Einsicht in die eigene Krankenakte bei Bewerbung?

Dieses Thema im Forum "Adressen, Vergütung, Sonstiges" wurde erstellt von chrissk81, 13.02.2013.

  1. chrissk81

    chrissk81 Newbie

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    Hi, wie sieht es eigentlich damit aus, wenn man sich im Krankenhaus bewirbt, gucken die erstmal in die Krankenakte warum man schonmal im Krankenhaus gelegen hat? Hat das Einfluss auf die Bewerbung?
    Wie sieht es aus, wenn man mal in psycholgischer Behandlung dort war?
     
  2. Lillii

    Lillii Poweruser

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    Ich weiß es nicht.
    Mein Stiefvater hat ein Betrieb, und wir nutzen bei der Auswahl auch Facebook etc.
    Bei uns hat die Schule keinen Einblick in die Krankenakten, also für die Berufsschule glaube ich die schauen nicht.
    Ich habe keine Ahnung.

    Aber nur weil man in psychologischer Behandlugn war, heißt das nicht das man eine schlechte Bewerberin ist, oder :daumen:
     
  3. chrissk81

    chrissk81 Newbie

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    ja das sehe ich auch so, und du :-) aber mein weiß ja nicht, wie die das sooo sehen :D
     
  4. Blinki

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    Deine Krankenakte unterliegt der Schweigepflicht. Dein Arbeitgeber in Spe bzw viel eher dein behandelnder Arzt darf diese nicht weitergeben.
    Strenggenommen dürfte noch nichtmal Betriebsmediziner deinem AG Akteneinsicht gewähren, sondern muss im nur sagen "Aus meiner Sicht tauglich/nicht tauglich"

    Und nein, dass man einen Bewerber erstmal durch´s Intranet jagt und nach eventuellen Krankenhausaufenthalten scannt wäre mir neu.
     
  5. matras

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    "Strengenommen" macht das auch kein Betriebsmediziner, da Verstoß gegen die Schweigepflicht mit der ganzen Härte des Gesetztes konfrontiert wird!!! Das beinhaltet von Verlust der Berufsbezeichnung über fristlosen Kündigung bis Knast (je nach Schwere des Falls) [fast] alles....!!!
     
  6. chrissk81

    chrissk81 Newbie

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    also hab ich das jetzt richtig verstanden? in dem krankenhaus, in dem ich mal behandelt wurde kann ich mich bedenkenlos bewerben?
     
  7. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Ja sicher! Die Akten unterliegen der Schweigepflicht. Da kann der Arbeitgeber nicht ran.
     
  8. chrissk81

    chrissk81 Newbie

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    aber der arbeitgeber wäre ja dann der, der jederzeit da reingucken kann... oder sehe ich das falsch? wenn ich doch in einem krankehaus angestellt wäre, dann können die sich doch infos über mich holen, würde ja noch nicht ma wer mitbekommen :-)
     
  9. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Theoretisch wäre das für einen AG schon machbar ...praktisch halte ich das aufgrund der hohen Anzahl an Patienten für fast unmöglich! Da müsste schon jemand auf diese Idee kommen und gezielt nach Informationen suchen...warum sollte das jemand tun?!

    In einem sehr kleinen und "familiären Haus" wäre diese "Gefahr" halt minimal vorhanden; in einem großen Klinikum mit 12 Standorten und 6 Tausend Betten halte ich das für nahezu ausgeschlossen.
     
  10. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Erstens: AG darf nicht in Krankenakten sehen
    Zweitens: BA darf die Unterlagen nicht an den AG weitergeben
    Drittens: was für ein Vorteil hat der AG XY davon zu erfahren, dass Blinki, Chriss81 oder Matras vor zwei, drei Jahren oder 6 Monaten Blinddarm, Gallenblase oder Meniskus entfernt bekam?
    - Klar gibt es auch andere Diagnosen, aber die Bereiche der Kliniken die mit den Unterlagen der Patienten zu tun haben und die mit Personalverwaltung, sind sehr genau voneinander getrennt. Natürlich gibt es auch die berühmten "schwarzen Schafe" der Branche....! Deine Sorgen sind nachvollziehbar, aber durch die sehr klaren gesetzlichen Vorgaben (in aller Regel) unbegründet.
     
