Einarbeitungskonzept im OP

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von HeikeS., 28.08.2008.

  1. HeikeS.

    HeikeS. Newbie

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    Hallo Leute.

    Ich arbeite seit 1,5 Jahren im OP und brauche jetzt ein paar Tipps für ein Einarbeitungskonzept. Da meine Einarbeitung überhaupt nicht strukturiert war und ich nie wusste wo ich stehe, möchte ich es anderen neuen Kollegen leichter machen. Vielleicht könnt ihr mir ja auch Seiten empfehlen, wo ich Hilfe finde???:gruebel:

    Danke schonmal für eure Hilfe!
     
  2. Liselotte84

    Liselotte84 Newbie

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    kenn ich irgendwoher, das problem...:gruebel:

    ich hätte mir im nachhinein einen "katalog" gewünscht, in dem aufgelistet ist, was ich in dieser op-abteilung alles lernen kann und wo dann ausgefüllt werden kann :"gesehen","gemacht","angeleitet", oder so, verstehst du? damit man immer den eigenen lernstand in allen fachbereichen genau hat und vernünftig daran anknüpfen kann. mir wurde das instrumentieren einer radius-# mindestens 2mal beigebracht, weil ich dazwischen so lange in der gyn+AC war, dass ich nicht mehr wusste, ob ich das schon mal gemacht habe. ich bin viell. auch etwas schusselig:schlafen:, aber ich hätte ja einfach nachschlagen können+gesehen, dass ich das schon kann:emba: bin leider zu dem zeitpunkt nicht auf die idee gekommen, mir so einen detaillierten katalog selber anzulegen (hab wohl ein notizbuch,aber naja, halt durcheinander).
    find ich aber toll, dass du diese konsequenzen aus deiner lehrzeit ziehst !:daumen:
     
  3. usnurse

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    und du glaubst wenn du nachliest ob du sie schon instrumentiert hast, das du es dann wieder kannst......?

    die Idee sich das selber aufzuschreiben was man gemacht hat ist als anfaenger trotzdem eine gute idee. Nur muss man das dann auch durchziehen.

    usnurse
     
  4. dieEv

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    Wichtig finde ich auf jeden Fall ein bis zwei feste Mentoren, an die sich der Op-Anfänger immer wenden kann, und der in der ersten Zeit das "Grobe" erklärt, die Basics.
    Dann mehrere Gespräche mit Mentor und Op-Leitung, um zu reflektieren, was gut klappt, was nicht.

    So ganz ohne Notizbüchlein kann ich mir es auch nicht vorstellen. Das machen alle Neulinge, oder? Schon allein die ganzen Telefonnummern oder die Handschuh-Größen...
    Ein gutes Fachbuch braucht's schon auch.

    Wir haben außerdem Standards der meisten Ops aufgeschrieben, wo man bei Unsicherheit immer noch mal schnell nachschauen kann. (Leider sind die oft alle paar Monate in punkto Einmalmaterial, Lagerung u.ä. überholt, weil es ein neuer Doc wieder ganz anders haben will.)

    Die Reihenfolge beim Instrumentieren ist doch wohl in der Regel: Kleine Ops > große Ops und was tun in einer Notfallsituation. Bei uns ist immer ganz wichtig die Sectio, weil das eben ein typischer Notfalleingriff im B-Dienst ist, der sitzen muss.

    Ich weiß nicht; wie lernen OTAs? Was bekommen die für Praxisaufträge?
    Wenn man aus der Pflege kommt, muss man sich auf jeden Fall ganz viel Theorie selbst erarbeiten. In der Chirurgie hat man da gelernt, was operiert wird und wie die Op heisst, aber selten das Verfahren an sich.
     
  5. HeikeS.

    HeikeS. Newbie

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    Da ich auch direkt von der Krankenpflege in den OP kam, weiß ich nicht, was man als OTA alles beigebracht bekommt.
    @dieEV bei uns gibt es ja nicht mal ein aussagekräftigen Standart. Außer lange überholte Listen, was man für bestimmte OP´s an Materialien braucht.
    In Bezug auf das Einarbeitungskonzept, dachte ich vielleicht an soetwas wie ein Leitfaden.
    Bei mir ist es so, ich bin immernoch mit der Einarbeitung beschäftigt. Bei mir ist eben so Einiges schief gegangen.
    So kommt es, dass ich eine Hüftprothese instrumentieren kann, aber bei ner Sectio oder ein Gammanagel(noch nie gemacht) unsicher bin.
    Tja, und mehr als reden, reden, reden kann ich nicht, desshalb möchte ich, dass es neuen Kollegen besser geht. Ich würde ihnen gern einen roten Faden in die Hand geben.

