Erfahrungsbericht: 1 Jahr als Krankenschwester in Gambia

Dieses Thema im Forum "Ansprechpartner / Institutionen und Erfahrungsberichte" wurde erstellt von es, 16.11.2005.

  1. es

    es Stammgast

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    Hallo ihr alle!
    Nach meinem Examen Anfang September 2004 bin ich für ein Jahr nach Gambia, Westafrika gegangen. Und ich dachte mir ich erzähl euch a bissl was über die Arbeit dort.
    Ich bin über das Projekt "Missionarin auf Zeit" der Armen Schulschwestern (www.schulschwestern.de) in München nach Gambia (kleines Land in Westafrika) gegangen. Ich habe dort, gemeinsam mit meiner Kollegin die ersten 7 Monaten bei 2 europäischen Schwestern im "kloster" gewohnt, danach sind wir ausgezogen und haben uns ein Zimmer im Ort gemietet.
    Gearbeitet habe ich in einem Krankenhaus das der Regierung gehört und nicht weit weg vom Missionsgelände lag.

    Zum Krankenhaus:
    Das Soma Major Health Center ist ein für gambische Verhältnisse grosses Krankenhaus, zuständig für den ganzen District. Das erste halbe Jahr hatten wir Strom morgens von 9 - 11 uhr, dann erst wieder abends. Als der Generator der die Region mit Strom versorgte kaputt ging gabs halt keinen Strom mehr. das HC hatte zwar seinen eigenen Generator, doch der war auch kaputt... und als er dann endlich repariert war gabs kein Geld fürs benzin...
    Fliessendes Wasser hatten wir auch nur bedingt. Nachmittags, für ca eine Stunde aber auch nicht immer. Da haben wir uns dann immer unsere Kanister aufgefüllt...
    Das Krankenhaus besteht aus Erwachsenen Station (2 grosse räume, einer für männer, einer für frauen), Kinderstation, Entbindungsstation, Apotheke (medizin gabs eigentlich nie ausreichend, manchmal gabs 2 monate lang kein einziges schmerzmittel...), OPD (off patients department, = Ambulanz + "Hausarzt"), MCH (mother and child health, zuständig für trekking in umliegende dörfer, impfen, wiegen, verhütung, medizin verschreiben für kinder unter 5,...). Ein Labor hatten wir auch, aber ohne Strom hat es dann nicht mehr gearbeitet, ausser u-stix und hb-bestimmung).
    Seit ein paar Monaten gibt es dort auch eine von den "Sight savers international" gesponsorte Augenklinik.
    Die Pflege in einem Krankenhaus in gambia wird von den Angehörigen übernommen. Jeder Patient braucht eigentlich eine Begleitperson. In meinem HC gab es auch keine Verpflegung für die Patienten. es war zwar ein Koch angestellt, aber es war kein Geld für den Reis vorhanden...
    Wir waren 4 ausgebildete Krankenschwestern und 2 hebammen im ganzen Krankenhaus, der rest waren hilfskräfte ohne besondere ausbildung...

    Ich habe dort im OPD gearbeitet.
    Meine Hauptaufgabe dort war Medizin verschreiben, ernste fälle aufnehmen oder eine Verlegung vorzubereiten.
    Am Anfang war das sehr schwierig für mich. Medizin verschreiben lernt man als deutsche Krankenschwester nicht wirklich, vor allem nicht für krankheiten wie malaria, ... . zum einen fand ich es eine sehr grosse verantwortung, zum anderen hatte ich auch ziemliche sprachprobleme, da nur sehr wenige meiner patienten englisch konnten.
    Ich war Dauerfrühdienst von 8 uhr morgens bis ca 14 uhr, oft aber auch später. Einfach da wir da die meisten patienten "gesehen" haben und auch weil ich da nicht allein war. meistens waren wir zu zweit und wenn ich allein war, und sprachprobleme hatte konnte ich einfach jemanden ausm nachbarbüro oder labor zum übersetzen holen.
    also ich kam da morgens um ca 8 uhr hin und meistens sass schon eine sehr lange schlange an patienten vor "meiner" tür.
    je nach jahreszeit haben mein kollege und ich wir zwischen 100 und über 300 patienten an einem vormittag gesehen.
    name? alter? wohnort? beschwerden?
    -> medizin verschreiben.
    untersuchungsmöglichkeiten hatten wir kaum. eben hb und u-stix im labor, blutdruckmessen, temperatur fühlen, atmung zählen.

