Erwärmen der enteralen Ernährung?

Gaby

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Wie verabreicht ihr enterale Ernährung?


Bei uns an der Station wird Nahrung oft mittels Perfusor verabreicht. Sei es über einen kurzen Zeitraum (30 bis 60 Minuten) oder auch kontinuierlich. Natürlich immer mit bestimmten Sicherheitsauflagen, speziell markiert ....

Oder auch kontinuierlich mittels Ernährungspumpe!

Gerade bei Kindern haben wir uns oft gefragt, ob es Sinn macht – die Nahrung zu erwärmen? Dabei hatten wir uns folgendes überlegt. Die Line doppelt zu nehmen und die zusätzliche Line bevor die Nahrung zum Kind kommt – mittels Wärmespirale anzuwärmen. Dann kam die Frage – züchten wir so Keime? Tun wir dem Kind damit etwas Gutes? Wir haben keine Literatur zu diesem Thema gefunden! Sind aber dieser Frage intensiv nachgegangen und haben von unserer Idee dann Abstand genommen!

Was haltet ihr davon? Habt ihr vielleicht Literatur? Macht es Sinn die Nahrung kurz bevor sie zum Kind kommt anzuwärmen? Oder züchten wir damit nur Keime?

Freue mich auf einen regen Austausch – nicht nur von den Kinderschwestern!

Schicke euch liebe Grüße aus Wien

Gaby
 

carmen

Poweruser
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Hallo Gaby,
wie Du weißt, kann ich nur über die Erwachsenen-Krankenpflege schreiben.
Auch auf unserer Station kam diese Frage schon öfter auf, ob man vielleicht die Sondenkost zur parenteralen Ernährung anwärmen sollten, um sie vielleicht etwas verträglicher für den Pat. zu machen.
Im Team kamen wir da auf keinen Nenner, also befragten wir uns bei der Herstellungsfirma. Dort bekamen wir zur Antwort, dass angewährmte Sondenkost a( Keime züchten würde und b) wichtige Inhaltsstoffe zum Teil oder ganz zerstört werden würden.
Wir bekamen den Rat, die Sondenkost bei Zimmertemperatur zu verabreichen. Und so halten wir es auch.

Liebe Grüße aus Kiel

Carmen
 

Tigermaus

Stammgast
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Hallo!
Ich schließe mich hier Carmen an! Im Unterricht haben wir gelernt das sie Sondenkost bei Zimmertemp. gelagert werden soll und auch in diesem Zusatand den Pat. verabreicht wird. So ist die SK am verträglichsten für den Pat.
Jetzt hab ich mir ein paar gedanken gemacht wie es mit dem erwärmen aussieht. Gaby schreibt ja, daß es kurz vor eintritt in den Körper erwärmt wird; ich könnte mir vorstellen das durch stetige diskonektionen am Sondenanfang egal ob bei Magensonde oder PEG sich viele Keime tummeln, die dann natürrlich durch die Wärme und Glucosegehalt der SK sich wie im Schlaraffenland fühlen. Gerade dann, auch wenn es für einen gesunden Menschen keinerlei auswirkungen hat, sich bei kranken, vorallem kindern wo das Imunsystem noch nicht so gut ist, zu zusätzlicher Organismusbeeinträchtigungen kommt.
 

Gaby

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Hallo,


zuerst einmal Danke für eure Antworten!

Wir haben sehr selten Sondenkost – wie ihr sie verwendet. In der Regel verabreichen wir Muttermilch, Muttermilchersatzprodukte, Heilnahrung oder Pregomin (Alfare) über die Sonde!

Diese wird bei uns in der Milchküche zubereitet, für 24 Stunden und kommt dann in den Kühlschrank – so können wir sie ohnehin nicht verabreichen. Das heißt – wir müssen sie vorher wärmen. Da kommt es öfter mal zu der Frage – Mikrowelle ja oder nein? Oder doch der Flaschenwärmer? Ich bin mittlerweile dazu übergegangen Muttermilch im Flaschenwärmer zu wärmen!

Die Kinder die bei uns Sondenkost bekommen, sind älter. Diese wird bei Zimmertemperatur gelagert und so auch verabreicht!

Ich hätte meine Frage genauer formulieren sollen! Daher freue ich mich auf weitere Anregungen, Diskussionen von euch!

Schicke euch liebe Grüße aus Wien, wünsche euch ein schöne Woche!

Gaby
 

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