Ernährung bei Patienten mit ARDS

Wadenbeisser

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Hallo,
wollte mich mal schlau machen über pat.mit ARDS die im rotatios bett liegen und geschwenkt werden wie werden sie ernährt? per MS ist ja nichts da die aspirations gefahr zu groß ist, aber wie ist das mit einer jejunalsonde ist das nicht auch gefählich für den pat?:-?
 

Tobias

Poweruser
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Hallo Wadenbeisser (hey das was mal mein Spitzname),

mit einer einfachen Jejunalsonde geht das schon, aber was ist mit dem Magensekret, das könnte gefährlich werden.

Wir haben Triluminasonden, mit der kannst Du eneral über den Jejunalenschenkel ernähren, und das Magensekret wird über den Gastralenschenkel abgelassen :up: !

Da stellt sich aber auch die Frage, ob in einem ARDS der Pat. auch wirklich enteral was aufnimmt. Bei uns wird bei einem ARDS parenteral, aber das muß auch nicht auf dem aktuellsten Stand sein!:verwirrt:

LG Tobias
 

Wadenbeisser

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danke Tobias,
ich kannte bis vor kurzem auch nur die parenterale ernährung bei ARDS pat. aber andere häuser andere sitten! :razz1: jejunal sonden sind auch neuland für mich ,haben auf unserer station oft z.Z probleme mit das die sonden dicht gehen hatten uns über internet schlau gemacht das man den schenkel vor und nach beendigung der ernährungsgabe spülen sollte bringt nichts. Wie handhabt ihr den??
 

Tobias

Poweruser
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Hallo Wadenbeisser,

diese Sonden müssen immer gespült werden!
Deshalb läuft da bei uns immer Tee mit 20ml/h drüber, wenn die Sonde durch ist! Sonst geht sie zu und dann gibt Ärger, weil teuer:knockin: :knockin:

LG Tobias
 

Dirk

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Hallo Ihr beiden !

Trelumina-Sonden werden auch bei uns verwendet.
Zwei Dinge möchte ich noch anmerken
1. weshalb Tee ????

2. hmmmm.... ob nun Dein ARDS-Patient enteral etwas aufnimmt oder nicht ... tatsache ist, dass eine totale parentereale Ernährung dazu führt, dass es zu einer Hypoplasie der Darmzotten kommt, und auch die PErmeabilität zunimmt. Das wiederum führt dazu, dass Endotoxine in den Blutkreislauf einwandern, und den Patienten nachhaltig schädigen können.
Genau ist dies z.B. H.J. Lübke beschrieben worden (Gastroenterologe in Berlin) : ... In randomisierten Studien zeigt die totale parenterale Ernährung eine erhöhte extraintestinale septische Morbidität, eine erhöhte Pneumonierate und vermehrt intraabdominelle Abzesse im Vergleich zu einer enteral ernährten Patientengruppe.

Wir sind bemüht, sobald als möglich enteral zu ernähren - und sei es nur mit einer Glucosaline-Lösung. Aber auch Patienten im Rotorest werden primär enteral ernährt.

Liebe GRüsse

Dirk
 

Tobias

Poweruser
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Ja ja Dirk hast recht!
Ich habe noch mal genau drüber nachgedacht! Wir ernähren nicht total parenteral! Auf Grund der Dinge die Du auufgeführt hast!! Hast recht!
Aber wir ernähren nicht gleich am Aufnahmetag, denn durch den Postaggressionsstoffwechsel ist der Körper doch nicht in der Lage was aufzunehmen! Ich weiß in anderen Kliniken wird das schon anders gemacht. Das liegt aber in dem Arztbereich! Wir sind da nur die Ausübenden!

Grüße Tobias
 

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