Facharbeit-Thema: Wie nehme ich einem Schüler die Angst vor der Intensivstation?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von minime, 23.10.2011.

  1. minime

    minime Junior-Mitglied

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    Hallo ihr Lieben!!

    Ich bräuchte eure Hilfe und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
    Ich mache zur Zeit meine Weiterbildung zum Praxisanleiter und möchte meine Facharbeit zum dem Thema " Wie nehme ich dem Schüler die Angst vor der Intensivstation" schreiben. Habe da auch noch schon eigene Ideen und viel nachgelesen, kann jedoch noch nicht so viel aus eigener Erfahrung schreiben. (- Bei uns leiten diejenigen die Schüler an, die schon Praxisanleiter sind!)
    Daher hoffe ich auf ein parr Erfahrungsberichte von euch!!

    Ich möchte gerne wissen:

    Vor was haben Schüler meistens Angst in Bezug auf die Intensivstation?- Gibt es Ängste, die vor dem Einsatz schon da sind oder gibt es welche, die während des Einsatzes entstehen?- Wurdet ihr von den Schülern darauf angesprochen- oder habt ihr gesehen, dass der Schüler ängstlich ist?
    Und was denkt ihr, könnte den Schülern die Angst etwas nehmen? Oder welches bzw. wessen verhalten hat sie vieleciht noch verstärkt? Habt ihr ein Beispiel bei dem sich der Schüler vielleicht in einer angstmachenden Situation befunden hat und die Angst vor dieser Situation war danach noch viel schlimmer?- oder war besser? und warum? (Z.B. Reanimation etc.)
    Was habt ihr für Tipps für einen Praxisanleiter wie er sich verhalten sollte, oder nicht verhalten sollte?


    Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

    Viellen Dank schonmal.

    Minime :-)
     
  2. Marty

    Marty Poweruser

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    Hallo, minime,

    das ist ein gutes Thema. Ich finde, am wichtigsten ist eine feste Bezugsperson, die das auch gern macht. Also nicht nur den Intensivkram, sondern das Anleiten. Eine nette Begrüßung, eine Führung über die Station.
    Ich glaube, die Angst vor den technischen Gegebenheiten ist wohl allgemein. Überall piepst und dingst es. Da ist ein langsames Herangehen und ein immerwährendes Draufschauen nötig. Nicht "schalte das mal schnell aus, hast du gestern ja gesehen".
    Gut ist es auch, mal ein technisches Gimmick zu präsentieren. Vielleicht so die Grundzüge der Beatmung und dann eine BIPAP-Maske auf die Schülernase, so hat man ein Aha-Erlebnis. Wichtig ist es, die Waage zu halten zwischen: Langeweile, weil nur waschen und mit den speziellen Krankheitsbildern und der Technik zu überfordern. Da muß man auch jeden woanders abholen.
    Was auch sehr verunsichert, ist das spezielle Klima, nämlich der locker-flapsige Ton, der meistens herrscht, gespickt mit fachlichen und technischen Spezialausdrücken. Jeder markiert sein Revier, die Doktors werden geduzt und manchmal auch angepampt, weil sie ja schon wieder Blödsinn anordnen. Wenn ich mal nen Schüler habe, spreche ich das an und versuche zu erklären, wie das zustandekommt.
    Was auch wichtig ist, wir haben einen Reaplatz und oft werden dann Schüler hingestellt, guck da mal zu, das ist spannend, die meisten finden das auch, aber letztens hatten wir eine so Sensible, die sehr verstört war. Also vorher erklären, was sein kann und dann nicht allein hinstellen und gar nicht mit irgendwas beauftragen. Das heißt nicht, ihr vielleicht eine Tätigkeit zu geben, so wie: schreib mal mit, aber hol dieses und jenes, geht meistens nicht gut, wenn, dann vielleicht am Einsatzende. Und die schwierigen Sachen, wie Reanimationen, Tod etc. nachbesprechen.
    Und immer alles kontrollieren. Da hatte ich als junge Schwester ein Erlebnis. Die Schülerin hat Medis aufgezogen, vieles mit Verdünnung und als ich alles gespritzt hatte(die Ampullen zur Kontrolle waren noch da) ist rausgekommen, das sie mangels NaCl 0,9% Ampullen alles mit molarem NaCl aufgezogen hatte. Es hätte auch das Kalium sein können, wir hatten damals gleich aussehende Glasflaschen. Es ist eine Binsenweisheit, das wenn etwas passiert, beide nicht mehr froh werden, aber oft wird der Schüler allein losgeschickt, weil es Zeit spart und der Schüler ist geschmeichelt, weil es ihm zugetraut wird.
    Was meistens Mühe macht, ist die Dosierungs- und Laufgeschwindigkeitsrechnerei. Da habe ich Aufgabenbläter gemacht mit Praxisbeispielen und Gummibärchenpreise ausgesetzt. Etwas infantil, aber es kam an.
    So, nun soll es mal genug sein, die anderen wollen auch.
    Viel Glück, Marty
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Schon mal überprüft, ob es dazu Studien gibt? Wäre doch ein interessantes Thema. Such mal hier:
    wise.dip.de
     
