Einsatz in der Psychiatrie - Wie damit umgehen?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von wouli, 21.03.2007.

  1. wouli

    wouli Newbie

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    Hallo zusammen,

    Ich bin seit fast 3 Wochen in der Psychiatrie tätig.
    Eigentlich habe ich mir sehr auf diesen Einsatz gefreut,nur leider ist mir sehr früh klar geworden, dass ich echt Probleme habe, dort zu arbeiten...und ich habe noch 4 Wochen vor mir:cry1:
    Mir ist es total unangenehm mit der Privatkleidung zu arbeiten, weil ich dadurch unter anderem ein Problem habe, die Arbeit von der Freizeit zu trennen...und außerdem weiß ich nicht so recht,wie ich mich dort verhalten soll...

    Könnt ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben, wie ich evtl. diese nächsten 4 Wochen überstehe,ohne selbst eine klatsche zu bekommen?!

    Schonmal danke im vorraus!!!!
     
  2. schruffi

    schruffi Newbie

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    Hi zuerst einmal möchte ich Dir sagen,daß geistige Erkrankungen nicht ansteckend sind. Kann es sein daß die Dienstkleidung wie eine Uniform für Dich ist?Einen Einbick in die Psychiatrie ist doch sehr interessant und doch auch sehr komplex.Mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis für Kranke solltest Du es schaffen. Es sei denn, Du hast Angst, aber das lese ich nicht bei Dir`raus.L.G. schruffi
     
  3. wouli

    wouli Newbie

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    du hast, recht,ich hab nicht wirklich angst,nur quält michd e rUmgang mit den Patienten...ich wieß auch nciht worna das liegt.Vielleicht,weil ich einfach Probleme mit dem Umgang dieser Krankheiten habe?!
    Die Arbeitskleidung hilft mir einfach, die arbeit von dem Privatleben zu trennen.
     
  4. eunerpan

    eunerpan Senior-Mitglied

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    Hallo Wouli,

    ich würd ja als allererstes Vorschlagen das du mal deine Schwierigkeiten mit deinem Parxisanleiter besprichst ...solltest du keinen haben sprich mit der Stationsleitung.....
    Schliesslich haben die dich jetzt schon ein wenig kennenlernen dürfen und mit denen kannst du auch über konkrete Situationen sprechen die dich belasten ....

    Meinst Du mit der fehlenden Dienstkleidung das du die Probleme der Patienten dann mit nach Hause nimmst??

    Denke in der Somatik gibt es auch Dinge die sehr belastend sein können und die man nicht mit dem Kleidungswechsel automatisch auch auf der Arbeit lässt.....
    Du solltest auch das mit jemandem auf Station thematisieren ......und überlegen welches "Ritual" dir hilft nach dem Dienst Abstand zu gewinnen .....
    Kommt halt darauf an was dir gut tut und was dich so ablenken könnte...


    Was genau findest du denn an der Arbeit so schlimm?

    Denke das ist auch keine Schande da mit jemandem von der Station drüber zu sprechen, in der Regel wird das eher positiv bewertet wenn sich jemand das eingesteht und auch auch versucht daran etwas zu ändern bzw für sich eine Lösungsmöglichkeit zu finden .... zumindest ist das bei uns so ....


    Lieben Gruss und Kopf hoch
     
  5. lex

    lex Junior-Mitglied

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    Was spricht überhaupt gegen die Arbeitskleidung. Arbeite seit 5 J. auf einer geschützten psychiatrischen Station und trage immer zumindest einen Kasak. Bei Grundpflege und spezieller Pflege selbstverständlich auch eine Diensthose. Andere Kollegen tragen bei der Pflege einen Kittel. Allein aus Hygienegründen ist das angezeigt. Für unsere Patienten, die oft verwirrt sind, bedeutet die Berufsbekleidung zudem Orientierung, sie finden leichter einen Ansprechpartner. Wenn ich in der Chirurgie aus hyg. Gründen beim Verbandwechsel Berufsbekleidung tragen muss, so gehört sich das in der Psych. genauso. Ich hätte auch ein Problem damit wenn z.B. ein dementer, eingekoteter Patient meine Jeans anfassen würde. Außerdem fällt es distanzgeminderten Patienten ( ledigl. meine persönl. Erfahrung ) leichter zumindest ein Mindestmass an Distanz zum " weißen Kittel " zu wahren.
    Grüße, Lex
     