    je nachdem wie viele patienten wir sahen, hatten wir zeit noch verbände zu machen. wenn wir keine zeit hatten, was sehr oft der fall war wurde dieses vom "putzmann" erledigt...

    es gab einige wenige ärzte aus kuba mit sehr wenig englisch kenntnissen und noch weniger von den einheimischen sprachen. sie waren hauptsächlich für die betreuung auf station zuständig. Ins OPD haben wir sie nur in sehr ernsten fällen gerufen oder bei verlegungen in andere krankenhäuser.
    Das nächste grosse Krankenhaus in dem man auch operieren und röntgen kann liegt luftlinie gesehen gar nicht so weit weg, ca 20 kilometer. leider sind die strassen sehr schlecht und man muss mit der fähre den fluss überqueren und dann kommt es halt drauf an wo sich die fähre grad befindet. es kann durchaus sein, dass eine verlegung einfache fahrt 2 stunden oder mehr dauert...
    die anderen zwei krankenhäuser sind 3 und 6 stunden fahrtzeit entfernt.
    unser ambulanz auto ist ein geländewagen mit matratze hinten aufm boden. wenn wir einen patienten verlegt haben musste immer einer von uns als begleitung mit.

    ich habe nicht "nur" im OPD gearbeitet, sondern bin meistens auch 2 mal die woche mit dem MCH auf trek gefahren.
    wir hatten 8 dörfer in der umgebung (zwischen 20 und 60 minuten fahrzeit) in die wir jeweils einmal im monat gefahren sind um babys zu wiegen, schwangerschaftsvorsorge (bauch abhören mit hörrohr, schwangerschaftswoche und kindslage ertasten, nach ödemen und anaemien schaun, wiegen) zu machen, babys impfen, und um kranken kindern medizin zu verschreiben. das war dann immer meine aufgabe.

    so, ich glaub ich hab euch jetzt erst mal genug zugetextet, aber wenns euch interessiert und ihr fragen habt, dann meldet euch.
    seit heute genau 2 monaten bin ich nun wieder in deutschland, arbeite nun seit 1 1/2 monaten in einem altenheim und die umstellung war schon sehr krass.
     
    flexi und Admin gefällt das.
  2. Lindarina

    Lindarina Senior-Mitglied

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    Das ist ja ganz schön krass da in Gambia. So was kennt man ja sonst nur aus Filmen. Aber woher wusstest du , was du verschreiben solltest??So was lernt man ja hier nicht in Deutschland. Konntest du dich vorher irgendwie "weiterbilden" für diesen Einsatz oder wurdest du "ins kalte Wasser gewurfen" ???

    Lindarina
     
  3. es

    es Stammgast

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    hallo Lindarina!
    ich wurde so ziemlich ins kalte wasser geworfen.
    ich kam da hin, ging ins krankenhaus und sagte "hallo, da bin ich". die für mich zuständige ordensschwester in Gambia hatte vorher schon mit dem manager vom krankenhaus gesprochen, das krankenhaus hatte aber überhaupt nix mit der mission zu tun.
    der manager sagte "schön dass du da bist, du bist herzlich willkommen, du kannst arbeiten wann und wo du willst".
    nunja, die schlange vorm opd war die längste und er bestätigte mir, dass dort die meisste hilfe nötig sei, also bin ich dort hin, und blieb auch dort für den rest des jahres hängen.
    die ersten 2 tage sass ich neben dem der mich einarbeiten sollte auf einem stuhl, hab nix verstanden und sass da halt so.
    am 3. tag hatte ich dann mit einer krankenschwester dienst die für mich übersetzt hat. und mir erklärt hat, dass wenn der patient diese und jene beschwerden hat, dann ist das diese und jene krankheit und ich soll diese und jene medizin verschreiben. ich wusste also dann wann ich welche medizin verschreiben soll, aber was das für medizin war hab ich erst so nach und nach rausbekommen. ich bin in die apotheke und wollte die beipackzettel zu den medikamenten lesen. hatte er nicht... oder sie waren auf arabisch... (da gibts anscheinend die billigsten medikamente).
    gegen ende meines jahres dort haben wir tatsächlich auch für unser büro ein heft bekommen, das "the gambia standard drug manuall" wo man alles nachlesen konnte...
     
