Eine Frage zur rechtlichen Situation...

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von lisac, 25.04.2012.

  1. lisac

    lisac Newbie

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    Hallo,


    ich hab da mal eine frage.
    Vielleicht kann mir ja einer Helfen, den eine Antwort habe ich bis jetzt, nicht im Netz gefunden.


    Zu Situation:

    Ich bin Heilpraktikerin. Ich besitze also die
    „Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung“,
    das heißt, ich darf alles machen, was mir vom Gesetz zur Heilkunde nicht ausdrücklich verboten wird.

    Jetzt habe ich mich im Krankenhaus Beworben, um als Pflegerin zu arbeiten,
    doch da werde ich nicht genommen, weil ich kein 3 Jähriges Examen habe.

    Kann mir jemand verraten warum?
    Laut Gesetz darf ich mehr als eine Krankenschwester,
    doch für die Krankenhäuser scheine ich ungelehrt zu sein. ( Trotz Praktika, Zertifikate.....)

    Dabei ist die Mündliche und schriftliche Heilpraktiker Prüfung
    nicht ganz so einfach, wie sich das so mancher vorstellt.

    Bei einer Durchfallquote von ca.75% scheine ich ja doch nicht al zu unwissend zu sein,
    da ich die Prüfung ja bestanden habe.

    Gibt es hierzu vielleicht ein Gesetz, welches hier zu Grunde gelegt wird?

    Ich würde mich sehr freuen wenn mir da jemand eine Auskunft geben kann,
    weil so ganz, kann ich das ganze nicht verstehen.

    Wenn der Staat meint, das ich keine Gefahr für die Volksgesundheit bin,
    warum glauben das dann, die Krankenhäuser?

    Viele liebe Grüße

    lisac
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Du bist im Bereich Pflege ungelernt. Du hast nicht die Erlaubnis, Dich als Gesundheits- und Krankenpflegerin zu bewerben, weil Du diesen Titel nicht führen darfst. Dies ist im Krankenpflegegesetz ganz klar geregelt. Ergo kannst Du lediglich als ungelernte Pflegehilfskraft eingestellt werden (oder als Heilpraktikerin, natürlich, aber da gibt's nur wenige Krankenhäuser).

    Niemand behauptet, Du wärst unwissend oder eine Gefahr für die Menschheit. Du hast aber die falsche Qualifikation. Würde sich ein Arzt als Pflegekraft bewerben, wäre er ebenfalls ungelernt.
     
  3. Sharice

    Sharice Stammgast

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    Aber hat ein Arzt nicht auch eine pflegerische Ausbildung (als Krankenpfleger) durchlaufen? :weissnix: Insofern wäre sein Wissen doch sogar höherrangig.
    Ist das nicht ähnlich, wie wenn eine Fachkraft nur noch als pflegerische Hilfskraft tätig sein möchte?
    Über solche Fragestellungen wurde doch schon öfter diskutiert...


    :gruebel:
     
  4. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Wie kommst du denn darauf ??? :mrgreen:
     
  5. kleeblatt78

    kleeblatt78 Junior-Mitglied

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    Mich würde mal interessieren was du damit meinst das Du mehr kannst und darfst ?

    Wie mein Vorredner schon sagte, du hast keine Ausbildungs zur Gesundheits und Krankenpflegerin gemacht, darfst als solches auch nicht arbeiten.

    Ärzte machen am Anfang ihres Studiums ein Pflegepraktikum, das Wort beinhaltet es schon, Praktikum....sie sind also auch keine ausgebildeten Pflegefachkräfte.

    Sonst könnten wir ja auch als Ärzte arbeiten:-)

    Die Absage ist also berechtigt.

    LG
     
  6. Eigentlich schon alles sehr richtig von den Vorrednern erörtert.

    Ich frag mich nur wenn du doch Heilpraktiker bist warum heilpraktikerst Du dann nicht?
     
  7. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Im Normalfall nicht. Es gibt natürlich einige, die erst nach der Krankenpflegeausbildung mit dem Medizinstudium bekommen haben und somit beide Berufsbezeichnungen führen dürfen, die sind aber dann in der Regel als Ärzte und nicht als Pfleger angestellt. Im Medizinstudium vorgeschrieben sind aber lediglich drei Monate (früher zwei) Pflegepraktikum, die ersetzen keine Ausbildung.
     
