Erschöpfung - Wie weit kann ich noch gehen?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Mausie, 08.07.2016.

  1. Mausie

    Mausie Stammgast

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    Hallo zusammen,

    ich hab da aktuell ein ziemliches Problem.

    Nur kurz zu meiner beruflichen Situation: Ich arbeite in der 1:1 - Betreuung bei einem Intensivpflegedienst und betreue hier eine fast 4-jährige kleine Patientin mit syndromaler Erkrankung, ausgeprägter Epilepsie, die auch mal lebensbedrohlich wird, mit ausgeprägter Schlafstörung und noch diversen anderen Erkrankungen im Rahmen des Syndroms. Natürlich auch geistiger und körperlicher Retardierung, sie ist aber schon einigermaßen fit und bekommt viel mit, kann sich aber nur wenig selbst bewegen. Seit letztem Jahr besucht sie den Kindergarten, wohin wir sie natürlich auch begleiten. Beide Eltern sind berufstätig, die Mutter ist selbst Krankenschwester und beide arbeiten im Schichtdienst. Ich arbeite bis auf wenige einzelne Tage ausschließlich im Nachtdienst, das heißt, monatlich etwa 12 bis 14 Nächte mit je 10 oder auch mal 12 Stunden. Die Tagdienste haben einen Umfang von 9,5 Stunden. Bei diesem Arbeitgeber bin ich nun seit 2 Jahren und insgesamt bin ich schon 7 Jahre in der Pflege. Die Nachtdienste sind relativ unspektakulär, sie bekommt mal Sondenkost in der Nacht und mal Medikamente, hat einen Monitor laufen, aber sonst ist vor allem die Schlaferei ein Problem. Leider sind die Tagdienste auch wenig spektakulär, wir sitzen im KiGa überwiegend vor der Tür, mittags bekommt sie Medis und Sondenkost, wir wechseln die Pampis, kontrollieren immer mal die Vitalzeichen, aber den Rest machen die Erzieher. Wenn wir mit ihr zu Hause sind, ist es noch weniger, meistens gehen wir nachmittags so lange wie möglich mit ihr spazieren, um die Zeit totzuschlagen.

    Und mein Problem ist, dass ich mal total genervt von meiner Arbeit bin. Das macht sich aber leider auch mit körperlichen Symptomen bemerkbar. Während ich früher nie Probleme beim Schlafen hatte, schlafe ich seit einiger Zeit total unruhig. Ausschlafen kann ich eh nicht mehr, ich bin morgens um 8 jedes Mal fit. Ich bin aber auch dauernd müde und total k.o. Im Januar war ich drei Wochen mit ner ziemlich heftigen Colitis zu Hause, von der bis heute keiner die Ursache kennt. Aktuell hab ich oft Magenschmerzen. Und im Moment wird mir das irgendwie alles zu viel. Wenn ich an die Arbeit denke, bin ich total genervt und hab überhaupt gar keine Lust, was ich so absolut nicht von mir kenne. Ich bin Single und bin immer gerne mal eingesprungen, wenn jemand fehlte, aber zur Zeit mache ich das gar nicht mehr. Ich bin aktuell noch im Nachtdienst, hab dann heute frei und soll am Samstag von 8 bis 20 Uhr und Sonntag von 7 bis 14 Uhr Tagdienste bei der Kleinen machen, aber mir kommen jetzt schon die Tränen, wenn ich nur daran denke, weil ich keine Ahnung hab, wie ich das schaffen soll. Im Moment hat die Kleine auch einen Infekt und ist ziemlich knatschig und jetzt im Nachtdienst nervt mich das schon, wie soll ich das tagsüber durchhalten, wenn sie nicht schläft. Das geht jetzt schon seit ca. 8 Wochen so, ich hab schon damit angefangen, dass ich zweimal die Woche Schwimmen gehe, ich gehe sehr viel spazieren und bin viel unterwegs, um so viel Abwechslung und Ausgleich wie möglich zu bekommen. Das ist es aber auch schon, was ich noch schaffe. Meine anderen Hobbys, wie Nähen oder Lesen kann ich im Moment gar nicht mehr machen, weil mir dafür sowohl die Ruhe als auch die nötige Konzentration fehlt. Auch fühle ich mich durch das viele Nichtstun mittlerweile total stumpfsinnig und würde gerne mal meine Fachbücher wieder durchgehen, aber auch hier fehlen mir Konzentration und Ruhe, um das anzugehen. Ich hab zwar privat auch gerade einiges um die Ohren, aber das empfinde ich wiederum überhaupt nicht als Problem. Aber ich bin im Moment einfach mal durch, ich kann das so nicht mehr.

