Einarbeitung

Steffi1984

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HI,

würd gerne mal eure Erfahrungen hören, wie lange ihr auf einer Normalstation eingearbeitet wurdet, ich mein als examinierte Kraft, bzw. ab wann erwartet wird, das man selbständig einen Bereich führt?

LG
Steffi
 

spritzensusi

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Also ich arbeite z.Zt. in einem Pflegeheim, habe dort direkt nach dem Examen angefangen und wurde dort so ca. 2 Monate eingearbeitet, speziell im Aufgabenbereich der Schichtleitung. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich denke, ab dem Tag, wo die Einarbeitungszeit geendet hat, wird Selbstständigkeit gefordert. Anhand von Zwischenbeurteilungen (wg. Probezeit) kann man seine Leistungen einschätzen und evtl. noch verbessern. Jetzt nach einem 3/4 Jahr muss ich in manchen Dingen immer noch andere, erfahrene Kollegen fragen. Also man lernt nie aus.......
 

Ngozi

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Huhu,
meine Einarbeitungszeit lag bei 4 Wochen und danach hatte ich dann immernoch eine Schwester als "Hintergrundfragmichwenndunichtweiterweißt". Ich fand die Einarbeitung sehr gut und ich kann auch jetzt noch immer wieder fragen, wenn ich nicht weiter weiß. Lg NGOZI
 

Steffi1984

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Hi,

seit ihr dann also vier Wochen richtig von einer Schwester eingearbeitet worden, also wart "zusätzlich" mit ihr im Breich oder hab ich das jetzt falsch verstanden?
 

Sunshine_1508

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Ich bin in der ambulanten Pflege...
Einarbeitungszeit, was ist das!?
Bin 2 Tage mit einer Kollegin mitgefahren und dann aus Personalmangel direkt alleine losgeschickt worden, in einer Stadt wo ich mich garnicht aus kannte.
Fand ich überhaupt nicht gut, aber zu ändern war es leider nicht!!

Ich finde es sehr gut, wenn es woanders nicht so abläuft! :up:
 

Ngozi

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Ja Steffi, 4 Wochen hatte ich Zeit zur Einarbeitung. Damit meine ich 1 Woche mit einer Schwester zusammen und dann mehr oder weniger selbstständig. Das heisst 3/4 des Bereiches alleine führen und 1/4 wie zum Beispiel Neuaufnahmen oder Visite oder was so anfiel durch die Schwester. Das war ganz gut aufgeteilt. Mfg NGozi
 

Steffi1984

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Erstmal Danke für eure schnellen Antworten, freu mich über weitere Antworten/Statements von euch!

LG
Steffi:up:
 

alesig

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Hallo
Habe in meinen 26 Jahren als GKP 4 Krankenhäuser durchlaufen, Einarbeitung bedeutete ein Rundgang durch das Haus, zeigen der Station, wo sind die wichtigsten Dinge, welcher Zettel gehört für was. Die längste Einarbeitung-eine Schwester für mich alleine zusammen einen Bereich-dauerte 3 Tage.Dann war ich alleine Verantwortlich und Fragen wurden nur widerwillig beantwortet. Zynismus an: Man lernt schließlich am Besten aus seinen Fehlern!Zynismus aus. Die kürzeste Einarbeitung hatte ich nach 3 Jahren Erziehungsurlaub(, als ich zwar im selben Haus ,inzwischen völlig umgebaut,aber auf einer neuen Station und einer völlig anderen Fachrichtung als die letzten 16 Jahre)angefangen habe. O-Ton der Stationsleitung(die gerade aus dem Urlaub kam): Hi, das Haus kennst Du ja, hier sind die Kurven, da der Notfallkoffer, wir haben jetzt das Dokumentationssystem da steht eh alles drin, da hinten stehen die Ordner wenn du mal was nicht wissen solltest.Dein Bereich geht von zimmer 10-15. Auf geht`s. Die Worte werd ich nie vergessen.:angry:
Gottseidank war ich eine Woche vorher einen ganzen Tag auf dieser Station habe mir von der Stationssekretärin den administrativen Kram erklären lassen. Mir Kopien des Untersuchungsvorebereitungsordners gemacht.
Mich in das neue Dokusystem eingelesen. Den Rest der Woche verbrachte ich zu Hause mit dem Lesen des Standartordners der in Kopie im Büro (eine Müllhalde) der Leitung stand.Dann wälzte ich noch Bücher über innere Medizin, da ich als langjährige ausschließlich chirurgische Schwester da nicht mehr ganz so fit war.
Alesig
P.S. Wahrscheinlich strahlte ich so viel Kompetenz und Fachwissen aus daß Leitung eine Einarbeitung für unter meiner Würde hielt.:kloppen:
 