  8. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Die Heilpraktikerausbildung kann man auch per Fernkurs erwerben.

    Was möchtest Du denn in der Klinik denn am Patienten arbeiten, wenn Du als gelernte Kraft so eine Station oder
    Abteilung zu führen hättest ?

    Du müßtest schon in der Lage sein jedes Station über alle Schichten und Situationen auch alleine zu versorgen zu können
    um als vollausgebildete Pflegekraft zu arbeiten.

    Frag mal in unserem Schülerforum hier warum das auch in den höheren Kursen kaum geht.

    Liebe Grüße Fearn
     
  9. Blinki

    Blinki Stammgast

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    @lisac, warum bist du denn Heilpraktikerin geworden? Ich hoffe doch nicht weil du gerne als Pflegerin in einem Krankenhaus arbeiten willst!?
    Ein wenig Recherche hätte hier vermutlich von der verschwindent geringen Aussicht auf Erfolg überzeugt.
     
  10. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    wie meine Vorschreiber bereits gesagt haben, ist die Ausbildung zum HP kein "anerkannter Ausbildungsberuf" im eigentlichen Sinne. Die Qualifikationswege sind recht unterschiedlich und nicht einheitlich geregelt.

    Auch wenn Du diese Tätigkeit ausüben darfst bedeutet das nicht, dass Du dieses auch im Rahmen einer Anstellung in einem fachfremden Gebiet tun darfst bzw. eine automatische Anrechung der dort erworbenen Kompetenzen auf einen Pflegberuf erfolgt.
    Solltest Du jetzt noch eine Pflegeausbildung absolvieren, hast Du sicherlich gute Grundlagen. Eine Verkürzung der Ausbildung wird wahrscheinlich aber nicht erfolgen...

    Bei einer anschliessenden Anstellung als Pflegekraft kann es auch gut sein, dass Du vom AG strenge Auflagen bekommst, was Deine Tätigkeit als HP angeht ... einer Kollegin von mir wurde es ausdrücklich untersagt und sie musste dieses auch schriftlich versichern!
     
  11. lisac

    lisac Newbie

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    Hallo Ihr Lieben,


    vielen Dank für eure Antworten.
    Leider würde meine eigentliche Frage zwar nicht beantwortet,
    aber um eure fragen zu beantworten.


    Ich hab 93 das kleine Examen gemacht.
    Habe zwischenzeitlich als Dauernachtwache im KH gearbeitet und habe dann meine Kinder bekommen.
    In der Elternzeit habe ich mich meinem Lieblingsthema der Medizin bzw.
    Anatomie / Physiologie / Pathologie / Kinderheilkunde / Naturheilverfahren…........gewidmet.



    Warum hab ich das gemacht,
    nun mir war Langweilig. Ich bin von Natur aus Neugierig.
    Mein Mann meinte Irgendwann, ich solle mal zur HP- Prüfung gehen, hab ich dann auch gemacht.
    Weil Urkunden, Zertifikate, Bescheinigungen werden in diesem Land ja gerne gesehen.
    Also ich hin, Schriftliche Prüfung beim ersten Anlauf, mit nur einem Fehler bestanden.
    Mündliche Prüfung auch gleich bestanden.
    Nun habe ich den Heilpraktiker.


    Versteht mich nicht falsch,
    ich bin Glückliche Besitzerin von mehr als 150 verschiedenen Fachbüchern,
    ich hab ein Super Gedächtnis.
    Und wenn man es genau nimmt

    biete ich dem KH meine Arbeitsleistung zum Spottpreis an.


    Da ich bis 97 Dauernachtwache war, bin ich etwas verwirrt, das es jetzt nicht mehr möglich ist.

    Bis 97 war es ja auch kein Problem, das ich als Dauernachtwache gearbeitet habe.

    Warum geht jetzt nicht mehr?
    Wo finde ich die Passenden Gesetze darüber.?
    Hat sich so viel verändert und ich hab nichts mitbekommen.
    (sollte vielleicht nicht nur Bücher lesen :-))
    Bin einfach nur neugierig, war schon immer so.
    Möchte wissen warum, wieso und weshalb manche Dinge so oder so gemacht werden.