  6. eunerpan

    eunerpan Senior-Mitglied

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    Hallo,


    ich trage keine Dienstkleidung auf Station und ich finde das ist auch nicht wirtklich notwendig da ich nich wirklich häufig Patienten bei der Körperpflege unterstützen muss oder mit Ausscheidungen konfrontiert werde......

    bei solchen Tätigkeiten trage ich natürlich auch eine Schürze oder ähnliches ....aber wie gesagt es ist nicht eine meiner tgl. Regelaufgaben

    aber ich denke im Rahmen des millieutherapeutischen Ansatzes ist das "weiss" wenig angebracht schliesslich versuche ich den Patienten soviel "Normalität" wie möglich näher zu bringen ..... sei es im Rahmen einer Kochgruppe oder eines Spiels oder oder oder ........
    Ich kann mich auch ohne "weiss" sehr gut von den Patienten abgrenzen ......

    Ausserdem werde ich bestimmt nicht in "weiss" mit den Patienten spazieren gehen ...... im Gelände evtl noch eher machbar aber ausserhalb find ich das überhaupt nicht angebracht ....

    Aber ich glaube wir schweifen hier vom Thema ab :mryellow:


    Liebe Gruss
     
  7. Berthild

    Berthild Senior-Mitglied

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    Hallo wouli,
    wie ergeht es Dir jetzt auf Station?
    Hatte meinen Psychiatrie-Einsatz im Alkoholentzug und anfangs auch Probleme damit, wie ich überhaupt auf die Pat. zugehen soll. Besonders belastend fand ich eine Situation, als eine delirante Pat. fixiert war und ich stundenlang Sitzwache machen musste. Sie halluzinierte und war extrem unruhig. Habe dann Zugang zu ihr bekommen unter anderem dadurch, dass ich mit ihr gesungen habe. Ganz toll fand ich, wie die Kollegen dort mit ihr und mir umgegangen sind. Jedenfalls ist in der Erinnerung dieser Einsatz der schönste gewesen. Vielleicht klappt das bei dir ja auch noch.
    Was ich zum Teil beängstigend fand ist der Gedanke, dass die Erscheinungsformen und Symptome bei psychischen Störungen mich selber so schnell an meine Grenzen gebracht haben. Manchmal hat man das Gefühl, das erkenne ich wieder oder ich find das so beschrubbt, dass ich schreien könnte. Ist auf eine andere Art und Weise anstrengend als ein Einsatz in jeglicher Somatik. Vergleichbar schwierig finde ich z.B. die Situation, wenn ein Pat. stirbt. Sind alles Grenzbereiche, denen man erst mal reflektorisch versucht auszuweichen.

    Alles gute und ... entdecke Deine Möglichkeiten!

    Liebe Grüße
    Berthild
     
  8. psycho78

    psycho78 Junior-Mitglied

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    hi wouli,

    das du dich in der psychiatrie unwohl fühlst kann glaube jeder mitfühlen.
    in meiner ausbildungsklasse damals waren auch die meisten verunsichert, oder hatten ein schlechtes gefühl, weil man sich vieles, gedanklich, von den patienten mit nach hause nimmt.
    die somatik ist da "einfacher" man hat was zum anfassen und das ist auch meist alles begreifbar und man kann sich doch recht gut sicher sei das eine heilung eintreten wird.
    doch psychische erkrankungen gestalten sich vielgesichtig und sind nicht immer abzugrenzen und dadurch fällt einem die arbeit manchmal nicht gerade einfach.
    verschaffe dir erstmal einen überblick über den patienten lese dir seine anamnese durch und dan guckst du dir die krankheiten an und beließt dich.
    wenn viele sich komisch verhalten, überlege was kann die ursache sein wenn sie sich momentan so verhalten. reden erleichtert den umgang und deine selbstsicherheit. gehe offen auf sie zu, doch wahre dir die distanz! nähe und distanz sind wichtige apekte die wohlüberlegt eingesetzt werden müssen.

    ich finde das leider der praktische psychiatrieeinsatz zu kurtz ist.
    im nachhinein arbeiteten meine mitschüler doch gerne auf den stationen.

    dienstkleidung ist nett, man kann sich hinter ihr verkriechen, in privatkleidung jedoch gestaltet sich das etwas anders, man steht seinem gegenüber mit gleichen waffen gegenüber.