M

Michl

Gast
alesig schrieb:
.Dein Bereich geht von zimmer 10-15. Auf geht`s. Die Worte werd ich nie vergessen.:angry:
Als ich nach dem Examen auf der Inneren anfing, durfte ich mit dem Zivi die ganze Station ab dem 1. Tag machen, während die Leitung mit der Sekretärin das Stationszimmer hütete. Naja, ich hab dummerweise schon in der ersten Woche die damals eigentlich schon eingeführte Bereichspflege vorgeschlagen. Die Antwort damals war auch nicht schlecht: Wir machen einen Vorläufer der Bereichspflege - die Station ist Dein Bereich!
Dort bin ich nicht alt geworden.

Auf der nächsten Station - kurz später ;) - wurde mir gar nix erzählt, weil ich dort als Schüler war und ja damals schon einen eigenen Bereich führte. nach paar Tage war ich dann auch schon im Nachtdienst - alleine.

Dann bin ich aus persönlichen Gründen umgezogen und hab die Klinik gewechselt. Neues Fachgebiet, neues Haus, völlig andere Strukturen...
1 Tag Einarbeitung - Haus (etwas größer) gezeigt usw.
2 Tag Mitgelaufen
3 Tag alleine
Nach 3 Wochen dann mit Schüler schon alleine am Wochenende.

Nur beim Nachtdienst wurde wert darauf gelegt, dass man mindestens 3 Monate schon "eingearbeitet" war.

Naja, da war ich jetzt über 10 Jahre gewesen. Die Fachbereiche haben die letzten 3 Jahre mehrmals (!) gewechselt - da gab´s keine Einarbeitung. Ach doch, ein Buch von der PDL zu den Fachbereichen.

Aber da wir Aushelfen hier eh gewohnt sind, können wir uns auf sowas sowieso sehr flexibel einstellen.


Ich habe beobachtet, dass sie die Einarbeitung die letzten Jahre immer mal gewandelt hat. Während es bei mir noch gar nix gab, wurden sich später ernsthafte Gedanken zur Einarbeitung gemacht. Ende der 90ger gab es bei uns ein Einarbeitungskonzept, das über Wochen ging. Mit fester Bezugsperson etc.
In den letzten Jahren wurde dieses Konzept durch Dienstplanänderungen immerwieder untergraben. Mittlerweile interessiert das keinen mehr - wobei es eh keine neuen Mitarbeiter mehr gibt und Versetzungen im Haus selbst keiner Einarbeitung "bedürfen". (Das kommt nicht von mir)

LG
reX
 

nekskorpio

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hallo ihr lieben,

ich habe meine ersten Erfahrungen im Bereich der Pflege in einem Altenheim als FSJ´lerin machen dürfen. ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, dass ich fast zwei Monate angeleitet worden bin. die ersten zwei Wochen gab es sogar zusätzlich eine Schwester, die nur dafür eingesetzt war mich anzuzleiten.

In meinen darauffolgenden Praktika und auch in der Pflegeassistentenausbilbung wurde ich wenn überhaupt mal zwei oder drei tage angeleitet.

Sehr schadefinde ich auch, dass manche neue Schüler, (die zuvor nie in der Pflege tätig waren) auch nicht richtig angeleitet werden. Im nachhinein heißt es dann "die seien nicht zu gebrauchen"..

Woher sollen sie denn auch wissen, wie man lagert, oder dass man jemanden das Essen im Sitzen anreicht ? sonnige grüße
 

Schnecke10

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Hallo!

