Eingruppierung nach KPH-Ausbildung und Ausbildung zum GuKP - AVR-C

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von admy, 01.07.2011.

  1. admy

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    Hallo zusammen,

    würde gerne eure Meinungen einholen zu meiner aktuellen Situation. Es geht um die Eingruppierung nach meiner bald abgeschlossenen Ausbildung zum GuKP.
    Das Ganze spielt sich bei einem Krankenhausträger im Bereich der AVR-Caritas in NRW ab.
    Zum Unternehmen gehören mehrere Kliniken. In Zweien davon bin ich aktuell tätig und habe bzw. mache meine Ausbildung (gemacht). Stehe somit mit zwei Kliniken eines Trägers in jeweils einem Dienstverhältnis.

    01.04.2007 - 31.03.2008 Ausbildung zum Krankenpflegehelfer in Klinik 1
    01.04.2008 - 30.09.2008 Tätigkeit als Krankenpflegehelfer in Klinik 1 (Kr. 2 Stufe 1 mit damals noch altersbedingtem Aufstieg in Kr. 2 Stufe 2)
    01.10.2008 - 30.09.2011 Ausbildung zum Krankenpfleger in Klinik 2
    01.08.2010 - 30.09.2011 Tätigkeit als Krankenpflegehelfer in Klinik 1 (Kr. 2 Stufe 2 mit Umstellung zur Anlage 31 - EG 4a Stufe 2 - lt. Überleitung: anrechenbare Beschäftigungszeit 2 Jahre, nächste Stufensteigerung 01.01.2012, BDA 01.01.2009)

    ab 01.10.2011 Tätigkeit als Krankenpfleger in Klinik 2 (EG 7a, Stufe 1)
    Und da liegt mein Problem, irgendwie bin ich der Meinung, dass ich in eine höhere Stufe gehöre. Zumindest nach meiner Interpretation der Anlage 31 §13 2,2a.
    Zum einen dachte ich, die Zeit als KPH wird als Berufserfahrung gesehen. Zum anderen bin ich ja durchgehend im AVR-C tätig, werde nur aufgrund der Ausbildung in eine höhere Entgeltgruppe eingruppiert. Muss da nicht die Stufe übernommen werden? Je mehr ich lese desto komplexer wird das ganze für mich.
    Werde mich natürlich noch mit der Personalabteilung in Verbindung setzen um das zu klären, vorher hole ich mir noch Rat bei der Mitarbeitervertretung. Damit ich da und dort aber nicht ganz so dumm aussehe, bitte ich um Vermutungen und Meinungen eurerseits. Dankeschön schonmal. :beten:

    Und vielleicht weiß auch noch jemand wie das dann mit der Sonderzahlung aussieht. Erhalte ich für die Tätigkeit in Klinik 1 eine anteilige Sonderzahlung und dann von Klinik 2 nochmal anteilig? Oder geht dies alles zu Laste von Klinik 2? Fragen über Fragen... :-?
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Berufserfahrung als GuKP kannst Du erst nach dem Examen als GuKP machen. Auch wenn Du zweifelsohne schon Erfahrungen im pflegerischen Bereich hast - Du hast jetzt einen neuen Beruf erlernt. Hättest Du von Verkäuferin zu GuKP gewechselt, könnte dies ja auch nicht anerkannt werden. Du bist also genau richtig eingestuft.

    Die Sonderzahl wird - zumindest im TVÖD - anteilig auf die beiden Kliniken verteilt. Also in Deinem Fall 75% von Klinik 1 und 25% von Klinik 2.

    Du hast zeitgleich eine Vollzeitausbildung gemacht und als KPH gearbeitet?
     
  3. admy

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    Das leuchtet ein, klar. Grundsätzlich geht es mir auch nicht um die Gruppe, sondern um die Stufe in der Gruppe. Insbesondere aufgrund der erwähnten Stelle in den AVR.
    Code:
    (2) Bei Einstellung werden die Mitarbeiter der Stufe 1 zugeordnet, sofern keine einschlägige Berufserfahrung vorliegt. Verfügt der Mitarbeiter über eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens einem Jahr, erfolgt die Einstellung in die Stufe 2; verfügt er über eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens drei Jahren, erfolgt in der Regel eine Zuordnung zur Stufe 3. Unabhängig davon kann der Dienstgeber bei Neueinstellungen zur Deckung des Personalbedarfs Zeiten einer vorherigen beruflichen Tätigkeit ganz oder teilweise für die Stufenzuordnung berücksichtigen, wenn diese Tätigkeit für die vorgesehene Tätigkeit förderlich ist.
    
    Anmerkung zu Absatz 2: 
    Ein Praktikum nach Abschnitt D der Anlage 7 zu den AVR gilt grundsätzlich als Erwerb einschlägiger Berufserfahrung.
    
