Erster Einsatz in der Hämatologie/Onkologie

biensn

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Hallo,

Ich hab am 1.10. meine Ausbildung zur GuKin begonnen und wirklich glücklich mit meiner Entscheidung. Der Unterricht ist super und ich kanns auch in meiner Freizeit nicht lassen, meine Nase in sämtliche Bücher zu stecken.
Gestern hab ich erfahren, das mein allererster Einsatz auf der Hämatologie/Onkologie sein soll.
Ich habe vorher schon selbstständig ein Jahr lang in einem ambulanten Pflegedienst gearbeitet als Helferin. Also hab ich zwar schon "Erfahrung", aber eben hauptsächlich mit Senioren und vorallem Dementen.
Vor zwei Jahren ist mein Schwiegervater jämmerlich an Darmkrebs gestorben. Und deswegen "geht mir jetzt echt die Flatter" vor diesem Einsatz!!
Ich würde mich als einfühlsam und belastbar beschreiben (die Schüler werden auch angeblich "beurteilt" bevor sie wohin geschickt werden), dennoch find ich es ganz schön krass, einige von uns gleich auf die Onko zu schicken! Ich will mich im Grunde nicht beschweren, weil mich der Fachbereich wirklich enorm interessiert, ich versuch mich auch fachlich darauf vorzubereiten, aber wie soll ich mich PSYCHISCH darauf vorbereiten? Ich möchte auf garkeinen Fall in irgendeiner Weise "versagen"!
Habt ihr vielleicht irgendwelche Tipps, die mir helfen nicht zu sehr mitzufühlen oder die mir helfen die Erlebnisse schneller zu verarbeiten?
Ich weiß es sind noch 4 wochen bis dahin, aber mich lässt das jetzt schon nicht los...
Ich wäre echt dankbar für Antworten...
 

HeavyNurse

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Gesundheits- und Krankenpflegeschülerin
Akt. Einsatzbereich
Unfallchirurgie
Hey, erstmal schön das dir der Unterricht Spaß macht :-)
Ich kann deine Angst sehr gut verstehen, grade weil du noch am Anfang deiner Ausbildung stehst und grade da müssen viele erstmal die Balance zwischen Nähe und Distanz finden. Für mich persönlich ist es immer wichtig eine gute Beziehung mit Kollegen aufzubauen mit denen du auch offen so etwas ansprechen kannst. Bestimmt hast du eine(n) Mentor(in) oder Praxisanleiter(in) auf Station wo du z.B. auch beim Erstgespräch darüber sprechen kannst. Mir sind auch alle nur Menschen :-) Bei meinem ersten Todesfall, den ich direkt mitbekam (anfang meiner Ausbildung) ging meine Praxisanleiterin mit mir gemeinsam in die Prosektur hat mir alles genau erklärt, mich unten gefragt ob ich den Patient nochmal sehen möchte und anschließend nochmal die Situation reflektiert wie sie war. Mir persönlich hat das damals sehr geholfen mit der Situation umzugehen. Unser Schulleiter ist Psychologe. Er bietet für Schüler, ganz besonders für Unterkursschüler eine "Sprechstunde" an bei der man solche Ängste, Überforderung, usw auch ansprechen kann.
 

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