Ethikkomission gründen!

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Katecholaminchen, 26.11.2013.

  1. Katecholaminchen

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    Hallo ihr Lieben,

    Heute nahm ich an einer innerbetrieblichen Fortbildung mit dem Thema Palliativmedizin teil.
    Dabei kam es unter anderem zu hitzigen Diskussionen über einige Dinge, die beispielsweise im Rahmen Sterbebegleitung, Aufklärung von palliativen Patienten und generell bei der Betreuung von Patienten verschiedener kultureller und religiöser Gruppen einfach immer wieder nicht zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten laufen bzw. einfach verbesserungswürdigt erscheinen. Ethische Fragen werfen sich immer wieder in allen Bereichen unseres Hauses auf und viele interessieren sich bei uns auch für diesen Bereich.

    Nun haben viele Teilnehmer der IBF die Gründung einer Ethikkomission als sinnvoll erachtet, einfach um unserem Haus Ansprechpartner bei Fragen rund um Ethik im Pflegebereich zu stellen aber auch zur Unterstützung des ärtzlichen Teams und natürlich um der Patienten willen.

    Bisher gibt es sowas in unserem Haus der Akut- & Regelversorgung nicht.
    Nun meine Frage, ich möchte gerne dass das anläuft.

    Kennt sich jemand von euch mit der Gründung einer solchen Institution aus? Welche Vorraussetzungen müssen die Mitglieder der Kommission erfüllen? Wie läuft das bei euch im Haus? Brauchen wir die Zustimmung der PDL, des Betriebsrats, der Geschäftsführer?
    Läuft das dann wie Pflegekonsile? Brauchen wir eine "leitung"? Bedarf es einiger Leute die die Weiterblidung zur Ethikberater/in im Gesundheitswesen haben?

    Mir ist es ein hohes Anliegen dass diese Idee endlich in Taten umgesetzt wird, es wird soviel geredet und so wenig letztendlich in die Tat umgesetzt.

    Ich denke das alle, vor allem unsere Patienten, von einer solchen Einrichtung wirklich profitieren könnten.
    Ich wäre euch um ein paar Tipps, Beispiele aus neuren Häusern und Vorschläge sehr dankbar..

    :-) Danke euch schonmal im Vorraus :mrgreen:
     
  2. Susi_Sonnenschein

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    Meines Erachtens braucht ihr da schon die Zustimmung von PDL und GF, es sollte ja auch möglichst viele Berufsgruppen (Pflege, Ärzte, Seelsorger) darin sein. Lies mal hier nach: http://www.krankenschwester.de/forum/intensiv-anaesthesiepflege/28279-frage-ethik-konsil.html . So etwas macht nur Sinn, wenn das Haus und alle Fachabteilungen damit einverstanden sind. Bei uns hat die Einführung leider wegen dem Widerstand einiger Chefärzte noch nicht fürs ganze Haus geklappt.
     
  3. Katecholaminchen

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    Vielen Dank für deinen Beitrag und sehr schade dass es bei euch nicht funktioniert hat. Wie seid ihr denn beim "Ins-Boot-holen" so vorgegangen? Ich denke mit dem Dozenten der heutigen FB unserem Palliativmediziner hätten wir zumindest schonmal einen ärztlichen Ansprechpartner. Bei uns steht ja erst mal die Idee, nichts Konkretes, sozusagen in den Kinderschuhen. Wenn du Lust hast kannst du mir ja mal schildern wie ihr damals eure Kommission ins Leben rufen wolltet? Danke dir nochmals :-)
     
  4. Susi_Sonnenschein

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    Bei uns haben die chirurgischen Fachabteilungen da nicht mitgemacht und ohne die hat es keinen Sinn, da sie gerade bei uns auf der Intensiv einen Großteil der Patienten ausmachen. Leider wurde es dann auch wieder, durch Umstrukurierungen in der PDL, aus der Prioritätenliste gestrichen, es steht aber für nächstes Jahr nochmal an. Vielleicht haben wir dann nach fast 4 Jahren mehr Glück.
     
  5. Maniac

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    Vorgaben gibt es keine! Woher auch, ihr und viele andere hattet ja bisher auch garkeines.
    Natürlich muss der Geschäftsführer zustimmen ;)
    Ob der Betriebsrat dort irgendwelche Rechte hat weiß ich nicht, das müsstest du mal googeln. Es schadet aber sicher nicht ihn mit ins Bott zu holen.
    Ansonsten macht eine interdisziplinäre Kooperation natürlich Sinn und Personen mit ethischem Hintergrund (sag ich mal so salopp) ebenfalls.
    Und eine "Leitung" brauchts immer irgendwie, in welcher Form auch immer. Aber das wird euer Geschäftsführer sicher dann regeln (lassen).
     
