Eine Frage zum Bufdi

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von qaywsx, 28.10.2013.

  1. qaywsx

    qaywsx Newbie

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    Hallo, ich habe dieses Forum per google gefunden und mir ist bewusst mein Thema trifft hier nicht genau zu, vielleicht kann mir aber trotzdem jemand einen Rat geben.

    Ich mache seit März meinen Freiwilligendienst in einem Pflegeheim. Ich stehe immer als Pflegehelfer am Dienstplan und leiste auch genau die gleichen Arbeiten.
    Ich drücke mich wirklich nicht vor Arbeit und nach einer kurzen Einarbeitung stand ich ganz normal wie diese am Dienstplan. Ich bekomme morgens meine 7-8 Leute zum waschen und muss diese auch allein übernehmen.

    Ich arbeite in der Regel 2 bis 3 Wochenenden im Monat, meistens sind es 3 (ich arbeite nicht nur die wochenenden, natürlich auch unter der Woche aber die Wochenenden sind eben immer dabei). Ich habe dann um ein Gespräch gebeten, ich wollte nicht mehr als Pflegehelfer am Plan stehen sondern als das was ich bin, ein Bufdi. Viele Kollegen setzen einfach Dinge vorraus und wissen gar nicht das ich nur einen Freiwilligendienst leiste. In der Regel leiste ich 20 bis 30 Überstunden im Monat. Ich habe auch gesagt, da ich Kinder habe und gar kein Vollzeit Bufdi leiste (nur 28h) möchte ich nicht immer zum Wochenende eingeteilt werden.

    Ich stehe oft allein im Wohnbereich und wenn ich nach Hilfe frage bekomme ich gemeine, unfaire Antworten. Eine Pflegehelferin sagte als ich zum ersten mal Leute baden sollte (bettlägerig, mussten in den Lift) und ich nach Hilfe fragte (einfach um den Ablauf zu sehen, ich weiss dafür ist keine Ausbildung nötig -_-) das ich ja wohl zuhause auch meine Kinder bade und was hier anders sein soll?

    Mir ist schließlich ein Mann vom Lift gerutscht :( und ich habe ihn irgendwie allein wieder hoch gehievt, es ist nichts passiert trotzdem finde ich es nicht in Ordnung. Auch zeitlich habe ich natürlich länger gebraucht und niemand wollte mir helfen.

    Anderes Beispiel, eine Frau im Rollstuhl hatte Stuhlgang, sie war wirklich voll, es quoll alles aus der Windel, Hemd und Pulli waren beschmiert, in ihr Zimmer konnte sie gerade nicht, dies wurde renoviert also konnte ich sie nirgends hinlegen. Ich fragte ob jemand helfen kann, wir ins Bad gehen und ich sie sauber mache und nur jemand hilft und sie mit hält. Niemand kam und diese Frau steht so unsicher, ich wurde wieder beleidigt, was denn nun mein Problem sei.

    Anderes Beispiel, ein Mann hatte morgens Blut im Katheter, ich rief die diensthabende Schwester, in der Zeit hatten sich Blut und Urin vermischt und sie sagte nur da sei doch gar kein Blut. (Mann war in der Nacht gestürzt)
    Zwei Stunden später wollte ich mit ihm ins Badezimmer gehen und er hatte starke Gleichgewichtsprobleme und fiel auf mich, ich wies den Zimmerbewohner an die Notrufglocke zu läuten. Es kam 15 Minuten niemand.
    Der Mann verstarb einen Tag später im Krankenhaus.

    Ich habe mal direkt zu Beginn etwas wirklich ekliges / heftiges gesehen, die Schwestern stritten alles ab und ich dachte noch warum habe ich das nicht dokumentiert, die Frau starb einige Zeit später und ich bin mir sicher dies hing mit dem Vorfall zusammen. Was genau mag ich hier nicht schreiben, das würde wohl einen Straftatbestand erfüllen. Es belastet mich jedoch sehr.

    Stehen bei euch die FSJler oder Bufdis ganz normal wie alle Schwestern / Hilfen am Plan und erledigen alle Aufgaben allein ? Am Wochenende bin ich oft allein auf einem Wohnbereich eingeteilt. ich ersetze also ziemlich günstig den Job eines Pflegehelfers (ohne irgendwelche Zuschläge)

    Benötige ich zum waschen mal länger muss ich zur Chefin und mich rechtfertigen warum ich mehr Zeit benötigt habe.