    ich wiederum fühle mich in der psychiatrie pudelwohl. ein stück weit muss man das auch mögen. ich für mich hatte auch schon situationen erlebt die mich bedrückten, doch ich fand für mich mittel und maßnahmen mich zu entspannen. und solch entspannende tätigkeiten musst du auch für dich finden.
    lass deinen tag noch mal im geiste revue passieren und du wirst feststellen das es dir danach auch schon ein bischen besser gehen wird. so ist es jedenfalls bei mir und es hilft.

    sei gegrüßt vom
     
  9. wouli

    wouli Newbie

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    Hey,

    ich habe mir schon alle Anamnesen durchgelesen...und die Krankheiten dazu auch.Ich wieß sozusagen "alles" vond en Patienten, und trotzdem habe ich ein Problem damit.
    Da ich auch einer Akutstation bin, sind das ja oft Härtefälle.
    Und da die meisten Patienten bei uns zurzeit 25,vllt. sogar noch jünger sind, belastet michd as ganz schön. Ich habe das gefühl, dass ich mich so sehr in den Dingen, die auf Station vorfallen,hineinsteigere, dass ichd ann keine Ahnung mehr habe,w as ich machen soll.
    Mich nervt es so sehr, z.b. einen Maniker neben mir sitzen zu haben...da könnte ich echt ausrasten... ich wieß auch nicht warum.
    Auf Station sind die eigentlich sehr nett...und die Ärzte( der uns übrigens Psychiatrie in der Schule utnerricht hat) fragen mich auch regelmäßig ob alle sin Ordnung ist,und dass wir gleich bescheid sagen sollen, wenn was ist.
    Die sind ja alle sehr nett,nur bringt mir das nicht viel,wen ich einfach nichts mit den Erkrankungen anfangen kann.
    Oder Depressive...wenn man die nciht motivieren kann...ich komm dmait nciht klar, da ich kein Erfolg habe...weiß auch nicht... ich habe noch 4 wochen vor mir und wenn ichd aran denke, dass ich am Montag wieder hin muss...verderbe ich mir den ganzen Tag!:gruebel:
     
  10. rudi09

    rudi09 Stammgast

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    Hallo wouli,
    was bringt dir das Wissen über die Erkrankungen und die Details der Patienten.
    Lass doch einfach deine Abwehr gegen die Fachrichtung und werde lockerer.
    Ist das eigentlich ein "lustiger" Maniker?
    Hast du mal rausgekriegt, welche Interessen bei den Depressiven noch vorhanden sind? Hast du dir mal erzähelen lassen, was die vor der Erkrankung alles so gemacht haben oder ob sie Familie haben?
    Dauert natürlich alles etwas länger als eine DRG mit 5 - 7 Tagen.
    Ach und noch was, nutze doch die Gesprächsangebote des Arztes. Sei offen zu ihm. Wissen reicht nun mal nicht, vielleicht kann er dir vom Verständnis was erzählen.
    Und rede mit den Patienten normal, überlege nicht zu viel.
    MfG
    rudi09
     
  11. eunerpan

    eunerpan Senior-Mitglied

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    Hallo Wouli,


    ich kann mich rudi09 nur anschliessen ...

    Hinterfragen möchte ich aber auch mal was du unter dem Begriff "Erfolg" bei psychiatrischen Patienten verstehst?

    Ich selbst hab auch eine Zeit gebraucht bis ich das für mich mal klar hatte das wir bestimmt niemanden als "geheilt" entlassen ....
    Ich würd das eher so bezeichnen :
    Wir begleiten die Patienten !!!..................auch wenn sie nach ein paar Wochen wieder da sind , aber immerhin haben sie die paar Wochen zu Hause sein können


    In erster Linie solltest du versuchen etwas mit den Menschen "anzufangen" und nicht mit den Erkrankungen........wie rudi schon sagte, red einfach mit den Patienten, begegne ihnen mit Akzeptanz und Echtheit....... warum sollte das falsch sein wenn dich ein depressiver Patient wütend macht , das kann eine wichtige Rückmeldung sein ...
    oder der Maniker der dich schon fast selbst in den Wahnsinn treibt mit seiner Unruhe.... auch der darf ruhig mal diese Rückmeldung bekommen und Grenzen erfahren ........

    Da ich die Patienten aber nicht kenne solltest du solche Dinge erst im Team besprechen ob das bei denen wirklich sinnvoll ist...
    Es ist wichtig das du deine Gefühle den Kollegen dort mitteilst ..... davon lebt der Bereich


    Liebe Gruss
    und Kopf hoch

    :wavey:
     
  12. purin

    purin Newbie

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    Wenn du ein Problem damit hast deine Privatkleidung zu tragen, zieh doch einfach was an was du privat nicht trägst! Etwas was du nur in der Anstalt trägst, ich glaub dann würde es besser klappen (?)
     
