Duschen und Haare waschen - Handlungsablauf

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von benztreiber, 26.09.2009.

  1. benztreiber

    benztreiber Newbie

    Registriert seit:
    25.08.2009
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Hallo liebes Forum

    ich bin 20 Jahre alt und Auszubildender in der Krankenpfelge. Ich komme aus dem südhessischen Raum

    Für die Schule muss ich ein Script zum Thema Duschen mit Haare Waschen machen. Sollte alles möglichst allgemein sein: was haltet ihr hiervon:

    Duschen und Haare waschen


    Duschen wird angenehmer empfunden als Waschen ( bessere Reinigungswirkung)
    Duschen ist sparsamer beim Wasserverbrauch
    Kreislaufanregenden




    Vorbereitung Raum



    • Angenehme Raumtemperatur
    • Handtücher und frische Wäsche bereitlegen (Handtücher anwärmen)
    • Schampoo, Duschgel etc bereitlegen


    Vorbereitung Materialien



    • 2 Waschlappen
    • Einmalhandschuhe
    • Duschgel, Schampoo
    • Frische Wäsche (Einlagen etc wenn nötig)
    • Rutschfeste Unterlage


    Durchführung



    • Hilfe beim Ausziehen
    • Dusche anschlaten
    • Oberkörper waschen
    • Rücken waschen
    • Ausgewählte Körperstellen einseifen (achseln etc)
    • Haarwäsche
    • Untere Körperhälfe waschen
    • Patient bitten sich fest zu halten


    Nachsorge



    • Dusche ausschalten
    • Mit Körperlotion eincremen
    • Unterbekleidung anziehen
    • Untere Köperhälfte abtrocknen und eincremen
    • Oberkörper bekleiden
    • Haare föhnen
    • Mundpflege
    • Patient in Zimmer zurückbringen
    • Dusche aufräumen
    • Desinfizieren
    • Wäsche entsorgen
    • Eigene Hände desinfizieren
     
  2. Nutella Woman

    Nutella Woman Poweruser

    Registriert seit:
    25.06.2004
    Beiträge:
    546
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    GuKP; B.A. Pflege- & Gesundheitsmanagement, QMB, M.A. Sozialmanagement
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Akt. Einsatzbereich:
    QM, Chefin für FSJler
    Was kann der Patient noch selbst übernehmen? In deiner Schilderung übernimmst Du alles. :dudu: Ich bin ja ein Verfechter von "cremen sie sich schon mal die Arme selbst ein, soweit sie das können - ich creme in der der Zeit schon mal den Rücken ein". Da gucken die Leute meist nicht schlecht, denn so etwas bekommen sie selten von ihren Pflegeleuten zu hören... Sonst sieht deine Ablaufplanung auf einen ersten flüchtigen Blick schon ganz gut aus. Du solltest vielleicht noch präzisieren im welchen Vergleich Duschen Wassersparender ist.
     
  3. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Ich würde allerdings zuerst abtrocknen und dann cremen.

    Kann der Patient eigentlich Wünsche äussern? Nicht jeder Patient steht darauf eingecremt zu werden.

     
  4. benztreiber

    benztreiber Newbie

    Registriert seit:
    25.08.2009
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Hallo danke für guten Vorschläge. Bitte weiter so. Hier das Update

    Duschen und Haare waschen


    Duschen wird angenehmer empfunden als Waschen ( bessere Reinigungswirkung)
    Duschen ist sparsamer beim Wasserverbrauch im Vergleich zum Baden
    Kreislaufanregenden




    Vorbereitung Raum



    • Angenehme Raumtemperatur
    • Handtücher und frische Wäsche bereitlegen (Handtücher anwärmen)
    • Schampoo, Duschgel etc bereitlegen


    Vorbereitung Materialien



    • 2 Waschlappen
    • Einmalhandschuhe
    • Duschgel, Schampoo
    • Frische Wäsche (Einlagen etc wenn nötig)
    • Rutschfeste Unterlage