    Mir stößt es immer mehr sauer auf und ich denke gerade darüber nach zu kündigen. Für Rat und Erfahrungsberichte wäre ich sehr dankbar.
     
  2. opjutti

    opjutti Poweruser

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    OP-Management im Orthopädischen OP
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    OP-Managerin + -Leitung
    Hallo qaywsx!

    Wende dich bitte sofort an deine zuständige Bufdistelle (irgendwer muss in deiner Nähe für dich zuständig sein) oder am besten gleich schriftlich an das Bundesamt für den Bundesfreiwilligendienst. Diese müssen von solchen Zuständen in Kenntnis gesetzt werden.:evil1:

    Bei uns sind die Bufdis Hilfskräfte und machen auch nur derartige Tätigkeiten. Auffüllen, Hol- und Bringedienst für den OP (keine Patienten), z. B. Labor, Nachbarklinik, Postfach usw. Sie stehen zwar auf dem DP, werden aber nicht als MA gezählt. In OP sind sie nicht allein, sondern immer mit einer examinierten OP-Kraft. Sie werden zwar angelernt, wie ein neuer Mitarbeiter, aber nur als Springer mit den entsprechenden Tätigkeiten. Als Belohnung für den Einsatz bei uns, darf der Bufdi am Ende mal bei einer OP mit am Tisch stehen.

    Wie mit dir umgegangen wird, ist auf gar keinen Fall korrekt. Sieh zu, dass du deinen Bufdieinsatz an einer anderen Stelle beenden kannst. Die Zeit deines Einsatzes geht dir nicht verloren. Aber das hat kein Mensch verdient, dass mit einem so umgegangen wird. Auch kein Bufdi!!

    Alles Gute

    opjutti
     
  3. Sunny2189

    Sunny2189 Junior-Mitglied

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    Radioonkologie
    Bei uns sind die Aufgaben von Bufdis und FSJ ganz klar geregelt und zum allergrössten Teil wird sich auch daran gehalten. Du sollst mit deiner Rolle natürlich kein Personal ersetzen. Wenn die Situation dich so belastet, dann schau doch dass du vielleicht den Platz wechseln kannst ? Weiss nicht ob das geht, aber nach deinen Erzählungen glaube ich nicht dass du auf kurz oder lang noch glücklich damit werden wirst.
     
  4. renje

    renje Poweruser

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    Angestellt
    Ganz klar das brauch kein Mensch.
    Pistole auf die Brust und ganz klar kommunizieren bei der PDL - entweder es ändert sich was, oder du hörst auf.

    Was versprichst du dir von sowas, wenn du das noch ein paar Monate durchhältst?
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Die TE ist bereits ein halbes Jahr dabei. Da würde ich ehrlich gesagt auch erwarten, dass sie mittlerweile weitestgehend selbständig arbeiten kann und net mehr ständig eine Anleitung braucht. Eine Schwesternhelferin/ Pflegeassistentin bekommt auch net mehr Zeit. Warum sollte man beim Bufdi einen Unterschied machen?

    Hier scheint mehr falsch zu laufen als nur die subjektive Unsicherheit. Die Verweise auf die Todesfälle, die man net einordnen kann - um es mal vorsichtig auszudrücken-, lassen tief blicken. Nicht für jeden ist so ein Jahr im Pflegebereich geeignet.


    Elisabeth

    PS Vielelicht schaut man sich einfach mal ff. Seite an:
    edit flexi:
    Link gelöscht, weil ohne Funktion
     
  6. band1

    band1 Senior-Mitglied

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    Krankenschwester
    Liebe Elisabeth, egal ob Pflegehelfer oder Bufdi, Zivi oder sonder was, wenn ich Hilfe bei einem Bewohner aus welchen Gründen auch immer benötige und dieses meinen Kollegen anzeige, sollte mir geholfen werden. Gerade von oben genannten Ereignissen ist keine gute Pflege mehr gewährleistet, bzw. spricht man hier schon von "gefährlicher" Pflege. Bewohner unsicher beim Stehen (keiner hilft), Bewohner rutscht vom Lifter usw. Egal welche Zustände in manchen Altenheimen herrschen, so geht's nicht. Mein Rat: PDL, Heimleitung und Bufdiorganisation informieren
     
  7. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Dialyse
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    Zuständig für Dialyse, Hygiene, Wundversorgung
    Ich würde das Gespräch mit der PDL und dem zuständigen "Betreuer" suchen, auch wenn es ein wenig spät kommt...



