Einstellungschancen in der Psychiatrie: Bin ich zu alt?

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von Benella, 19.02.2010.

  1. Benella

    Benella Newbie

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    Liebe Krankenschwestern und Krankenpfleger,

    Nachdem ich ein Studium der Germanistik abgeschlossen habe und einige Jahre als Doktorandin so hin-und herdümpelte, möchte ich nun endlich etwas aus meinem Leben machen. Meine Doktorarbeit war eine Verlegenheitslösung, da ich nach meinem Studienabschluß keinen Job bekam. Beendet habe ich sie nicht.

    Mittlerweile bin ich zu dem Entschluß gekommen, dass man seinen Herzen folgen und dabei seinen Verstand einsetzen soll. Mein Herz sagt mir, dass ich als Krankenschwester in der Psychiatrie oder in der Forensik arbeiten möchte. Nur leider bin ich schon 34 Jahre alt.
    Wenn ich im Sommer eine Ausbildung als Gesundheits-und Krankenpflegerin beginnen würde, wäre ich methusalemhafte 35. :roll:

    Mir ist klar, dass es unwahrscheinlich ist, dass ich sofort nach dem Ende der Ausbildung meinen Traum-Fachbereich anstreben kann. Wenn man die Situation auf dem Stellenmarkt so betrachtet, kann man wohl froh sein, wenn man überhaupt irgendwo unterkommt. Einige Leute sagen mir sogar, das ist relativ aussichtslos. Stimmt das? :-?
    Auf jeden Fall wäre es total okay für mich, einige Jahre in einem anderen Fachbereich zu arbeiten, oder auch in der ambulanten Pflege.

    Doch hätte ich dann noch eine Chance in den psychiatrischen Bereich zu kommen, wenn ich meine Fachweiterbildung mit Anfang- oder Mitte 40 machen würde?
    Oder gilt man dann für eine Anfängerin schon als scheintot?
    Wie sind die Einstellungschancen in der Psychiatrie im allgemeinen?

    Meine zweite Frage ist: Wie schwer ist die Arbeit in einer Psychiatrie für die Psyche und den Körper? Psychisch bin ich belastbar (würde ich mal sagen), aber schwere körperliche Arbeit bis zum 67. Lebensjahr kann ich mir schlecht vorstellen.
    Ein Jahr lang habe ich vollzeit in einem Altenheim gearbeitet ... es hat mir Spass gemacht, aber es ging auch ganz schön heftig auf die Wirbelsäule. Da ich nicht mehr so ganz jung bin, kann ich mir nicht sagen "ich mache 10 oder 20 Jahre Krankenpflege und dann etwas anderes."

    Würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir helfen könntet.

    Liebe Grüße :wavey:

    Benella
     
  2. renje

    renje Poweruser

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    Hallo,

    bzgl. Einstellung und Stellen totaler Quatsch. GuKs sind gesucht, vor allem in Ballungsräumen. Kein Problem eine Stelle zu bekommen. Künftig werden noch mehr GuKs gesucht. Südbayrischer Raum überhaupt kein Thema auch und vor allem in der Psychiatrie.

    Wenn du flexibel bist bekommst du auch eine Stelle in der Psychiatrie.

    Vor allem in Aufnahmestationen wird immer wieder gesucht, da am Stressigsten.

    I.d.R. 2 Jahre Praxis, dann Fachausbildung. Geh an ein Haus das die FA direkt am Haus hat.

    Viel Erfolg.

    Gruß renje
     
  3. diamondice

    diamondice Junior-Mitglied

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    Meinem Vorredner kann ich nur zustimmen, denn auch wir suchen gute, möglichst lebenserfahrene Leute.