  4. minime

    minime Junior-Mitglied

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    @ marty
    vielen dank für deinen beitrag. da hast du ja schon viele interessante dinge angesprochen. -was ich noch nicht ganz verstanden habe ist das mit dem "schüler beim notfall zugucken lassen". bin mir nicht sicher was du jetzt meintest welcher weg der richtige ist in dieser situation.-genau darüber habe ich mir nämlich auch schon gedanken gemacht.
    ich habe gedacht, dass genau notfälle die passieren können, dem schüler besonders viel angst machen könnten. gerade weil sie es vielleciht von normalstation kennen , wenn was schnell gehen muss, für alles mögliche geschickt zu werden und dadurch vieleicht die angst, in einer brenzlichen situation vielleicht nicht so reagieren zu können, wie sie denken, dass man es von ihnen erwartet. ( *etwas kompliziert, ich hoffe du weisst was ich meine* :-) )
    also als beispiel:
    ein patient ist gerade eingeliefert worden, der sehr instabil ist und vielleicht intubiert werden muss, viele schwestern und ärzte drängen sich um den patient, jeder macht irgend etwas anderes , jeder ist beschäftigt, es alarmiert die ganze zeit und einer ruft aus dem gedränge mal eben dem unerfahrenen schüler zu : " bring mir mal schnell eine heas!!". wenn der schüler überhaupt weiss, was damit gemeint ist, rennt er vielleicht schnell irgendwo hin, weiss aber eig. gar nicht genau wo die infusionen stehen, ist total aufgeregt, denkt alle warten jetzt dringend auf diese infusion !! läuft nervös hin und her, sucht, reisst alle schränke auf - und weiss gar nicht ob er sich jetzt überhaupt wieder zu den anderen zurücktrauen kann um zu fragen wo die infsonen stehen. dann kommt ihm vielleicht schon eine schwester gestresst entgegen, holt sich die infusion grade selber und sagt nur hektisch" also da hätt ich sie ja besser selbst schnell geholt!" und geht mit der infusion zurück.
    - ich denke dass genau so etwas nicht passieren sollte.- dieser schüler hätte jetzt bestimmt nochmehr angst vor dem nächsten notfall und würde sich wahrscheinlich auch sehr dumm und störend fühlen in dieser situation.oder er würde sich fühlen als hätte er versagt und sich total schlecht fühlen, obwohl er ja einen aufgabe bekommen hat, die er noch nicht hätte wissen können.- die schüler kennen vielleicht viel ausdrücke gar nicht die ihnen dann mal eben zu gerufen werden, und können auch noch gar nicht wissen wo alles steht und so weiter. - ich hatte die idee, dem schüler vor so einer situation die angst zu nehmen, indem man ihm (am anfang, wo er ja noch vollkommen unerfahren ist) bewusst macht, keine aufgabein einem notfall zu haben, außer, dass er die situation beobachten kann und daraus lernen kann.- ggf sich notitzen machen kann und man das alles danach zusammen bespechen kann. - ich dachte, ihm damit sozusagen ein stück weit die " verantwortung" zu nehmen, würde ihm unheimlich viel druck nehemen.wenn der schüler dann mal zugucken konnte und mal gesehen hat wer was so macht etc und auch verstanden hat was da alles passiert ist, kann man auf genau diese punkte im nachgespäch eingehen und beim nächsten mal kann er dann vielleicht ein bisschen was helfen. - was hälst du davon? denkst du das ist ein guter weg?- danke-
    minime
     
