Erstes türkisches Pflegeheim in Berlin

Dieses Thema im Forum "Gesellschaftliche Fragen zur Altenpflege" wurde erstellt von Horst_Sprenger, 04.08.2010.

  1. Horst_Sprenger

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  2. Philipp Tessin

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    Zum Thema allgemein:
    Auf der einen Seite kann ich gut das Bedürfnis verstehen, dass Menschen ihrem entsprechendem Kulturkreis nach gepflegt werden möchten. Allerdings sehe ich Einrichtungen dieser Art kritisch (nicht zwangsläufig ablehnend, aber kritisch), da ich befürchte, dass dadurch die Integration, oder sogar Assimilation, dieser Menschen in unserer Gesellschaft noch weiter erschwert wird (Stichwörter: Parallelgesellschaft, Ghettoisierung).
    Auf der anderen Seite sehe ich aber durchaus einen Bedarf an interkulturell kompetenter Pflege. Fände es aber eigentlich wünschenswert, wenn diese Pflegekompetenz sich eher in Einrichtungen wiederfindet, die allen Menschen offen stehen.
    Gruß
    Philipp Tessin
     
  3. Horst_Sprenger

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    Wollen wir mit 60 und 70 jährige noch über Integration reden?
    Sehen wir nicht auch, das es in vielen Bereichen mit der Integration nicht funktioniert?

    Gruß
    Horst
     
  4. narde2003

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    Wie ist es auf Mallorca? Da gibt es deutsche Arztpraxen, Pflegedienste und so weiter, also warum nicht hier ein türkisches Altenheim.

    Wer 30 Jahre in Deutschland gelebt hat und noch nicht integriert ist, wird es auch im Alter nimmer tun.

    lg
    Narde
     
  5. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    es gibt immer noch genuch alte Menschen, die schon soo lang hier leben, jedoch der Sprache nur unzureichend mächtig sind, die in einer Akutklinik einen jungen Angehörigen brauchen um überhaupt vernünftig behandelt werden zu können.
    Vergisst mancher nicht auch im Alter die Fremdsprache?
    Also grundsätzlich freu ich mich erst mal für die Menschen, die ansonsten nur wenig kommunizieren können, weil zuwenige Menschen da sind die ihre Sprache sprechen, stell ich mir furchtbar vor, im Alter noch mehr.
    Die meisten türkischstämmigen Menschen werden aber weiter in der Familie leben, der Familienzusammenhalt ist, sollt' mich sehr täuschen wenn sich das geändert hat, außerordentlich groß.
    Bin grad am überlegen in welchem Heim ein Gebetsraum zu Verfügung steht, der auch nur im weitesten Sinne so schön und groß ist wie im Kreuzberger AH und nicht nur ein irgendwie gearteter Nebenraum.
    Man könnt auch sagen: Der Markt produziert, was der Markt verlangt.

    für die Suchfunktion: TÜRK BAKIM EVI Berlin-Kreuzberg
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Selbst wenn du der Sprache mächtig bist, kannst du immer nich in deiner Religion leben. Und da wirds dann schwierig. Es geht ja net nur ums Beten.

    Ich finde die Idee gut. Im christlichen Glauben lebende Deutsche bemühen sich auch in entsprechende konfesionell geführte Häuser zu kommen und niemand nimmt daran Anstoß.

    Elisabeth
     
  7. Tante Doll

    Tante Doll Gast

    Ich wage mich mal ein bisschen aus dem Fenster und behaupte, dass mit Sicherheit auch Einige unter den Skeptikern einfach nur ein
    bisschen " Angst " davor haben, bei einem Vergleich mit durchschnittlichen deutschen Heimen blossgestellt zu werden,
    wenn sich eventuell herausstellen könnte, dass dieses türkische Altersheim wesentlich bessere Heim-Bedingungen aufweisst als so manch deutsche Standard-Seniorenunterbringung......

    Da eine möglich Ursache hierfür den etwas " anderen " Familiensinn der türkischen Kultur geschuldet werden könnte, ist der Bammel auf deutscher Seite durchaus berechtigt.

    ..... wir müssten ja somit mehr oder weniger zugeben, dass wir die teilweise miserable Unterbringung und Versorgung unserer älteren Verwandten (und übriger Mitbürger ) flächendeckend akzeptieren und hinnehmen.

    ..... was wiederum nicht gerade für unseren Familiensinn spricht !!!!!!
     