    Ich habe meine Ausbildung mit 31 begonnen, Examen mit 34, Praxisanleiter mit 36, Fachpfleger mit 40, Stv. Stationsleitung mit 40, Fertigkeitentrainer mit 41. Soviel zu Alter und Aufstiegschancen, wenn man etwas reinhaut.:mrgreen:
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Die Arbeitslosigkeit in der Krankenpflege ist weiterhin rückläufig. 2009 standen 9200 gemeldeten Arbeitslosen ein Angebot von 7200 Stellen zur Verfügung. Quelle: **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt**

    Elisabeth
     
  5. blueblue

    blueblue Junior-Mitglied

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    :cry: Wieso ist 35 ein "hohes Alter" ?! Ich habe dreimalig in meinem Leben meinen Beruf gewechselt...alle drei Berufe haben nichts miteinander zu tun.Mit 28 Jahren begann ich ein geisteswissenschaftliches Studium.Zuvor arbeitete ich als Krankenschwester...unter anderem auch in der Psychiatrie.Ich war damals Anfang 20 und definitiv zu jung für die Tätigkeit auf einer geschlossenen Station...es ist schon anstrengend , aber auch schön und birgt überraschende Momente...Ich erinnere den Satz: " Du musst Dich besser abgrenzen!"...Das ist mir schwer gefallen und darum habe ich auch damals aufgehört...
     
  6. Anne77

    Anne77 Stammgast

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    IMC, Onkolotse
    Ich kann den anderen nur zustimmen! Wie kommst du zu der Meinung, das in der Krankenpflege kein Personal gesucht wird????? Ich habe mit 27 meine Ausbildung zur GKP begonnen und mit 30 abgeschlossen. War zwars die Klassenälteste :D, aber es hat dem Klassenklima kein Abbruch getan, nur bei den praktischen Einsätzen wurde ich etwas schief angeschaut, als mein Alter zur Sprache kam :flowerpower:.
    Wenn du nicht ortsgebunden bist, kannst du nach deiner Ausbildung dich gezielt nach Häuser in Fachrichtung Psychiartie umschaun und bewerben.
    Ich hab mich in Raum Hessen, Raum Stuttgart, Heidelberg beworben. Die laufen mir heute noch die Bude ein, obwohl ich seit fast 2 Jahren eine Anstellung habe. :daumen:
    EIn paar meiner ehemaligen Mitschüler arbeiten in Heidelberg und sind sehr zufrieden.
    Ich kann die nur empfehlen, geh deinen Weg, mach die Ausbildung, auch wenn es bestimmt nicht immer einfach sein wird.
    Man ist nur so Alt, wie man sich fühlt :hippy:

    PS: ich will meine Fachschwester für Onkologie machen, allerdings pausiere ich erstmal wegen Baby. Ich werd wohl meine Fachschwester erst mit knapp 35/36 Jahren haben. Wo ein Wille --> da ein Weg auch.....

    Ich drück dir die Daumen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
  7. Benella

    Benella Newbie

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    Hallo!

    Danke an Euch alle für Eure Antworten! Ihr habt mir sehr, sehr viel Mut gemacht. :-)
    Wie ich auf die Idee mit den schlechten Einstellungschancen komme? Also, ausgedachte habe ich mir das nicht. Zwei Bekannte von mir waren in zwei verschiedenen Krankenhäusern und erzählten, dort wären nur noch einige, wenige examinierte Krankenschwestern und Pfleger eingestellt. Die anderen wären alle für das Waschen und die Grundpflege angelernte Hilfskräfte. Und angeblich solle genau das in allen deutschen Krankenhäusern bald der Fall sein.
    Ich habe auch mal ein Praktikum in einem Krankenhaus gemacht und dort erzählte eine Auszubildende im 3. Lehrjahr, dass in ihrer ganzen Klasse nur eine Auszubildende eine Jobzusage bekommen hätte. Das ist aber schon lange her.

    Da es immer heißt "wenn man vor 30 nicht den Jobeinstieg schafft, klappt's nicht mehr", dachte ich eben, ich bin vielleicht zu alt für die GuK Ausbildung. Es freut mich echt total zu hören, dass es nicht so ist :-) und dass Lebenserfahrung offensichtlich nicht total egal ist. Sollte es gerade in diesem Beruf ja auch nicht.
     
  8. Benella

    Benella Newbie

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    Asthma und Wirbelsäulenprobleme in der Psychiatrie

    Hallo nochmal!