  5. minime

    minime Junior-Mitglied

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    @ claudia
    ja , das ist auch eine gute idee. mal sehen was ich so finde.:-)
    bei meiner suche im internet schien es mir bis jetzt so, als währen die ängste des schülers nicht wirklich etwas, was groß thematisiert wird!??:-?:-?:-?
    ... auch fachliteratur darüber zu finden ist schwierig. es geht überall meistens um die angst des patienten..
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Schüler scheinen tatsächlich ein wenig vernachlässigt zu werden. Aber benötigst Du eine umfassende Literaturanalyse, oder würde einige Quellen genügen? Ich weiß nicht, wie umfangreich Deine Facharbeit werden soll.

    Wenn du genug englisch beherrscht, such doch mal bei Pub.Med. nach entsprechender Literatur. Das kann man vielleicht nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen, aber Anhaltspunkte finden sich sicherlich.
     
  7. Marty

    Marty Poweruser

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    Minime, da gabs ein konkretes Beispiel. Wir haben zwei räumlich getrennte Wachsäle und in einem ist der Reaplatz. Die Schülerin war neu und im Nichtreaplatz- Wachsaal. Und als die Türen aufgeflogen sind, haben wir gesagt, sie soll ruhig gucken gehen. Da ist sie unvorbereitet auf die Situation getroffen, du kannst dir das Szenarium vorstellen. Nackt und Lucas und blau und eigentlich schon tot. Das war ein Schock für sie. Ein ziemlich schlimmer.
    Dein Beispiel und deine angedachte Vorgehensweise treffen den Kern.:daumen:
     
  8. anästhesieschwester

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    Mir hat es damals sehr geholfen, eine Aufgabe zu bekommen, bei der ich trotz allem die Situation ein bisschen beobachten konnte:bebeuteln. So war ich "beschäftigt", saß aber auch auf dem Boden und konnte somit schon nicht umfallen - das war damals meine größte Sorge :knockin:
    Ein Nachgespräch mit der anwesenden examinierten Kollegin (war auf Normalstation) und ein Lob von der Intensiv (obwohl garantiert nicht alles "nach Plan" läuft bei der 1. Rea) haben auch mir im Nachhinein gut getan.


    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  9. minime

    minime Junior-Mitglied

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    @ Claudia
    ja wenn ich schon ein paar seiten im internet finde ist das doch schon sehr gut, bücher finden wird wohl eh sehr schwer werden. - es ist eben auch aufgabe sich auf fakten zu beziehen, die irgendwo geschrieben sind ( also nicht nur meine eigenen gedanken mit einbringen.) ich werde mal gucken was ich so finde auf der seite die du mir genannt hast- viele dank- :-)
    - ach übrigens, die facharbeit soll 15 seiten haben.

