Entlassungsmanagement

Dieses Thema im Forum "Pflegestandards und Qualitätsmanagement" wurde erstellt von nightmove2005, 14.01.2006.

  1. nightmove2005

    nightmove2005 Junior-Mitglied

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    Hallo,
    wir haben am 1.1.06 in unserem Haus ein Entlassungsmanagment eingeführt. Arbeiten mit dem Barthel-Index, womit jeder Patient erfasst wird. Finde es momentan noch sehr aufwendig und mir fehlt so ein bisschen der Sinn.
    Wie läuft das bei euch? Wessen Aufgabe ist es AHB, Reha und änhliches anzumelden, wer entscheidet was angemeldet wird? Wer fühlt die Fragenbögen aus?
    Danke im Voraus für eure Antworten
    nightmove
     
  2. nightmove2005

    nightmove2005 Junior-Mitglied

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    hallo

    kein Entlassmanagment in anderen Häusern????
     
  3. Nordlicht

    Nordlicht Poweruser

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    Hallo nightmove 2005,

    naaaaa.........., frustiert?

    Man mag es kaum glauben, aber mir kommt es häufig so vor, als gäbe es wirklich kein Entlassungsmanagement.:knabber:
    Ich sitze im ambulanten Pflegedienst und träume von einem Anruf oder einem Fax aus den Krankenhäusern.

    Wir haben i.d.R. 3 "Zulieferer". Wenn ein Patient von uns (mit Überleitungsbogen und Mediliste selbstverständlich) ins Krankenhaus geht, fragen wir Angehörige oder beim Entlassungsmanagement des betreffenden Hauses von uns aus nach, wie es weitergeht, da die Überraschungen am Freitag nachmittag (hurra, Patient wieder da, Entlassungsbrief gleich beim Arzt in den Briefkasten gesteckt = geschickt!), Arzt hat nachmittags keine Praxis, nerven.
    Obwohl ein Krankenhaus auf den Lappen gehauen hat :kloppen:, was für tolle Überleitungsbögen sie entworfen haben, habe ich erst einen davon in der Praxis gesehen. (Ich schreibe jetzt nicht, dass der Bogen nicht aussagekräftig war......)
    Es wäre schön gewesen, wenn sich das Krankenhaus bei der letzten Entlassung gleich um KG für die Patienten bemüht hätte, denn bis der Hausarzt zum Besuch kam, KG verordnet wurde und die KG nun wirklich das erste Mal vor Ort ist, sind gut 14 Tage ins Land gegangen. Die Arbeit der Ergotherapeuten im KG war gut, letztlich aber umsonst, da jetzt nicht nur bei null, eher bei minus 2 angefangen wird.
    :rocken:
    Ich wünsche mir so engagierte Mitstreiter in den Krankenhäusern, wie Du es anscheinend bist, damit wir praktisch Hand in Hand für den Patienten arbeiten.
     
  4. nightmove2005

    nightmove2005 Junior-Mitglied

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    so einen sache

    Hallo nordlicht,
    ja das ist schon so eine sache, also bei uns sollte es optimalerweise so laufen, dass schon bei aufnahme ein entlassungstag festgelegt (bei unseren vielen ulcus patienten etwas schwierig bei den schenkelhälsen gehts ganz gut) und es wird bei der aufnahme festgestellt was hat der patient schon? wie lebt er, hat er bereits einen pflegedienst, lebt er im heim hat er angehörige die sich um ihn kümmern. spätestens am vortag der entlassung wird da der pflegedienst oder das heim oder/und eben die angehörigen, falls geplant ist, dass der pflegedienst verbände machen soll, vereinbaren wir termine um die wunde zu zeigen und einen gemeinsamen VW zu machen (da natürlich nicht er einen tag vorher). wenn der patient freitags entlassen wird und es nicht möglich ist medikamente zu besorgen, werden diese bis montag mitgegeben. so ist der plan und das liegt auch alles in der hand der schwestern.
    allerdings muß ich auch ehrlich sagen, hab am wochenende versucht einen pflegedienst zu erreichen, habe fast 5 stunden gebraucht und zurückgerufen hat mich auch niemand. das geht dann natürlich von der zeit für den patienten ab.