    BundesfreiwilligendienstGesetz - BfdG


    § 3 Einsatzbereiche - Dauer

    (1) Der Bundesfreiwilligendienst wird in der Regel ganztägig als überwiegend praktische Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen geleistet, insbesondere in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, einschließlich der Einrichtungen für außerschulische Jugendbildung und für Jugendarbeit, in Einrichtungen der Wohlfahrts-, Gesundheits- und Altenpflege, der Behindertenhilfe, der Kultur und Denkmalpflege, des Sports, der Integration, des Zivil- und Katastrophenschutzes und in Einrichtungen, die im Bereich des Umweltschut-zes einschließlich des Naturschutzes und der Bildung zur Nachhaltigkeit tätig sind. Der Bundesfreiwilligendienst ist arbeitsmarktneutral auszugestalten.

    § 4 Pädagogische Begleitung

    (1) Der Bundesfreiwilligendienst wird pädagogisch begleitet mit dem Ziel, soziale, ökologische, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl zu stärken.
    (2) Die Freiwilligen erhalten von den Einsatzstellen fachliche Anleitung.

    § 6 Einsatzstellen

    (2) Eine Einsatzstelle kann auf ihren Antrag von der zuständigen Bundesbehörde anerkannt werden, wenn
    3. die Freiwilligen persönlich und fachlich begleitet und für die Betreuung der Freiwilligen qualifiziertes Personal einsetzt.




     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Intensivüberwachung
    Fehler entstehen auch durch Unsicherheit. Und die scheint hier vorzuliegen. Das Problem sehe ich nicht beim Bufdi-Stand. Hier gibt es ein generelles Problem im Rahmen der Kommunikation. Signalisieren muss ich wohl zuerst, dass ich unsicher bin. Und ich muss dann auch aushalten können, dass mein Gegenüber not amused ist.

    Grundpflege wird- nicht erst seit heute- als Hilfstätigkeit angesehen. Wird in der Pflege übrigens sogar fachsprachlich so definiert- z.B. Hilfe bei den Ausscheidungen.
    Über die Qualität der fachlichen Anleitung kann man hier keine Aussage treffen. Wir kennen nur die Wahrnehmung der TE.
    Aus den angegebenen Problemen auf die Unwilligkeit der Kollegen zu schließen, halte ich für sehr weit hergeholt. Auch hier kennen wir nur die Version der TE.

    Was mir sehr zu denken gibt, ist die unterschwellige Aussage, dass da was mit dem Sterbefällen net stimmen kann. Unter dem Blickwinkel liest sich das Post in meinen Augen nämlich ganz anders. Es wirkt auch mich, als wenn die Unsicherheit durch Angst bedingt ist einen Fehler zu machen. Ob die im Rahmen der Anleitung beseitigt werden kann wage ich mal zu bezweifeln.

    Alles in allem- hier trifft idealisierte Wunschvorstellung auf die Realität.

    Elisabeth
     
  9. qaywsx

    qaywsx Newbie

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    Hallo ihr, danke für eure bisherigen Antworten.

    Ich suche ja speziaell Erfahrungen wie es anderso läuft. Ich habe nach einer Woche Einarbeitung komplett einen Pflegehelfer ersetzt. Ich habe mehrfach angesprochen, dass ich eine Zusätzliche Hilfskraft bin, es wurde allerdings nie darauf eingegangen.

    Ich komme aus einem Bereich welcher mit der Pflege überhaupt gar nichts zu tun hat (ich bin Technikerin).
    Mir gefällt einfach nicht, dass ich als günstige Pflegekraft ausgenutzt werde,
    Natürlich sollen beide etwas von dem Dienst haben, Bufdi und auch Einsatzstelle und ich habe auch gar nichts dagegen wenn ich Leute wasche. Mir war bewusst, dies gehört ganz einfach zum Job.

    Ich möchte mich hier auch vor nichts drücken, doch wenn ich nach Hilfe frage möchte ich ernst genommen werden, zumal wir in der Akte immer zu zweit unterschreiben wenn wir z.b. Leute im Rollstuhl zum Bett oder zur Toilette führen.

    Auf die Sache mit den Todesfällen möchte ich nicht näher eingehen, ich bin auch keine Fachkraft und habe denke ich nicht das Urteilsvermögen. Mir ist bewusst wir betreuen im Pflegeheim teils wirklich schwerkranke Menschen. Nur eine Sache ging wirklich absolut nicht. Ob die Frau jetzt davon gestorben ist oder nicht, es war ein absolutes Unding und ich habe in meinem Leben schon einiges gesehen.

