Einfach eine Trachealkanülennummer größer?

Dieses Thema im Forum "Außerklinische Intensivpflege" wurde erstellt von Yuna277, 30.11.2011.

  1. Yuna277

    Yuna277 Newbie

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    Hallo ,
    ich habe eine dringliche Frage.:-)
    Die TK eines Patienten rutscht immer mal wieder etwas herraus, meines Erachtens liegt das nur am Halteband , da das mit Gummizug ist und regelmäßig wieder nachgezogen werden muss.
    Meine Frage nun?
    Ist es einfach so in Ordnung eine Kanüle größer zu legen vom Pflegepersonal vor Ort?
    Die Hausärztin hat es bejaht aber die kennen sich ja nun nicht so gut aus.
    Er hat jetzt schon eine 10er und soll eine 11er bekommen obwohl die Werte super unter der 10 er sind.
    Was ist mit den Beatmungseinstellungen? Müssen die Grundeinstellungen nicht dann auch verändert werden?
    Danke schonmal
     
  2. Marty

    Marty Poweruser

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    Rutscht wie weit heraus? Beim Husten? Kanüle geblockt? Was hängt vorndran? Feuchte Nase, Beatmung, Sprechventil?
    Aber eigentlich läufts darauf hinaus, das eíne größere Kanüle nicht indiziert ist. Nicht für dieses Problem, das es auch nicht lösen wird, denn die größere steckt dann nicht so hermetisch fest, das das nicht passiert.
    Dann könntet ihr das nicht so einfach selbst entscheiden, das wäre meines Erachtens eine Entscheidung eines HNO-Spezialisten, der sich das Tracheostoma anschaut. Wie wäre es denn, wenn ihr den Gummianteil des Haltebandes in der Stellung fixiert, in der das Halteband paßt? Dann zieht sich das nicht immer auf? Und wenn was Schweres vorndran hängt, aufpassen, das es nicht unter Zug gerät.
    Und nein, die Beatmungsparameter ändern sich damit nicht.

    Gruß, Marty
     
  3. indy J

    indy J Poweruser

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    Hallo

    Oder ihr lasst euch Haltebändchen ohne Gummi organisieren. Ich persönlich halte von denen mehr, als von denen mit Gummizug.
     
  4. Yuna277

    Yuna277 Newbie

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    Huhu danke fur die schnelle Antwort!:-)

    Beatmungsschlauch hängt dadran und zieht dadurch immer etwas an der Kanüle und Pat. Produziert sehr viel Trachealsekret sodass das tracheostoma immer sehr " glitschig" ist.
    Andere Haltebänder habe ich schon versucht zu besorgen aber gibt es wohl nicht bei der Firma.
    Kann ich denn keine Begründungen gegen die 11 er Kanüle bringen???:/
     
  5. Schwester Rabiata 2

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    Ohne HNO Konsil würde ich keinen Größenwechsel vornehmen.
     
  6. Marty

    Marty Poweruser

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    Die stehen doch im Beitrag Nummer 2.
    Also gut, dann noch mal.
    Das ist Arzt-(HNO-) Sache, nicht eure, eine größere Kanüle anzuordnen, aber es wäre verlorene Zeit, ihn zu konsultieren, da er das bei diesem Problem eh nicht täte.
    Lagert den Beatmungsschlauch ohne Spannung und Zug und tut was mit den Haltebändchen und mal ne Frage:
    Wer seid ihr? Heimbeatmung? Oder...?
     
  7. Marty, warum kommt deine Frage nach "wer seid ihr" abfällig rüber? :gruebel:

    ich würde ebenfalls einen HNO konsultieren - bestenfalls jedoch den Arzt, der das Tracheostoma angelegt hat.
    Ich sehe wie meine Vorredner keine Indikation für eine Nummer größer, denn die Ursache lässt sich damit nicht bekämpfen.

    Den Fragen von Marty ist nachzugehen

    - Cuff? wie viel geblockt? evt. Kanüle zu kurz und Cuff damit zu weit oben?
    - welche TK liegt?
    - Haltebändchen ohne Gummi ausprobieren
    - zieht etwas an der TK?
    - wie lange besteht das Problem? Womit kam es?

    (wiederhole das nur nochmal, weil es "übergangen" wurde).
     
  8. Marty

    Marty Poweruser

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    Meine Frage war nur neugierig gemeint, wenn sie abfällig klingt, dann tut es mir leid und ich werde in Zukunft meine Formulierungen noch sorgsamer abwägen.
     