    Durchführung



    • Hilfe beim Ausziehen
    • Dusche anschlaten
    • Oberkörper waschen
    • Rücken waschen
    • Ausgewählte Körperstellen einseifen (achseln etc)
    • Haarwäsche
    • Untere Körperhälfe waschen
    • Patient bitten sich fest zu halten


    Nachsorge



    • Dusche ausschalten
    • Patient abtrocknen ( von der Unteren Körperhälfte nach oben)
    • Patient eincremen
    • Unterbekleidung anziehen
    • Oberkörper bekleiden
    • Haare föhnen
    • Mundpflege
    • Patient in Zimmer zurückbringen
    • Dusche aufräumen
    • Desinfizieren
    • Wäsche entsorgen
    • Eigene Hände desinfizieren


    Wichtig: Dies ist nur eine Möglichkeiten!!! Bei allen Schritten vorher den Patienten erklären, was die Pflegekraft als nächstes macht. Nach Möglichkeit die bestehenden Ressourcen nutzen („wollen sie sich die Arme nicht selbst eincremen ich übernehme dann den Rücken“)
     
  5. Nutella Woman

    Nutella Woman Poweruser

    Registriert seit:
    25.06.2004
    Beiträge:
    546
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    GuKP; B.A. Pflege- & Gesundheitsmanagement, QMB, M.A. Sozialmanagement
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Akt. Einsatzbereich:
    QM, Chefin für FSJler
    @Narde: Wie geschrieben - beim ersten flüchtigen Drübergucken :mryellow: Mich dürften Pflegekräfte auch nur sehr selten eincremen... besonders nicht standardmäßig.
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Warum nicht mit den Haaren anfangen?

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  7. Josefine13

    Josefine13 Stammgast

    Registriert seit:
    21.11.2006
    Beiträge:
    326
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    interdiziplinäre Intensivstation
    Funktion:
    Praxisanleiter, Wundexperte ICW, Pain Nurse
    Hallo,
    ich hoffe Du druckst das nicht so aus... Rechtschreibung:dudu:.
    Zweitens, das angesprochene Abtrocknen, Du meinst sicherlich alle Extremitäten herzwärts trocknen und nicht allgemein von unten nach oben trocknen,
    Drittens, Cremen auf Wunsch
    Viertens der Pat sollte sich doch bestimmt schon vor dem Unten waschen festhalten, oder?
    Bei der Vorbereitung des Raumes Duschgel weglassen, schreib doch einfach Waschutensilien bereit legen, es klingt nämlich ewas doppelt gemobbelt.
    Und ich glaube Du solltest Wünsche und Erklärungen im Vorfeld schon mit reinnehmen...
    Liebe Grüße
     
    #7 Josefine13, 26.09.2009
    Zuletzt bearbeitet: 26.09.2009
  8. blubbblubb

    blubbblubb Gast

    Hi

    Wenn schon schön Ablaufschema, dann auch diverse Eigenarten des zu Pflegenden miteinbeziehen. Ist in dem Fall zu erfragen, würde das nebst Waschuntensilien als Pflegeuntensilien laufen lassen.

    Mir fällt da noch ein, das der ein oder andere eine Sitzgelegenheit barucht in der Dusche.

    Ich würde desweiteren noch erwähnen, das etwaige Tätigkeiten, die nach dem trocknen, evtl cremen..., individuell zu gestalten sind (Rasur, Mundpflege, Makeup... vielleicht auch erst Frühstück im Bademantel?).

    Nicht jeder Mann hat es z.B. gern, wenn man ihm ne Creme andrehen will.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Sollst du wirklich ein Ablaufschema schreiben?

    Und mit dem Wasserverbrauch würde ich nochmal überlegen: Waschschüssel hat ca. 5-8 l H2O Inhalt.