    Wie Ihr ja schon wisst, mache ich mir einen ziemlichen Kopf wegen meines Alters, was wohl doch gottseidank übertrieben ist. :-)
    Trotzdem ist man, denke ich, mit bald 35 nicht mehr in dem Alter, wo man sagen kann: "nach meiner GuK Ausbildung hänge ich eben noch ein oder zwei weitere Ausbildungen oder Umschulungen dran, falls der Krankenschwester-Beruf zu anstrengend werden sollte."
    Jeder Mensch hat ja ein bestimmtes Maß an physischen und psychischen Kräften zur Verfügung. Meine psychischen Kräfte sind ganz gut, meine physischen sind so...naja. :roll:
    Meine Rückenwirbel sind nicht so aufgereiht wie sie es eigentlich sein sollten und mein Asthma macht es mir schwer mich bei kalten Temperaturen draußen aufzuhalten.

    Ein paar Jahre auf einer Inneren oder einer anderen Station, in der man viel Heben muss, wären bestimmt machbar, aber auf die Dauer würde meine Wirbelsäule dann doch wohl rebellieren.
    Deshalb wäre ich sehr froh, wenn Ihr mir sagen könntet, wie es aussieht mit den körperlichen Belastungen in der Psychiatrie. Ist eine Wirbelsäule, die nicht ganz perfekt ist, dort ein Problem? :-?
    So ganz schlimm ist es bei mir ja nicht.

    Wie sieht es mit den körperlichen Anforderungen im Allgemeinen aus? Kann man es auch noch schaffen, wenn man 60 ist? Für die psychische Stärke ist ein Plus an Lebensjahren sicher nicht schlecht, doch mit der Körperkraft und Fitness verhält es sich ja bekanntlich anders.

    Arbeitet man in der Psychiatrie sehr oft über das Schichtende hinaus? Also, dass man zum Beispiel von 6 bis 14 Uhr Frühschicht hat und danach noch ein paar Stunden da bleibt, um sich unerledigten Arbeiten zu widmen. Bin wirklich kein Faultier, aber ich habe gelernt, dass es wichtig ist mit seinen Kräften hauszuhalten.

    Und wie sieht es mit Aufenthalten draußen aus? Im Winter, zum Beispiel. Das würde ich wegen meines Asthmas nicht schaffen. Die meisten Aufgaben, denke ich, sind eher medizinischer Natur und werden wohl nicht bei Minus 20 Grad im Krankenhaus-Park durchgeführt.
    ... Trotzdem beinhaltet ja jeder Beruf Aspekte, von denen man nichts weiß, bevor man ihn ergreift.
    Und so dachte ich, ich stelle lieber sicher, dass ich den Anforderungen einer Krankenschwester in der Psychiatrie gewachsen bin.

    Liebe Grüße!
    :-)
    Benella
     
  9. diamondice

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    Ich drücke es mal so aus: Auch in der Psychiatrie gibt es durchaus unterschiedliche physiche Anforderungen. Meinen Job allerdings mache ich auch noch mit Rollator. Nur dass es soweit kommt hoffe ich nicht.
     
  10. Benella

    Benella Newbie

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    Das hoffe ich auch! :-) Auf was für einer Station arbeitest Du denn genau? Müßt Ihr Euch oft bei Kälte draußen aufhalten?

    Liebe Grüße!

    Benella
     
  11. diamondice

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    Draußen bin ich nur zum Rauchen.:engel: Bei grimmiger Kälte muss der Raucherraum der Geschlossenen herhalten.

    Offene Psychtherapiestation mit DBT.
     
  12. Adayaa

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    AAAAAGGGHHHHHH zu alt :rofl:
    Man ist nie zu alt ;) Ich habe meine Ausbildung mit 38 angefangen und auch der Stellenmarkt gibt einiges her, wenn man wie gesagt flexibel ist
     
  13. Benella

    Benella Newbie

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    Ihr macht mir total Mut. Danke Euch! :-)
    Schreibe im Moment gerade meine Bewerbungen...und dann mal sehen...

    Liebe Grüße!
     
  14. diamondice

    diamondice Junior-Mitglied

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    Viel Glück und Erfolg in der Psychiatrie!






     
  15. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    Nur noch mal so zur Bekräftigung: Bei uns an der Schule fangen diesen Herbst 2 Schülerinnen an, die 1963, bzw 1964 geboren sind.
     