    Mir macht es nichts Menschen auf den Schieber zu setzen usw. dabei frage ich auch nicht nach Hilfe. Das gehört einfach, ganz ohne Illusionen zum Job. Mir geht es vorwiegend darum, dass ich mich wirklich extrem ausgenutzt fühle, wer Interesse hat, dem kann ich gern den aktuellen (anonymisierten) Dienstplan schicken.

    Ich möchte als Bufdi angesehen werden und auch das einfach bekannt ist, ich leiste hier einen ehrenamtlichen Dienst. Ich möchte nicht blöd angemacht werden wenn ich nach Hilfe frage. Ich bin 1,50m groß und wenn ich mir nicht zutraue (ich kenne die Leute ja, wer wie gut stehen kann und wer dies eben nicht gut kann) jemanden hinzustellen, zu halten und zu säubern dann bin ich mir hier auch sicher.
    Ich kann euch versichern ich bin kein "patziger" Mensch, ich bin stets höflich und habe wirklich einfach nur nach Hilfe gefragt.

    Das Problem liegt denke ich darin, dass ich von meinen Kollegen als vollwertige Kraft angesehen werde. So steht es eben auch am Plan.
    Dies habe ich aber schon mehrfach angesprochen, es ändert sich nichts.

    Bei meinem Träger bekomme ich momentan keine Hilfe, der Mann welcher mich eingestellt hat ist schon eine Weile Krankheitsbedingt ausgefallen, ein anderer ist auf einem FSJ Seminar und die Frau welche im Büro war hatte nicht wirklich Ahnung und konnte mir nicht helfen. Sie sagte eigentlich müsste die Einsatzstelle geprüft werden, jedoch haben sie momentan einfach kein Personal dafür.

    Mit meinem Posting habe ich mir auch Erfahrungsberichte erhofft, einfach wie es anderswo läuft, wie die Bufdis dort eingesetzt werden usw.
    Ich habe eigentlich ein Studium im Gesundheitsbereich angestrebt und wollte das Bufdi Jahr für die Studienbewerbung nutzen, ich bin allerdings auf der Technik Schiene geblieben ;)
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Nicht nur im sozialen Bereich ersetzt der Bufdi eine Lohnarbeitskraft. Bösartig gesagt könnte man fast meinen, das ist bewusst so gewollt.

    Kleiner Tipp: Leg dein Augenmerk nicht immer auf das, was nicht geht sondern auf das, was gut ging. Ich bin mir sicher, dass dies überwiegt. Du kannst sicher bereits viel mehr als du dir selber zutraust. Warum das nicht wertschätzen? Wenn du auf die Wertschätzung von außen wartest- dass ist in unserem Beruf eher unüblich.

    Elisabeth
     
  11. qaywsx

    qaywsx Newbie

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    Das kann man alles schön so schreiben :-)

    Würden sie für 253 Euro monatlich täglich von 6-13(früh) bzw 14-20:30(spät) bzw 6-9 und 16-20(teildienst) arbeiten ? auch am Wochenende?
    Ich mache nächsten Monat schon laut Dienstplan über 20 Überstunden.
    http://s7.directupload.net/images/131028/cend9eig.jpg
    mal ein bild von meinem dienstplan nächsten Monat.

    Ich möchte nicht das jemand auf die Knie fällt und sagt ach wie schön das du hier bist ;) keineswegs.

    Ich finde es nur nicht in Ordnung ausgebeutet werden und ehrlich, dafür bin ich mir zu schade, dann hätte ich mich auch direkt als ungelernter Pflegehelfer bewerben können, da springt wenigstens mehr Geld heraus.
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Aber dir muss dich klar gewesen sein, was in der Pflege abläuft. Ist ja nicht so, dass daraus ein Geheimnis gemacht wird. Udn auch beim Bufdi ist es net anders als bei der Fachkraft- niemand hat dich zur Arbeit am Bett gezwungen. Du hast die Stelle angenommen- blauäugig würde ich mal sagen.

    Nebenbei- es stehen bundesweit alle Bufdis und sonstige Freilwillige morgens auf mit dem Wissen, dass sie ausgebeutet werden. Sie arbeiten alle auf Stellen die eigentlich von ausgebildetem Personal besetzt werden müssten. Wer da was anderes erwartet, hat mehr als romantische Vorstellungen von der Idee des Freiwilligendienstes in einer Gesellschaft, in der es um Profitmaximierung geht.