    @ Marty
    ja genau so was meine ich, das ist echt ein gutes beispiel. dann haben wir ja von den gleichen situationen gesprochen. freut mich, dass du meinen "schüler- schock-verhütungs-vorschlag" ( :wink: ) gut findest :-)

    @ Anästhesieschwester
    das mit dem bebeuteln ist echt eine super idee.wenn der schüler das gut kann, dann ist er wirklich " mitten drin", kann beobachten, hat aber auch nur eine aufgabe um die er sich kümmern muss, und keiner kann auf die idee kommen, ihn sonstwohin zu schicken....und außerdem dürfte er auch selbst was machen. das stäkt nachher bestimmt auch das selbstvertrauen für den schüler und nimmt angst vorm nächsten mal. danke für die gute idee :-)
     
    #9 minime, 24.10.2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.10.2011
  10. Marty

    Marty Poweruser

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    Das Thema gefällt mir ausgesprochen gut und wenn du willst, schicks mal zum Lesen vorbei.
    Viel Erfolg und Spaß,
    Marty
     
  11. minime

    minime Junior-Mitglied

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    @ Marty
    Ja ich hoffe es wird gut....werd bestimmt einige zeit dran rumwerkeln, bin jetzt ja erst mal am info´s sammeln. kann dir ja mal beschied sagen wenn ich fertig bin :-)
     
  12. minime

    minime Junior-Mitglied

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    sind hier denn vielleicht noch ein paar schüler die noch was aus eigener erfahrung erzählen könnten?:weissnix:
     
  13. minime

    minime Junior-Mitglied

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    Umfrage an alle Schüler und ehemaligen Schüler :-)

    Hallo an alle !

    Bin angehende Praxisanleiterin auf einer Intensivstation und sitze zuzeit an meiner Facharbeit mit dem Thema:
    "Wie nehme ich einem Schüler die Angst vor der Intensivstation?"

    Hoffe jetzt ganz doll auf eure Hilfe und möchte hiermit gerne eine Umfrage starten mit den Fragen:

    - Was hat euch am meisten Angst vor dem Einsatz auf der Intensivstation gemacht?

    - Und was hat euch dabei geholfen, diese Angst zu verlieren?


    Bin ganz gespannt auf eure Antworten!

    Danke für eure Hilfe!

    LG Minime :-)
     
  14. Maniac

    Maniac Poweruser

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  15. engelchen92

    engelchen92 Junior-Mitglied

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    Hallo,
    ich bin selber Schülerin und habe bis jetzt noch keine große Angst vor dem Einsatz auf der Intensivstation. Dennoch wäre es mir wichtig das ich einen festen Ansprechpartner sprich Praxisanleiter auf der Station hätte. Wichtig fände ich es auch das die Schüler zusammen mit dem Anleiter im Dienstplan stehen würden. Ist ja leider oft so das die Schüler selten mit den Anleitern zusammen arbeiten ;)
     
  16. minime

    minime Junior-Mitglied

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    @ engelchen
    danke schön fpr deinen tip! :-)
     
  17. HoneyBloom

    HoneyBloom Poweruser

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    Hallo!

    Ich habe gerade meinen Einsatz auf Intensiv "hinter mir".

    Ich kann ja mal meine Erfahrung etc. dazu äußern.

    Bevor ich meinen ersten Tag hatte war ich schon sehr nervös. Ich persönlich, weil ich wusste, dass der Wissenstand, den ich habe niemals auf, ich nenn es mal "Intensivniveau" ist/war.
    Ich hatte angst bzw bedenken schon bei den kleinsten Wissensfragen zu scheitern.
    Den meissten Schülern, mit denen ich gesprochen hatte ging es größtenteils um die Berührungsängste eines Intensivpatienten. Vorallem wenn dieser beatmet ist.
    Dann kam mein erster Tag. Ich wurde einer Schwester vorgestellt und diese meinte "Ich arbeite jetzt einfach und du schaust nur zu"
    Ohwei, das war so schwer für mich. Es waren so viele Eindrücke, dass ich nichteinmal wusste was ich fragen sollte. Wo fängt man an mit dem lernen?
    Das Danebenstehen und nichts-tun war eine echte Herausforderung. Ich hab versucht so gut es ging der Schwester "anzureichen" Wäsche rausbringen, etc.
    Ich war nach dem ersten Tag also ganz schön enttäuscht von mir und der Arbeit auf der ITS.
    "Danebenstehen" wird wohl meine Hauptaufgabe sein, dachte ich.

