Erster Einsatz auf interdisziplinärer Privatstation

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Larissa86, 19.04.2007.

  1. Larissa86

    Larissa86 Newbie

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    ..ich habe am 30.04. meinen ersten Stationseinsatz und bin sehr gespannt, wie es so sein wird.

    was habt ihr so für Erfahrungen auf einer Privatstation gemacht?
    Ich bin schon ein wenig verunsichert, da die Station auf die ich kommen werde eher den Eindruck eines Hotels als den einer Krankenstation vermittelt (Parkettboden, "Mini - Bar", DvD -Player,Laptop, Internetzugang, usw)

    Ich denke doch jeder Patient (egal ob Privat- oder Kassenpatient) sollte doch gleich behandelt werden, aber es werden dort sicher andere Dinge vom Pflegepersonal gefordert als auf einer "normalen" Station, oder?

    Hab mich mal umgehört (klar, man soll sich seine eigene Meinung bilden und jeder hat eine andere Sichtweise) und viele meinten, dass man auf so eine Station schon teilweise anders von den Patienten behandelt wird...

    Egal, auf jeden Fall freu ich mich schon total und würd mich freuen von euch ein paar "Erfahrungsberichte" zu bekommen :-)
     
  2. latinita

    latinita Junior-Mitglied

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    natürlich sollten alle pat gleich behandelt werden,aber diese privatstation bringt deinem haus eine menge geld.....

    mach dir keine sorgen,du wirst dich nicht bei den pat einschleimen müssen. mein einsatz auf unserer priatstation hat mir sehr gut gefallen und ich hatte einfach mehr zeit um meine pat zu versorgen.
    mach dir erstmal ein bild von der situation auf eurer privatstation und besprich deine sorgen und vermutungen vorab ruhig mit einem praxisanleiter. habe ich damals auch gemacht,weil ich das gleiche dachte wie du.


    lieben gruß und viel spaß


    lati
     
  3. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    pflegerisch behandele ich auch jeden Menschen gleich....egal ob Kassen - oder Privatpatient. Jeder hat Aufmerksamkeit verdient. Das ist halt unser Berufsethos.

    Den Unterschied machen halt die "einkaufbaren Specials"......wie von Di r beschrieben.
    Ich denke mir halt, dass sie für diese Sachen extra bezahlt haben.

    Im Hotel ist es doch ähnlich: Jeder Gast hat Anrecht auf ein sauberes Zimmer und freundliche Behandlung. Den UNterschied machen halt die Zimmergröße und Austattung, wofür dann entsperechend mehr bezahlt wurde.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Privatpat. zahlen für Einzelzimmer, Komfort und Chefarzt. Ob letzteres immer wünschenswert ist, lassen wir mal dahingestellt sein.
    Es gibt aber nicht mehr Geld für die Pflege. Gerade dies verstehen Privatpatienten oft nicht- meinen sie doch das KKH wird vom Chefarzt geleitet und ist demzufolge sein Eigentum. Und wenn sie den Chef bezahlen, bezahlen sie demzufolge auch die Pflege.

    Schwierig dieses Mißverständnis Privatpat. auf einer normalen Station deutlich zu machen. Insofern ist es günstiger wenn die Privatpat. auf einer Station konzentriert sind.

    Elisabeth
     
  5. pffanja

    pffanja Poweruser

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    hallo larissa86,
    ich arbeite seit eiem halben jahr auf einer interdisziplinären privatstation...
    du hast recht es ist "anderes arbeiten".
    ich habe viel mehr zeit für die pflege...
    obwohl man es auch nicht unterschätzen darf, dass du viel mehr visite hast...
    bei uns ist es das morgens der assistensarzt visite macht und nachmittags kommt noch mal der chef oder prof... also mindestens 2x tgl(meist viel mehr)
    visite ausarbeiten. aber das ist auf stationen mit allgemeinversicherten patienten sicher auch häufig.
    ich muss auch manchmal auf allgemeinen stationen aushelfen... dann fallen mir die unterschiede massiv auf. natürlich sind es die zimmer, die hotelleistungen oder auch die arztpresents.
    klar gibt es mega eingebildete privatpatienten, aber das ist nicht immer so.
    mach dir einfach ein bild...
    liebe grüsse aus der schweiz.
    anja:o
     
  6. Larissa86

    Larissa86 Newbie

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    Vielen Dank für eure Antworten!
    Ich habe Freitag die Station besucht und zumindest festgestellt, dass das Team und meine Praxisanleitung super super nett sind :-)
    Freu mich schon auf meinen ersten Tag und bin gespannt wie es mir so "ergehen" wird ;)
     