    Da ich ja eine Medizinische Ausbildung habe und mich gerne weiterbilden möchte,
    war ich schon verwundert, das es nicht so einfach zu sein scheint
    wieder in einem Krankenhaus zu arbeiten.
    Sogar für ein Praktikum wollen die mich nicht,
    weil ich grade, keine Ausbildung in einen Med. Beruf mache.
    Bei der Zeitarbeit ist das ganz anders, die würden mich mit Kusshand nehmen.
    Dort wollen die mich aber auch als Vollkraft bzw. 3 Jährig Examiniert einsetzen.
    Und das verstehe ich dann auch nicht so ganz.
    Warum geht das von der Zeitarbeit aus, aber nicht im KH?
    (nicht das die mich als 3. Jährig Examiniert im KH einstellen sollen,
    nur das es generell nicht mehr geht, verstehe ich nicht.)

    Alles in allem, glaube ich nicht, das es an meiner Person liegt,
    sondern eher durch Gesetze geregelt wird.
    Nur wo sind diese zu finden?


    Also wenn einer mir einen Tipp geben kann, bin ich sehr dankbar.


    Viele liebe Grüße


    Lisac.




    P.S. Ja, normalerweise macht man den HP um in eigener Praxis zu arbeiten.

    Ich wollte einfach nur nicht verblöden und dachte, ich Bilde mich weiter.

    Das es mir jetzt den Weg versperrt, hätte ich nicht erwartet.
     
  12. Maniac

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    Die Krankenhausgesetze sind zwischenzeitlich mal überarbeitet worden. Ich denke dort steht der Passus, dass (auch nachts) immer eine Fachkraft vor Ort sein muss. Du bist aber, pflegebezogen, keine Fachkraft, sondern ungelernt!

    Für ein Praktikum würde man dich nur wollen, wenn es für das KH Sinn machen würde, die für irgendwelche Tätigkeiten einzustellen. Das wären aber nur Hilfstötigkeiten unter den Krankenpflegehelferinnen, da du eben "nur Erfarungen" und eine medizinische Vorbildung, aber keine Pflegeausbildung hast.
    Wenn keine Hilfskraft gebraucht wird, braucht man dich eben erstmal auch nicht.

    Auch bei der Zeitarbeit können die dich übrigens nicht als "dreijährig examinierte" einsetzen, weil du eben keine bist!


    Edit: Lese gerade, du hast "das kleine Examen" gemacht. Was ist das? Krankenpflegehilfe? Dann nehme ich den oberen Part natürlich zurück und du kannst als Krankenpflegehelferin (Krankenpflegeassistentin) eingesetzt werden. Wird aber eben auch nicht sooo häufig eingestellt, da diese fast so teuer sind wie 3dreijährig Ex. und eben viiiel weniger dürfen.
     
  13. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wenn Du KPH bist, warum versuchst Du es dann nicht mal im Altenpflegebereich? Da ist der Bedarf an einjährig ausgebildeten Kräften höher, weil es weniger Behandlungspflege gibt. Oder nur recht harmlose Varianten wie Vitalzeichenkontrolle und Insulingabe - das dürften KPHs meines Wissens auch.
     
  14. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Das sind alles "Graubereiche", die z.B. in der ambulanten Pflege ausschliesslich von Fachkräften geleistet werden dürfen...

    Ich verstehe die Ausgangsfrage bzw. das "rechtliche Problem" hieran vielleicht nicht so ganz, aber:

    - Jeder AG kann einen Qualifikationsmix auf Station anstreben.
    - Der Arbeitsmarkt besteht aus Angebot und Nachfrage...manchmal wird eben gerade kein Personal gesucht.
    - Eine Bewerbung abzulehnen ist nicht verwerflich.
    - Eine HP Ausbildung wird weder in der Schulmedizin noch in einem KH immer gerne gesehen.
    - Eine HP Ausbildung kann ein Hinderungsgrund sein für eine Anstellung im Pflegebereich, erst recht als Hilfskraft.
    - Eine KPH kann nie als Fachkraft eingesetzt werden- zumindest nicht ohne rechtliche Konsequenzen im Ernstfall.
     
