Existenzgründung als freiberuflicher MDK-Pflegegutachter - suche Erfahrungsaustausch

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Jakobine, 16.12.2008.

  1. Jakobine

    Jakobine Newbie

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    Hallo zusammen! :-)

    Bisher arbeite ich nebenberuflich in geringem Umfang als freiberufliche Pflegegutachterin für den MDK, was mir auch viel Freude macht.
    Jetzt würde ich diese Tätigkeit gerne hauptberuflich ausüben und suche MDK-Gutachter die diesen Weg gehen, oder gegangen sind, (oder das ebenfalls planen) und würde mich über einen Erfahrungsaustausch freuen!

    Liebe Grüße

    Jakobine
     
  2. wildonehb

    wildonehb Newbie

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    Moin,
    ich plane diesen Schritt zur Zeit auch, da ich jetzt eine Fortbildung zur Fachwirtin im Gesundheitswesen abschliesse und mich beruflich verändern möchte. Mir sagte der MDK, ich solle mich einfach bewerben und sie suchen Leute als "Freiberufler". Man werde pro Gutachten bezahlt, also steht einem keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall etc. zu. Ich möchte mir das als 2. Standbein aufbauen und meinen jetzigen Arbeitsplatz (der nicht schrecklich ist, mich aber langweilt) maximal mit einer halben Stelle behalten, sozusagen als Sicherheit.
    Mehr kann ich Dir auch noch nicht berichten, aber vielleicht tauschen wir uns ja weiterhin mal nach den Feiertagen aus.

    Liebe Grüsse:nurse:
     
  3. fury3108

    fury3108 Newbie

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    PDL
    Hallo,

    schön ein paar "Gleichgesinnte" zu treffen...:mrgreen:
    Arbeite seit einigen Jahren als PDL in einer größeren Klinik und möchte gern noch etwas "Anderes" kennen lernen. Seit einigen Wochen spiele ich mit dem Gedanken mich als freier Gutachter beim MDK zu bewerben. Könnt ihr mir etwas davon berichten??? Einarbeitung, Zeitaufwand, Verdienst etc..

    Vielen Dank schon mal und ein gutes Jahr 2009 noch...

    Grüße aus Hessen
    Robby
     
  4. habenmuss

    habenmuss Newbie

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    Hallo zusammen,

    Also ...... ich war 5 Jahre freiberuflicher Gutachter beim MDK Hessen und dem MDK Niedersachsen. Mittlerweile bin ich froh wieder eine sozialversichrungspflichtige Beschäftigung zu haben.

    Es ist ja ganz schön selbständigzu sein und sich seine Zeit einteilen zu können ... die Zahlen hören sich auch ganz nett an ... allerdings verdient das Finanzamt von Anfang an mit ... deshalb VORSICHT !!!!!

    Alle Einnahmen sind einkommenssteuerpflichtig ... 1.
    Unter bestimmten Voraussetzungen sind die Einnahmen vom MDK auch Umsatzsteuerpflichtig .... 2.
    Und last but not least ... Denkt an Kranken- und Rentenversicherung .... 3.

    Als "Nebenjob" ist es eine nette Sache, solange man nicht umsatzsteuerpflichtig wird (unter 17.500,-- im Jahr), dieser Betrag wird allerdings mit der Einkommenssteuer im nächsten Jahr verbucht und muss dann evtl nachgezahlt werden und evtl. enstehen dann auch Vorauszahlungen die das Finanzamt vierteljährlich haben will.

    Sobald man mehr als 17.500,-- Euro im Jahr dmit verdient (ist nicht schwer), ist die ganze Sache umsatzsteuerpflichtig, heisst für jedes Gutachten fallen 19% Mehrwertsteuer an die an das Finanzamt abzuführen sind. Der MDK Hessen zahlt derzeit 48,-- Euro pro Gutachten und der MDKN 42,-- Euro pro Gutachten. Hört sich nett an, ja ....... abzüglich 19%, abzüglich der Einkommenssteuer, abzüglich der sonstigen Kosten ..... hmmmmm ......wenn man nicht sehr aufpasst etwas trügerisch im Gesamtbild.

    Beide MDK´s sind immer wieder an freiberuflichen Gutachtern interssiert und wenn man das wirklich will, lohnen sich Bewerbungen durchaus und auch etwas Zeit die man investieren muss. Übrigens kann sich jede Pflegefachkraft dort bewerben und wird auch genommen ... diese Fort- oder Weiterbildungen (WBL, PDL u.s.w.) sind völlig uninteressant wenn die sozialen Kompetenzen passen.

    Die Einarbeitung beim den MDK´s die ich kenne ist fast gleich .... ein bis drei Tage volles Programm in der Theorie, dann ein paar Gutachten mit einem internen Gutachter mitfahren, der ist dann auch der Mentor für einige Zeit ... und dann eben die ersten Gutachten alleine erstellen die natürlich erst Gegengelesen werden bevor sie zur Kasse kommen. Wenn dann alle Fehlerchen behoben sind werden die Gutachten völlig selbständig erstellt und an die Kassen übermittelt, dann erfolgt im Rahmen der Qualitätssicherung nur noch eine stichprobenartige Überprüfung (hier schneiden die Gutachten der externen Gutachter grundsätzlich schlechter ab als die der internen , komisch ...:-) ).

