Erschöpft, antriebslos, Depressionen

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Teiger72, 22.01.2012.

  1. Teiger72

    Teiger72 Newbie

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    Hallo Leute,
    obwohl ich eine glückliche Ehe führe,zwei gesunde gute Kinder habe und glücklich bin,fühle ich mich oft unglücklich,besonders wenn es um meine Arbeit geht. :( Obwohl ich gerne Krankenschwester bin,kann ich den Streß,Personalmangel und besonders damit verbunden,dass man nie Zeit für die Psysche der Pat. hat.Alles ****t mich so derbe an.Seit ca ein Jahr bin antriebslos,depressiv,appetitlos,fehle oft bei der Arbeit,kann nicht schlafen,habe Rückenschmerzen,häufig Durchfälle.Ich weiß nicht was ich machen müss. Ich hasse allmählig meinen Job,habe aber auch Angst meinen job zu verlieren.Dann tauchen finanzielle Probleme auf.:wut: ich habe keine Freunde mehr,da ich mich zu sehr mit meine Familie beschäftigte. Als meine Kinder 4,5 und 3 Jahre alt würden,habe ich mit der Ausbildung als Krankenschwester angefangen und mit Durchschnitt 2 bestanden.Es war sehr hart und arbeitete bis letztes Jahr in Vollzeit.Letztes Jahr nachdem ich eine BURN OUT hatte,reduzierte meine Stelle auf 75%. Einige Zeitlang war alles gut,aber seit ca. zwei Monaten geht mir richtig schlecht. Was kann ich tun?:idea: Ist es möglich falls ich wirklich nicht mehr als krankenschwester arbeiten kann,eine Fortbildung von Agentur für Arbeit z.B. im Bereich kodierung zu bekommen.

    Gibt es irgendjd.,dass aufgrund eine Krankheit und drohende Arbeitslosigkeit eine Fortbildung durch Agentur bekommen hat? Mein Arbeitgeber wird mir keine Weiterbildung genähmigen. Solange man funktioniert,ist alles O.K. und werdest du nicht mal gelobt,aber sobald du längere Zeit krank bist,gibt´s Gespräche und drohen:´´So kann aber nicht weiter gehen´´

    Ich freue mich,wenn jd. sich meldet. :_?
    Danke
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Bevor du irgend etwas anderes anfängst- wäre es net sinnvoller, erst mal gesund zu werden? Das Burnoutproblem, dei Erschöpfungsdepression, verschwindet net mit einer Stellenreduzierung um 25% oder einer Fortbildung.

    Hast du die 78 Wochen Krankschreibung bereits verbraucht? Bist du bereist bei einem Spezialisten, einem Psychiater, in Behandlung? Wie lange läuft deine ambulante Gesprächstherapie schon? Tagesklinik schon versucht? Wie sieht es aus mit MuKi-Kur? ...

    Elisabeth
     
  3. Marty

    Marty Poweruser

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    Hallo Teiger,

    du solltest dem obigen auf den Grund gehen. Mit professioneller Unterstützung. Viel Glück dabei,

    Gruß, Marty
     
  4. Nurse Emily

    Nurse Emily Junior-Mitglied

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    Hallo Teiger,

    das tut mir leid für dich - ich hoffe, es geht dir bald wieder besser.

    Eine Freundin von mir hatte nach einigen Jahren in der Pflege auch einen schweren Burn Out - jetzt ist sie nach einer Umschulung vom Amt Bürokauffrau. Es war allerdings ein langer Weg über Klinik, Reha und langer Krankschreibung mit vielen Besuchen beim Amtsarzt. Ich denke wichtig ist, dass du dir professionelle Unterstützung holst, am besten BEVOR du endgültig zusammenbrichst! Hast du nach deinem letzten Burnout noch einen Therapeuten, dem du dich vielleicht anvertrauen kannnst? Alles Liebe für dich!
     
  5. Teiger72

    Teiger72 Newbie

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    Hallo,ich habe bald ein Termin beim Psychiater wegen Burn out und meine Depressionen.Ich bin seit 3 Wochen von meinem HA krank geschrieben.Erste Woche hatte ich Durchfälle und seit 2 Wochen habe ich eine dicke Erkältung und die Geschichte mit meiner Depression und Burn out.Anfang des Jahres hatte ich 1 Woche AU wegen Rückenschmerzen.Danach arbeitete ich wieder 2 Wochen.Zählt das auch zu 6 Wochen AU,die AG bezahlt? Ich bin in ein unbefristeter Arbeitsverhältnis.Meine gesundheit ist mir wichtig aber meine arbeit auch.Kann mein AG mich kündigen,weil ich zu oft(immer mit AU) krank bin?
    Danke für euere Antworten.
     