  8. Philipp Tessin

    Philipp Tessin Senior-Mitglied

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    Angst vor einem Vergleich habe ich nicht, da ich aus dem Krankenhaus komme und nicht aus der Altenpflege ;)
    Das aber nur am Rande.
    Nochmal zum Thema Integration:
    Natürlich wird ein alter Mensch, der es bis jetzt nicht geschafft hat, sich zu integrieren, dass im Alter auch nicht mehr schaffen. Aber die Frage ist: welches Signal setzen wir damit? Meiner Meinung erreichen wir damit nur, dass der "Druck" sich zu integrieren, noch geringer wird. Speziell als türkischstämmiger Mensch kann ich in Deutschland ein Leben führen, was mich nahezu davon befreit, auch nur ein Wort Deutsch zu sprechen.
    Ich bin eher dafür, entsprechende Angebote in bestehende Einrichtungen zu integrieren (Stichwort: kultursensible Pflege). Dann wären wir einen Schritt weiter in Richtung miteinander leben. Mit solchen Heimen wie in Berlin gehen wir weiter dazu über, nur nebeneinander zu leben.
     
  9. narde2003

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    Was ist mit den Angeboten auf Mallorca für deutsche Rentner?
    Oder ist Mallorca jetzt doch auch schon ein deutsches Bundesland?
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Warum klemmen wir so an dem Thema Integration bei diesem Thema?

    *ironieon* Ich komme aus einer protestantischen Gegend. ich verlange, dass die katholischen Mitbürger sich zu meiner Glaubensrichtung bekennen und sich gefälligst in unsere Vorstellung integrieren. Wie kann es sein, dass sie in der Diaspora leben wollen. Wer nun mal in die protestantische Gegend zieht hat sich gefälligst anzuapssen.
    Und was bilden sich die Norddeutschen ein mit ihrem, nicht selten schwer verständlichen, Dialekt. Wir sind hier in Deutschland. da hat man gefälligst hochdeutsch zu sprechen. Und wenn die Kinder ihre niederdeutsch (Plattdütsch) sprechenden Altvorderen in die Pflegeeinrichtung geben wollen, dann sollen sie ihnen gefälligst erst mal richtig deutsch beibringen *ironieoff*

    Merken manche eigentlich, wie überheblich sie rüberkommen. Integration bedeutet net, dass man seine Wurzeln abschneiden muss. Im Gegenteil. Es geht um gegenseitiges Verständnis und akzeptieren der anderen Lebenskulturen. Ich erwarte, dass ein z.B. Islamist sich an die hier üblichen Gepflogenheiten wie Gleichberechtigung der Geschlechter hält. Denn auch sein Glauben schreibt nicht vor, dass die Frau sich net frei bewegen darf.

    Der Kulturkreis (mir fehlt gerade ein passenderes Wort) ist net gleich den Glaubensvorschriften. ... Sonst würden bei uns einige ganz schön Schwierigkeiten bekommen mit den christlichen, vor allem erzkatholischen (der Papst läßt grüßen), Vorstellungen. *fg*

    Eliabeth
     
  11. adalbert

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    Warum hat Integration immer gleich was mit Glauben zu tun?

    Ist zwar wichtig, aber nicht alles, da der Glaube nicht mehr DIE Rolle spielt wie er es einmal getan hat.

    Integration ist etwas mehr als nur Glaube, daher sind deien Vergleich mit konfessionellen Häusern hier mM auch verfehlt.

    Ob ein türkisches Heim gut ist oder nicht, kann ich derzeit nicht beurteilen. Wenn es so offen ist wie konfessionelle Häuser dann ist es in Ordnung, will man sich abschotten ist es nicht in Ordnung.
     
  12. adalbert

    adalbert Stammgast

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    Dieser Vergleich hinkt gewaltig. Ein deutscher Rentner bringt Geld nach Spanien, ein türkischer erstmal nicht. Die Spanier würden ganz anders reagieren wenn sie dies nicht tun würden. Die afrikanischen Einwanderer in Spanien werden auch anders behandelt und es wird auch dort nach Integration geschrien.


    Russische Oligarchen werden in unseren KH auch anders behandelt als deutschrussische Übersiedler, warum wohl?
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Angebot und Nachfrage... *fg* würdest du in eine Pflegeeinrichtung gehen wollen, die deiner Lebenserfahrung so gänzlich widerspricht- wo der Glauben intensiv gepflegt und eine, dir fremde Sprache, gesprochen wird?

    Ein Gemeinschaftsgefühl erwartet wohl jeder. Und leider sind alte Menschen, und hier nicht selten die deutschen, nicht mehr so flexibel integrativ mit anders denkenden umzugehen. Lebenserfahrung kann auch eingrenzen. Nicht jede Lebenserfahrung ist leider gleichzusetzen mit Lebensweisheit.

    Vielleicht sollten wir dieses Angebot als Anregung nehmen, Pflegeheime nicht als "Verwahranstalten" zu sehen sondern viel mehr individuelle Angebote zu machen... und dies net nur in Richtung Konfession. Hatten wir nicht gerade erst eine Diskussion zu: wieviel Tier möchte ich im Alter um mich haben?