    Der MDKN stellt ein Laptop (der geleast und bezahlt werden muss ... 45,-- Euro pro Monat) mit der entsprrechenden Software zur Verfügung. Hier ist recht viel noch selbst zu schreiben, was sich aber mit etwas Übung mit Textbausteinen gut lösen lässt, zur Verfügung. Der MDK Hessen stellt nur die Software (kostenlos) zur Verfügung ... hier muss man dann seinen eigenen Laptop einsetzten. Durch Multiple Choice Verfahren sind diese Gutachen wesentlich schneller zu erstellen.

    Als externer Gutacher für den MDKN kann sich sicher sein keine Kindergutachten und keine Widersprüche bearbeiten zu müssen. Hier kommen also nur Erstanträge, Höherstufungen oder Nachuntersuchgen in Betracht ... benötigte Zeit pro Gutachten (mit etwas Übung: 1 - 1,5 Std.).
    Beim MDK Hessen können, je nach Ausbildung, auch Kindergutachten dazu gehören ... Zeitaufwand (für mich als Altenpfleger) mind. 2 Stunden und standardmässig gehören auch Widersprüche zum Auftragsumfang .... der Zeitaufwand ist deutlich höher und immer abhängig vom Umfang und dem "gutachterlichen" Ermessen wo man dann eben hin will. Ein "normales" Gutachten für den MDK Hessen ist in 45 - 60 Minuten abgearbeitet.

    Viel Spaß, viel Erfolg ... und vorher auf jeden Fall mit einem guten Steuerberater reden ....

    P.S.
    Wenn "man" bereit ist sich einen 12-14 Stunden Tag einzurichten sind täglich 8-10 Gutachten "machbar" und ein Umsatz von 7-10.000,-- Euro pro Monat nicht unmöglich. Das ist dann aber auch (bzw. war meine aboslute Grenze) schon der Höhepunkt. Man ziehe die 19% ab, erechne sich die Einkommesnsteuer, errechnet sich den Beitrag der Krankenversicherung, nimmt die Rentenversicherung dazu ..... es wird nicht mehr als für eine festangestellte PDL in einem 150 Betten Haus :-)
     
  5. freisteph

    freisteph Newbie

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    Hi Leute,

    eine Frage an die Leute die sich da auskennen.
    Arbeite auf freiberuflicher Basis in verschiedenen Einrichtungen (Intensiv) und daher Umsatzsteuerbefreit.

    Nun habe ich ein Angebot als MDK Gutachter zu arbeiten ebenfalls freiberuflich.
    Wie ist das da mit der Steuer? Was bleibt da hängen wenn man als Beispiel 40 Euro pro Gutachten bekommt? Habe gelesen das es da die Grenze bis 17500 Euro gibt. Da drüber fällt Umsatzsteuer an,richtig? Also müßte ich im Jahr unter den 17500 Euro bleiben für gutachterliche Tätigkeiten und brauche dann keine Umsatzsteuer zahlen? Oder wird in den 17500 Euro die Intensivtätigkeit dann mitgerechnet und ich muß dann auf alles Umsatzsteuer zahlen???

    Vielen Dank schonmal
     
  6. habenmuss

    habenmuss Newbie

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    Zur Ermittlung der Umsatzsteuerpflicht werden alle Einkünfte aus selbständiger oder freiberuflicher Tätigkeit zusammen gerechnet.

    Die "Grenze" von 17.500,-- Euro ist richtig, bezieht sich aber auf das 1. Jahr der Selbständigkeit, im 2. Jahr muss man dann unter 50.000,-- Euro bleiben.

    Bei Umsatzsteuerpflicht werden von jedem Gutachten 19% Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) fällig und das Ganze unterliegt nach einem Jahr natürlich auch noch der Einkommenssteuer.
     
  7. freisteph

    freisteph Newbie

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    Da bleibt ja nicht wirklich viel hängen, wie ich hier oder woanders gelesen habe verdient man da ganz gut.:schraube:

    Wieviel Gutachten macht Ihr denn so im Schnitt am Tag fertig???
     
  8. surie1981

    surie1981 Newbie

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    stellv. pflegedienstleiter , ambulanter dienst
    hallo, ich habe mich vor kurzem beim mdk als freiber. pflegegutachter beworben. kannst du mir sagen wieviel ich ca. verdiene bei so 5 gutachten pro Tag.
    wie komme ich an die kunden heran? gibt es da soetwas wie eine liste wo ich mir die kunden aussuchen kann???gibt es vorgaben vom mdk wieviele gutachten in einem bestimmten zeitraum geschrieben werden müssen?
    kann man auch am we begutachten?
    ..... viele fragen:-) aber ich habe an deinem beitrag gemerkt das hier ma endlich einer ist der ahnung hat!!!:-)

    und woher weis ich was ich anfangs alles beachten muss???? betr. versicherung einkommenssteuer, Umsatzsteuer etc. kommt das finanzamt auf einen zu oder wie ist das. viel ahnung habe ich nicht da ich noch nie freiberuflich gearbeitet habe. möchte diesen schritt aber unbedingt gehen und will mich da voll reinhängen. deswegen kann ich soviele infos gebrauchen wie nur geht:-)
    würde mich freuen wenn du mich ein wenig beraten könntest.
     
    #8 surie1981, 05.02.2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 07.02.2013
  9. narde2003

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    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
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    HOKO
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    Leitung HOKO
    Hilft dir das weiter? In dem Thread steht auch noch einiges.
     
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