  6. any89

    any89 Junior-Mitglied

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    Hallo, ich habe einige Probleme und wollte mal Fragen ob jemand Tipps oder ebenfalls solche Erfahrungen gemacht hat......
    ich habe mein Examen 1 1/2 Jahre ich habe am 01.07 auf einer neuen Station angefangen und mir gefällt es sehr gut - doch ich habe keine ruhige Minute mehr. Ich denke ständig an die Arbeit und sämtliche Patienten , sowie an Fehler die ich evtl. am diesem Tag gemacht habe bzw. etwas vergessen habe.

    Zudem hatte ich ein Zwischengespräch vor einigen Tagen in diesem zwar gesagt wurde das alle zufrieden sind - ich jedoch überfordert wirke und das ich mir nicht selbst so ein Stress machen soll, das es klar ist das ich noch nicht alles kann und das auch nicht muss.

    Ich habe auch schon einige Fehler gemacht ( nix schlimmes - keine Gefahr) doch ich kann auch mit diesen Dingen nicht umgehen - jetzt in meinen freien Tagen denke ich ständig dran - wenn an meinem ersten Dienst nach meinem Frei mich jemand auf etwas anspricht was ich vielleicht vergessen oder falsch gemacht habe..... Ich habe richtige Schlafprobleme und meine Gedanken sind ständig bei diesen Themen..............

    Ich fühle mich wirklich schlecht und ich habe auch schon mit etwas erfahreren Menschen gesprochen , allerdings nicht aus der Pflege - die lächeln und sagen das haben die meisten bei einer neuen Stelle... und es geht weg... was wenn nicht!?!?!

    Viele Bekannte und Freunde in der Pflege in meinem Alter kennen das nicht - die sagen Tür rein = Arbeit , Tür raus = Privatleben .....

    Aber wieso kann ich das nicht?

    Ich habe schreckliche Angst das dies so bleibt ---> lange halte ich das nicht aus....


    Die präventiven Maßnahmen von Burnout und Stress sind mir ein sehr vertrauter Begriff - doch ich führe das ja durch , Selbstpflege ist ja schön - doch was wenn die Gedanken sich im Kreis drehen und es nicht aufhört......

    SOS
     
  7. squaw

    squaw Poweruser

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    Teiger, such Dir einen anderen Job, wenn möglich. Es muß nicht sein, daß Du Dich überall so schlecht fühlst wie in der augenblicklichen Situation. Und vorher (oder gleichzeitig) laß Dich krankschreiben und kurier Dich aus. Man kann anderen nicht helfen, wenn man gerade selbst Hilfe braucht.
    any89, so ein Gefühl in den ersten Wochen und Monaten ist völlig normal. das legt sich. Was die Trennung von Beruf und Privatleben anbetrifft: Ich bin sicher, Du lernst es noch. Bei mir hat es 10 jahre gedauert, dann konnte ich es auch. Und wie! Viele lernen das wesentlich schneller. Wobei: es kommt natürlich auch hier auf die Art des Jobs an, manche gehen mehr unter die Haut als andere. Laß Dir Zeit und setze Dich nicht unter Stress!
     
  8. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Hallo any89

    Hm, das liest sich nach selbstgemachten Druck. Vielleicht hilft Dir eine andere Sichtweise, es ist nicht schlimm Fehler zu machen, es ist schlimmer nicht daraus zu lernen. Ich finde "Deine" Anspruchshaltung an Dich ziemlich hoch, Du machst Dir psychischen Druck und das ist Stress hoch drei.
    Ständige Alarmbereitschaft, blos keinen Fehler machen....

    Angst bedeutet Warnung, nur wovor willst Du Dich schützen (gewarnt sein)? Warum machst Du Dir Sorgen über morgen, wenn Du "heute" noch nicht gelebt hast?

    GElassenheit, sein lassen (annehmen, stehen lassen) = loslassen!

    Verstehst Du was ich meine? Du bist gut so wie Du bist, Du gibst Dein Bestes und Du bist lernfähig.

    LG
    Claudia B.
    (Die selbst mit 50 Jahren immer noch dazu lernt.)
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich denke, Squaw hat dir schon den richtigen Tipp gegeben. Seit dem 1.7. auf der neuen Station... dass sind wieviel Wochen?

    Du hast drei Jahre gelernt- warst du nach 2 Monaten schon perfekt?

    Gib und nimm dir Zeit. Ich hab ehedem ein ganzes Jahr gebraucht, bis ich im neuen Fachbereich klar kam.In der Zeit hab ich viel autodidaktisch gelernt. Das hat mir sher geholfen, weil Tätigkeiten verständlich wurden und man net nur nachgeahmt hat. Damit kann man auch einschätzen, welche Arbeiten unbedingt udn sofort gemacht werden müssen und welche man verschieben kann. Das nimmt erheblich den Druck raus- zumindest bei mir.

    Elisabeth
     
  10. ahornsirup

    ahornsirup Newbie

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    Es kann wirklich nie schaden mit einer professionellen Person über seine Probleme zu reden.
     
  11. any89

    any89 Junior-Mitglied

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    Hallo ,

    ich bedanke mich für die netten Worte - ich hoffe ich bekomm das auch hin........
     
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