  15. jackdanielsx84x

    jackdanielsx84x Gesperrt

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    Hallo! Hier, der Pfleger schon wieder!


    Ich habe auch nach dem Durchgehen sämtlicher Beiträge noch nicht so ganz verstanden, was du im Krankenhaus machen möchtest.

    Hast du dich als Heilpraktikerin beworben oder als Gesundheits- und Krankenpflegerin?

    Wie ja schon mehrfach erwähnt darf man sich nur im Rahmen der gesetzlichen Regelung und Erfüllung der Vorraussetzungen, die im Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege KrPflG geregelt sind, Gesundheits- und Krankenpfleger/in schimpfen und sich als eben dieses bewerben.

    Solltest du eine KPH Ausbildung erfolgreich absolviert haben und damit meine ich nach z.B. HKPHG (Hessiches Krankenpflegehilfegesetz) oder ähnlichem, kannst du in einem Krankenhaus arbeiten, aber auch da bist du dann die Assistenz der minderbemittelten Gesundheits- und Krankenpfleger. Entschuldigung, dass ich das so ausdrücke, aber Heilpraktiker sind gesetzlich formuliert eigentlich nichts.
    Ich gestehe aber, ich kenne die 500 verschiedenen Ausbildungen, die es dazu in Deutschland gibt nicht und befasse mich auch nicht damit, da ich keiner werden möchte.
    In Deutschland, der Arztlandschaft schlechthin, wird der Heilpraktiker noch intensiver belächelt als die Pflegekraft, daher weiß ich nicht, was man sich von einer derartigen "Ausbildung" versprechen möchte.

    Aus Interesse kann man fast alles machen, nur kann man nicht erwarten, dass das alle schätzenswert finden.

    Ich habe jedenfalls in noch keiner Klinik einen Heilpraktiker gesehen, aber schon Weißkittel, bei denen ich mir sicher bin, die würden ausrasten, wenn ein Heilpraktiker um die Ecke kommt und der dann vielleicht dem Patienten auch noch mehr hilft als er selbst.
    Von daher denke ich, auf der Heilpraktikerschiene ist dort gar nichts zu erreichen.

    Seit ich in der Pflege arbeite habe ich noch keine KPH alleine auf einer Station gesehen, weder bei Tage noch bei Nacht und ob das erst mit der Novellierung des KrPflG von 2003 entschieden wurde, wage ich zu bezweifeln.


    Gruß
    Dennis
     
  16. squaw

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    Wir haben bei uns eine Heilpraktikerin beschäftigt und schätzen ihre Arbeit sehr. Jedoch hat sie noch zusätzlich einen 6- Wochen- Kurs als KPH absolviert- wäre das vielleicht eine Alternative? Die Kurse gibt es in vielfältigster Form, auch als Wochenendvariante....
     
  17. lisac

    lisac Newbie

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    Moin moin Ihr Lieben,


    Danke für eure Beiträge.

    Ich habe mich als KPH beworben und wollte als Dauernachtwache Arbeiten.

    In diesem KH sagte man mir, das ich jetzt nicht mehr KPH bin, sondern KPA also Krankenpflegeassistent.
    Was mich allerdings wundert, weil ich eine Ausbildung über 1 Jahr gemacht habe
    und das andere 2 Jahre dauert.
    Auch sagte man mir, KPA machen keine Nachtwachen !?!???

    Wundert mich auch, weil ich durfte nach dem Gesetz von 93-97 alleine Nachtwachen machen.


    Um das noch mal Klar zu machen. Heilpraktiker hin oder her, den habe ich nur erwähnt, weil ich so lange in der Elternzeit war und zeigen wollte, das ich mich ein wenig weitergebildet habe.
    Leider ist das irgendwie nach hinten losgegangen.
    Jetzt werde ich als Scharlatan behandelt, nur weil ich ein wenig mehr weiß, als die reine Schulmedizin.
    Was ja auch komisch ist, weil die Prüfung zu 99% aus Schulmedizinischen Fragen besteht.



    • Eine KPH kann nie als Fachkraft eingesetzt werden- zumindest nicht ohne rechtliche Konsequenzen im Ernstfall.
    Ich denke das das auch für eine Krankenschwester / Arzt zutrifft.