  6. Katecholaminchen

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    Ja also interdisziplinär soll das Ganze auf jeden Fall werden, muss ja! Wisst ihr ob man gewisse Personen benötigt die eine fundierte Ausbildung auf dieser Ebene haben? Persönlich würde ich mich sehr für die Weiterbildung Ethik im Gesundheitswesen interessieren...Nun gut ich werde mich mal mit den heute Anwesenden zusammensetzen und darüber diskutieren wie wir weiter vorgehen. Wenn noch andere hier Vorschläge haben oder Tipps wie es bei euch im KH so läuft oder aufgebaut ist, gerne her damit :-)
     
  7. Maniac

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    Ja, sag ich doch: Nein ;)

    Aber wenn du die Einrichtung vorträgst, pack auch direkt deine WB/FB da mit rein.

    Edit: Noch als Tipp: Wenn ihr da an die konkrete Planung geht, achtet darauf, dass ihr Zugang zu einem Juristen bekommt. (Und denkt an einen Seelsorger oÄ)
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Welches Ziel verfolgt ihr? Was genau soll die Ethikkomission bewirken? Auf was soll sie Einfluß nehmen?

    Elisabeth
     
  9. Katecholaminchen

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    Ich stelle einfach immer wieder fest dass einiges in unserem Haus in ethischer Hinsicht immer wieder als verbesserungwürdig erscheint und wir keinen Ansprechpartner für solche Fragen haben. Ausserdem möchten wir in unserem Haus das Personal von Pflege bis Ärtze für ethische Fragen sensibilisieren und einem jeden interdiszipilinär ein Beratungsangebot bieten. Ich stelle mir ausserdem vor dass das Komitee regelmäßig tagt um z.B. aktuelle Vorkomnisse zu diskutieren. Ich denke ethische Fragen konfrotieren uns immer wieder in der medizin bzw in unserem pflegerischen Alltag und so manch einer weiss vielleicht nicht wie soll ich damit umgehen, wie soll ich mir meine Meinung darüber bilden und mich dann ggf. korrekt verhalten? Ausserdem denke ich es wäre unter anderem hilfreich da wir in naher Zukunft auch eine Zertifizierung anstreben. Ich stelle mir auch vor dass in unserem Ethikkomittee verschiedene Berufsgruppen mitarbeiten, dh. Ärzte, Pflege, Leitungen, Seelsorger, Sozialdienst.
    So stelle ich mir das vor. ich denke es bringt einem jedem etwas, den Mitarbeitern , unseren Patienten und unseren Angehörigen. Und ethische Fragen sind einfach, wie bereits oben erwähnt in einem Beruf indem man stets mit Menschen zu tun hat an der Tagesordnung. :-)
     
  10. kräuterfrau

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    Hallo Katecholaminchen: Ich sitze bei mir im Krankenhaus im Ethikkomitee.

    Wir haben 14 Mitglieder, aus jeder Fachdisziplin einen Vertreter aus Pflege, Oberärzte aus Fachdisziplinen: Gynäkologie, Innere Medizin(Spezialist in Onkologie und Palliativ Medizin, Geriatrie, Chirurgie), einen Pfarrer/Seelsorger, einen Sozialarbeiter und als Dauergast sitzt immer eine Richterin bei uns.

    Wir treffen uns alle 3 Monate und treffen Entscheidungen über brisante Themen und den Standpunkt unseres Hauses dazu. Diese werden dann als Dokumente an die jeweiligen Fachabteilungen geschickt.

    Einzelne Entscheidungen treffen wir in den Ethischen Fallbesprechungen. Die Probleme in der Behandlung der Patienten werden erstmal überprüft nach Sara Fry. Oft verstecken sich hinter den vermeintlichen ethischen Problemen, strukturelle oder fachliche Probleme. Dann sammeln wir Informationen und führen die Ethische Fallbesprechung nach dem Nimwegener Modell:

    http://www.dbfk.de/regionalverbaende/no/bildung/Ethische_Fallbesprechung---Reeck.pdf

    (so in etwa)

    Alle Mitglieder die sich an den Ethischen Fallbesprechungen beteiligen haben eine Fortbildung.

    Der Gründung des Komitees stand Arbeit der QM Arbeitsgruppe vorraus.
     
