sehe, dann kann ich fast garnicht nachvollziehen, dass es nur gleichwertig einer Stationsleitungsweiterbildung sein soll.
Aber gut.
Ingo, was würdest du empfehlen, um eine höhere Leitungsposition an zu gehen. Der Fachwirt scheint es ja nicht zu sein.
Mir wurde er als gleichwertig des Heimleiters vom Seminaranbieter angeprießen.

Patrick
Hallo erstmal,

ich denke auch nicht, dass ein Stationsleitungskurs gleichwertig mit dem Fachwirt ist. Ich bin Stationsleitung und mache die Weiterbildung zum Fachwirt als "Aufstiegsqualifikation ".
Stationsleitungen arbeiten auch nicht bei Krankenkassen usw. ( siehe unten )
Hier auch mal ein Auszug von einem Anbieter:

[FONT=Tahoma,Verdana,Arial,Helvetica,Sans-serif,sans-serif]Bereiten Sie sich gemeinsam mit uns auf Führungsaufgaben vor in Krankenhäusern und Kliniken, Gesundheitszentren, Rehabilitations- und Kureinrichtungen, Wohn- und Pflegeheimen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Trägerorganisationen bei ambulanten Pflegediensten, Transport- und Rettungsdiensten, in einschlägigen Verbänden, Krankenkassen und Versicherungen.[/FONT]
[FONT=Tahoma,Verdana,Arial,Helvetica,Sans-serif,sans-serif]Fachwirte im Sozial- und Gesundheitswesen sollen in ihrem Unternehmen im sozialwirtschaftlichen Leistungsbereich an führender Position selbstständig Managemententscheidungen treffen und in Kooperation mit Mitarbeitern sich aus dem Unternehmenszweck ergebende Leistungsprozesse konzipieren, durchführen und überwachen.[/FONT]
[FONT=Tahoma,Verdana,Arial,Helvetica,Sans-serif,sans-serif]Wer die Qualifikation zum/zur Fachwirt/-in im Sozial- und Gesundheitswesen erworben und Interesse an der Ausbildung anderer hat, kann anschließend die Ausbilder-Prüfung ablegen. Der schriftliche Prüfungsteil ist dann nach der aufgrund des Berufsbildungsgesetzes ergangenen Ausbilder-Eignungsverordnung erlassen.[/FONT]

Viele Grüße
chris
 

staiger11

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Hallo,

jetzt muß ich mal fragen. Wenn der Fachwirt mit einem Stationsleitungskurs nichts zu tun hat und man damit auch keine Station leiten kann. Was kann ich dann in diese Richtung machen ? Vor allem mit dem Hintergrund, das mein derzeitiger AG mir keinen Stationsleitungkurs zahlt, bzw mich freistellt. Ich diesen aber gern machen würde, um mich später mal bei einem anderen AG eben auf eine Arbeitsstelle als Stationsleitung bewerben zu können. Meistens setzen die nämlich den Kurs voraus.

Grüsse Franko 8O
 

Sinclaire

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Hallo

der Fachwirt im Sozial- und Gesundwesen ist genauso eine Ausbildungskonstruktion wie der Kaufmann im Gesundheitswesen als Weiter- bzw. Umschulungsberuf.

Ich habe eine Lehrauftrag an einem Ausbildungsinstitut für diese Weiterbildungen und Berufsbildungen. Der Fachwirt hat in seiner inhaltlichen Ausbildung mehr zu bieten als ein damaliger Stationsleitungskurs - keine Frage - und ausserdem ist er weiter gestreut, d.h. nicht auf Stationsarbeit und Pflege fixiert. Er lehrt Managementfähigkeiten in Form einer Weiterbildung. Ich finde es dann immer irritierend, das die Ausbildungszentren von Studium sprechen, denn im akademischen Sinne ist es das nicht. Wenn der Fachwirt allerdings auch nicht mehr der ürsprünglichen Stationsleitungsausbildung gleichzusetzen ist (weil umfangreicher und generalisierter, heißt dies nicht um Umkehrschluss, dass man damit eine Station nicht leiten kann. Man kann es sogar um einiges besser (natürlich auch in Abhängigkeit der eigenen Fertigkeiten) als mit der ursprünglichen Weiterbildung.

Franko: Das Ausbildungsangebot ist reichlich, von einer Weiterbildung über ein akademisches Studium bietet sich alles an. Du musst schauen, was zu deinen Interessen und Ansprüchen passt und insbesondere zu deinem Geldbeutel, denn alle Ausbildungen oder Studien kosten Geld.

Chris: Da der Fachwirt mehr bietet, ist es natürlich eine weiterführende Ausbildung, das erklärt sich von selbst.

Patrick: Für eine gehobene Leitungsposition wirst du um ein akademisches Studium im Pflegemanagement nicht rumkommen, alles andere ist dafür zu wenig.

