Essen im Krankenhaus

Jacaranda

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Praxislehrkraft BFS
Hallo, wie ist das bei euch? Überall wird gespart. Auch in der KH Küche. Bei uns gibt es z.B. abends nur noch kalt. Also auch Pudding bzw Brei.Suppe garnicht mehr. Angeblich in den andeten Häusern auch nicht mehr? Keiner würde sich beschweren?
 
Hallo,

bei uns im Haus ist das normale Abendbrot auch kalt. Suppe und Brei gibt es aber je nach Kostform für einzelne Patienten.

Gruß
Die Anästhesieschwester
 
Bei uns können die Patienten alles frei wählen. Morgens stellen sie ihr Frühstück zusammen. Dann gibt es immer zwei Mittagsmenüs, die sie aber entweder komplett ersetzen können, oder Komponenten austauschen (Karotten anstatt Kartoffeln, ein Kotelett anstelle einer Putenbrust etc.). Am Abend gibt es ein festes Menü oder etwa 6-8 verschiedene Alternativen (Salatplatten, Käseplatten, Fleischplatten, Nudeln mit Sauce etc.)

Und das Essen schmeckt gut ^^
Heute gabs Hähnchenschenkel an Estragonsauce mit Kroketten und Mischgemüse zu Mittag. :mrgreen:
 
Bei uns gibt es als Sonderkost auch Suppe oder Brei am Abend - allerdings wird alles mit runtergehkühlt, (denn der Wagen mit dem Abendessen ist um 14:00 Uhr schon da) und von uns dann nach Bedarf in der Mikrowelle aufgewärmt.
 
Das kostet aber auch Zeit das Essen aufzuwärmen?!
 
In welcher Region in Deutschland ist es eigentlich üblich, abends stets eine warme Suppe zu essen. Ich kenne das nur, wenn man am Mittag nix warmes bekommen hat bzw. man, aus welchen Gründen auch immer, kein Brot essen kann. Resteverwertung lass ich mal außen vor.

Elisabeth
 
Ich weiß nicht, ob das mit der Region was zu tun hat. Aber als Alternative zu Wurstplatte wäre es doch manchmal nicht schlecht.
 
Ich kenne es aber auch nur so (auch schon von zu Hause), dass es Abends kalt gibt. Und ich finde eigentlich, dass eine Auswahl zwischen Wurst, (Frisch)käse und Marmelade völlig ausreichen.
Suppen und Breis jederzeit, je nach Kostform.
Wer isst denn schon jeden Tag zu Hause Mittags und Abends warm? Ich denke die wenigsten. Ich hab auch noch nie einen Pat. sich beschweren hören.

Das Essen ist essbar, manchmal mehr, manchmal weniger.
Bei uns macht die Essensbestellung die Küche (in Absprache mit der Pflege wegen Kostform), das Essen wird morgens und mittags von einer Hauswirtschafterin ausgetragen.
 
In der Regel gibt es bei uns Abends auch nur kalte Küche. Ausnahme sind natürlich Brei, Pudding und Suppe, die kann der Pat. (wenn es die angeordnete Kostform zulässt) zu jeder Mahlzeit bestellen und die sind warm.
Als wöchentlichen Standard gibt es Dienstag abends immer warmen Fleischkäse.
Insgesamt wird bei uns am Essen nicht gespart, weder beim Pat. noch beim Personalessen.
 
Das kostet aber auch Zeit das Essen aufzuwärmen?!

Wir haben ja nicht immer jemand der abends Brei oder Suppe hat. Und die Schüssel in die Mikro stellen und nach 3-4 Minuten wieder rauszuholen geht nebenher.
Zeitraubender ist es bei uns Mittwochs, da gibt es meist Würste und die sind ja auch runtergekühlt. Und manchmal - je nachdem mit wem ich Dienst habe und wie's die Zeit erlaubt - werden die dann auch in der Mikro im Wasserbad warm gemacht (ja, ja, für unsere Patienten tun wir alles :beten: - wobei: ich wollte die kalt oft auch nicht essen).
 