Bin jetzt seit 2 Tagen auf der chirurgie/HNO und es ist alles neu, neues Krankenhaus, überall wird es anders gehand habt, aber ich denke da braucht man mindestens einen Monat bis man das meiste mal auf die reihe bekommt. Hab auch keine richtige Einarbeitung. ich glaub es ist normal dass man sich anfangs vorkommt wie 1. Kurs als schüler ;) aber in ein paar monaten lacht man drüber. man darf sich nur nicht denken dass man nichts kann. Das wird schon. anfangs ist es immer schwer. bin auch die letzten zwei tage am verzweifeln gewesen, weil an alles perfekt machen will aber egal was ist, immer fragen, auch wenn man ab und zu damit nervt ;) keiner weiss alles
 

PoisonYvi

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Hallo

Wenn ich Eure Beiträge lese, bin ich froh den Weg "aus" der Somatik gefunden zu haben.

Seit 10 Jahren bin ich nun psychiatrisch tätig und habe erfahren, das es auch anders geht als von Euch beschrieben.

In unserer Klinik gibt es zu diesem Prozedere einen genauen Prozessablauf, der für alle neuen Mitarbeiter gleich ist.

Eine feine Sache. Neue Mitarbeiter erhalten eine Einladung zur "ersten gemeinsamen Stunde", dort werden alle Grundinformationen über das Haus weitergegeben, Rückfragen beantwortet, Erwartungen der neuen Mitarbeiter und Erwartungen an die neuen Mitarbeiter besprochen. Anschließend findet ein Runggang durchs Krh.-gelände und die Abteilungen statt. Zum Schluß noch eine Feedbackrunde, Übergabe von Schlüsseln und Namensschild.
(Hierzu gibt es eine Checkliste)

Auf Station übernimmt dann der bereits bestimmte Praxisanleiter den Mitarbeiter und anhand eines Dokumentationsbogens findet am ersten Tag ein Einarbeitungsgespräch statt.
Die Einarbeitungsgespräche werden jeweils geführt nach 1 Woche, 3 Monaten und 14 Tage vor Ende der Probezeit. Diese Termine werden auch sofort festgelegt. (Ausnahmen bestätigen die Regel!!!)

Die Einarbeitung auf Station wird nach Checkliste durchgeführt, die abteilungsspezifisch angelegt sind.

Die Einarbeitungszeit endet somit zum Ende der Probezeit.

Die Einarbeitung ist für die Praxisanleiter echt 'ne Menge arbeitet, aber die neuen Kollegen waren zumeist über so eine intensive Einarbeitungszeit positiv überrascht.

Grüße aus dem westlichsten Zipfel Deutschlands,:D
PoisonYvi
 

Steffi1984

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Ich hatte auch 4 wochen einarbeitungszeit und wurde echt gut eingearbeitet bzw.konnte und kann bei Fragen jederzeit fragen. Das findet man nicht überall so!
 

Blümchen1985

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Ich wurde auch 4 Wochen eingearbeitet, d.h. ich stand als 3. Kraft im Dienstplan und war zusätzlich in einem Bereich. War sehr sehr gut muss ich sagen :daumen:

By the way: Gibt es tatsächlich noch (somatische) Häuser wo keine Bereichspflege praktiziert wird?
 

Sr.R

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Als ich im letzten Haus angefangen habe kurz nach der Ausbildung, haben die mir direkt gesagt, dass ich ruhig viel Fragen soll und sie wüssten, dass sie nicht alles sofort von mir erwarten können.
Jetzt bin ich in einem Pflegedienst und wurde ganze zwei Tage eingearbeitet. Ich kann die Touren fahren, aber den rechtlichen Kram und der ganze Papierkram da blicke ich nicht durch. Aber da wird von mir erwartet, dass ich alles sofort weiss.
 

soli69

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Hallo
meine Einarbeitung bestand aus 2 Tagen auf einer gastroenterologischen Station. Fand es nicht so toll, aber...
und nach einer Woche bekam ich Schülerinnen u, Schüler und jetzt bin ich in der Weiterbildung zur Praxisanleitung.
Ich finde es heut gar nicht so schlecht, denn man wird viel eher selbständig
 

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