  9. kein Problem - ich hör nur mittlerweile auch ein bisschen auf dem "falschen" Ohr - gerade den Kollegen aus der Heimbeatmung werden oft fachliche Defizite nachgesagt, was aber nicht flächendeckend so ist - ich durfte 2 Firmen kennenlernen, die mit geschulten Personal arbeiten und auch einem großen Teil MA von Intensivstationen oder IMC/Strokes.

    fernab von o.g. Offtopic hoffe ich, dass sich die TE auf Basis deiner Fragen zurückmeldet - so per "Ferndiagnose" finde ich eine Lösungsauswahl schwierig.
     
  10. Marty

    Marty Poweruser

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    Du, ich war sieben Jahre bei der Heimbeatmung und auf diese Firma lass ich nix kommen. Ich habe viel Verständnis für die Probleme in diesem speziellen Fachgebiet und wenn ich auch selbst "verbrannt" für dieses Fachgebiet bin, es war eine schöne Zeit.
     
  11. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Ich geh mit der Meinung der anderen konform, dass gehört in die Anordnungsverfügung der HNO Ärzte, evt. wäre auch mal ein Konsil in einem Dysphagiezentrum anzuraten um abzuklären, was genau die Ursache ist. Die Frage bezüglich der Beatmungsparameter: Ja, unter Umständen müssten die dann auch angepasst werden, weil eine größere TK evtl. auch Veränderungen beim Flow, beim Beatmungsdruck und bei der Leckage verursacht (muss nicht, könnte aber)
     
  12. Yuna277

    Yuna277 Newbie

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    Also die Hausärztin hat es schon rezeptiert ohne sich das tracheostoma anzuschauen.
    Es kann doch auch Komplikationen geben wenn ich einfach ne größere reinmache.
    Es ist eine Tracheoflex auf ca 30 geblockt und bei mir rutscht sie nicht raus solange ich immer wieder das Halteband nachziehe.
    Patient bewegt sich auch noch sodass die Kanüle natürlich mitgeht und unsere Halterung fur den Schlauch ist auch kaputt und sinkt immer ab .
    Patient hatte früher eine 9 er Kanüle und hat nun schon im Krankenhaus mal ne 10er bekommen.
    Einfach so ne 11er reinzureichen finde ich unüberlegt .
    Ich komme aus der Heimbeatmung , richtig.
     
  13. Yuna277

    Yuna277 Newbie

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    Danke Phoenix das hilft mir weiter.
    Ich finde es einfach irgendwie komisch ihm einfach laut Hausärztin Nr größte Kanüle zu legen obwohl seine Werte gut sind und es außer das sie rutscht keinen Grund gibt.
    Wird der Vti sich nicht auch automatisch ändern und seine spontanatmung die noch etwas vorhanden ist wird doch auch Schwieriger oder?
     
  14. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Das kommt bisschen drauf an, in welchem Modus er beatmet wird. Bei einem Druckmodus wird das eher über den Beatmungsdruck ausgeglichen, aber auch eine Veräderung beim AZV wäre auch nicht ganz unwahrscheinlich. Schwierig wird es, wenn er noch ein eingestelltes Zielvolumen hat.
     
  15. Yuna277

    Yuna277 Newbie

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    Beatmungsform ist Apcv, Peep 6, trigger 4, Kurve 3. Zielvolumen hat er glaube ich nicht.
    Das ist echt gut drüber zu reden so lerne ich viel dazu:-)
     
  16. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Ist zwar echt selten ohne Zielvolumen, aber okay, kann sein. Bei einer assistierten PCV (welches Gerät?), läuft das immer über eine Zeitsteuerung, müsstet ihr also ein festeingestelltes I:E haben!? Wäre jetzt wirklich mal interessant drüber nachzudenken, ob und in wie weit, sich das auf die anderen BP auswirkt. Theoretisch könnte sich das sogar auf die getriggerten Atemzüge auswirken!?

    Oder Kollegen?

    Hach ja, Beatmung ist ein so spannendes Thema.
     
  17. Yuna277

    Yuna277 Newbie

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    Der i:e ist zwar auf 1,4 eingestellt aber nicht fest denn der variiert . Mal ist der auch 1,5.
    Sagt dir das was?
     
  18. I:E = 1:1,4 oder ist die Inspirationszeit auf 1,4?
     
  19. Yuna277

    Yuna277 Newbie

    Registriert seit:
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    Sry verschrieben :-)
    1:1,4
     
  20. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Du meinst sicher 1:1,4.Ja der variiert, weil ein assistierter Modus ist und dein Patient triggert. Welches Gerät habt ihr denn? Einschlauch oder Zweischlausythem?
     
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