  16. Alexis81

    Alexis81 Newbie

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    Hallo Benella und an das Forum,

    bin fast in der selben Situation wie Benella (ähnlicher Hintergrund, gleiche Pläne, aber andere Befürchtungen). Genau wie meine Vorrednerin steh ich vor der vielleicht wichtigsten Entscheidung meines Lebens und würde mir gerne Ratschläge einholen und Erfahrungen austauschen, deshalb schon vorab Danke an alle die sich durch meinen folgenden, etwas langen und chaotischen Beitrag quälen.

    Zum Hintergrund: hab 2001 (bin also 28 heute) ein ziemlich schlechtes Abitur mit 3,0 abgelegt und hatte damals nicht wirklich einen Plan was ich mit meiner Zukunft machen soll. Zuerst stand der Zivildienst an und hier verschlug es mich als Pflegekraft in ein Krankenhaus, wo ich 10 Monate auf der Intensivstation und Kardiologie arbeitete. Hatte mir das mit der Pflege nicht unbedingt rausgesucht und ich hatte mächtigen Bammel ob ich das schaffen würde. Wurde allerdings super auf den Stationen aufgenommen, hatte viele positive Erlebnisse mit Patienten und es hat mir tlw Klasse gefallen.
    Hab dann sogar ernsthaft überlegt ob ich nicht die GuK-Ausbildung machen soll, entschied mich dann (aus eigentlich irrationalen Gründen, wie z.B. wenn man schon das "tolle" Abitur hat muss man auch studieren) aber für ein geisteswissenschaftliches Studium (Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie), was ich auch im letzten April abgeschlossen habe.

    Die Situation heute: wie sich alle vorstellen können ist die Arbeitsmarktsituation alles andere als günstig für Geisteswissenschaftler zurzeit, so bin ich seit Ende August (war nach meinem Abschluss noch vier Monate im Ausland) relativ erfolglos auf Jobsuche. Der entscheidende Punkt ist aber dass ich, wenn ich ehrlich bin, mir eingestehen muss dass ich mich mit dem Studium total in etwas verrannt habe, insbesondere da ich die "Rahmenbedingungen" eines Akademiker-Lebens nicht berücksichtigt habe: ständig bei befristeten Verträgen Zukunftsangst haben, nie die Chance ein festes soziales Umfeld aufzubauen,immer mit einem Bein im sozialen Grab zu stehen (z.B. wenn der Uni-Vertrag nicht verlängert wird), das kann ich alles nicht. Habe auch Einblicke in zukünftige Arbeitsfelder erhalten und fand die z.B. in der Medienlandschaft vorherrschende Oberflächlichkeit einfach nur krässlich, würde dort immer ein Außenseiter bleiben, da ich einfach nicht in das soziale Milieu hineinpasse.

    Pläne und Probleme: aus den oben genannten Gründen denk auch ich zurzeit darüber nach den Mut aufzubringen mich in den sozialen Bereich umzuorientieren und eine Ausbildung zum GuK zu machen, später würde auch mich insbesondere die Arbeit auf einer psychiatrischen Abteilung interessieren. Allerdings befürchte ich dass der Zug für mich abgefahren ist: zum einen durch mein hohes Alter (wäre zu Ausbildungsbeginn im Herbst 2011 schon 30) zum anderen durch meinen bisherigen Werdegang, da ich mir nicht vorstellen kann als "Akademiker" einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Es ist halt leider Gottes so dass es vielleicht kein Problem ist einen Ausbildungsberuf zu wechseln, als Akademiker ist man glaube ich nirgendwo gerne gesehen, da heisst es knallhart überqualifiziert, no chance (empfinde mich nicht als überqualifiziert, die Personalverantwortlichen wohl aber). Wenn ich mir zudem die vielen peinlichen Situationen vorstelle, die ich durchmachen müßte (etwa das Vorstellungsgespräch in der Krankenpflegeschule oder die Reaktion meines sozialen Umfelds) kommen mir meine Pläne teils selber wie eine Schnapsidee vor.

    So gehts mir wie Benella: mein Herz sagt: trau dich, vielleicht die letzte Chance im Leben den richtigen Weg einzuschlagen, nüchtern betrachtet halte ich das Vorhaben jedoch für nicht realisierbar, weil ich mein Studium leider nicht frühzeitig abgebrochen sondern durchgezogen habe und das noch mit Noten die auf Fachfremde sehr einschüchternd wirken. Sitze wohl also in der Überqualifizierungsfalle. So wollte ich nun mal in die Runde fragen ob ich jemand ähnliche Fälle kennt und ob man mit so einem Hintergrund noch die Chance hat sich umzuorientieren. Für alle Antworten wie gesagt vielen Dank!