    Elisabeth
     
  10. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Elisabeth es wird die Badewanne mit der Dusche verglichen nicht mit der Waschschüssel.
     
  11. NiCkMuC_

    NiCkMuC_ Stammgast

    Registriert seit:
    15.07.2007
    Beiträge:
    356
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits u. Krankenpfleger
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    Chirurgie

    Damit ist wahrscheinlich eher das Duschen soll ökonomischer als Baden selber sein. Vielleicht einfach deswegen mit übernommen auch wenn man in der Klinik selten Baden tut.
     
  12. Lin

    Lin Poweruser

    Registriert seit:
    28.12.2007
    Beiträge:
    1.528
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Akt. Einsatzbereich:
    Urologie
    Ich hoffe, ich war nicht zu pingelig :mryellow:

    Gruß,
    Lin
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Ist ein gutes Drehbuch. Muss man nur noch die Rollen besetzen. Der Regisseur wird dann die Aufgabe haben, die Leistungen der Schauspieler aufeinander abzustimmen.

    *duckundweg*

    Elisabeth
     
  14. hartwig

    hartwig Stammgast

    Registriert seit:
    02.04.2006
    Beiträge:
    338
    Zustimmungen:
    4
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Dozent, Stationäre Pflege
    Moin!

    offtopic: Mit wachsendem Abstand zum Pflegesystem in Deutschland, wundert es mich immer mehr, wieviel Raum diesen Tätigkeiten in Theorie und Praxis gegeben wird - immerhin eine Tätigkeit, die in anderen Ländern noch nicht einmal in das Aufgabenfeld des dreijährig ausgebildeten Personals gehört. Wie ist es eigentlich zu dem deutschen Sonderweg in der Pflege gekommen?

    ontopic:
    Wo ist eigentlich der Patient in diesem Ablaufschema???
    Welche Gewohnheiten hat denn der Patient? Wie oft duscht er? (Duscht er überhaupt, oder bevorzugt er anderes? Falls ja muss Du die Sache womöglich ganz anders angehen. Welche Wassertemperatur bevorzugt er? MÔchte er gerne seine persönlichen Utensilien verwenden (z.B. gewohnte Gerüche usw?)
    Was für eine "Art" von Patient hast Du? Willst Du die Zeit bei der Körperpflege für eine pflegerischen Gespräch (wenn ja vorher über Inhalte und Ziele nachdenken) oder ist eine "belanglose" Diskussion womöglich ausreichend.
    usw.usw.
    Also, mir fehlt einfach der Patient, hier ist nur ein Handlungsortientierte Ablaufschema.

    Gruss Hartwig
     
  15. Joerg

    Joerg Poweruser

    Registriert seit:
    09.03.2006
    Beiträge:
    2.474
    Zustimmungen:
    47
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Betriebsrat
    Funktion:
    stellv. Betriebsratsvorsitzender, Sprecher der ver.di-Vertrauensleute
    Wahre Worte.
    Ich bin überrascht wie man um ein Thema wie "duschen" so einen Aufwand machen kann.
    Kann man an solche Tätigkeitkeiten nicht einfach mal gesundem Menschenverstand rangehen?
    Die Schulen müssen doch schon gar net mehr wissen wohin mit den ganzen Theoriestunden, sonst würden sie net auf solche Ideen kommen!
     
