Expertenstandard Demenz

krankenschwesterjana

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Wißt ihr ob der Standard schon draußen ist? Oder ist der Letzte immer noch Ernährung?
Sorry, aber ich finde nur diesen Text im Netz und da stand aber kein Datum dazu:

Ein nationaler "Expertenstandard Demenz" wird derzeit für die Pflege von dementen Menschen entwickelt. Der inhaltliche Schwerpunkt dieses Standards soll auf der Ernährung und auf verhaltenstherapeutischen Pflegeansätzen liegen. Das Bundesgesundheitsministerium, das diesen Standard zusammen mit externen Pflegewissenschaftlern erarbeitet, rechnet mit mehreren Jahren Arbeit.
 

Ericher

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Hallo!
Ich bin mir nicht sicher, ob es einen Standard gibt. Ich weiß bloß, dass es bei
martin-elektotechnik einen Dementenschutz gibt, der den Alltag Demenz erkrankter Menschen erleichtert. Es handelt sich um ein Schutzengelsystem.
 

Jillian

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*Staub wegpust*

Ich möchte dieses uralte Thema nochmal rauskramen, da es ja jetzt scheinbar losgeht mit der Entwicklung des Expertenstandards zur "Pflege von Menschen mit Demenz".

Darüber gestolpert bin ich heute in einem Flyer, der ein Seminar zu diesem Thema anbietet. Schaue ich mir aber mal an, was von dem Standard schon existiert - wenig mehr als der angestrebte Titel - frage ich mich, was da gelehrt werden soll.

Meines Wissensstandes nach soll der Standard 2016 erarbeitet und 2017 vorgestellt werden. Vielleicht weiß ja jemand mehr als ich darüber bzw. hat gute Quellen, wo ich suchen könnte (da mich das Thema interessiert)?
 

WildeSchwester

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Die Internetseite des dnqp ist vielleicht eine gute Adresse.
 
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Jillian

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Da war ich schon. Ist ja naheliegend.
 

Nordlicht

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Hi Jillian,
tatsächlich steht es ja jedem frei, mit Informationen Geld zu verdienen. Und auf diesen Zug springen einige Anbieter von Fortbildungen auf.

Du hast völlig recht, dass es den Standard noch nicht gibt (wer will, kann sich derzeit noch als wissenschaftliche Leitung bewerben, d.h. in Osnabrück steht man noch ganz am Anfang...).

Insofern ist es m.E. schlecht angelegtes Geld, jetzt schon eine Fortbildung zu buchen.
 

Jillian

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Hi Britta,

Dass mich keiner missversteht: Ich habe nicht daran gedacht, die Fortbildung zu buchen. Mich wunderte lediglich, dass da von einem Expertenstandard die Rede war, den ich noch nicht kannte (der aber mMn dringend nötig ist).

Da fand ich meinen Workshop mit Naomi Feil im Frühjahr weitaus sinnvoller investiert. ;)
 

Nordlicht

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Naomi Feil... :-), habe ich vor Jahren einmal "genossen". Schön, dass sie noch unterwegs ist!
 

Jillian

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Nicht mehr lange. 2016 gibt sie ihre Abschiedstournee. Zeit wirds, ist ja auch nicht mehr die Jüngste.
 

Nordlicht

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Danke für den Hinweis, habe mir gleich die Termine für 2015/2016 angesehen!
 

Elisabeth Dinse

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Wenn ich lese, dass verhaltensTHERAPEUTISCHE Maßnahmen in einen Standard für "Laien" gepresst werden sollen, dann kommen mir sehr große Zweifel an der Sinnhaftigkeit solcher Expertenstandards. Bekanntlich werden ja diese Standards immer auf Laienniveau herunter gebrochen und dabei nicht selten völlig entstellt. Ich befürchte, dass da solche Sachen wie individuelle Kommunikation und Begleitung- so wie sie heute in vielen guten Einrichtungen gelebt wird- völlig auf der Strecke bleiben werden.

Elisabeth
 

Elfriede

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Leider gibt es nicht nur die o.g. guten Einrichtungen. Damit überhaupt noch was beim Kunden ankommt, ist das "Niewo" in den anderen vermutlich nötig. Gute Einrichtungen erfüllen den Standard mit Leben. Bleibt zu hoffen, dass der Expertenstandard dazu beiträgt, dass unruhige Bewohner nicht mehr - des nachts - in der Topfspüle geparkt werden.

Frieda
 

narde2003

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DNQP hat für den Expertenstandard Demenz gerade Mitwirkende gesucht - somit ist vor Ende nächsten Jahres sicher nicht nicht mit einem neuen Standard zu rechnenen - das ist schon sehr optimistisch.
 

Elisabeth Dinse

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Schlechte Einrichtungen setzen selten die Expertenstandards fachgerecht um. Im Gegenteil.

Kürzlich erlebt: Hausstandard sieht bei dementen Bewohnern Beckenbodentraining vor. Im Expertenstandard steht, dass ein Beckenbodentraining bei kognitiv eingeschränkten Personen nicht indiziert ist.

Wenn es schon eine qualitative Verbesserung geben soll, dann braucht es verpflichtende Ausbildungen inklusive Hospitationen in Häusern, in denen es gut läuft. Und wir wissen alle: das wird es nicht geben. Ist zu teuer. Und in die Ausbildungen gehören dann auch Inhalte wie verhaltenstherapeutische Möglichkeiten bei Demenz. Themen, die in den schlechten Häusern nicht en vogue sind. Immer noch konzentrieren sich viele Kollegen auf die somatische Rund-Um-Versorgung. Das bekommt man mit einer "Dienstanweisung" nicht weg.

Elisabeth
 

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