    Was mache ich jetzt am besten? Ich hab schon daran gedacht, mich krankschreiben zu lassen, aber ich weiß genau, es wird sich wie immer kein Kollege dazu bereit erklären, meine Dienste zu übernehmen und die Dienste nächste Woche bei einem anderen Patienten (da bin ich nicht so oft) sind total wichtig, weil da ständig Dienste ausfallen und die Familie uns sonst die Versorgung kündigen wird. Auch ist natürlich das Finanzielle nicht ganz unwichtig, weshalb ich die vielen Nachtdienste mache. Meine Zeitzulagen machen ein Viertel meines monatlichen Gehalts aus, da kann und möchte ich nicht drauf verzichten. Aber auf Kosten meiner Gesundheit? Ich hab mittlerweile auch schon ziemliche Probleme, die Nachtdienste durchzuhalten, egal, wie lange ich vorher geschlafen hab. Ich bin gerade absolut ratlos...
     
    #1 Mausie, 08.07.2016
    Zuletzt bearbeitet: 08.07.2016
  2. -Ben-

    -Ben- Stammgast

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    Hallo "Mausie",

    Du kannst diese Arbeit nicht weiter ertragen, bist erschöpft, genervt, unausgeglichen und weißt nicht, wie du das weiter machen sollst. Du verlierst das Interesse an Hobbys, hast keine Konzentration. Dein Körper macht sich ebenfalls bereits bemerkbar und sagt dir somit ganz deutlich, dass es spätestens jetzt Zeit ist, die Notbremse zu ziehen. Denn wenn du es jetzt nicht selbst tust, wird dein Körper das für dich übernehmen. Es bringt dir nichts, dich weiter im Sinne deines AG's zu überlasten, denn umso länger wirst du in der Zukunft ausfallen. Mit dem Gedanken an Verantwortung und Verpflichtung fällt es nicht leicht, zuerst an sich selbst und seinen Körper, seine Gesundheit zu denken. Gerade wir im sozialen Bereich neigen ohnehin dazu, erst an Andere zu denken; doch wenn es um die eigene Gesundheit geht, sollte das nicht so sein. Es hilft dir nichts, und anderen längerfristig auch nicht. Versuche jetzt erstmal Zeit für dich zu finden - denke "egoistisch"! Lass dich krankschreiben, denk über einen Wechsel des Arbeitsplatzes nach.

    Beste Grüße
    Ben
     
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  3. Mausie

    Mausie Stammgast

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    Erstmal vielen Dank für deine Antwort. Über einen Wechsel meines Arbeitsplatzes denke ich sowieso schon etwas länger nach, bisher war es aber noch nicht so dringend wie im Augenblick. Ich kenne das so halt auch nicht von mir, da bin ich mir selbst total fremd. Ich hatte eigentlich immer Spaß an der Arbeit und war total engagiert und zu allem bereit. Aber zur Zeit ist irgendwie der Wurm drin. Ich hab mich fürs Wochenende jetzt doch nicht krank gemeldet und hoffe, bis zu meinem Uaub im August noch durchhalten zu können. Da sträubt sich einfach einfach jede Verantwortung in mir, die Kollegen und die Familie so hängen zu lassen. Das Interesse an meinem Hobbys ist ja schon noch da, aber mir fehlt die innere Ruhe und die Konzentration dafür. Alles irgendwie schwierig gerade.
     