  16. Julien

    Julien Poweruser
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    23.02.2008
    Beiträge:
    745
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin RbP
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Akt. Einsatzbereich:
    Neonatologie
    Funktion:
    NIDCAP-Professional
    Warum muß das denn immer an der Schule liegen? Ich hatte genügend Mitschüler die ohne so ein Konstrukt untergegagen wären - weil Logik ein Fremdwort war. Traurig aber wahr. Das sind die gleichen Leute, die bei Fallbespielen versagen weil man da nicht stur auswendig lernen kann. Damit ist nicht der Threaderöffner gemeint, damit das klar ist, ne?
    Und die Sache mit dem fehlenden Bezug zum tatsächlichen Patienten - ich weiß nicht genau, was die Schule von ihm verlangt hat, aber ich wäre ohne die von Hartwig erwähnten Punkte bei meiner Praxisanleiterin nicht weit gekommen. Weil das das Grundprinzip hinter jeder Pflegehandlung ist (oder sein sollte). Die Auflistung da oben ist doch hoffentlich nichts weiter als das, was in der Schule so unterichtet wurde - wie man wann was macht. Eine Wiederholungsübung mit Patientenbezug. Und das ist schon durcheinander genug, finde ich (siehe Lins Korrekturen)
     
    #16 Julien, 27.09.2009
    Zuletzt bearbeitet: 27.09.2009
  17. darouge

    darouge Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    10.04.2009
    Beiträge:
    120
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpfleger/QB/QA/PA/ Ernährungsbeauftragter, ehrenamtl. Dozent für Pflegeberufe- z.Z. Student
    Ort:
    Chemnitz
    Akt. Einsatzbereich:
    Hochschule f. Gesundheitswissenschaften
    Funktion:
    tempus consumere in litteris ^^
    Bin ehrlich gesagt doch etwas erschrocken und entsetzt. Erinnert mich an einen Ablaufplan den ich mal als Schüler aufschreiben sollte (mit der begründung ich wäre unorganisiert) ich hab es gehasst. Hab meiner mentorin dann eine ca 14seitige abhandlung auf den tisch geklatscht. das gesicht werd ich nie vergessen :D

    Ich möchte jetzt weder den "auftraggeber" noch den Schüler verunsichern aber ich finde es geht hier um einen menschen!
    Den pädagogischen hintergrund für die aufgabe kenn ich nicht, denoch find ich die methode SO ein lernziel zu erreichen derb und sehr schwierig. Wie will der PA den Handlungsablauf. detaliert? mit zeitangabe? wo ist der schwerpunkt, ist es der patient oder die handlung ansich? die organisation oder die umgebung? ..... usw.
    Was steht hier eigentlich noch im Fokus? der Wasserverbrauch?
    na klasse, "fühlen sie sich wohl?" "nein würde lieber baden" "sorry zuviel wasserverbrauch, zahlt die kasse nich!" SUPIIIIIIII
    Zumal ich auch der Auffassung bin das Tätigkeiten wie Duschen/baden/GrPflege zwar wichtig sind aber nicht theroretisch so vermittelt werden sollten, dafür gibts die PA´s und mentoren. Wäre das 4x4 manchmal angebrachter -.- (16x4? "ööööööhhhhhhh 76??? :gruebel:)
    Nagut ich schweife ab.....

    Gut ich versetz mich mal in die position des PA. mich würde schon allein das Stichpunktartige stören. zum 2ten ist es handlungsorientiert. der pat/bew ist vollkommen irrelevant. Hartwig hätte es nich besser sagen können ^^
    Ich möchte ungern meine damalige abhandlung über die Durchführung einer Grundpflege darlegen (14seiten :deal:, hab ne 3 bekomm ohen das sie es gelesen hat, wäre zu ungenau lol.) aber werd mal einen kurzen Eibnblick dalassen wie ich vorgehen würde, bzw wie ich es bei dieser aufgabenstellung gern von meinem "Padawan" hätte ^^ Hoffe der Altenpfleger/Krankenpflegerunterschied ist hier irrelevant.
     