  11. Katecholaminchen

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    Hallo Kräuterfrau,

    Danke für deine Antwort, das klingt in etwa so wie ich mir das ganze auch vorstelle jedoch wird es mit Sicherheit ein weiter Weg sein bis alles in die Wege geleitet ist und funktioniert. Ich sehen das genauso wie du dass vermeintlich ethische Fragen oft auch mit Unsicherheiten und Unwissenheiten zu tun haben, ich finde es daher super wenn es eine Anlaufstelle gäbe die sich mit solchen Dingen fachlich auseinandersetzt. Im QM wurde bei uns bisher da keine Vorarbeit geleistet. Vielleicht wäre es auch sinnvoll ersteinmal eine AG Ethikkommission zu gründen...Ich werde mich jetzt mal über die WB zur Ethikberaterin informieren und nochmals mit den gestrig Beteiligten über unsere weiter Vorgehensweise sprechen. ich danke euch für alle bisherigen hilfreichen Antworten. :-)
     
  12. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Hallo Katecholaminchen,

    damals hatte das Haus eine Palliativstation und im Rahmen der KTQ Zertifizierung wurde es angedacht auch ein Ethikkomitee zu gründen. Damals war die QM-AG zahlreich und in der Lage das zu bewältigen. Ich bin leider kein guter Manager, aber ich glaube eine Ethikkomitee AG wäre nicht schlecht. Sonst glaube ich Stationsleitung und PDL wären die ersten Ansprechpartner. DBfK bietet Fortbildungen in dem Bereich. Aber auch Deutsche Gesellschaft für Palliativ Medizin etc.

    Im KEK ist viel Herzblut von mir und ich wünsche Euch viel Spaß und Erfolg dabei.
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Und da sehe ich das Hauptproblem. Pflege kann sich zwar austauschen und sich im Rahmen einer Kollegialen Supervision entlasten. Sie kann aber keinen Einflus auf Diagnostik und Therapie nehmen.

    Es braucht hier nicht das mittlere und obere Pflegemanagement. Hier ist die Unterstützung der Ärzte gefragt. Die muss man ins Boot holen. Der Seelsorger, der Chef-/Oberarzt der Pallitaivstation und, wenn vorhanden, der Psychiatrische Konsiliardienst dürfte gute Verbündete sein bei der Überzeugung der ärztl Instanzen udn der Verwaltung. Schlussendlich muss das Haus dieses Gremium ja auch finanzieren.

    Alles in allem- man braucht einen langen Atem. So was stampft man net in wenigen Wochen aus dem Boden. Wäre vielleicht ein gutes Projekt im Rahmen- welcher Weiterbildung auch immer.

    Elisabeth
     
  14. Katecholaminchen

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    Hallo Elisabeth,

    Die Idee enstand gestern im Rahmen einer Palliativmedizin-IBF, die vom OA unserer geriatrischen Abteilung, einem Palliativmediziner, geleitet wurde.
    Er wurde in das Gespräch über die Gründung einer KEK auch im Zuge dessen miteingebunden und ich denke seine Unterstützung würden wir definitiv haben.
    Auch unser OA der Inneren Abteilung ist Palliativmediziner und zu den Anästhesisten haben wir ebenfalls einen sehr guten Draht.

    Die psychiatrische Abteilung ist bei unser leider ausgegliedert und gehört nicht direkt dem KH an, jedoch denke ich dass deren Leiterin sicher auch irgendwie ins Boot zu holen wäre. Ich denke auch dass mehrere Angehörige aus der Pflege ratsam wären, da wir ja direkt am und mit den Patienten sind und vieles einfach aus einer anderen Sicht sehen bzw. erfahren. Da gibt es doch sicher keine Vorschrift wieviele Pflegekräfte im KEK letztendlich sitzen dürfen?!?

    Mir ist durchaus bewusst dass man das nicht in wenigen Wochen aus dem Boden stampfen kann ich sehe das Ganze sehr realistisch - aber ich denke die Gründung einer AG wäre hier ersteinmal ratsam, schliesslich muss einer ja mal anfangen damit letztendlich etwas entsteht!!!
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Dann hast du doch schon mal eine gute Ausgangsposition. Tu dich mit den Ärzten zusammen und bleib am Ball.

    Sicher gibt es keine Vorschriften, wie viele PKs nun zulässig sind. Die Qualität der Arbeit einer Ethikkomission hängt aber nicht von der Anzahl der Pflegekräfte ab sondern von den Möglichkeiten auf ärztl Entscheidungen Einfluß nehmen zu können. Und da haben Pflegekräfte nun mal schlechte Karten.