    Viele Grüße an das Forum!

    P.S.: Benella, kannst du bitte weiter berichten wie es dir auf deinen Bewerbungsweg ergeht? Würde mich brennend darfür interessieren wie das Feedback auf deine Bewerbungen ausfällt.
     
  17. Benella

    Benella Newbie

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    Danke, Diamondice! :-) Und Danke, Sr S!

    Wenn das so weitergeht, fühle ich mich bald wieder wie'n Teenie...:cheerlead:

    @Alexis81, hab Dir eine PN geschickt.
     
  18. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    @Alexis81

    Nur wer wagt, gewinnt! Zur Zeit gibt es noch Schulen, die für diesen Herbst noch Ausbildungsplätze frei haben. Versuch Dein Glück bundesweit, am besten an großen Schulen. Der darauffolgende nächste Termin für den Ausbildungsbeginn ist der April 2011. Es gibt übrigens auch psychiatrische Krankenhäuser, die eine Ausbildung anbieten, dann bist Du schon mal im richtigen Fachbereich.
    Denk nicht zu lange darüber nach, dass Du zu alt oder überqualifiziert sein könntest, also los...:rocken:
     
  19. Lichnida

    Lichnida Newbie

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    Also ich mache selber eine Ausbildung zur Gesundheits und Krankenpflegerin in einer Psychiatrie. Zuerst nehmen die bei uns niemanden unter 20 Jahre...
    Dann wird viel Wert auf gemischte Klassen gelegt... die jüngste ist bei uns 20
    und der älteste 45 Jahre alt. Wobei wir 14 Leute (von 27) im Alter von über 30 Jahren bei uns in der Klasse haben.
    Die erklären uns immer und immer wieder, das Menschen, ich sag jetzt einfach mal" im mittleren Alter " lieber genommen werden, weil diese mehr Lebenserfahrungen mitbringen. Wir sind ein großer Psychiatrieverbund und dort ist es überall gleich. Ich glaube kaum das du zu "alt" dafür bist.
    An deiner Stelle würde ich dir raten deine Ausbildung auch direkt in der Psychiatrie zu machen, da hast du bessere chancen evtl übernommen zu werden oder einen Platz in dem Bereich zu kriegen.
    Eine Fachweiterbildung benötigst du auch nicht unbedingt. Uns z.B wird das eher abgeraten.
    Von z.B ca. 25 Mitarbeiten auf einer station bei uns in der Psychiatrie, hat gerade mal Einer, eine solche Weiterbildung. Die Chancen sind durch die weiterbildung also gar nicht viel größer als ohne...
    Hoffe ich konnte dir ein wenig mut machen:-)

    Falls du irgendwelche fragen hast, kannst dich ja gerne mal melden.

    Liebe grüße
     
  20. Rogpfleger46

    Rogpfleger46 Newbie

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    Stationskrankenpfleger bei der allgemeinen medizinscher Station
    Liebe Krankenscwhestern und Krankenpfleger,

    Ich bin Amerikaner und wohne zur Zeit In Dallas. Vor einigen Jahren habe ich meine Ausbildung zum Krankenpfleger mit dem entsprechenden Staatsexamen abgeschlossen. Innerhalb von etwa einem Jahr werde ich nach Deutschland uebersiedeln. Ich moechte fragen, ob ich mit meiner amerikanischer Ausbildung in Deutschland als Krankenpfleger arbeiten darf, oder muss ich mich irgendwie umschulen lassen? Ich habe schon etwa 4 Jahren Erfahrung als Krankenpfleger bei der allgemeinen Medizin, sowie auch bei der Psychiatrie. In Deutschland moechte ich am liebsten bei der Psychiatrie arbeiten. Soll ich einfach einigen psychiatrischen Krankenhaeusern anschreiben, ob man mich weiter informieren kann? Ich mache auch Sorgen darum, ob ich nicht auch zu alt bin, eine neu Stelle in Dautschland zu bekommen. Bin jetzt 46. Was meint Ihr?

    schoene Gruesse,
    Roger.
     
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