  18. darouge

    darouge Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    10.04.2009
    Beiträge:
    120
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpfleger/QB/QA/PA/ Ernährungsbeauftragter, ehrenamtl. Dozent für Pflegeberufe- z.Z. Student
    Ort:
    Chemnitz
    Akt. Einsatzbereich:
    Hochschule f. Gesundheitswissenschaften
    Funktion:
    tempus consumere in litteris ^^
    so in etwa würde ich das ganze Aufstellen bzw erwarten:


    Ablaufplanung einer Grundversorung "Duschen"


    1. kurze Patientenvorstellung (in Sätzen! um die situation dem leser ehrlichkeit zu vermitteln, gewisse handlungen logisch werden zu lassen [schlechtes hautbild = auswahl einer ph neutralen waschlotion oder pilzbefall im intimbereich = extra handtuch für diesen usw.] günstig ist immer einen wahren "fall" vor augen zu haben, ihn praktisch geduscht zu haben, zu beobachten wie man vorgeht und zu evaluieren ob es SO ok war, beachte was hätte anders/besser sein können)

    Der Patient ist 49jahre alt und zog sich nach einem sturz eine fraktur des caput humeri links, sowie eine femurfratur rechts zu. postoperativ entwickelte sich eine infektion des schulter,- und hüftgelenks, was eine entfernung der Gelenke zur folge hatte. (du bist nicht die mutti. Du bist/wirst eine fachkraft, benutz also fachwörter im rahmen deiner kenntisse!)

    Hr. M. ist psychisch stabil aber etwas schüchtern, zurückhaltend und kooperativ. Die Wundheilung ist komplikationsfrei abgeschlossen.
    Der Pat. wird Mobilisiert und wird in wenigen tagen zur Reha entlassen.
    Hr. M. äusserte bereits den wunsch gern wieder einmal zu duschen (Bedürfnissorientierung) Da weder AZ noch sonstige Faktoren dagegensprachen erklärte ich mich bereit am nächsten Tag seinem Bedürfniss nachzukommen.
    (Durch die groben Infos kann man sich die "Einschränkungen & Ressourcen" ja schon denken)

    2.Vorbereitung

    Um organisatorischen Problemen vorzubeugen, erkläre ich kurz meiner Stationsleitung mein vorhaben. Mit dem morgendlichen Rundgang informiere ich Hr. M darüber das ich ihn 8 uhr beim duschen unterstützen würde.

    einige minuten vor 8 uhr (evtl. terminieren!) infomiere ich den Pat wiederhollt dass ich jetzt alles vorbereite. (zeit geben das er sich darauf einstellem kann und nochmals einverständniss einhollen)
    Ich bereite das Bad vor indem ich die Raumtemperratur erhöhe, auf einen rutschfesten Boden achte, mir waschlotion bereitstelle und shampo,(Hauttyp/Harrtyp beachten, schuppig, schorf, gereizt -> danach auswählen) sowie 1 badetuch für OK und 2 handtücher für Kopf und UK, 2 waschlappen, bodylotion & frische Wäsche bereitlege, die der Pat. (die ich mit dem Pat.)bereits ausgewählt hat.

    Nachdem ich den Raum kurz auf Ordnung, Sauberkeit überprüft habe, gehe ich zum pat. und führe den transfer vom Bett in den Duschstuhl(wie auch immer das dann heist) durch. Nach der Ankunft im Bad helfe ich hr. M. beim entkleiden des OK. durch die fehlenden motorischen fähigkeiten im li. arm, rate ich dem pat. sich mit dem rechten arm erst den ok zu entkleiden.
    (berratende funktion = bestandteil des ausbildungsplan von GuKrPfl/AltPfl.)
    Mit Anleitung und Unterstützung helfe ich dem Pat. aus der Oberbekleidung und Leite ihn weiter an sich teilweise selbständig zu entkleiden.
    (rehabilitativ, ressourcenorientierte pflege)

    Nachdem der Patient unter Hilfestellung und Anleitung bereit ist, prüfe ich mit ihm die Temaperatur des Wasser. Um Unanehmlichkeiten zu vermeiden lass ich ihn, nachdem ich mit meinem handrücken (empfindlich was wärme/kälte empfinden angeht) die temp. geprüft habe, ihn die temperatur des wassers einschätzen und stimme sie in absprache mit ihm ab.