    #3 Mausie, 09.07.2016
    Zuletzt bearbeitet: 09.07.2016
  4. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Beantrage doch einmal eine Reha. Da kannst du dir dann in Ruhe über deine Zukunft Gedanken machen und zur Ruhe kommen.
     
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  5. ludmilla

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    So einfach ist das mit einer Reha nicht, auch darauf wartet man Monate! Meist wird erwartet, dass zuerst auch die ambulanten Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden. Also Psychotherapie ....., geh zum Hausarzt, lass dich krankschreiben und versuch eine Therapie, parallel dazu beantragst du ne Reha. Du bist in erster Linie für dich verantwortlich, die Einsatzplanung ist Sache des Arbeitgebers! Nicht Deine!
     
  6. Resigniert

    Resigniert Poweruser

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    Wenn @Mausie sich abgrenzen könnte, wäre sie evtl.nicht erkrankt.
    Sie hat halt ein schlechtes Gewissen und wohl das Gefühl, dass sie unentbehrlich ist.
    Ist sie ja auch, allerdings nicht auf der Arbeit - sonder für ihre Lieben!
     
  7. stormrider

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    Es ist nicht dein Problem sich Gedanken über den Ersatz für dich zu machen. Es ist auch büerhaupt nicht dein Problem dafür zu sorgen, dass Kunden nicht abspringen, weil viel zu fot ein Wechsel stattfindet. Das alleine zeigt doch schon, dass bei euch eine gewaltige Schieflage besteht. Ich denke, das ist schonmal eins deiner Hauptprobleme. Du kümmerst dich um viel zuviel anstatt auf deine Gesundheit zu achten.
    Du bist total ausgelaugt, ausgebrannt, du mußt dringend die Reißleine ziehen.

    Also lasse dich krank schreiben. Ggf. macht es Sinn zu einem Pschiater zu gehen für längerfristige Krankschreibung. Und aus der AU heraus kannst du dich nach einem neuen Job umschauen.

    Letztendlich helfen bei solchen Problemen nur wirklich Änderungen. Das Problem muß abgeschafft werden und das geht in der Regel nur durch Wechsel des Arbeitgebers.
     
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  8. Mausie

    Mausie Stammgast

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    Jetzt bin ich tatsächlich krankgeschrieben, weil ich nach den Diensten am Wochenende ein ziemlich heftiges LWS - Syndrom davontrage. Aber das gibt mir jetzt die Gelegenheit, mich mal näher damit zu befassen, wie meine Zukunft aussehen soll, ein Jobwechsel ist definitiv angedacht.
     
  9. stormrider

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    Das ist gut so. Komme mal zur Ruhe und informiere dich.
     
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  10. olenonok

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    Die Erschöpfung ist etwas Schreckliches. Aber man muss dagegen kämpfen.
     
  11. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Aber irgendwann kann man nicht mehr dagegen ankämpfen. So weit sollte es nie kommen, denn dann kann es weit über ein Jahr dauern, bis man das wieder im Griff hat und meist auch nur mit gravierenden Maßnahmen wie z.B. Änderungen im Beruf.

    Nebenbei leidet ja auch nicht nur die Te selbst. Oft ist auch die Familie und/oder der Freundeskreis betroffen, weil man keine Kraft für Aktivitäten hat. Man zieht sich immer mehr zurück, zuerst aus dem Freundeskreis, später dann auch gegenüber dem Partner/Kindern.

    Das ist eine sehr üble Abwärtsspirale die durchbrochen werden muß.
     