  4. narde2003

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    Hallo ES,
    hast du vorher keinen Kurs Medizin in den Tropen hier in Deutschland gemacht?
    Hat dich dein AG vor dem Einsatz in Deutschland vorbereitet?

    Schönen Tag
    Narde
     
  5. es

    es Stammgast

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    nein, ich bin direkt nach dem examen gegangen.
    ich war dort eigentlich auch nur als zusätzliche kraft. ursprünglich sollte in diesem ort eine freiwillige in der schule der schwestern unterrichten, so war es zumindestens in den jahren zuvor.
    wir waren 2 freiwillige, meine freundin hat in der schule unterrichtet und ich habe im krankenhaus gearbeitet, das aber eigentlich gar nix mit meiner entsende-organisation zu tun hatte.
    wir hatten vorbereitungswochenenden, aber die gingen über das leben in anderen kulturen, das leben bei schwestern, armut, entwicklungshilfe, ...
     
  6. Lindarina

    Lindarina Senior-Mitglied

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    Hi
    Wie ist in Gambia die Rechtliche Seite??? Ich meine, wenn man das Falsche Medikament verschreibt, weil man die Krankheit falsch diagnostiziert, und man fügt den Pat. schaden zu ??? Schlißlich sind Krankenschwestern keine Ärzte.
     
  7. narde2003

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    Hallo es,
    das war dann ein mutiger Schritt, andere Organisationen achten darauf, dass die PK entsprechend "vorgebildet" sind und entsprechende Berufserfahrung haben.

    Der Umstieg zurück muss auch ziemlich krass für dich sein, oder?
    Da treffen doch zwei Welten aufeinander.

    Würdest du einen weiteren Einsatz in betracht ziehen?

    Schönes Wochenende aus dem verschneiten München

    Narde
     
  8. es

    es Stammgast

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    hallo narde!
    ich bin ja auch nicht mit einer richtigen entwicklungshilfeorganisation gegangen (die verlangen ja berufserfahrung und ich dachte mir "jetzt oder nie") sondern mit einem Orden der in der Mission tätig ist.

    die umstellung war schon sehr hart..
    beim einkaufen war ich erst mal total von der auswahl überfordert, ... in der arbeit (altenheim) wenn sie keine anderen probleme hatten ausser 3 tage lang zu disskutieren wer wo beim frühstück sitzt, ...
    und noch vieles mehr.

    nochmal gehen?
    ja, warum nicht? nur meine familie wär davon nicht begeistert... vielleicht erst mal ein paar jahre wieder hier arbeiten, und dann mal schaun.
    weisst du ob es spezielle weiterbildungen für tropenmedizin gibt?

    gruss
    eva
     
  9. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo ES,

    es werden einige angeboten.
    Ich habe meinen Tropenkurs in Hamburg am Bernhard-Nocht- Institut gemacht.

    Dieser Kurs dauert 2 Wochen, dann gibt es noch einen Aufbaukurs, den habe ich dieses Jahr belegt.
    Andere Institutionen bieten welche mit 3 bis 6 Monaten an, das kann ich mir nur nicht leisten.
    Mit dem Kurs am BNI war ich sehr zufrieden, ich habe auch bestanden.

    Auch mir ging es so, als ich zurückkam, dass ich mich gefragt habe, was habt ihr eigentlich für Probleme. Die Rückkehr ist einfach krass.

