Einnahme von Schmerzmitteln

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von Mädel, 27.09.2012.

  1. Mädel

    Mädel Newbie

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    Hallo Leute!
    Habe am 01.09. diesen Jahres meine Ausbildung im Krankenhaus begonnen. Es macht mir riesigen Spaß und ich möchte nichts anderes machen!
    Bald muss ich zum Betriebsarzt. Mein Problem ist, dass ich eine Minusvariante der Ulna habe, d.h. meine Elle ist kürzer als meine Speiche. Dadurch kann ich meine Hand nur halb so stark belasten wie "normale" Menschen. Ich habe auch Schmerzen in der Hand, wegen derer ich täglich Schmerzmittel (Ibuprofen) einnehme, anders gehts wirklich nicht.

    Wollte mal fragen ob jemand weiß wie ein Betriebsarzt so etwas bewertet und ob er mich deswegen für "ungeeignet für diesen Beruf" erklären kann ??!

    Ich bedanke mich schon im Vorraus für die Antworten!
    Liebe Grüße
     
  2. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Hallo,

    ich kanndir zu dem Thema nur meine eigene Erfahrung zukommen lassen:
    Eine Ulna-Minus-Variante ist ja nicht per se was Schlimmes. Bei mir hat sie leider dazu geführt dass mir durch die hohe Arbeitsbelastung in der Krankenpflege der Diskus im Handgelenk gerissen ist. Habe trotzdem immer weiter gearbeitet (nach OP, usw), so dass ich jetzt durch die Schon- und Fehlhaltung auch noch einen Tennisarm auf der betroffenen Seite habe.
    Also bei Belastung Schmerzen im Handgelenk und immer Schmerzen im Ellbogen/Unterarm. Habe aus diesem Grund nach nur zwei Jahren von Intensiv in die Psychiatrie wechseln müssen, da bei der geringeren körperlichen Anforderung die Schmerzen auszuhalten sind.
    Dem betriebsarzt wirds wahrscheinlich egal sein (meinem wars das, auch als es mir schlecht ging und ich nicht mehr arbeiten konnte). Aber dir selber wird es nicht egal sein, wenn du mit Schmerzen zur Arbeit musst, weil du in der Ausbildung nur 10% Fehlzeiten haben darfst...
    Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute, es muss ja bei dir auch noch lange nicht so dramatisch ablaufen wie bei mir, aber pass auf dich und deinen Körper auf, wenn erstmal was kaputt ist hat man nämlich den Salat, und bedanken tut sich für die "Aufopferung" auch keiner ;)

    LG, Puschel
     
  3. Vicodiin

    Vicodiin Poweruser

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    da kann ich mich nur anschliessen. ich hätte auch gesagt dem BA wirds egal sein - solange es keine medis sind die einflüsse auf den bewusstseinszustand etc haben..
    aber du solltest es dir halt überlegen ob DU denkst dass du die tätigkeit jahrelang ausüben kannst. es ist schon körperlich anstrengend.

    wünsche dir alles gute :-)
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es ist sicher nicht dei Antwort, die du lesen willst- aber ich frage mich, wie du das im pflegerischen Alltag lösen willst? Nur halb zupacken, kann auch für den Pat. ein Problem werden.
    Urteil 4

    Bekommt ein Patient im Krankenhaus bei einer Bewegungs- und Transportmaßnahme der ihn betreuenden Krankenschwester aus ungeklärten Gründen das Übergewicht und stürzt, so ist es Sache des Krankenhausträgers, aufzuzeigen und nachzuweisen, daß der Vorfall nicht auf einem pflichtwidrigen Verhalten der Pflegekraft beruht.

    Dein AG hätte hier weit schlechtere Chancen und auch du könntest wegen Verschweigen einer Erkrankung mit zur Verantwortung gezogen werden.

    Elisabeth
     
  5. lusche

    lusche Poweruser

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    Und wo steht, dass sie vorhat etwas zu verschweigen?
    VG lusche
     
  6. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hast Du generell Schmerzen oder nur bei bestimmten Bewegungen /Belastungsmustern?
    Ich persönlich denke, dass Du mittelfristig eine alternative Lösung zu den Analgetika finden solltest, da diese ja keine "Dauerlösung bis zum Lebensende" sein können!