    3. Durchführung

    Ansich ist hier die durchführung schon im gange.... vieleicht entspricht die ausführung auch nicht jedem der selbst PA/mentor ist. dem einem mag es evtl etwas zu explizit sein dem anderen fehlen da sicher einge dinge. wichtig wäre mir nur das der pat/bew nicht untergeht. weiter möchte ichnicht gehen da der threaderöffner es ja nicht auf dem silbertablet serviert bekomm soll.

    würde mich jedoch über die arbeit und deren bewertungsergebnis freuen zu hören.
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Ich kann mich Jörg und Julien nur anschließen.

    Verunsicherung bei banalen Tätigkeiten

    These: Verunsicherung entsteht dann, wenn man versucht eine einfache und alltägliche Tätigkeit zu etwas besonderem zu machen. Der arme Schüler wird angehalten, dass Gehirn auszuschalten und stupide irgendwelche Drehbücher abzuarbeiten.
    Mit den Drehbüchern soll dem Azubi die Scheu vor dem Umgang mit Pat. genommen werden. Genau das Gegenteil passiert. Der Azubi erkennt beim ersten Pat.-kontakt, dass Duschen etwas sehr individuelles ist.

    Mir fiel bei Azubis im ersten Lehrjahr immer ff.auf:
    Wenn ein Azubi noch nie in seinem Leben einen Kontakt mit einem Pat. hatte, dann ist er zugewandt. Er bezieht den Pat. mit ein, räumt ihm Entscheidungsmöglichkeiten ein, orientiert sich an den Bedürfnissen des Pat. ... und ganz wichtig: verbraucht nicht viel mehr Zeit.
    Man erkannte genau, wann das Thema Körperpflege in der Schule durchgenommen wurde. dann verschwand diese wunderbare Fähigkeit zur Empathie und der Azubi fing an, die Abläufe im Alleingang zu bestimmen... nicht selten unter dem Aspekt mehr zeit zu verbrauchen, weil er den Pat. erst mal überreden musste, seine eigenen Bedürfnisse hinter den "KH-Vorgaben" zurückzustellen.

    Wenn ich mir überlege, mit wieviel Akribie immer neue Pläne erstellt werden und als Qualitätssicherung in der Pflege verkauft werden... F. Nightingel, Agnes Karrl und weitere müssen in ihrem Garb förmlich rotiern ob soviel Unverstand. Vielelicht liegt auch hier das Problem Pflege zu definieren- siehe Hartwigs Posting.

    Elisabeth
     
  20. BettinaMobil

    BettinaMobil Stammgast

    Registriert seit:
    17.03.2008
    Beiträge:
    269
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester Arzthelferin Wundexpertin ICW e.V
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Pflege
    Das was Elisabeth geschrieben hat, habe ich während der gesamten Ausbildung so gemacht. Mit dem Erfolg das mir schlechte Koordination von Arbeitsabläufen vorgehalten wurde. (KPS).
    Gleich nach dem Examen bin ich ab in die amb. Pflege. Da ist der Kunde König. Und er wird nach seinen Vorlieben und Bedürfnissen gefragt !
    Das was Darouge aufgeführt hat klingt schon gut. Man sollte nie den Pat. selbst dabei ausser acht lassen. Auch im Krankenhaus nicht.
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Duschen Haare waschen Forum Datum
Duschen bei Primärwundverschluss Wundmanagement 09.03.2014
Duschen mit Viggo: ja oder nein? Fachliches zu Pflegetätigkeiten 28.10.2012
Wunde nach dem Duschen abdecken ? Wundmanagement 11.08.2012
Praktische Prüfung: Duschen/Intimpflege Rund um die Abschlussprüfung (Examen) 18.02.2012
Duschen mit provisorischen Schrittmacher-Kabeln Pflegebereich Chirurgie 24.11.2010

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.