    CU
    Narde
     
  10. Schwester Melli

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    Hygienische Verhältnisse in KH in Gambia

    Hallo,
    erstmal möchte ich Dir ein ganz, ganz großes Lob aussprechen!!! Ich hätte glaube ich nicht den Mut, schon gar nicht so direkt nach dem Examen, so einen Schritt zu wagen!!! Finde ich sehr bewundernswert! Das sind Erfahrungen, die Dir keiner mehr nehmen kann und die Du auch wahrscheinlich nie vergessen wirst...:up:
    Nun zu meinen Fragen:
    Wie sah es denn mit den hygienischen Bedingungen aus? Wahrscheinlich kathastrophal, oder??? :-?
    Wenn Du sogar mehr oder weniger die Therapie(Medis etc.) für die Leute in der Hand hattest-was haben dort eigentlich die Ärzte gemacht??? Wieviele gab es, die "zuständig" waren?

    Würde mich über nähere Infos darüber freuen
    Gruß Schwester Melli
     
  11. Manegger

    Manegger Stammgast

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    Hallo EVa,

    ich hoffe du bist gesund wieder zurück gekommen. Malariagefahr bestand ja für dich sicher auch!

    Wovon hast du denn dort gelebt? Und wie hast du nach der Arbeit deine Zeit verbracht?

    Gruß
    Klaus
     
  12. es

    es Stammgast

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    hallo ihr!

    @ narde:
    also wenn ich mal wieder gehe dann werde ich sicherlich vorher auch einen tropenmedizin kurs belegen...

    @ schwester melli:
    die hygienischen verhältnisse... am anfang hat mich wirklich der totale schlag getroffen, aber man gewöhnt sich an so einiges...
    händedesinfektionsmittel, was ist das? beim verbinden kann man doch die gleichen handschuhe für alle patienten an lassen, ... verbände werden sowieso hauptsächlich vom putzpersonal übernommen da wir je nach (malaria-)saison einfach keine zeit dazu hatten, ... instrumente konnten nicht sterilisiert oder auch nur desinfiziert werden, der boden wurde meistens so alle 2 tage gewischt, ...
    es gab zeiten da hatten wir nicht mal seife zum händewaschen... ich bin dann allerdings zum markt gelaufen und hab seife gekauft.
    es gibt aber auch patienten die direkt an dir vorbei an die wand spucken, dir ins waschbecken schneuzen (taschentücher gibts eigentlich nicht, zu teuer), ...

    ja, es gab ein paar ärzte. die kamen aus kuba konnten schlecht englisch und gar nix an einheimischen sprachen, sie waren für die stationen zuständig und wenn wir sie für schwierige fälle und verlegungen gerufen haben.
    wir hatten meistens so ca 3 ärzte, manchmal aber auch nur 1. die ärzte waren auch zeitweise in grösseren dörfern und hatten dort ihre "station" gemeinsam mit einer einheimischen schwester.

    @duetzmann:
    ich hatte 2 mal malaria, war aber nicht so schlimm. das zweite mal gings mir nicht so toll, aber mich hat das chloroquine und fansidar mehr mitgenommen als die malaria selber.
    doch, ich hatte prophylaxe genommen. beim ersten mal nicht, da hatte ich sie gerade abgesetzt da es in unserer region keine mücken gab, bin dann in die hauptstadt gereist, dort gabs mücken und heim kam ich mit malaria...
    beim 2. mal hab ich sie trotz prophylaxe bekommen. keine prophylaxe hilft 100%
    ich habe dort ja bei ordensschwestern gelebt (zumindestens die ersten 7 monate) ich bekam dort unterkunft und verpflegung.
    als meine freundin und ich dort ausgezogen sind hab ich mittags bei einer befreundeten familie gegessen und abends bei einer freundin. jeweils habe ich ca 2 euro im monat fürs essen bezahlt. miete hatten wir zusammen 7 euro im monat.
    nach der arbeit war ich nachmittags meist bekannte besuchen, mit "unseren" kindern unterwegs, ... als wir noch bei den schwestern gelebt haben durften wir abends nicht mehr raus.
    wir haben dann auf dem missionsgelände mathe und englisch nachhilfe für die christenkinder gegeben.
     