  13. jana1987

    jana1987 Newbie

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    Hallo leute, ich brauch unbedingt euren rat!

    Ich bin noch in der Ausbildung und komm jetzt auf die geschlossene, als ich vorbeigegangen bin um meinen dienstplan abzuhohlen und mich da schonmal vorzustellen hab ich eine Mord drohung von einem pat. bekommen. Ich weiss man sollte das nicht so ernst nehmen, ich dachte auch das ich das gut weck stecken könnte, aber dem war nicht so! Je näher der einsatz kommt, desto mehr angst bekomm ich! Hab albträume. Viele haben mir geraten, ich soll mich versetzten lassen, aber ich möchte es unbedingt ausprobieren! Aber wie kann ich diese geschehen verarbeiten / mit ihnen umgehen?


    Vielen dank schonmal im vorraus!!!!

    :flowerpower:
     
  14. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    wende Dich bitte sofort an die Station, auf der du eingesetzt werden wirst resp. an Deinen zukünftigen Mentor!
    Besprich dieses mit ihm ...er wird weitere Schritte einleiten.
     
  15. reggaetinchen

    reggaetinchen Newbie

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    @jana1987
    ich hatte auch ein komisches gefühl vor meinem psychiatrie-einsatz, war auch auf ner geschlossenen.
    klar ist es am anfang schwierig mit solchen äußerungen von seiten der patienten umzugehen, aber mit der zeit geht das.und im nachhinein kann ich echt sagen das der psychiatrieeinsatz der beste in meiner ganzen ausbildung war, da es einfach ein ganz anderes arbeiten als auf einer normalen station ist.
    wünsch dir auf jeden fall viel glück, und die erfahrungen die du da machst, kriegst du auf keiner anderen station.
     
  16. jana1987

    jana1987 Newbie

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    Vielen, vielen dank!!!
    Ich fang morgen an, ich denke da werd ich auf jedenfall erstmal auf ein gesprech mit meinem mentor o. meiner mentorin bestehen!

    Mir haben schon viele aus meinem kurs gesagt das die einsätze auf der psychiatrie gut wahren, allerdings waren die auf einer offenen!!!

    Ich bin ja mal gespannt, ob meine sorge berechtigt ist....
    ich teil euch auf jeden fall noch mit wie es war!!!

    ****BUSSI**** ;)
     
  17. clairegrube

    clairegrube Junior-Mitglied

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    Hallo Jana,
    ich kann dich sehr gut verstehen, etwas ähnliches ist mir auch an meinem ersten Tag passiert: Es war eine geschlossene Akut-Station und ich musste gleich an meinem ersten Tag einen Patienten den ganzen Tag beobachten, dessen Tür zwar offen war, er aber nicht rausdurfte (heißt das "Time-out"?) Dieser Patient bemerkte natürlich meine Verunsicherung, fragte mich ständig nach Zigaretten, bedrohte mich weil ich ihm keine geben konnte und er versuchte des öfteren mir körperlich nahe zu kommen. Von den 2 Pflegekräften war nix zu sehen, die waren anderweitig beschäftigt. Ich war mit dieser Situation ohne Psychiatrie-Erfahrung natürlich völlig überfordert. Zuhause konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen weil ich eine Riesen-Panik vor dem nächsten Tag hatte. Ich bin dann zum PDL gegangen und habe mit ihm darüber gesprochen, er fand es übrigens ein Unding, mir als Schülerin so etwas am ersten Tag zuzumuten. Daraufhin wurde ich einer anderen Station zugeteilt, auch eine geschlossene Station, aber für Suchtpatienten mit Langzeitfolgen. Es war zwar manchmal auch echt hart und mich hat einiges ganz schön beschäftigt, aber im Nachhinein sehe ich diese 8 Wochen als sehr wertvoll an, es war eine Erfahrung die ich nicht missen will. Also, Kopf hoch, ich drücke die Daumen dass Du Dich wohlfühlen wirst. Als Tipp: Suche immer das Gespräch wenn dich etwas beschäftigt, das hat mir geholfen.
    Viele Grüße, Claire
     
    #17 clairegrube, 26.09.2007
    Zuletzt bearbeitet: 26.09.2007
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