    Elisabeth
     
  16. Katecholaminchen

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    Ich habe nicht vor von Anfang an klein beizugeben :-) Aber ich denke mehr als 1 PK in der KEK wäre ratsam denn die Ärzteschaft ist ja auch zu mehrt. Sonst darf ich alleine den Don Quichoten spielen :D Ich geh da aber mal mit einer ganz zuversichtlichen Sicht rein in die Sache. Ich denke der Ansatz ist da und ich hab jetzt ein paar Tipps bekommen.

    Danke euch dafür :-)
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Don Quichotte... soll die Pflege in der Ethikkomission den Retter für die Todgeweihten spielen? Oder warum ist dir so wichtig, dass mehr Pflegekräfte dabei sind? Aus dem medizinischen Bereich wird wohl auch net eine Klinik die meisten Mitglieder stellen- oder doch?

    Pflege ist EIN Mitglied einer solchen Gruppe. Und als gleichberechtigtes Mitglied ist das viel wert.

    Elisabeth
     
  18. Katecholaminchen

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    Wieso denn "Retter für die Todgeweihten"? Was meinst du denn damit, kümmert sich eine KEK etwa nur um die Belangen "Todgeweihter"?
    Ich finde Ethik ist ein viel breitgefächetes Feld und begegnet uns im Berufsalltag nicht nur in der Pflege und Betreuung von Palliativpatienten wenn du das damit gemeint hast.

    Mir ist es wichtig das die Pflege in der KEK dabei ist, da wir AM Patienten sind und nunmal die meiste Zei mit ihnen und den Angehörigen verbringen, was vielleicht im ein oder anderen Fall zu einer besser Zielführung, Aufklärung oder sonstigem führen kann. Wir vertreten einfach oft einen anderen Standpunkt und Sichtweise. Also warum soll man sich nicht einen "Partner" aus seiner BG dazuholen. Ich möchte ja auch keine Mehrheit. Du beschreibst ja selbst in deinem Beitrag dass es die Pflege nicht immer leicht hat auf ärztliche Entscheidungen Einfluss nehmen zu können. Und wie schon oben beschrieben möchte ich nicht nur Pflegende, sondern auch Ärzte, Sozialdienstmitglieder etc. mit in die KEK holen. Ich denke auch nicht dass die Quantität der Mitglieder eine gute KEK prägt, sondern die Qualität! Dies gilt für alle Berufsgruppen die in ihr vertreten sind. :-)
     
  19. krodi

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    Bei uns im KH gibt es keine Ethikkommission, aber durchaus ethische Fallbesprechungen. Normalerweise geht es da um Dialyseabbruch, "Was macht man nach massiver Hirnblutung?", PEG, parenterale Ernährung oder Ähnliches. Normalerweise sind da Angehörige, Arzt, Pflege und noch eine andere Profession z.B. Sozialarbeiter dabei. Also sozusagen die Spar- und Primitivvariante einer Ethikkommission. Aber wir sind ja auch ein sehr kleines Krankenhaus der Grund- und Regelvesorgung im Land der Sparer nicht allzuweit von dir weg.
     
  20. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    @ED: Wenn es um Therapia Maxima oder Therapia Minima geht ist das sehr oft eine fachliche Frage und ganz klar in den Händen der Ärzte. Es geht aber auch um andere Probleme. Und wir als Komitee nehmen zusammen die Stellung. Dies ist aber nie eine entgültige Entscheidung. Das Ziel ist, dass der Patient oder seine Angehörigen eine Unterstützung in der Entscheidungsfindung bekommen. Deswegen überprüfen wir erstmal ob sich dabei überhaupt um ein ethisches Problem handelt.

    Oft geht es aber einfach um die "Umgangsfragen" und da hat die Pflege durchaus ihre Daseinsberechtigung. Alle Mitglieder aus Bereich Pflege außer mir, haben mindestens eine Fachweiterbildung. Ich bewerbe mich um einen Studiumplatz ab Oktober 2014(werde aber nie ins Management gehen, ist einfach nicht meine Sache)

    Wir haben unter anderem bei Sitzungen über Themen wie Pille Danach, Umgang mit Patienten anderer Religionszugehörigkeit(ich bin bei einem kirchlichen Träger, also ging es darum Kreuz abhängen/stehen lassen), Angebote der Seelsorge, Umgant mit Patientenverfügung(wann wird abgefragt, wie wird dokumentiert, wer hat Zugriff...).

    Stets wurden hatten wir auch juristischen Beistand.

    Wenn es um die Fallbesprechungen geht, sie werden immer von einer Person ausm KEK moderiert, die kein Mitglied des behandelnden Teams ist.
     
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