  13. macspecki

    macspecki Newbie

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    hallo es!
    habe mich hier gerade neu angemeldet! und lese deine interessanten berichte!
    mich interessiert die arbeit in gambia sehr. ich bin noch in der ausbildung im mittelkurs und möchte nach meinen examen nach afrika. bin schon etwas älter und das ist meine 2. ausbildung! kannst du mir adressen sagen wo man sich bewerben kann? hast du ein einkommen gehabt? wer hat den flug und die unterbringung bezahlt?
    gruß specki
     
  14. Bruce

    Bruce Junior-Mitglied

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    Sehr interessanter Beitrag! Hut ab! Da unsere Regierung es wünscht, werden wir demnächst wohl im Kongo aktiv sein. Wenn diesbezüglich alles klappt, dürft Ihr Euch auch auf einen Erfahrungsbericht über die Arbeit eines militärischen Krankenpflegers in Afrika freuen.
     
  15. es

    es Stammgast

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    nach dem immer wieder beiträge zum thema afrika im forum stehen, schieb ich meinem beitrag mal hoch... vielleicht beantworten sich dadurch ja schon manche fragen...

    liebe grüße,
    eva
     
  16. Wurstsemmel

    Wurstsemmel Newbie

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    Hallo...
    ist echt interessant deine Geschichte!
    Wir sind auf deinen Bericht gestoßen, da wir in Deutsch eine Art Referat halten müssen und uns das Thema "Pflege in den Entwicklungsländern" gewählt haben!
    Könntest du uns ein paar nähere Informationen geben, z.B. braucht man eine bestimmte Zusatzausbildung oder wie läuft da alles ab?So im Allgemeinen...
    Hoff, es ist nicht zu viel Aufwand!
    Lg
     
  17. es

    es Stammgast

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    Hallo Wurstsemmel!

    War ne ganze Zeit lang nimmer online hier, deshalb habe ich deinen Beitrag erst jetzt gesehen. Das Referat ist wahrscheinlich schon vorbei, oder?

    Entwicklungshilfeorganisationen verlangen mindestens 2 Jahre Berufserfahrung und meistens einen Tropenkurs. Ich hatte das alles nicht, ich bin direkt nach der Ausbildung mit einer Freiwilligenorganisation gegangen.

    Zum Thema Pflege in Entwicklungsländern:
    Die eigentliche Pflege wie wir sie kennen wird dort von Angehörigen durchgeführt. Waschen, Lagern, Esseneingeben, ...
    Krankenschwestern auf den Stationen sind für die Medizinverabreichung usw. zuständig, in der Ambulanz übernehmen sie die ärztlichen Tätigkeiten und rufen nur in Notfällen einen Arzt hinzu.

    Viele Grüße,
    es
     
  18. Kati19

    Kati19 Newbie

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    Vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Bericht über die medizinischen Zustände in Gambia! Aber mich würde viel mehr interessieren: Wie fandest dus denn? Es war "anders", gut, aber meinst du, dein Aufenthalt dort hat dein Leben bereichert oder eher für ein Jahr unterbrochen? Welche persönlichen Erfahrungen hast du gemacht? Warst du oft verzweifelt? Wie ist es, zurückzukommen in die "Normalität"? Würdest du nochmal dorthin gehen?
     
  19. vcj

    vcj Gast

    Hallo:-)
    Meine Freundinnen und ich machen gerade eine Ausbildung zur Gesundheits-und Krankenpflegerin und müssen im Fach :Geschichte der Pflege ein Referat dazu vorbereiten . Wir haben uns das Thema Pflege in den Entwicklungsländern ausgesucht und brauchen ganz viele Informationen dafür. Und da dein Beitrag super dazu passt, hab ich aber noch eine Frage. Wie sah das dort mit der Hygiene aus? Gab es dort sauberes Trinkwasser ? Gab es da Desinfektionsmittel?
    Über deine Antwort würden wir uns sehr freuen:-)
     
  20. narde2003

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