    Ich finde es aber trotzdem auch wichtig ein kleines Büchlein zu haben, wo ich das wichtigste notiere.
     
  6. Liselotte84

    Liselotte84 Newbie

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    ja, dieses büchlein ist absolut unerlässlich. Es ist bei mir nur, trotz aller ordnungsversuche mit textmarker etc., ziemlich durcheinander. das blöde ist, dass sich die leute, die bei uns gerne anleiten, untereinander nicht einig sind, wie genau der standard bei einigen dingen jetzt ist. da heißt es öfters:"wer hat dir das denn beigebracht???" :gruebel:
    deshalb ist ein KONZEPT alles. ich finde, dieses konzept sollte sehr individuell sein, erstens auf die begebenheiten der fachabteilungen etc. angepasst und dann auf den "zögling". der eine lernt schneller, der andere langsamer bzw. jeder hat mit anderen dingen so seine schwierigkeiten. d.h. es sollte ein selbst erstelltes konzept-gerüst geben, welches dann später mit dem lernenden angeschaut und angepasst wird. so verliert man ihn nicht aus den augen und kann auch sehen, wie es ihm geht etc.

    LG :-)
     
  7. kkdpfleger

    kkdpfleger Junior-Mitglied

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    Pflegerische ZOP-Leitung, Praxisanleiter
    Hallo,

    mein erstes Einarbeitungskonzept für neue Mitarbeiter im OPstammt aus dem Jahre 1991 und umfasste mehr 100 Seiten. Sie fand viel Anerkennung, wurde aber nicht konsquent genutzt.

    Bei meiner letzten Überarbeitung in diesem Jahr sind lediglich 11 Seiten übrig geblieben. Ab durch diese Kompaktfassung wird mehr darauf geachtet dieses Instrument der Einarbeitung auch zu nutzen.

    Hier ein kleiner Auszug (die Formatierung stimmt natürlich nicht):

    Information / Tätigkeit IP erklärt am von wem
    Trockenübungen: Anziehen des OP-Kittels und der OP-Handschuhe unter sterilen Kautelen
    Trockenübungen: Instrumentiertisch beziehen,
    Trockenübungen: sterile Patientenabdeckung


    Glück Aufff !!!

    Klaus
     
  8. medizin_mann

    medizin_mann Stammgast

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    Beruf:
    Fachkrankenpfleger für den Operationsdienst
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    Mentor, Dozent
    hallo
    herje wo soll man da anfangen ?!
    wenn es ein großer op ist mit vielen fachbereichen und jeder auch etwas andere prioritäten setzt so bietet sich die bildung einer mentoren ag an. so ist man mit seinem anliegen nicht allein, jeder lehrende kann seine schwerpunkte einbringen, die anlernenden wissen um den ausbildungsstand der anzulernenden.

    handschuhlisten im op-saal sind toll, ebenso telefonnummernlisten neben dem telefon, damit sind zwe probleme schon weg.

    standards machen nur sinn, wenn sie auch aktuell sind und es manpower gibt, die sie pflegt.

    nutzt moderne medien : intra-/internet, video, foto

    wir haben standards für alle operationen (ist aber "nur" htc), für kinder-op haben wir zusätzlich noch einen "overview" über die wichtigsten schritte der op und die grundlegenden hintergrundinfo´s

    materiallisten sind keine standards !

    für neue ma gibt es einen einarbeitungskatalog (springertätigkeit, instrumentiertätigkeit, hospitation zsva, hospitation anästhesie, hospitation kardiotechnik; einweisungen)
    3 reflexionsgespräche min.
    mentor

    ich denke manchmal wir bieten zu viel an und die leute konsumieren nur, als sich selbst mal um info´s zu bemühen, das muss man aber klar kommunizieren, es ist erwachsenenbildung !

    sicher kann man da noch viel schreiben, es ist auch sicherlich schwer zu übertragen, da sich die kliniken nicht gleichen. die basics bleiben aber und mit einer guten basis kann man sich auch durch neue operationen durcharbeiten ohne nur die ganze zeit zu "schwimmen".
    der start ist also das a&o. da sollte man zeit investieren !

    soweit für heute.
    guten start in die woche
     
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