    Eventuell würde ich an Deiner Stelle auch hier nochmal zum Arzt gehen und abklären lassen, ob aufgrund der Ulna-Minusvariante eventuell Handwurzelknochen "zu Schaden gekommen sind" und die Schmerzen hierauf zurück zu führen sind ...dieses hätte dann auch Konsequenzen für die Weiterbehandlung.

    Könntest Du näher ausführen, was Du mit "halb belastbar" meinst? Geht es ums Heben, um Greifbewegungen, um Drehbewegung....ist eher die Kraft oder die Bewegung das Problem? Wobei merkst Du Schmerzen und woran machst Du die geringere Belastbarkeit fest?

    Da können wir hier nur raten...es kann aber sein, dass dieser ein Gutachten eines Facharztes einfordern wird.

    Ich denke, dass Du Dir ungeachtet dessen auf jeden Fall überlegen solltest, wo Du Dich dauerhaft im Beruf siehst und welche Alterantiven Du hast, falls Du z.B. in 10 Jahren den Pflegeberuf nicht mehr ausüben kannst.
    Sicherlich gibt es viele Handlungsfelder, in denen keine schwere körperliche Arbeit zu leisten ist. Um hier gezielter beraten zu können müssten wir aber mehr zu der o.g. Problemstellung wissen.
     
  7. Mädel

    Mädel Newbie

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    Ja ich habe permanent Schmerzen..

    Die Sache ist die, dass die Schmerzen ca. dreieinhalb Wochen vor Ausbildungsbeginn das erste Mal aufgetreten sind, als ich noch ein Jahrespraktikum in einem Pflegeheim für behinderte Menschen gemacht habe. Wurde zunächst wegen Sehnenscheidenentzündung krankgeschrieben, da die Symptome identisch sind. Aber es wurde einfach nicht besser und ich hatte auch schon so ein flaues Gefühl, wenn ich an die Ausbildung gedacht habe...
    5 Tage vor Ausbildungsbeginn habe ich dann die Diagnose erhalten.

    War zunächst froh dass ich endlich weiß, was los ist und dann hab ich mich in einigen Foren im I-net umgeschaut und war geschockt... in den meisten Fällen werden diese Schmerzen nie wieder besser, es waren Beiträge von Leuten dabei die seit 25 Jahren mit den Schmerzen arbeiten gehen müssen. Es gibt zwar eine OP, aber von der haben mir Orthopäde wie auch Hausarzt tunlichst abgeraten, es sei nicht gewährleistet dass die OP Besserung bringen würde. Es kann sogar schlimmer davon werden.

    Meinem Ausbildungsbetrieb wollte ich wegen der Sache so kurzfristig auch nicht mehr absagen, habe die Schulleitung darüber informiert, da ich deswegen auch eine geschiente Bandage trage (werde ich im praktischen Einsatz lieber nicht tragen, oder?).

    Also so kam es dazu dass ich mit diesem Defizit trotzdem die Ausbildung begonnen habe..ich hoffe doch ich konnte einen groben Überblick geben :-)


    Liebe Grüße & danke für die Antworten !!!
     
  8. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Aufgrund der Diagnose handelt es sich um eine anatomische Anomalie, die wahrscheinlich schon immer vorhanden war bzw. im Wachstum entstanden ist. Der Einsatz akuter Schmerzen sollte also abgeklärt werden, um mögliche Folgeschäden diagnostizieren zu können. Hierfür solltest Du einen guten Facharzt ausfuchen, der weiterführende Diagnostik (z.B. MRT mit KM...) betreibt.

    Wenn keine Folgeschäden (z.B. an den Handwurzelknochen) vorliegen, dann könnte man die Schmerzen auf Überlastung zurück führen.
    Wie gesagt: erst die korrekte Ursachenabklärung und dann Überlegungen anstellen zu Therapie und Prognose.
    Wir können hier nur raten.



    In der Schule ist das kein Problem- in der Praxis schon!

    Es geht einmal um den hygienschien Aspekt- die Schiene kann nicht desinfiziert werden und Keime von Patient zu Patient übertragen. Zudem trägst Du diese Keime "mit nach Hause" ...von groben Verschmutzungen (Blut, Ausscehidungen etc. ) mal ganz abgesehen.

    Beim arbeiten an Patienten kannst Du mit einer starren Schiene (diese soll ja die Beweglichkeit des Handgelenkes einschränken) dem Patienten leicht unbeabsichtigt Schmerzen zufügen.