    Wo sind die individuellen Heime? Wär doch schön, wenn wir den Thread umtaufen in: individuell angepasste Heimangebote. Gabs da nicht auch eine Einrichtung speziell für Schwule?

    Elisabeth
     
    #13 Elisabeth Dinse, 06.08.2010
    Zuletzt bearbeitet: 06.08.2010
  14. Philipp Tessin

    Philipp Tessin Senior-Mitglied

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    Integration hat für mich nichts mit Glauben zu tun. Der kann eine Rolle spielen, muss aber nicht zwingend.
    Und ja, es gibt spezielle Angebote für Homosexuelle. Die stehen aber für mich genauso wenig zur Debatte wie deutsche Einrichtungen im Ausland.
    Mir geht es um das gemeinsame Leben von Migranten und Deutschen in Deutschland. Und das sollte so gestaltet sein, dass wir miteinander leben, nicht nebeneinander.
    Das hat nichts damit zu tun, seine "Wurzeln abzuschneiden". Wenn ich einen neuen Mitarbeiter habe, erwarte ich doch auch, dass er sich in das bestehende Team integriert, sonst klappt die zusammenarbeit nicht. Ebenso ist es mit Migranten: wenn ich mich nicht integriere, klappt das zusammenleben nicht (zumindest nicht gut).
    Und nochmal: das hat nicht automatisch was mit Religion zu tun, sehr wohl aber viel mit Sprache und Kultur.
    Wenn ich kein Wort Französich spreche, sollte ich nicht nach Frankreich auswandern oder es mir schleunigst vor Ort aneignen (ich weise mal auf die ganzen Fernsehformate mit deutschen Auswanderern hin. Ich schüttel immer nur mit dem Kopf, wenn ich sehe, dass die kein Wort die Landessprache sprechen und sich dann wundern, keinen Job zu finden).
    Wenn ich nach Saudi-Arabien auswandere, sollte ich mich darauf einstellen, dass ich vermutlich keinen FKK-Strand vorfinden werde.
    Wenn ich nach Deutschland auswandere, finde ich kulturelle Normen und Werte vor. Einige sind mMn zwingend (z.B. unser Rechtsverständnis), andere reine Tradition ohne weitere Zwänge (z.B. dass Männer hier eher Anzüge statt einem Kilt tragen).
    Und genau aus diesen Gründen halte ich Angebote dieser Art nicht für förderlich bezogen auf das Zusammenleben von Deutschen und Migranten.
    Gruß
    Philipp Tessin
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es geht hier um ein Altenpfelgeheim, in dem die speziellen Bedürfnisse der Bewohner beachtet werden.
    Woran machst du deinen Vorwurf der mangelnden Integration fest, wenn es um diese Einrichtung geht?
    Glaubensfreiheit ist für dich kein Problem.
    Sprache ist für dich kein Problem.
    Lebensweise ist für dich kein Problem.
    Wo ist hier der Punkt, der diese Einrichtung verwerflich macht.

    Kann es sein, dass du hier eine Diskussion zum Thema Integration einbringen willst? Das ist in diesem Zusammenhang wohl net angebracht. Vielelicht schaust mal im Archiv. da gabs schon entsprechende Diskussionen zu- kann man sicher wieder aufleben lassen.

    Ansonsten sollte man diese Einrichtung lassen, was sie schlußendlich ist: eine Akzeptanz der Individualität des Menschen und sein Bedürfnis diese auch leben zu dürfen.

    Warum darf ich übrigens nur auswandern, wenn ich die Sprache des anderen Landes spreche? Kennst du die Amische ? Wikipedia . Die wagen doch tatsächlich, sich jeglicher Integration zu verweigern... und werden zufrieden gelassen. In D muss alles genormt sein und wer sich der Norm verweigert, der ist eine Bedrohung für die Gesellschaft ... oder doch nur für den Einzelnen, der mit dem Anderssein von Menschen net umgehen kann?

    Elisabeth
     
  16. Philipp Tessin

    Philipp Tessin Senior-Mitglied

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    Verwerflich ist an dieser Einrichtung nichts, ich halte nur den Ansatz für falsch. Und zwar, wie ich auch weiter oben schon geschrieben habe, weil es die falschen Signale sendet ("Integration ist von Geburt bis zum Tod nicht notwendig.").
    Na klar will ich hier über Integration reden. Aber eben über Integration bzw. deren fehlen und die Förderung dieser Situation durch solche Einrichtungen.
    Warum soll ich einen anderen Thread wieder aufmachen, wenn das Thema hier akut ist?
    Und wenn es um die Akzeptanz des Einzelnen geht: warum kann man die nicht in bestehende Einrichtungen (nochmal das Stichwort: kultursensible Pflege) implementieren? Da dürfen dann Opa Schulz und Herr Özdogan zusammen Skat dreschen und dabei Mokka schlürfen. Das sind für mich zukunftsträchtige Konzepte. Und weils so schön ist: miteinandern, nicht nebeneinander :hicks: :smlove2:
    Jetzt reichts aber auch, ich fange an mich zu wiederholen bzw. habe mich schon wiederholt... :besserwisser:

    Gruß
    Philipp Tessin

    Edit: Klar kenn ich die Amischen, und zu denen gibt es mehr als genug Kritik. Und außerdem scheinen die Amischen langsam im Rest der Gesellschaft aufzugehen. Zwar nicht rasant, aber peu à peu...
     