    (2a) Wird der Mitarbeiter in unmittelbarem Anschluss an ein Dienstverhältnis im Geltungsbereich der AVR oder im sonstigen Tätigkeitsbereich der katholischen Kirche eingestellt, so erhält er
    
    a) wenn sein bisheriges Entgelt nach dieser Anlage oder einer entsprechenden Regelung bemessen war, das Entgelt der Stufe, das er beim Fortbestehen des Dienstverhältnisses am Einstellungstag vom bisherigen Dienstgeber erhalten hätte,
    
    b) wenn sein bisheriges Entgelt in Abweichung von den Vorschriften dieser Anlage oder einer entsprechenden Reglung bemessen war, das Entgelt der Stufe, das er am Einstellungstag von seinem bisherigen Dienstgeber erhalten würde, wenn sein Entgelt ab dem Zeitpunkt, seitdem er ununterbrochen im Geltungsbereich der AVR oder im sonstigen Tätigkeitsbereich der katholischen Kirche tätig ist, nach dieser Anlage oder einer entsprechenden Regelung bemessen worden wäre.
    Immerhin liegen zwischen Stufe 1 und Stufe 2 gute 150Eur Brutto.

    Ja, Ausbildung Vollzeit. Tätigkeit als Krankenpflegehelfer allerdings nur Teilzeit. 4,13% + Vergütung der Mehrarbeit. Sehr lohnenswert in der Ausbildung um sein Budget aufzustocken..
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Du hast eben keine einschlägige Berufserfahrung als GuKP. Die sammelst Du erst ab Oktober.

    Du hättest beim Vorstellungsgespräch mit Verhandlungsgeschick versuchen können, in die Stufe 2 zu kommen. Hast Du aber wohl nicht.
    Die Gruppe ändert sich ohnehin nicht: EG 7a ist die Tätigkeit auf Normalstation. Immer, so lange Du "normale" GuKP bleibst und keine Leitungsfunktion übernimmst.


    Tipp: Guck mal, was von den 150,- brutto netto übrigbleibt.

    (Mein Kollege hat sich mal zu Alt-TVÖD-Zeiten darüber geärgert, dass wir zum gleichen Zeitpunkt Examen gemacht haben, ich aber ein höheres Grundgehalt hatte, nur weil ich mich noch ein paar Jahre auf dem Gymnasium herumgedrückt hatte. Wir haben dann den Nettolohn verglichen und es stellte sich heraus, dass ich in besagten Monat, durch Zulagen und Zuschläge, aber eben auch die höheren Abzüge, genau eine n(1!) Mark mehr auf dem Konto hatte als er. Die hätte ich ihm sogar überlassen, aber das wollte er dann doch nicht...:weiberheld:
     
  5. admy

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    Einschlägige Berufserfahrung ist recht schwammig... also ich bin schon der Meinung, dass die Tätigkeit als KPH recht förderlich ist, ebenfalls überschneiden sich Aufgabengebiete. Naja, vermutlich alles Ansichtssache.

    Natürlich steigen die Abgaben mit höherem Gehalt... ich würde mich dennoch für die höhere Grundvergütung entscheiden, fließt ja nicht alles ins nichts, RV und betriebliche Altersvorsorge profitieren auch. Zwar minimal, aber langfristig. ;)
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ich hab vorhin mal mit dem Begriff der einschlägigen Berufserfahrung gegoogelt. Die meisten Arbeitgeber in der freien Wirtschaft sehen wohl erst drei bis vier Jahre Berufserfahrung im Fachgebiet als "einschlägig" an, also in der öffentliche Dienst mit der Höherstufung nach einem Jahr vergleichsweise großzügig. Und, da sind sich alle einig, "einschlägig" bedeutet "in diesem Beruf, in dieser Funktion". Niemand bezweifelt, dass Du von der Erfahrung als KPH nicht profitierst, dennoch hast Du jetzt auch andere Aufgaben. (Merkst Du ab Oktober.)

    Wie gesagt, Du hättest selbst einen Versuch zur Höherstufung starten können, hast es aber nicht getan. Logischerweise wirst Du dann nicht besser eingestuft als vom Tarifvertrag her vorgesehen.
     
  7. admy

    admy Newbie

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  8. Elisabeth Dinse

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    Sind beide Ausbildungen inhaltlich komplett gleich? wenn ja- dann hast du bereist Berufserfahrung. Gibt es nur eine teilweise Übereinstimmung dann zählt, wie du eingesetzt bist. Machst du lediglich KPH-Aufagben, dann müsste dir die Erfahrung zuerkannt werden. Arbeitest du ausschließlich als GuK dann kannst du die Erfahrungen aus dem anderen Beruf net geltend machen- auch wenn er artverwandt ist.

    Elisabeth
     
  9. admy

    admy Newbie

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    Wollte mal kurz hier nachreichen, dass mein Arbeitgeber die Zeiten als einschlägige Berufserfahrung anerkennt. :rocken:
     
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