    noch ein kleiner nachtrag zum thema KG: ich glaube da erwartest du ein bisschen viel von uns im krankenhaus, zumindest bei uns wüsste ich nicht wie und wann wir das auch noch manchen sollten, bei einer 39 bettenstation mit ca 60% "pflegepatienten" .

    was ist denn für einen pflegedienst wichtig zu wissen, was braucht ihr in einem pflegeverlegungsbericht? sowohl bei neuen als auch bei "alten" patienten.

    liebe grüße nightmove
     
  5. SchwesterSarah

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    Das macht bei uns das Überleitungsteam.
    Wenn ein Patient irgendeine Form von Nachbehandlung, häuslicher Pflege oder ähnliches braucht, schreiben wir ein Konsil, und die kümmern sich drum... sehr praktisch


    Liebe Grüße
    Sarah
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hallo Sarah

    kann man da näheres zu erfahren?

    Elisabeth
     
  7. SchwesterSarah

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    Unserer Überleitungsteam gibt es jetzt so circa 3 Jahre.Sie sind für das ganze Haus zuständig, wobei eine Mitarbeiterin 3 Stationen betreut (ist bei uns ein Stockwerk).
    Wir haben vorgedruckte Formulare, auf denen wir die wichtigsten Diagnosen und die gewünschte nachstationäre Behandlung eintragen.
    Geri, Reha, AHB, häusliche Pflege, Hospiz etc.
    Dann kommt eine Mitarbeiterin auf Station, spricht mit dem Patienten über Wünsche und Möglichkeiten und setzt sich mit den jeweiligen Stellen in Verbindung. Bei Bedarf beantragt sie auch schon eine Pflegestufe.
    Bei ambulanten Diensten erkundigt sie sich, was an Informationen gewünscht wird, danach richten wir uns, wenn wir den "Überleitungsbogen" ausfüllen (ATLs usw.).
    Besonders bei speziellen Wünschen, z.B. wenn ein Ehepaar gemeinsam auf Reha will, hat sich das sehr bewährt. Die Patienten sind damit mehr als zufrieden.

    Falls noch Fragen offen sind, nur zu!
    Liebe Grüße
    Sarah
     
  8. nightmove2005

    nightmove2005 Junior-Mitglied

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    wer entscheidet

    Hallo Sarah,
    wer entscheidet bei euch wer einen reha kriegt oder nicht, bestimmt wir das bereits bei der aufnahme? was für ein patientengut hab ihr?
    liebe grüße nightmove
     
  9. SchwesterSarah

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    re

    Wer eine Reha kriegt bestimmt letztendlich die Kasse. Das "Patientengut" ist natürlich im Haus sehr sehr verschieden, je nach Station.
    Wir speziell sind eine chirurgische Station (hört sich bissl an nach wir sind Papst *g*),allerdings recht allgemein. Abdominal/Endokrin//HNO//Orthopädie.
    Ich versteh aber, glaub ich, auf was du hinaus willst. Tatsächlich arbeiten wir und die Ärzte mehr oder minder nach Augenmaß, kein Barthel index o.ä.
    Nach jeder "größeren" OP, bei uns meist Magen-Darm, wird dem Patienten eine Reha oder AHB angeboten, die wird ja eigentlich immer bewilligt.
    Patienten mit Nukleusprolaps, bei uns meist zur PDK-Therapie, kriegen auch standardmäßig eine Reha.
    Und bei allen anderen? Jaaa, zertifizierter Weise muss ich sagen, es gibt keinen Standard.:(