Krankenhaus ist nun mal kein Sternehotel. Das SGB V gibt vor, wo es lang geht. Und ich denke, bei den kurzen Liegezeiten kann man auch mal auf sein heimisches Süppchen verzichten. Und wenn es gar nicht geht... es gibt heutzutage ja schon Alternativen im Supermarkt zu kaufen.

Elisabeth
 
Bei uns gibt's nur kalte Küche am Abend.
 
Nicht nur in der Schweiz gibt es warme Gerichte am Abend, sondern auch in Deutschland z.B. im Südwesten Deutschlands. Das ist wohl von der Schweiz rübergeschwappt, aber ich finde es toll, vor allem für Onko- Pat. die oft garnicht mehr wissen, was ihnen so behagt und die können komplett frei wählen. Es gibt dahingehend vielfäligte Angebote und die freuen sich, weil sie nicht den Einheitsbrei essen müssen, was ihnen, wenn sie das mehrere Monate jeden Tag essen müssten, voll durchdrehen würden. Vor allem in der hämotologischen Onko und nach Stammzelltransplantationen ein tolles Angebot, wie ich live erleben durfte. Da wird und wurde mitgedacht: Tip top:-)
 
Abends nur kalt, beim Essen wird genauso gespart wie bei allem anderen.
 
Zu jeder Wahlkost gibt es abends klare/ gebundene Suppe sowie Brei mit Kompott, als Zusatzoption.
Kommt jeweils kalt auf Station, muss in der Mikro aufgewärmt werden.
Regulär kommt das abends aber nicht mit.
Und ja es hält auf, wenn die Hälfte der Gäste oder noch mehr sich abends zusätzlich für Suppe/Brei entscheidet, weil es das halt gibt, ohne dass man es braucht - es verzögert das austeilen schon ordentlich und die Wege sind länger.
Genau das hatten wir bis vor ein paar Jahren, es gab dann eine Änderung, seitdem wird's nur noch auf Nachfrage angeboten, nicht mehr generell.
Vor dem Personalabbau in der Küche kamen Suppe und Co. abends auch noch warm auf Station. Die Zeiten sind vorbei.
 
Wir jammern, dass wir zu wenig Personal vor Ort sind- möchten aber unbedingt noch in der Küche an der Microwelle stehen. Versteh einer die Pflege. Lieber haushälterische Tätigkeiten als professionelle Pflege. *kofschüttel*

Elisabeth
 
... Lieber haushälterische Tätigkeiten als professionelle Pflege. *kofschüttel*Elisabeth

??? Die Änderung damals kam, WEIL wir von der Pflege das massiv kritisiert haben. Diese Suppen für jeden, jeden Abend.
Psst, nicht verraten, aber: Wir haben früher die Suppen schon des öfteren vom Tablett genommen. Nach Vorabüberlegungen.
Heute ist es ja so, dass diese haushälterische Tätigkeit, sofern sie denn nötig ist, TATSÄCHLICH von einer Hauswirtschaftskraft erbracht wird.
 
Bei uns gibt es auch nur kalt am Abend.
Servicekräfte haben wir leider auch nicht dafür. Die haben bei uns patientenferne Tätigkeiten.
 
@amezaliwa- ich meinte nicht dich.

Elisabeth
 
Ich war völlig entsetzt, als ich die Stelle wechselte und abends plötzlich Suppen warm machen musste und Tee (morgens Kaffee) selber einfüllen musste in die Tassen. Und es nervt mich noch heute. Da ich auf einer Gastroenterologie arbeite und etliche Patienten nur flüssige Nahrung zu sich nehmen dürfen und Suppen und ähnliche Nahrung kalt ungenießbar sind hält das manchmal richtig auf. Bei uns ist der Wagen für das Bendessen auch bereits gegen 13:30 fertig bestückt.
Nun steht aber als nächster Punkt auf meiner to Do Liste beim nächsten Gespräch mit CA abzusprechen ob es da andere Alternativen gibt und weiches Brot und Suppe wirklich so einen großen Unterschied machen.
Ein wirklich warmes Menue gibt es bei uns nur an hohen Feiertagen, das bereitet aber dann die Küche zu
 

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