    Und dann am nächsten Tag, war ich mit einer anderen Schwester zusammen.
    Oh - mein - Gott! Ich habe noch nie in meinem Leben so viel gelernt!
    Sie hat mir ne Menge Dinge erzählt, einfach drauf los geredet. Klar merk ich mir nicht alles beim ersten Mal, das hat sie auch gemeint. Aber es immer und immer wieder zu hören und das Gefühl zu haben, dir bringt da jemand was bei, war großartig.
    Auf keiner Station konnte ich die Zusammenhänge so gut erarbeiten. Medikamentenlehre, Krankheitslehre. u.s.w.
    Das war für mich persönlich das Schönste und Wichtigste. Da ist jemand, der dich ernst nimmt, und der auch WILL, dass du was lernst.

    Als wir das erste mal an einem beatmeten Pat. standen hatte ich schon bammel und vorallem Respekt vor all den Schläuchen und Maschinen.
    Die Schweester hat mich gefragt was ich mir zutraue, ob ich am Pat. arbeiten will oder lieber erstmal nur anreichen etc.
    Ich wollte aber gleich mithelfen. Und so hat sie mich einfach erstmal die Grundpflege machen lassen. In ihrem Beisein und mir Tricks und Kniffs gezeigt, wie ich mit all den Zu- und Abgängen umgehen kann.
    Das gab mir Sicherheit und so konnte ich mich dann auf andere Dinge konzentrieren, als ewig die Angst zu haben, was "kaputt" zu machen.

    Was mich auch sehr "geprägt" hat, war ein Notfall. Eine junge Dame mit Aortendissektion.
    Alle rannten, machten, taten. Und ich stand da und wurd vergessen.
    Wiedermal stand ich einfach nur daneben. Ich war recht "eingeschüchtert" weil ich natürlich bei so einem Fall nicht störend im Weg stehen will oder "und was ist das? Und warum machen die das? Wieso?..." fragen möchte, wärend alle routieren.
    Wiedermal kam ich mir so blöd vor!
    Und dann bin ich gegangen. Ich hab die Kurven der andern Patienten geschrieben. Geschaut wies den anderen Pat. geht. Wärend im Schockraum die Post abging.
    Ich hät vorher gern gewusst, ob ich dabei bleiben kann. Ob ich störe, wo ich am besten stehen soll. Vllt sogar eine kleine Aufgabe.

    Wenn ich jetzt so drüber nachdenke und mir mein Post nochmal durchlese, war in jeder Situation das "Nichts-Tun" das Schlimmste.

    Aber alles in allem mein schönster Einsatz, dem ich jedem Schüler ans Herz legen will und hoffe, dass auch das Fachpersonal Schüler ernst nimmt, sich im Klaren darüber ist, dass wir Schüler sind und eben kein Fachpersonal. Aber wir gerne von euch lernen.
    Hauptsache wir werden nicht vergessen und man traut uns auch mal was zu.

    (P.S. zu meiner "Angst" vor der ITS gehörte auch die Zusammenarbeit mit den Ärzten.. aber zu meinem Glück war eine super-tolle, nette Ärztin zu der Zeit Stationsärztin. Yay!)

    Hoffe der Text ist jetzt nicht zu lang oder zu wirr.
    Finde deine Idee für die Arbeit großartig und wünsch dir viel Erfog/Spaß.

    LG Honey.
     
