Erfahrungen in der Schule?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Sonnenschein18, 16.10.2008.

  1. Sonnenschein18

    Sonnenschein18 Gesperrt

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    Hallo.

    Habe mich gerade hier angemeldet, hoffe es gibt noch keinen so ähnlichen Beitrag.

    Ich habe am 1.8.2008 meine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin angefangen. Meine erste Praxisstation ist echt super :-)
    Allerdings habe ich jetzt wieder Schule. Dazu muss ich schreiben das die Schule was die Lehrer betrifft einen nicht so guten Ruf hat und mir sind selber schon zwei Sachen aufgefallen, die mich irgendwie stören.

    • Wir haben gerade das Thema Herz. Als wir verschiedene Zeichnungen beschriften haben, erzählte uns ein Lehrer, dass die deutschen Wörter ausreichen würden. (Ist nicht nur beim Thema Herz so) Kann mir einfach nicht vorstellen, dass das ausreichen soll? Gerade in der Praxis und vor allem in den Prüfungen/Examen werden ja die lateinischen benutzt.
    • Außerdem auch die Themen die wir durchsprechen, werden mir nicht genügend behandelt. Ich setze mich immer noch zu Hause hin und arbeite die Themen weiter aus. Lerne ich einfach zu viel?
    Wie ist es bei euch so?

    Würde gerne mal wissen wie es euch anderen Azubis geht?

    Lg
     
  2. baumhausprinzessin

    baumhausprinzessin Senior-Mitglied

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    Aloha:-),
    auf jeden Fall ist es gut, dass du ambitioniert bist. Lernen schadet im Grunde erstmal nicht.

    Aber ich kann dir sagen, dass es noch genug geben wird, was du lernen musst:wink:. Ich bin erst im zweiten Lehrjahr, aber da ist schon 'ne Menge zusammen gekommen..

    Unsere Lehrer haben auch mal gesagt, es wäre unwichtig, ob wir die deutschen oder lateinischen Begriffe lernen würden in der Anatomie.
    In der ersten Klausur sollten wir dann prompt ins Lateinische übersetzen!
    Zum Glück ist man besonders zu Beginn ziemlich motiviert, so dass alle auch diese gelernt hatten..

    Nach meiner Erfahrung hilft es aber z.B. die lateinischen Bezeichnungen von den Knochen zu kennen, da zumindest auf den Abbildungen im Anatomiebuch die Arterien und Venen auch nur auf Latein angegeben sind. Da sieht man z.B. die V. fibularis beim Unterschenkel.
    Sonst müsstest du spätestens dann lernen, dass das Wadenbein mit "Fibula" gemeint ist:-).

    Da fällt mir noch ein..
    Vielleicht kann es auch sein, dass wegen der Curriculumstruktur manche Aspekte eines Themas erst später behandelt werden.

    Wir hatten auch im ersten Lehrjahr die Anatomie des Herzens, aber Pflege herzkranker Patienten wird bei uns erst im dritten Lehrjahr unterrichtet.

    Nenn doch mal ein Beispiel, welches Thema ihr in der Schule hattet und was du dazu noch alleine ausgearbeitet hast:-).
    Grüsschen
     
  3. Systole

    Systole Newbie

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    Hallo,

    du sprichst mir echt aus der Seele!

    Ich bin jetzt in der Mitte des zweiten Lehrjahres und habe das Gefühl, nach fast jedem Theorieblock "dümmer" geworden zu sein, da mit die Einheiten der Lehrer keine Antworten, sondern nur mehr Fragen geben.

    Mache es dann auch wie du und lerne für mich zuhause Alles nochmal.

    Kleine Beispiele:

    Es werden total veraltete Arbeitsblätter ausgegeben, zum Beispiel zum Thema Hygiene oder Prophylaxen, die nicht mit unserem aktuellen Lehrbuch übereinstimmen.
    (Da bin ich natürlich verunsichert, was denn nun richtig sein soll...)

    Unsere Lehrerin erzählt uns zum Thema Demenz, Ginkgo sei ein anerkanntes Medikament, zwei Stunden später versichert uns der Psychiater, das sei völliger Quatsch und total wirkungslos.

    Die Klausur wird aber von der Lehrerin gestellt, heißt also, ich muss etwas wissentlich Falsches hinschreiben um meine Punkte zu bekommen.

    Auf Nachfragen heißt es dann:
    "Tja, so ist das."

    Oder auch:
    "Einer kriegt die Punkte, der andere nicht."

    Mittlerweile hat sich unser ganzer Kurs oft genug beschwert, aber verändert hat sich nichts.

    Ich lerne trotzdem weiter, denn schließlich habe ich an mich selbst den Anspruch meine Patienten später auf Grundlage guten Wissens zu pflegen.
    Hoffe aber, es gibt andere Schulen, die das besser hinbekommen.

    Huch, das war jetzt lang, tat aber gut, es mal von der Seele zu schreiben.

    Schönen Tag noch!
     
  4. Gammlerin

    Gammlerin Junior-Mitglied

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    Bei uns an der Schule wurde von Beginn an gesagt, dass wir immer die deutschen UND lateinischen Begriffe lernen sollen.

    In Deutsch, damit wir wissen, was das lateinische Wort ,was wir gelernt haben bedeutet,
    und in Latein, damit wir auch, wenn wir später z.B. bei der Visite mitgehen verstehen, was der Arzt sagt, weil er wahrscheilnich nicht die deutschen Begriffe verwendet....