    Und bin ich nicht auch eine Fachkraft als KPH?
    Hab ja schließlich ein 1 Jähriges Examen bekommen.

    Wie ist das den jetzt Rechtens, bin ich KPH oder KPA?
    Wo finde ich den Gesetzes Text dazu?


    Liebe Grüße


    Lisac.


    P.S: 93 war der unterschied von KPH zu Krankenschwester,

    nur das Gehalt und das ich nicht i.m bzw. i.v. Spritzen durfte.
    Diese beiden Dinge darf ich jetzt auch.

    Mal abgesehen von der Dauer der Ausbildung,
    was darf den eine KPH nicht, was ein Gesundheits- und Krankenpfleger darf?

    Und ich meine jetzt nicht, das der Titel geschützt ist, ich meine Pflegerisches handeln, Verbände, Katether legen, Medikamente stellen und austeilen, den das dürfte ich als KPH auch.

    Wo steht geschrieben, was eine KPH darf und was nicht?
     
  18. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    eine Pflegefachkraft ist per Definitionem eine Person mit 3 Jähriger Ausbildung in einem Pflegeberuf.

    Hallo,

    als KPH/KPA hast Du Assistenzfunktion und agierst auf Weisung (und im Prinzip unter Aufsicht) einer GuKP. Letztere ist dafür ausgebildet worden, die Pflege eigenverantwortlich zu planen, durchzuführen und zu evaluieren...Du wirst in ihrem Auftrag tätig und unterstützt im Pflegeprozess.
    Aus diesem Grund kannst Du auch nicht alleine ND machen.



    Welche pflegerischen Interventionen nun von Dir ausgeführt werden ist der von mir angesprochene Graubereich ...in der ambulanten Pflege ist es ganz klar, dass Du ausser der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten nichts tun darfst.
     
  19. lisac

    lisac Newbie

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    Eine GUKP agiert auch als Assistent und auf Weisung von Arzt ( und im Prinzip unter Aufsicht) oder nicht?

    Im welchen Gesetz steht das den?
    Ich mein, das ich nicht eigenverantwortlich den Pflegeprozess in der Nacht durchführen kann?

    Mir ist schon klar das KPH eigendlich nur für die Grundpflege also zum Betten / Topfeschieben / Nahrung reichen ....... eingesetzt werden.
    Etwas anderes habe ich ja nicht behauptet.
    Nur wo steht den nun, was eine KPH machen darf und was nicht?

    Im welchem Gesetz steht das?

    Im welchem Gesetz steht den, was eine KPH alles darf?
    Und bin ich nun KPH oder KPA?
    Das Gesetz über die Ausbildung habe ich gefunden,
    nur nicht was die nun dürfen und was nicht.
    Und wie ich mich nun Betieteln soll, das weiß ich auch nicht.

    Vielleicht habt Ihr ja mehr durchblick :-)

    LG

    Lisac
     
  20. Bachstelze

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    Ich kann schon verstehen, dass jemand der jahrelang alleine gewacht hat, nicht verstehen kann, warum er es heute plötzlich nicht mehr darf.
    Früher war es doch gang und gebe, das Pflegehelferinnen alleine nachts Stationen geleitet haben und in den Nächten auch alles gemacht haben, was anlag. Vom spritzen, über Medikamente stellen, Blut und Infusionen anhängen usw. Natürlich sind die Zeiten lange her, aber wenn man lange raus war, ist es eben sehr überraschend.

    Ähnliches passiert gerade in den Kindergärten, Kinderpflegerinnen, die ja eigentlich extra für Kleinkindbetreuung ausgebildet wurden, dürfen plötzlich nicht mehr Windeln wechseln, weil sie eben keine Erzieherin sind. Dafür müssen sie dann eine teure Fortbildung machen, natürlich auch eigener Tasche. Eine Gruppe, auch nur kurzzeitig alleine betreuen dürfen sie von heute auf morgen auch nicht mehr.

    Grundsätzlich will ich die Gesetzgebung nicht in Frage stellen, aber für die Leute, die es betrifft, ist es schwer einzusehen, das Dinge, die jahrelang erlaubt (oder geduldet, weil praktisch für den AG) waren, plötzlich verboten sind.
     
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