  11. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Das ist ausgeschlossen, das sehe ich auch so.
    Faktisch wäre es für Mitarbeiter eventuell möglich, über das EDV System dort hinterlegte Daten zu früheren Aufenthalten in der jeweiligen Klinik zu bekommen....aber wie gesagt, aus welchem Interesse??!!
     
  12. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Korrekt, aber das ist nachzuvollziehen. In der Regel haben die Mitarbeiter ihren eigenen Account mit dem sie sich im EDV-System anmelden. Durchsucht ein MA dann irgendwelche Patientendaten, oder andere Dinge kann dass von der EDV nachvollzogen werden, da Logs erstellt werden. Man hinterlässt in so einem System, genau wie im Internet, unweigerlich seine Spuren. Bei den EDV-Systemen in Kliniken finde ich das teilweise sogar sinnvoll.
     
  13. Blinki

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    Stimmt. Ich zielte eher auf die "Man kennt sich und trifft sich Abends in der Kneipe" Situation ab.
    Letztlich ist aber auch das mehr eine abstrakte denn eine konkrete Gefahr.
    Außerdem ist "mal im Krankenhaus gelegen haben" ja nicht per se ein Ausschlußgrund.


    Ne Du, beim Blinki ist noch Alles orignal wo es hin gehört. ;)
     
  14. Lillii

    Lillii Poweruser

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    Also bei uns wäre das überhaupt kein Problem, dass die PDL da reinschaut..
    und es ist auch nicht schwer, patienten zu finden im Computer, gerade wenn man alle Daten hat..
    Ich selbst habe auch schon meine Krankenakte und so gelesen, also ran kommen kann "jeder"

    Ich glaub aber auch dass das nicht interessiert :-)


    Hab noch ne Frage zum Betriebsarzt. Hatte gestern Einstellungsuntersuchung. Musste beim Betriebsarzt angeben ob ich Schwanger bin oder ob eine Schwangerschaft "nicht ausgeschlossen" ist.
    Ich weiß dass es im Vorstellungsgespräch "verboten" ist, diese Frage zu stellen. Was ist denn wenn man das beim Betriebsarzt angiebt? Wie schauts da denn aus?
    Aber keine Sorge, bin nicht schwanger, war mir nur bei der Frage unsicher wie es da ausschaut :P
     
  15. -Claudia-

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    Wenn ich richtig informiert bin, muss er Dich das sogar fragen, zumindest, bevor er Dich vors Röntgenbild stellt.

    Eine Schwangerschaft hat ja auch nichts mit gesundheitlicher Eignung zu tun.
     
  16. renje

    renje Poweruser

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    @lilli:
    Dann ist das ein eindeutiger Verstoß gegen das Datenschutzgesetz.
    An "Altfälle" darf niemand, der kein besonderes Interesse hat (z.B. Aufnahme und dann nur an best. Daten) rankommen oder sogar an Pat. die irgendwann mal im KH waren.
    Mal den BR oder Datenschützer drauf aufmerksam machen!
     
    #16 renje, 14.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2013
  17. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Ich frage mich dann immer, ob ich bei einem Arbeitgeber, der mich "bespitzelt" überhaupt arbeiten wollte. Von daher - erfolgt eine Ablehnung, weil er sich nicht rechtens verhält - dann lieber schon vor der Einstellung als dann später das böse Erwachen.

    Wer nur ein klein wenig kriminelle Energie oder übertriebene Neugierde besitzt, der kann schon sehr viel in der elektronischen Doku stöbern. Ob das nun aufgezeichnet wird oder nicht. (Wir machen das schon auch, aber wer soll das bei den zigtausend Zugriffen am Tag kontrollieren?) Ich würde mich - so sehr ich meinem Haus medizinisch und pflegerisch vertraue - nie dorthin als Patient begeben. Da würde ganz sicher nicht jeder die Finger still halten.
     
  18. Resigniert

    Resigniert Stammgast

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    Sehe ich ganz genauso
     
  19. Lillii

    Lillii Poweruser

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    War erst letzten Monat einige Tage bei mir auf Station gelegen.
    Mir blieb garnichts anderes übrig. RTW bzw Leitstelle hat entschieden wos hingeht :-)
    Aber bei mir war alles gut,
    auch wenn ichs "wahlweise" nicht machen würde.

    Naja ich hab mich für keine Stelle im Röntgen etc beworben....
     
  20. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Es geht nicht darum, dass du dich für die Radiologie beworben hast, aber vor jedem Röntgenbild das von dir angefertigt wird, muss diese Frage gestellt werden.
     
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