    Liebe Grüße
    Sarah
     
  10. nightmove2005

    nightmove2005 Junior-Mitglied

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    jaja das gute KTQ

    Hallo sarah,
    arbeite auch auf einer allergemeinchirugie wobei wir größtenteils SH#, bauch-op´s und Bypasse (sowie die wunden) der beingefäße behandeln. und bei den SH# liegt genau das problem, wer ist reha fähig wer nicht. laut unserem entlassmangagement wird bei aufnahme festgestellt wie fit ein patient ist und was vor der entlassung festgelegt werden muß. und ich als schwester habe dann als aufgabe zu entscheiden was und dies auch über den sozialdienst in die wege zu leiten. also z.b. kann der patient in eine normale reha oder muß er in eine geriatrische, macht es über haupt sinn da er ja eh im pflegeheim lebt. wie ist das bei euch? was macht ihr mit patieten bzw. "schlimmer" anghörigen wünschen? z.b. patient total dement ("trinken sie mal" schnabelbecher in die handbekommen und patient ist nicht in der lage zu trinken schüttet sich das wasser am ohr vorbei ins bett), aber er soll ja unbedingt in eine reha, da würde das ja alles besser werden (?). und die sind da auch sehr vehement und bestehen darauf. was macht ihr in sollchen fällen?
    aber eigentlich hat mich ja interessiert, ob ihr auch bei der aufnahme festlegt wie es weitergehen soll, wird eine reha beantragt, kann der patient weiter zuhause alleine leben? wer entscheidet und wer kümmert sich dann drum. wie beeinflusst das die liegezeit der patienten? was sagt KTQ, wenn ihr zertifiziert seid?
    so ich werd jetzt nochmal eine runde schlafen der nachtdienst ruft.
    müde grüße nightmove
     
  11. SchwesterSarah

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    Nein, wir legen das nicht schon bei Aufnahme fest. Erst wenn wenn die Entlassung ansteht bzw. vorhersehbar ist. Was meinst du mit SH#?
    Auf Patientenwünsche gehen wir schon ein. Beantragen kann mans ja. Wir schönigen aber dann keinen Index, wenn der Patient die Mindestpunktzahl nicht erreicht, können wir ja nix machen.
    Das Überleitungsteam spricht dann mit den Angehörigen, ob ein anderes Angebot vielleicht besser passt. Wenn nicht müssen sich die Angehörigen selbst weiter kümmern.
    Vorher festlegen find ich sehr schwierig, besonders bei älteren Patienten kann man vorher nicht sagen, ob sie den alten Stand wieder erreichen.
    Das Überleitungsteam, wir und die Ärzte legen zusammen fest, was beantragt bzw. angeboten werden kann.
    Die Liegezeit verändert sich nur dann, wenn ein Reha Platz erst ein paar Tage später frei wird und der Patient daheim nicht adäquat versorgt werden kann. Dann bleibt er noch.
    Was KTQ speziell dazu sagt, werd ich mal nachlesen.

    Wünsch dir nen ruhigen Nachtdienst,
    lass dich nicht stressen!

    Liebe Grüße
    Sarah
     
  12. nightmove2005

    nightmove2005 Junior-Mitglied

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    Sh#

    Hallo Sarah,
    lass mich nachts nie stressen. dachte immer es wäre allgemein so abgekürzt, aber ist wohl nur im Rhein-Neckar-Kreis. SH# --> Schenkelhalsfraktur.
    Naja aber wenn klar ist das die Reha jedenfalls abgelehnt wird ist die Frage, ob ich Patienten nicht zurück in ihr Pflegeheim schicken kann statt sie im Krankenhaus nur noch pflegerisch zu versorgen.
    Liebe grüße nightmove
     