  18. minime

    minime Junior-Mitglied

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    @ honey!

    hallo honey! wow das waren ja richtig viele infos und ganz viel aus eigerner erfahrung! das ist ja super! hast mich mit deinem beitrag jetzt nochmal nachdenklich gemacht- überlege gerade, ob ich meinen lösungssansatz um schülern etwas angst vor dem ersten notfall zu nehmen nochmal überdenken muss- oder zumndest nicht so allgemein für alle schüler sehen kann. würdest du mir vielleicht einen gefallen tut?- könntest du dir noch mal meinen beitrag 4 # @ marty durchlesen? möchte unheimlich gerne deine meinung dazu hören auch wenn du über eine ähnliche situation schon geschrieben hast.- würde gerne wissen, wenn du die lösungsidee nicht so gut findest- was denkst du währe ( wenn der schüler ganz neu ist auf intensiv und sich noch nicht auskennt) ein guter weg ihm die angst vor notfällen zu nehmen?- oder welche aufgabe ( während eines notfalls) würdest du einem schüler geben, wenn er schon ein bisschen auf int war. was denkst du womit währe er nicht über- aber auch nicht unterfordert?
    und hättest du einen vorschlag wie dein ertser tag hätte besser laufen können? - also mein gedanke war, wenn möglich schon vor dem einsatz ein einführungsgespäch mit dem schüler zu führen, damit man sich in ruhe schon etwas kennen lernen kann.hier kann man ihm sagen, dass man sich auf ihn freut und das wir zwei ( ich und der schüler) diesen einsatz unsere dienste zusammen arbeiten können.ich würde ihm sagen, dass sehr viele nervös sind vor dem 1 einsaz auf intensiv sind, dass das aber ganz normal ist und die nervosität meist nach kurzer zeit verschwindet. - er könne jedoch auch ganz viel lernen bei uns und kann natürlcih auch jederzeit fragen stellen. dann würde ich ihm noch sagen, dass ich ihm am 1. tag erst mal die station mit ihren räumllichkeiten zeigen werde, er unser team kennen lernen wird etc. und schon mal einihes erzählen werde-am 2 tag werden wir dann anfangen zu zweit einen patienten zu versorgen.
    natürlcih frage ich ihn auch ob er bestimmte wünsche für seinen einsatz hat und wir legen die lernziele für den einsazt fest.
    bevor wir uns verabschieden gebe ich ihm noch eine schülermappe von der intensiv für schüler mit. hier stehen schonmal einige infos über unsere intensiv drin. wieviele betten, welches personal etc, auch welche krankheitsbilder die meisten unserer patienten haben. hier kann der schüler auch einen einblick in das einarbeitungskonzept für schüler werfen. - was er in der ersten zeit so lernen kann ( waswir meistens so planen) und was er gegen ende des einsatzes gezeigt bekommen könnte und eine liste mit dingen die er allgemein bei uns lernen kann.
    ganz am schluss steht dann nochmal drain, dass wir uns auf seinen einsatzbei uns freuen.-----so! schon wieder ein riesen text :-) währe dir sehr dankbar wenn du mir nochmal sagen könntest, was du davon halten würdest.
    oder hast du vielleicht noch eine gute idee für mich.
    vielen lieben dank für deine hife :-)
    lg minime :-) :-)
     
  19. minime

    minime Junior-Mitglied

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    @ honey!

    - hab noch was vergessen :-)
    das man anfngs berührungsängste vor beatmungspatienten hat, kann ich gut verstehen, mir fällt er nur schwer genau zu definiren warum man angst vor beatmungspatinten hat. ist es wie du sagst nur die angst was kaputt zu machen? ist es, dass sie sediert sind? oder dass sie manchmal etwas unheimlich aussehehn? - und ich habe dich richtig verstanden, dass es dir angst genommen hat, einfach mal mit deinem praxisanleiter zu dem patienten hinzugehen ohne unbedingt über alles mögliche vorher zu erzählen?
    danke
    minime :-)
     
  20. flexi

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    Hallo minime,

    weisst du eigentlich, dass deine Beiträge nur ausgesprochen schwer zu lesen sind?
    Unsere User würden sicher bei besserer Lesbarkeit bezüglich Rechtschreibung, Zeichensetzung und vielleicht auch ggf. mal einen Absatz sicher viel mehr auf deine Beiträge reagieren.

    Versuchs einfach mal...
     
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