    Als dritten Aspekt muss man die haftungsrechtliche Seite sehen- ich bin mir nicht sicher, wie die Haftpflichtversicherung des AG bzw. Deine eigene im Schadenfall reagiert, wenn Du z.B. einen Patienten fallen lässt oder irgendein Gerät (Infusomat etc. ) fallen lässt.
    Im Strassenverkehr ist es z.B. so, dass der Fahrer eines KfZ hierzu gesundheitlich in der Lage sein muss- wenn Du mit irgendwelchen Bandagen oder Schienen (welche Du aufgrund einer körperlichen Einschränkung tragen musst) einen Unfall verursacht, bekommst Du ein riesen Problem ...Du trägst eventuell eine Teilschuld!

    Also: besprich das unbedingt mit Deinem behandelnden Arzt! Der Betriebsarzt wird Dich wahrscheinlich sowieo an einen Facharzt verweisen.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Worauf läuft es nun eigentlich hinaus? Wenn ich davon ausgehe, dass der Betriebsarzt infolge Unkenntnis eine Eignung ausstellt... das man empfiehlt es erst mal zu versuchen mit der Ausbildung und dann zu entscheiden?

    Wo setzt man dann eigentlich an, wenn man jemanden für ungeeignet hält? Erst wenn er in der Ausbildung scheitert? *grübel* Aber selsbt dann wird ja immer noch "durchhalten" empfohlen.

    Elisabeth
     
  10. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Wenn sich dieses bereits in der Probezeit abzeichnet (Empfehlung des BA, Rücksprache mit Stationen oder auffallend hohe Fehlzeiten), dann spricht sich die Schule gegen ein Weiterführen des Ausbilungsverhältnisses aus.

    Während der weiteren Ausbildung wird situativ entschieden ...bei Fehlzeitenüberschreitung und damit einer nicht erfolgten Anmeldung zum Examen muss ja eine Verlängerung beantragt werden.

    Sollte sich eine dauerhafte Nichteignung herausstellen, kann man in gegenseitigem Einvernehmen die Ausbildung beenden bzw. der BA wird die gesundheitliche Eignung (die kurz vor der Examenszulassung nochmal festgestellt werden muss) nicht aussprechen.

    Aber: ohne umfassende Diagnostik keine Prognose...

    Ob man ein "durchhalten" empfehlen sollte hängt auch vom Ausbilungsstand und von der angestrebten Zukunftsperspektive ab. Wer kurz vor Ausbildunsgende erkrankt, sich aber eine Weiterqualifikation für Lehre oder Management vorstellen kann (und eben auch die Hochschulreife besitzt), dem würde ich immer zum durchhalten raten. Der Grundberuf wird vorausgesetzt, man muss diesen dann aber nicht zwingend ausüben.

    Wer bereits zu Beginn der Ausbildung prognostisch nicht in der Lage ist, überhaupt die 3 Jahre der Ausbildungszeit abzuleisten, dem würde ich eher abraten....
     
  11. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ich habe bedingt durch eine Ulna minor (und möglicherweise noch durch eine minimale Fehlstellung nach einer Unterarmsfraktur im Teenageralter) eine Arthrose im Handgelenk entwickelt. Noch kann ich am Bett arbeiten, aber ich schaffe mir gerade ein zweites Standbein, weil mir bewusst ist, dass das nicht mehr möglich sein wird, wenn meine Beschwerden schlimmer werden. Deine Beschwerden klingen mir persönlich so, als wäre die Arbeit am Patientenbett aussichtlos.

    Da Du jetzt ja schon in der Ausbildung bist - nutz die Probezeit, um die Belastung auszutesten. Und sei ehrlich zu Dir selbst, wenn es nicht geht. Es gibt noch andere schöne Berufe, die weniger auf die Gelenke gehen.
     
  12. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Ich kann mich da aus eigener Erfahrung nur wiederholen: Wenn man erstmal nen ernsten Schaden an den Händen an der Backe hat, wird man ihn nicht mehr los. Pflege am Bett ist für mich nicht mehr denkbar, und dass obwohl ich erst vor drei Jahren Examen gemacht habe. Hätte ich das vor der Ausbildung gewusst, hätte ich mich für etwas anderes entschieden.
     
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