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  12. Mausie

    Mausie Stammgast

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    Schön, dass mein Thema noch nicht ganz so weit nach unten gerutscht ist. Umso trauriger, dass es nun aus meiner Sicht zum Supergau gekommen ist. Angefangen hatte ja alles mit "normalen" Rückenschmerzen, die aber nicht wirklich besser wurden. Anfang August begann es dann mit einem pelzigen Gefühl und starken Schmerzen im rechten Bein. Nach anderthalb Wochen Analgesie und Urlaub war dann auch alles eigentlich besser, Schmerzmedis konnte ich wieder absetzen und ich begann wieder zu arbeiten. Für genau 3 Tage, dann wurden die Schmerzen im Bein wieder unerträglich und alles nahm seinen Lauf. Wieder Krankschreibung, letzte Woche Freitag MRT, Diagnose Bandscheibenvorfall LWK 1 bis 3. Ganz fantastisch. Den Befund kenne ich erst seit gestern und im Moment bin ich absolut ratlos, wie es jetzt weitergehen soll. Bisher lief alles über meinen Hausarzt, am Montag muss ich zum Orthopäden und werde dann sehen.
     
  13. pepita-sheep

    pepita-sheep Stammgast

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    Hallo Mausie.

    Ja, es ist der GAU (Größter anzunehmender Unfall), wenn du mehrere Bandscheibenvorfälle in Serie hast.
    Das bedaure ich sehr, das tut mir Leid für dich.

    Informiere dich über die verschiedenen Methoden, wie ein Bandscheibenvorfall oder mehrere Bandscheibenvorfälle behandelt werden kann.

    Ich kann dir hier aus meiner persönliche Erfahrung (Zustand nach OP, Entfernung eines gutartigen Tumors - Bereich
    LWK 2 + LWK 3) nicht weiter helfen, da es sich anders gestaltet, als bei dir.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, für die nun kommende Zeit.

    Es grüßt Dich

    pepita - sheep
     
  14. Mausie

    Mausie Stammgast

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    Also, der Orthopäde wird erstmal nichts unternehmen. Er sagte, es sei ungewöhnlich, dass ich bei einem Vorfall an dieser Lokalisation so starke Beschwerden habe. Wahrscheinlich ist das parallel tatsächlich nur ein muskuläres Problem. Zumindest werde ich die Physio ein drittes Mal verlängern und hab gestern wieder angefangen zu arbeiten. Bisher geht es mir sehr gut damit, ich hoffe, dass es so bleibt.
     
  15. Mens Sana

    Mens Sana Newbie

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    Liebe Mausie,

    für mich klingt deine Situation nach einem Burnout und vermutlich steckt noch mehr dahinter (z. B. eine mittelgradige Depression kann solche Symptomatiken auslösen) - ich würde Dir dringend raten, nicht nur somatischen, sondern auch psychologischen Beistand zu suchen und ggf. eine entsprechende Notfall-Ambulanz aufzusuchen. Dein Körper schreit geradezu nach einer Bremse (und der verschafft sich sehr laut Gehör, wenn man ihn nicht beachtet) und weiter oben hast Du Symptomatiken geschildert, die durchaus in den psychischen Bereich fallen. Tu Dir selbst etwas Gutes und versuche nicht, zu funktionieren, sondern suche Dir Hilfe bei einer Auszeit.

    Das klingt erstmal beängstigend und fremd, aber ich kann mir gut vorstellen, dass Dir das wirklich hilft.
     
  16. Mausie

    Mausie Stammgast

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    Hallo Mens Sana,

    danke für den Hinweis, aber mir geht es inzwischen schon sehr viel besser. So komisch, wie es klingt, aber die Auszeit mit dem Rücken und vorher der Urlaub war eigentlich genau das, was ich gebraucht habe. Jetzt hab ich auch wieder Lust und Muse für meine Arbeit, auch wenn ich natürlich weiterhin bei dem Standpunkt bleibe, dass ich das nicht ewig machen werde. Nur im Moment kann ich den Job noch nicht wechseln, weil ich seit Mitte Juli eine Fernbeziehung führe und da erstmal abwarten möchte, wie sich das entwickelt und wohin es mich vielleicht weht. Aber ich finde auch wieder Zeit für meine Hobbies und fühle mich insgesamt besser (psychisch, das mit dem Rücken wird jwtzt erst langsam).
     