Cheers

Ingo

Der Diplom Pflegewirt (FH) ist dagegen ein akademisches Studium.
 

staiger11

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Hallo Ingo,

danke für die interessanten Info´s !
Inzwischen habe ich mich zu 90 Prozent entschlossen, das mit dem Fachwirt bleiben zu lassen und an der HFH Pflegemangement zu studieren. Ich hoffe das klappt !

Gruß Franko :daumen: :lamer:
 

chris

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Ingo Tschinke schrieb:
Hallo

der Fachwirt im Sozial- und Gesundwesen ist genauso eine Ausbildungskonstruktion wie der Kaufmann im Gesundheitswesen als Weiter- bzw. Umschulungsberuf.

Ich habe eine Lehrauftrag an einem Ausbildungsinstitut für diese Weiterbildungen und Berufsbildungen. Der Fachwirt hat in seiner inhaltlichen Ausbildung mehr zu bieten als ein damaliger Stationsleitungskurs - keine Frage - und ausserdem ist er weiter gestreut, d.h. nicht auf Stationsarbeit und Pflege fixiert. Er lehrt Managementfähigkeiten in Form einer Weiterbildung. Ich finde es dann immer irritierend, das die Ausbildungszentren von Studium sprechen, denn im akademischen Sinne ist es das nicht. Wenn der Fachwirt allerdings auch nicht mehr der ürsprünglichen Stationsleitungsausbildung gleichzusetzen ist (weil umfangreicher und generalisierter, heißt dies nicht um Umkehrschluss, dass man damit eine Station nicht leiten kann. Man kann es sogar um einiges besser (natürlich auch in Abhängigkeit der eigenen Fertigkeiten) als mit der ursprünglichen Weiterbildung.

Franko: Das Ausbildungsangebot ist reichlich, von einer Weiterbildung über ein akademisches Studium bietet sich alles an. Du musst schauen, was zu deinen Interessen und Ansprüchen passt und insbesondere zu deinem Geldbeutel, denn alle Ausbildungen oder Studien kosten Geld.

Chris: Da der Fachwirt mehr bietet, ist es natürlich eine weiterführende Ausbildung, das erklärt sich von selbst.

Patrick: Für eine gehobene Leitungsposition wirst du um ein akademisches Studium im Pflegemanagement nicht rumkommen, alles andere ist dafür zu wenig.

Cheers

Ingo

Der Diplom Pflegewirt (FH) ist dagegen ein akademisches Studium.

Okay Ingo,

mit dem oben geschriebenen kann ich voll mitgehen. Auch Stationsleitungen müssen heute betriebswirtschaftliche Abläufe kennen, um z.B. Budgetgespräche zu führen usw.
Für mich war unter anderem die Fachwirt Weiterbildung reizvoll, weil sie nicht nur für die Klinik gilt, sondern eigentlich im gesamtem Gesundheitswesen zu gebrauchen ist. Und wer weiss schon, wo das hingeht.......

Wünsch noch ein schönes Wochenende und
viele Grüße
Chris
 

Patmuc

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Hallo.
Habe gerade mit der Heimaufsicht telefoniert zum Thema Fachwirt im Gesundheitswesen und Arbeitsmöglichkeiten.
Generell ist es möglich mit dieser Weiterbildung in die Position einer Heimleitung zu kommen mit der Vorraussetzung, dass man Fachkraft in der Pflege ist und mindestens zwei Jahre als Leitung (ob Stationsleitung oder PDL) gearbeitet hat.
Nach der HeimPersV ist der Heimleiter nicht genau definiert.
Natürlich muss der Arbeitsgeber diese Weiterbildung anerkennen, um in diese Funktion zu kommen.


§ 2 Eignung des Heimleiters (HeimPersV)

  1. Wer ein Heim leitet, muß hierzu persönlich und fachlich geeignet sein. Er muß nach seiner Persönlichkeit, seiner Ausbildung und seinem beruflicher Werdegang die Gewähr dafür bieten, daß das jeweilige Heim entsprechend den Interessen und Bedürfnissen seiner Bewohner sachgerecht und wirtschaftlich geleitet wird.
  2. Als Heimleiter ist fachlich geeignet, wer
    1. eine Ausbildung zu einer Fachkraft im Gesundheits- oder Sozialwesen oder in einem kaufmännischen Beruf oder in der öffentlichen Verwaltung mit staatlich anerkanntem Abschluß nachweisen kann und
    2. durch eine mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit in einem Heim oder in einer vergleichbaren Einrichtung die weiteren für die Leitung des Heims erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben hat. Die Wahrnehmung geeigneter Weiterbildungsangebote ist zu berücksichtigen.
Gruß Patrick
 

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