  7. BiMie

    BiMie Junior-Mitglied

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    Hallo,
    werde diese Idylle von der Privatstation jetzt leider zerstören müssen :cry1: .
    Ich arbeite seit vier Jahren auf einer und noch nie hatte ich so wenig Zeit für meine Patienten.
    Die Jahre auf den Normalstationen davor waren im Bezug auf Patientenkontakt und Betreuung "himmlisch" :nurse: .
    Ich habe noch nie so wenig über meine Patienten gewußt wie auf dieser Station :weissnix: .
    Wir sind nicht viel Personal und so fängt der Stress schon morgens bei der Körperpflege an - zu wenig Zeit. Kaum ist das Frühstück da und alle individuellen Essenswünsche berücksichtigt geht es los mit Untersuchungen - wenn der Chef oder der OA Untersuchungen anordnet, dann kann das nicht erst in ein paar Tagen sein.
    Nein, es sind P-Patienten und da muss alles am besten gestern sein :dudu: !
    Erste Visite von vieren läuft...Der erste Patient von teilweise bis zu zehn NA ist da...schnell die Alten raus es ist ja sonst kein Platz für sie.
    Klingelgänge , Routinearbeiten...das Mittagessen.Weitere tägliche Dinge...dann ist schon bald Übergabezeit - schnell noch schreiben...viele NA hat man nur kurz zur Pflegeanamnese gesehen - wenn überhaupt (morgen gehen viele eh wieder und wenn sie dann vor einem stehen erkennt man sie gar nicht...SCH****Situation wenn man seine Patienten nicht erkennt) :x
    Für einen Mitgang zur Visite bleibt sowohl im FD als auch im SD keine Zeit.
    Die Ärzte bleiben unter sich, wir arbeiten nur aus :down: .
    Leider ist die Situation im SD nicht viel anders. Einer ist nur mit den ärztlichen Anordnungen beschäftigt und die beiden anderen arbeiten evtl. auch mal am Patienten...
    So eine kurze Schilderung unseres Tagesablaufs...So kenne ich das von einer Normalstation nicht. In meinem früheren Haus hatte wir auch eine "Teppichstation" da gab es dieses beschriebene Patientenidyll mit tollem Porzellan und Geschenken usw....bei uns definitiv nicht.
    Ansprüche haben unsere Patienten aber trotzdem - schließlich sind sie privat auf einer Station mit einer (!) Flurdusche...Wenn unsere P´s mal auf anderen Stationen liegen ist das Personal immer froh sie verlegen zu können - die sind so anstrengend...
    Hoffe ihr seid jetzt nicht genervt von meiner langen Ausführung...
    LG
     
  8. pffanja

    pffanja Poweruser

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    also es geht hier um erfahrungen.
    und ich habe meine beschrieben.
    und zu deinem letzten satz... ich habe eher das gefühl, dass du mega angenervt bist.
    sorry:weissnix: kann mich ja irren..
     
  9. BiMie

    BiMie Junior-Mitglied

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    Hallo nochmal -
    war mit meinem letzten Satz noch gar nicht fertig,
    danke für den Hinweis :-) .
    Aber jetzt mal ehrlich wie würdest du diese Arbeitssituation empfinden?
    Es sollte auch einfach nur mal eine andere Seite darstellen.
    LG :wavey:
     
  10. latinita

    latinita Junior-Mitglied

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    ich denke das ist von haus zu haus unterschiedlich. in unserem KH sind genug pflegeräfte da,sodass man die pat mit ruhe und zeit versorgen kann. aber unsere privatstation hat auch nur knapp 20 betten.....
     
  11. Bruenette

    Bruenette Junior-Mitglied

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    bald Innere!
    ich war mal 1 jahr lang auf ner interdisziplinären privatstation, als fsjler! (vor der ausbildung). also im großen und ganzen hats mir ganz gut gefallen! es gab eher wenig pflegefälle, viele patienten kamen geplant und man konnte viel sehen. klar gabs auch die typischen privatpatienten, die dem klischeebild entsprechen, aber ich würde doch sagen, solange man seine arbeit gut macht und freundlich zu den patienten ist, kommt man mit allen einigermaßen klar. wir hatten auch viele sehr nette patienten, die schon total begeistert waren, dass sie ein richtiges badezimmer mit dusche im zimmer hatten!
    naja, und man hat viel mehr geld für die kaffeekasse bekommen! ein sehr netter pat., zahnarzt, kam mal ins stationszimmer und hat nach der anzahl der schwestern (und schwesternhelferinnen hat er gesagt und mich angeschaut) gefragt und hat dann 120 euro gegeben! das kann man auf normalstationen nicht im geringsten erwarten^^. hatten wir damals aber natürlich auch nicht.
     
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