    Elisabeth
     
  13. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Dienstplangestaltung ist eine Sache, die Überstunden musst du irgendwann abfeiern. Andere Sache ist, dass sie einen Lifter(Medizinprodukt) ohne Einweisung bedient und offensichtlich keine Ansprechperson hat. Es hilft ihr nichts, das richtige Bild von Pflege zu gewinnen, denn ich glaube es bleibt bei der Technik. Hast du einen Studienplatz?

    Sonst immernoch, wende dich an deine Bufdi Stelle und beantrage einen Wechsel des Einsatzortes. Lehne ab alle Aufgaben den du dich nicht gewachsen fühlst und wo du Geräte bedienen musst in die du nicht eingewiesen bist.
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
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    Intensivüberwachung
    .. selbst dann, wenn du deswegen keine aufmunternden Blicke erntest sondern dir pure Abneignung entgegen schlägt.

    Elisabeth
     
  15. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Unabhängig von den ganzen Bedingungen die du hier ausschreibst.

    Genau sowas hab ich vor 10 Jahren gemacht. Nannte sich Zivildienst und war Pflicht ;)

    6-Tage-Woche (also 12 Dienst, 2 frei). Vergütung war ähnlich, hab das aber jetzt nicht hier.
     
  16. Resigniert

    Resigniert Stammgast

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    Ich finde das hier (im Forum allgemein) manchmal armselig.
    Da wird darüber diskutiert wann man das Waschwasser zu wechseln hat, ein welche Richtungen man das Gesäß kreisend zu waschen hat, das man jemanden eine tödlich verlaufende Harnwegsinfektion verpassen kann, wenn man versehentlich in die falsche Richtung säubert.
    Aber einen Bufti nach einer Woche 7-8 alte Menschen alleinverantwortlich zum Versorgen geben ist ok? Die hat ja vorher gewußt was abläuft? Selbst Schuld?
    Vor 10 Jahren ging es mir nicht besser?

    Kein Wunder das die Politik sich über uns kaputt lacht, uns nicht ernst nimmt. Geht doch viel preiswerter. Wenn die Pflege jetzt schon die ausgebeuteten Hilfkräfte dafür rügt nach 1 Woche nicht schon alles zu können, übernehmen zu wollen, warum sollen es die Funktionäre besser machen?

    Natürlich kenne auch ich die Realität, aber ich kann in keinster Weise diese Realität gut heißen oder verteidigen.
    Wir werten damit doch permanent unsere eigene Tätigkeit ab - pflegen kann jeder, wofür dann noch ausbilden?
    Wofür dann noch Seitenlange Fragen nach Waschwasser, Waschlappen, Waschzusätzen, Waschrichtungswaschen, waschen mit oder ohne Handschuhe.
    Mir wird gerade schwindelig vom Kopfschütteln.

    Ich bin resigniert.
     
  17. Fleschor_Max

    Fleschor_Max Poweruser

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    Ähnlich ist relativ. Ich hab im Zivildienst mehr als das doppelte bekommen, da ja die Wohnung mitfinanziert wurde. Das war damals, auch durch ein zusätzliches Abschieds-Monatsgehalt, ein Einkommen durchaus auf ALG2-Niveau. Für mich ist das nicht "ähnlich".
     
  18. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Nu bitte. Ich habe ausdrücklich das Beschriebene außen vor gelassen. Es ging mir nur um Arbeitszeiten und Vergütung :dudu:
     
  19. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Krankenhaus
    Funktion:
    Führungskraft
    Also, ICH NICHT!

    Ich habe bei meinen Eltern gewohnt, dafür bekam ich seinerzeit nichts zusätzlich. Auch kein Verpflegungsgeld ausgezahlt, weil wir da hätten essen können (nach dem Dienst halt).


    Aber ich habe meine Unterlagen nicht zur Hand, exakt kann ich es dir also nicht sagen.
     
  20. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Nun bleiben wir doch mal realistisch. Es geht hier um die Grundpflege.

    Was ich mir wünschen würde, dass professionelle Pflege sich net über die Fertigkeiten bei der Grundpflege definert sondern das sie endlich mal ihr Fachwissen zu tragen bringt. Vielleicht schafft es die deutsche Pflege ja doch noch sich von so wichtigen Sachen wie dem Waschwasserwechsel und der Waschprüfung zu trennen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. In der dann frei werdende Ausbildungszeit kann man ev. mal lehren, wie man Pflegehelfer und Co. richtig anleitet. Von der Vermittlung der Fähigkeit der sinnvollen Delegation von Tätigkeiten wollen wir mal gar net erst anfangen.

    Elisabeth
     
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