  17. gina215

    gina215 Newbie

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    Das genervt von der Arbeit sein ist oft und aller Wahrscheinlichkeit nach eine eher negative Einstellung über das was bei euch auf der Intensivstation so abläuft. Du mußt dabei wissen das Kritik meist einfacher zu finden ist als eine positive Lösung, die alle und jeden zufrieden stellen kann. Die gibt es oft erst einmal nicht. Und zum 2ten kann man die Lage ändern. Zumindest soweit das man sich selbst nichts vorzuwerfen braucht. Die beste Schulform ist die anderen zu zeigen wie es besser geht. Sie wollen dir nicht folgen? Na und zumindest du machst es richtig.

    Wenn du etwas ändern willst fang bei dir an. Beginne den Tag mit einem guten Frühstück und nehme Vitamine und Minerale zu dir um ganz bewußt eine Änderung möglich zu machen. Ein geregelter Vitamin und Mineralhaushalt hat größere Chance deine Laune zu heben als ein Vitamin und Mineralstoff Mangel. So gestärkt gehst du auf die Intensivstation und wirfst wahrscheinlich erschlagen von der Realität. Einmal durchatmen und dann einfach nur nett sein.

    Sich ändern ist schwer und es wird dir nicht jeden Tag gelingen, muß es es aber auch nicht denn durch Fehler lernen wir.
     
    #17 gina215, 22.01.2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.01.2017
  18. malu68

    malu68 Stammgast

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    Wenn ich so einen Unfug lese, könnte ich ko..en :angryfire:. Als wenn ein paar Vitamine hier helfen... außer vielleicht deinem Portemonnaie...
    Hast du überhaupt schon mal in der Pflege gearbeitet?
    Dann wüsstest du, dass Intensivpflege nicht unbedingt gleichzusetzen ist mit einer Intensivstation....
    Himmel, verzapf so einen Schwachsinn woanders und versuch bitte nicht, abgearbeiteten Pflegekräften auch noch einzureden, sie müssten sich selber ändern und ein paar Pillchen einwerfen und die Welt ist wieder rosa....
     
  19. Resigniert

    Resigniert Poweruser

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    Selbst ändern - Reaktion auf Situationen ist sicherlich gut!
    Aber hier nach so kurzer Zeit einen Shop zu verlinken ist clever, möchte nicht wissen, was man dafür bekommt :cheerlead:Edit Flexi: Link wurde entfernt
     
    #19 Resigniert, 22.01.2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.01.2017
  20. Kleenes87

    Kleenes87 Senior-Mitglied

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    @Mausie mir geht es zurzeit ganz ähnli wie dir.
    Arbeite auch in der 1:1 Pflege.
    Bin jetzt seit April letzten Jahres bei einem Patienten mit ALS. Bei ihm selbst ist eigentlich recht wenig zu tun. Vieles wird von der Ehefrau übernommen. Außer dem was ich tun muss sitze ich den ganzen Tag über nur rum. Und ich hab seit dem ich dort bin nur noch Früh Dienst.... Also jeden Morgen um viertel nach 4 aufstehen.
    Ich hab zwar nur 8 Stunden Dienste dafür aber 22-25 im Monat (9 Dienste 3Frei)
    Wenn ich nachhause komme bin ich k.o....
    Mir tut alles weh und keine Lust mehr was zu machen und hab morgens auch keine Lust mehr aufzustehen...
    Dank Hund komm ich aber dennoch raus sonst würde ich nur noch schlafen denk ich.
    Zudem kommen auch ständig Konflikte und Diskussionen mit der Ehefrau welche mich zusätzlich auslaugen...
    Wie ist es dir inzwischen ergangen?
     
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