    #16 Philipp Tessin, 09.08.2010
    Zuletzt bearbeitet: 09.08.2010
  17. PePaMel

    PePaMel Gast

    Hallo Philipp,

    ich finde Deine Ausführungen wunderbar und gut geschrieben. Da Du genau meine Meinung wiederspiegelst wiederhole ich jetzt nicht alles. Ich sehe das Thema genau wie Du!

    Grüße, Mel
     
  18. narde2003

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    Klar dürfen sie, es wird ja auch keiner gezwungen in ein türkisches Altenheim zu wechseln.
    Wir haben hier in M auch Altenheime nur für Damen, denen bleibt es leider verwehrt mit Herrn Müller und Herr Özdemir Karten zu spielen oder Tee zu trinken.
    Die Damen haben ihr Heim genauso gewählt wie die Künstler die in ihrem Heim wohnen oder die Schwulen die auch lieber unter sich sind.
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Philipp Tessin - du versuchst hier mit Gewalt einen Zusammenhang herzustellen, der hier nicht trifft.
    Es handelt sich um eine Pflegeeinrichtung für eine ganz spezielle Klientel- ein individuelles Angebot wie z.B. das Heim für Schwule, die Einrichtung ausschließlich für Damen, Pflegeeinrichtung für Demente, ... . Der Fejler dieser Einrichtung- sie haben es net bei Mundpropaganda belassen sondern als gelebte Integration vorgestellt. Denn auch das ist Integration: akzeptieren, dass es alte türkische Mitglieder in dieser gesellschaft gibt, die net des deutschen mächtig sidn- aus welchen Gründen auch immer. Auch diese Menschen haben ein Anrecht auf eine individuelle Versorgung.

    Elisabeth

    PS Übrigens ist das, was Philipp und PePaMel meinen keine Integration sondern eine Inklusion- ein kleiner aber feiner Unterschied. Das Pflegeheim ist eine Form der Integration... nur so nebenbei.
     
  20. Philipp Tessin

    Philipp Tessin Senior-Mitglied

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    Wir drehen uns im Kreis.
    Deswegen von mir nur noch einen letzten Kommentar, dann werde ich für mich persönlich die Diskussion beenden (nichts gegen die, die anderer Meinung sind, das ist für mich immer interessant, aber ich glaube, wir haben einfach zwei grundverschiedenen Meinungen, die wir nicht passend bekommen, ist aber auch nicht schlimm ;) ).
    Zum Thema:
    Ich habe schon in anderen Kreisen Einrichtungen, die nur für eine spezielle Klientel ausgerichtet sind, kritisiert. Man darf aber nicht den Fehler machen, gesundheitliche Gründe (z.B. Demenz) und kulturelle oder soziale Gründe vermischen. Hier stehen grundsätzlich andere Bedürfnisse im Vordergrund.
    Um noch einmal den Spieß umzudrehen: was meinst, was passiert, wenn es nur noch Kindergärten und Grundschulen für z.B. Türken gäbe? Da würde ein Aufschrei durch die Gesellschaft laufen (mit Recht, übrigens). Warum dann Segregation im Alter? Gründe habe ich aus meiner Sicht ja schon angeführt.
    Und hier ist der Unterschied zu gesundheitlich begründeter individueller Versorgung auch zu sehen: es gibt Schulen für behinderte Kinder, diese können aber auch durchaus in Regelschulen integriert werden. Eben bedürfnisorientiert.
    Und die individuelle Versorgung will ich Migranten, Homosexuellen, Künstlern oder anderen Menschen gar nicht absprechen oder vorenthalten. Nur halte ich es für gesellschaftlich wichtig, diese individuelle Versorgung im Miteinander anzubieten.
    Aber in einem muss ich dir Recht geben: was ich möchte ist Inklusion bzw. Assimilation (aber auch das habe ich auch schon weiter oben geschrieben). Denn nur so ist eine Gesellschaft möglich, in der die Kulturen wirklich zusammenleben.
    Ich entschuldige mich für meine sprachliche Unschärfe ;)
    Gruß
    Philipp Tessin
     
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