Erfahrungen mit HIPEC?

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Chirurgie" wurde erstellt von Susi_Sonnenschein, 06.11.2010.

  1. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    20.10.2004
    Beiträge:
    2.065
    Zustimmungen:
    9
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensiv
    Funktion:
    Praxisanleiterin
    Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren, welche Erfahrungen ihr mit einer HIPEC (hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion HIPEC) bisher hattet.

    Bei uns wird das hin und wieder durchgeführt und ich muss sagen, dass ich bislang noch nicht so überzeugt bin, da es den Patienten danach meistens nicht sehr gut ging. Jetzt wollte ich mal hören, welche Erfahrungen es anderswo gibt.

    Bin schon auf Eure Berichte gespannt.
     
  2. Markus23KP

    Markus23KP Stammgast

    Registriert seit:
    09.08.2006
    Beiträge:
    247
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenpfleger, Praxisanleiter ;Rettungssanitäter
    Ort:
    Nähe Würzburg
    Akt. Einsatzbereich:
    Allgemeinchirurgie Normalstation
    Funktion:
    Praxisanleiter seit 03/13 , Aroma Experte Aromapflege
    Hallo.

    Wir haben so ca. 2-3 Pat im Monat die eine Hipec bei fortgeschrittender Peritonealcarcinose erhalten...
    Den meisten geht es echt richtig dreckig, viele bekommen teilweise mehrere Komplikation während des Aufenthaltes aber dem ein oder anderem Patienten hilft es tatsächlich!

    Optimalfall ist eine Nacht nach der OP auf der ITS, am 1sten Post OP Tag zu uns auf Peripherie. Meist mit ZVK, PDK, Zystofix, einer Redon und einer Robinson ausgestattet.
    Wenns super optimal läuft ist Entlassung am 6-7 Post OP Tag gut möglich. (bisher bei ca. 15 HIPEC´s einmal erlebt!)

    Unser Oberarzt der die ganzen HIPEC´s operiert sagt wegen der Prognose folgendes:
    der Einwöchige Klinikaufenthalt durch die HIPEC kann optimalerweise 3 Monate mehr Lebenserwartung bringen! (Durch "Kleinhaltung" der Krebszellen im gesamten Abdominalraum.)
     
  3. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    20.10.2004
    Beiträge:
    2.065
    Zustimmungen:
    9
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensiv
    Funktion:
    Praxisanleiterin
    Hallo Markus,

    ich krieg die Patienten nur auf der ITS bzw. IMC mit und erlebe es sehr selten, dass sie bereits am ersten post-OP-Tag auf die periphere Station kommen. Und richtig gut ging es wie gesagt kaum einem. Deshalb interessieren mich die Erfahrungsberichte von anderen. Danke schonmal für Deinen!
     
  4. Ann-

    Ann- Newbie

    Registriert seit:
    15.07.2013
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Wissen Sie das zirkulierende hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion System?Beim Anwenden von Punktionstechnik oder Portkathter werden die durch das zyklische hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion System automatisch erhitzte Zytostatikaspüllösung mittels zwei in der Körperhöhle eingelegt Portkathter in die Körperhöhle zugeführt. Unter dem Kontroll und der Regulation vom Computer werden die Zytostatikaspüllösung auf 42℃ aufrechterhaltet und die Perfusion kontinuierlich durchgeführt wird. Durch effektiv Kontroll von Temperatur und Dauer werden die metastasierten Krebszellen zerstört,dadurch werden die wieder Bildung des Aszites zurückgehaltet.
     
  5. matras

    matras Bereichsmoderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    12.04.2005
    Beiträge:
    2.328
    Zustimmungen:
    37
    Beruf:
    Hygienefachkraft, OP-Fachpfleger, Praxisanleiter (DBfK), BR
    Ort:
    Suedwest
    Akt. Einsatzbereich:
    Hygiene
    Funktion:
    HFK
    Als "ultima ratio" ist die HIPEC auch bei uns nicht wirklich gut verträglich! Den Patienten geht es danach echt dreckig und ob der Gewinn an Lebenserwartung das Procedere und das zusätzliche Leiden rechtfertigt kann nur der berichten der den Strohhalm hingehalten bekommt und das Verfahren auf sich nimmt und übersteht!
    Sprich: eigentlich sollte man mal Betroffenen befragen.
     
  6. anästhesieschwester

    Registriert seit:
    19.05.2007
    Beiträge:
    1.006
    Zustimmungen:
    16
    Beruf:
    Krankenschwester, B.Sc. Health Care Studies
    Interessant zu lesen! Kenne die HIPEC-Patienten nur aus dem OP. Dort viel Einleitungs-Aufwand, danach außer Laborkontrollen aber meist nicht mehr viel zu tun. Intraoperative Komplikationen hab ich noch keine erlebt.

    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Erfahrungen HIPEC Forum Datum
Studiengang Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement: Erfahrungen? Pflegestudium: Voraussetzungen, Studieninhalte, Studienorte 28.10.2016
Erfahrungen Häusliche Intensivpflege Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause 24.06.2016
Auditorium Südwestfalen - Fernstudium zur PDL: Erfahrungen? Fachweiterbildung für Leitungsaufgaben in der Pflege 22.05.2016
Schäfer Care GmbH und Arche Mobil GmbH - Erfahrungen? Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause 12.05.2016
Raus aus der Pflege: Erfahrungen in einem Job als Quereinsteiger gesucht Talk, Talk, Talk 13.04.2016

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.