    So wurde es bei uns gesagt, klingt für mich auch logisch...
     
  5. Nina89

    Nina89 Stammgast

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    Also bei uns ists auch so, dass die Lehrer sagen im Moment müssen wir die lateinischen Wörter noch nicht drauf haben, da uns das verwirren könnte und wir uns jetzt ganz am Anfang (hab am 1.10. angefangen) einfach nur auf die Grundlagen konzentrieren sollen.
    Mit dem Erklären und dem Aufarbeiten/Nachlernen daheim hab ichs grad anders rum, das was wir bisher gelernt haben war mir größtenteils schon bekannt und wurde im Unterricht schon fast zu ausführlich bearbeitet. Zuhause hab ich mir bisher die Aufschriebe und so nur nochmal durchgelesen und vielleicht was in nem Buch nachgelesen...

    Lg Nina
     
  6. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    es wird für Euch alle leichter sein, wenn Ihr gleich die Fachterminologie (welche sich ja auch dem lateinischen und griechischen ableitet) mit dazu lernt.
    Die Diagnosestellungen auf den Stationen sind nunmal im Fachjargon gestellt...
    Woher sollt ihr also wissen, worum es bei einem "Cor pulmonale", einer "Adnexitis" oder aber einer "Clavicula-Fraktur" überhaupt geht, wenn ihr die Begriffe nicht zuordnen könnt?
     
  7. Sonnenschein18

    Sonnenschein18 Gesperrt

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    Vielen dank für die Antworten...

    Habe auch schon angefangen sie zu lernen, da ich auch selber finde das die Wörter sehr wichtig sind.
    Bin aber froh, das es ja an anderen Schulen anscheinend auch so ist

    lg
     
  8. Robin

    Robin Junior-Mitglied

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    Hmm... komische Diskussion,

    grundsätzlich habe ich bis jetzt nichts gelesen (lesen müssen) was nicht der Wahrheit entspräche. Dennoch muss ich sagen das ich selbst für mich entschieden habe die Dinge zu lernen die mich interessieren (egal was curricularische Richtlinie ist oder nicht). Genauer gesagt: Viele Lehrer haben mir schon gesagt "das müsse" ich nicht in einer derartigen Tiefe lernen wie ich es tue, jedoch denke ich das viele Lehrer meinen Standpunkt nicht verstehen: Das ich nicht für die Schule lerne, sondern für mich.

    Beispielsweise habe ich mal ein Referat abgeben müssen, habe aber eine Facharbeit geschrieben und die Note ausreichend dafür erhalten. Begründung war einfach das etwas anderes gefordert war. Muss ich letztendlich zu sagen: Interessiert mich nicht (wenn man das den Lehrern sagt denken die immer man wolle denen was ^^). Schließlich sehe ich das aus meiner Sicht so: Die Arbeit war für mich und nicht den Lehrer oder die Schule.

    Aber um beim Thema zu bleiben, ich lerne grundsätzlich alles was den von mir persönlichen Wissensfundus bereichert und was vor allem auch die Investition "Lernen" wert ist. Viele meiner Mitschüler denken zwar deshalb ich seie ein Streber. Aber wie ich immer so gern sage: 1. Ja ich bin ein Streber, aber ich strebe nach Wissen... Wonach strebst du? 2. Mein Beruf ist eines meiner Hobbies ^^

    Unter meinen oben geschilderten Eindrücken geht es mir eigendlich relativ gut. Wobei Folgendes:

    ... auch bei uns Vorkommt, weshalb ich jedoch niemals etwas entgegen aktuellem wissenschaftlichen Erkenntnissen verfäschen würde.

    Summa summarum kann ich jedoch sagen: Ich habe Lehrer die sind halt Lehrer (Qualifikationsbedingt) und ich habe Lehrer die SIND Lehrer ;) ...

    Über Kritik bin ich immer dankbar...
     
  9. pocco04

    pocco04 Newbie

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    hallo guten morgen

    ...bei uns ist es so...Solange wir alles Begünden können,wird auch ein Punkt gegeben(in der Klausur).Natürlich muss nach den Büchern gearbeitet werden.Oder nach dem jeweiligen Skrips der Lehrer...Das Lehrpersonal spricht sich auch vor oder nach dem Unterricht ab.
    Find ich persölich nicht schlecht,:nurse:gruß

    ach ja..Fachterminologie wird vorgegeben und darauf Aufgebaut....selbst wenn es manchmal echt viel ist und wir es nicht in der Klausur brauchten...na ja irgendwann brauchen wir die Begriffsbezeichnung sowieso..:mrgreen:

    Stillstand ist Rückgang....
     
  10. cen

    cen Newbie

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    Also ich hab auch am 1.10 angefangen, und wir sollen beides können.. Lateinisch/Griechisch/ - Deutsch.. Ist denke ich auch mal ziemlich wichtig..

    Mal was andres.. Ich fühl mich total unterfordert ;) Hab dieses Jahr Abi gemacht und hab auch viele Praktika und vieles , vorallem in der Anatomie ist mir schon bekannt und es ist einfach nur öde..Wobei die andren neben mir, die kein Abi haben, voll die Probleme haben.. Hätte nicht gedacht dass man so den Unterschied bemerkt.. ODer kommt mir das nur so vor? :-)
    Also nicht dass ihr mich falsch versteht, ich habe nichts gegen Leute die kein Abi haben, sondern, ich wunder mich lediglich wie schlecht diese Leute klar kommen mit dem Lernen usw... :-)

    Liebe Grüße
     
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