  13. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    kleiner offtopic Kommentar: Deswegen sollte man Abkürzungen vermeiden. Man weiß NIE, wo welche Abkürzung verwendet wird. Habe es schon erlebt, dass in einem Haus andere Bezeichnungen für eine Abkürzung benutzt werden. Lieber ausschreiben, dann ist alles klar. Bin ausgesprochener Abkürzungsgegner (auch wenn ich mich AB UND ZU auch mal erwische).
    Bestes Beipiel für Unsinnigkeit von Abkürzungen: "HI" -> Harnwegsinfekt? Herzinfarkt? Hirninfarkt? Herzindex? ...
    Aber auch Abkürzungen, die man kaum entziffern kann, ... ich halte nix davon und sag mal als kleines Zitat von den Fanta4: MFG!!! :wink1:
    (bitte nicht sehr auf DIESEN Kommentar eingehen, ... führt zu weit vom Thema weg)
    Das wäre die konsequente Folge. Leider wird es oft nicht so durchgezogen. Ist dann halt mal eine interessante Frage in der Visite.
    Und für solche Fälle sollte ja das Entlassungsmanagment gut greifen, oder?
    bzw für diese Fälle setzen ja einige Kliniken jetzt die sogenannten "Casemanager" ein.
    Habe aber leider nicht viel Erfahrung mit dem Entlassungsmanagment, da es auf Intensiv halt oft nicht so greift.
     
  14. nightmove2005

    nightmove2005 Junior-Mitglied

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    Jaja du hast ja recht, mit den abkürzungen, aber vor dem nachdienst muß es halt schnell gehen!

    zu dem anderen beispiel kann ich nur sagen, es ist schwierig gerade in Heidelberg, wo jede klinik ums überleben kämpft. einerseits weiß man das der patient nicht reha fähig ist andererseits erwarten aber die angehörigen das man das durchboxt. und nach außen macht härte in der beziehung ein schlechtes bild. ist ein ganz schöner balanceakt. und auch gutes entlassungsmanagement macht dieses problem nicht weg.


    aber trotzdem bin ich überrascht das es so wenige kliniken mit entlassungsmanagement zu geben schein, oder trauen sich die leute hier nur nicht was zu sagen?
     
  15. SchwesterSarah

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    Wenn der Patient eine Reha oder Ähnliches will, obwohl wir eher zu Nein tendieren, haben wir zum Glück das Überleitungsteam das sich mit den Kassen auseinandersetzt. Aber nach dem zweiten Einspruch wars das.
     
  16. das mit dem aufwendig legt sich mit der Zeit und geht von mal zu mal schneller.
    Aber dem Barthel-Index kann ich auch keinen großen Sinn abgewinnen. Wer kann mir z.B. den Unterschied zwischen:
    erklären?!

    Das macht bei uns der Sozialdienst. Die Dame kommt auf Antrag auf Station und bespricht unter Vorgabe der Ärzte mit dem Patienten das weitere Vorgehen. Zunächst entscheiden wir natürlich mit den Ärzten zusammen, was prinzipiell möglich bzw. sinnvoll ist.

    Den pflegerischen Teil, wir, den Rest die Ärzte.

    Ulrich
     
  17. Michl

    Michl Gast

    Hallo Ihrs!

    Bei uns ist Entlassungsmanagement zur Zeit groß im Kommen. Da wird fleißig in Projektgruppen gearbeitet, hospitiert und recherchiert... und wir auf Station probieren nach all unseren Möglichkeiten das aus, was uns so alles vorgesetzt wird.
    (Jetzt muss bloß noch einen interessieren, was die Ausprobierenden für Verbesserungsvorschläge haben - aber das ist ein anderes Thema)

    Der Ablauf ist folgender:
    Am Aufnahmetag wird bei allen geplant einbestellten Patienten schon ein Entlassungstag (Fallpauschalenbezogen) festgelegt. Sollte ärztliche Angelegenheit sein - aber man ist ja gewohnt, dass da alles Neue "etwas" länger dauert.
    Momentan macht die Pflege das, wo sie die Verweildauer halt aus Erfahrung weiß. z.B. TUR Prostata 5 Tage

    Bei allen Patienten wird der - jetzt aufgepasst ;) - Blaylock Risk Assessement Screening Score erhoben. Damit sollen Patienten mit einer hohen Rückkehrwahrscheinlichkeit aufgespürt werden... also dem Drehtüreffekt entgegengewirkt werden...
    Nun, mit diesem Index alleine geht das natürlich nicht.

    Hat der Patient nun anhand dieser Einstufung (bei der Aufnahme) so ein Risiko, wird automatisch das Team der häuslichen Überleitung informiert. Die stehen dann in ständigem Kontakt mit uns und den Ärzten.

    Reha bzw. AHB wird vom sozialpäd. Dienst erledigt - nach Anordnung des Arztes.. und wiederum sofort nach der OP.
    Dafür ist dann der bekannte Barthel-Index nötig. Also, den muss "man" auch machen.

    Dann komme ich mal zu den weiteren Aufgaben des Entlassungsmanagement:
    Enger Kontakt mit den betreuenden Hausärzten, Pflegeheimen, Sozialstationen...
    Rechtzeitig vor der geplanten Entlassung werden alle Briefe, Empfehlungen, Pflegeberichte (z.B. Wunderfassungen mit Therapieplan) diesen Stellen zugefaxt, damit die Hausärzte alle nötigen Verordnungen schon treffen können.
    Alle Hilfsmittel werden organisiert, damit sie zum Eintreffen des Patienten bereits zuhause bei ihm sind.
    Einstufungen in die Pflegeversicherung werden eingeleitet.
    Beratungen wegen Kostenübernahmen und die Korrespondenz mit den Krankenkassen bezüglich Übernahme von Pflegemitteln wird erledigt.

    Bei aufwändigen Verbänden (z.B. "offener" Bauch gepaart mit Ileum-Conuit) wird ein gemeinsamer Termin mit Wundmanagement, Stomatherapeuten und der betreuenden Pflegekraft der Sozialstation/Pflegeheimes/Angehörigen vereinbart, um diese zu schulen.

    Das ist der Teil, den ich im Moment so mitbekomme. Und ich sehe da eine echte Qualitätsverbesserung.
    Schade, dass man auf sowas erst durch den Kostendruck gekommen ist. Hätte man eher drauf kommen können.

    zum Barthel-Index:
    Muss halt sein wegen der AHB.

    Die genannten Punkte
    - abhängig von fremder Hilfe
    und
    - benötigt Hilfe wegen fehlenden Gleichgewichts oder beim Ausziehen

    würde ich ganz großzügig als voll- und teilabhängig differenzieren.

    LG
    reX
     
  18. Sr.Andrea

    Sr.Andrea Junior-Mitglied

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    Was ist Entlassungsmanagement?

    hallöle,

    in kürze werde ich ein vorstellungsgespräch haben und ich weiß von anderen freundinnen schon, welche fragen so in etwa gestellt werden.

    wollte euch mal um unterstützung bitten....

    wie kann ich kurz und knapp "entlassungsmanagement" erklären?

    danke für eure tipps!!

    lg
    andrea
     
  19. Gego

    Gego Poweruser

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    Tja, kurz gesagt, Entlassungsmanagement beginnt mit der Aufnahme des Patienten.

    Im (Eingangs-)Assessment wird der aktuelle Pflegebedarf erhoben. Ebenso schon vorhandene Pflegehilfen (Hilfsmittel, ambulante Dienste usw.)

    Dann erfolgt (während des Aufenthaltes) eine Einschätzung des zukünftig zu erwartenden Bedarfs. Noch während des Aufenthalts werden dann entsprechende Schritte eingeleitet um den (zukünftig erwarteten) Bedarf zu decken. (Verordnung von Hilfsmitteln, Schulung des Patienten oder von Angehörigen, einschalten von ambulanten Diensten usw.)

    Siehe auch den nationalen Expertenstandard vom DNQP http://www.dnqp.de/ExpertenstandardEntlassungsmanagement.pdf
     
  20. Sr.Andrea

    Sr.Andrea Junior-Mitglied

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    hi gego,

    vielen dank für deine tolle antwort!

    ich habs mir genauso gedacht, wie du es geschrieben hast. war mir aber nicht mehr sicher, ob ich damit richtig liege :thinker: !

    also daaaaaanke nochmal :daumen:

    lg
    andrea
     
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