Duales Studium Pflegepädagogik - Wie ist der Weg zum Ziel?

Dieses Thema im Forum "Studium Pflegepädagogik" wurde erstellt von Tobax, 03.05.2012.

  1. Tobax

    Tobax Newbie

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    Hallo @all,

    ich habe die Absicht nach einem Jahr Arbeit auf Station als exam. Gesundheits- und Krankenpfleger (mit Abitur) als Berufsschullehrer in einer med. Berufsfachschule in Sachsen zu arbeiten und berufsbegleitend das Studium Pflegepädagogik (sozusagen als duales Studium) zu absolvieren.

    Ich bin mir nicht sicher ob die med. Berufsfachschulen so etwas überhaupt unterstützen und möchte gerne wissen wie der richtige Weg ist, sich sowohl an der Berufsfachschule als auch an einer Uni zu bewerben.

    Vllt. hat jemand von euch schon damit Erfahrungen gesammelt und kann mir weiterhelfen.

    Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

    Beste Grüße
    Tobax
     
  2. HHS

    HHS Poweruser

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    Du willst als Berufsschullehrer arbeiten, bevor Du überhaupt einen Abschluss (Bachelor/ Master) dafür hast?
    Ich fürchte sehr, das wird nicht gehen.

    Du könntest versuchen als Dozent evtl. irgendwo an einer Krankenpflegeschule unterzukommen- aber auch das bezweifle ich schwer, das dies auch funktionieren wird. Ein Jahr Praxis als Erfahrung dürfte die nicht gerade umhauen....

    Je nach Fachhochschule reichen evtl die ein Jahr Berufspraxis nicht zum Studium. Kommt aber auf die Hochschule an.

    Was spricht gegen Arbeiten am Bett, während dem Studium? So erlangst Du Praxis, und kannst später Deinen Schülern viele Themen näher heranbringen?

    Grüße
    HHS
     
  3. flipflop

    flipflop Newbie

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    Hallo!

    Also ich benötige ein BA- Studiumsabschluß in Pflegepädagik von einer Studienakademie oder Uni ? Ich hab da auch Interesse daran , bin KiKra, aber seit 10 Jahren in der Altenbetreuung (von amb. bis stationär gewesen) und möchte an einer BFS für Altenpflege arbeiten, weil ich Familie und Job immer schwerer unter einen Hut bringen kann.
    Eine ehemalige Bekannte von mir hat die Qualifizierung für ihre Dozentenstelle beim TÜV gemacht, aber dazu find ich im Netz nichts...
     
  4. Trashman

    Trashman Junior-Mitglied

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    Hallo,

    als erstes, deine Bekannte hat sicherlich die Weiterbildung zur "Lehrerin fuer Pflegeberufe" absolviert. Diese Form der Qualifizierung fuer den Einsatz als Lehrkraft an Pflegeschulen gibt es nicht mehr. Jetzt gibt es dafuer die Studiengaenge der Pflegepaedagogik, Medizinpaedagogik, oder aehnliches.

    Es ist auf jeden Fall erforderlich das du zuerst einmal einen Bachelor Abschluß in Pflegepaedagogik machst. Mit etwas Glueck kann es dir danach schon gelingen an einer Pflegeschule als Lehrer Arbeit zu finden. Jedoch ist dabei zu bedenken das man mit einem Bachelor nicht in jedem Bundesland zum UNterrichten zugelassen wird. Was definitiv nicht moeglich sein wird ist die Taetigkeit als Lehrer an einer staatlichen Berufsfachschule Altenpflege. Lediglich an privaten Schulen der Altenpflegeausbildung kann man als Bachelor Absolvent eingesetzt werden.

    Will man seine Chancen steigern, und auch in allen Bundeslaendern als Lehrkraft fuer Pflegeberufe einsetzbar sein ist es unumgaenglich auf den bachelor noch einen bildungswissenschaftlichen master drauf zu setzen, wie z.B. einen master in Berufspaedagogik im Gesundheitswesen. Damit kann man dann sicher an privaten Schulen als Lehrkraft taetig werden und auch der Einstieg ins Referendariat ist, nach Einzelfallpruefung, moeglich was einem dann letztendlich auch den Einsatz an staatlichen Berufsfachschulen ermoeglichen wuerde.

    Ich persoenlich befinde mich grad im Studium der Pflegepaedagogik. Ich bin im 5. Semester und absolviere grad mein zweites Praktikum an einer staatlichen BBS die einen Bildungsgang Altenpflege anbietet. Mir wurde dort auch schon gesagt das ich mit einem Bachelor definitiv nicht dazu berechtigt waer dort zu Unterrichten.
    Einige Leute aus meinem Semester arbeiten schon, Nebenberuflich, an privaten Schulen der Pflegeausbildung und finanzieren sich so ihr Studium. Sie sind dort als Dozenten auf Honorarbasis eingestellt. Ich weiss von zwei Kommilitonen das sie nach bestehen des Bachelors auch an diesen provaten Schulen als Lehrer eine Stelle sicher haben. Jedoch ist das halt nicht in jedem Bundesland moeglich.

    Hoffe ich konnte weiterhelfen.
     
  5. renje

    renje Poweruser

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    @trashman:

    verstehe deine Unterscheidung zwischen privaten und sagen wir mal öffentlichen Berufsfachschulen nicht.

    Die Schulen unterstehen alle der gleichen Schulaufsichtsbehörde, die Lehrer genehmigt.

    Die AP-Schulen teilen sich dann noch auf in der Ländergesetzgebung unterstellt oder der Bundesgesetzgebung.

    APH,KPH sowieso Landesrecht.

    Die KP-Schulen-Bundesrecht- aber Kultushoheit der Länder.
    Jedoch sagt das KAprV - Hochschulausbildung §4, das gilt dann für alle Schulen, ob Privat oder nicht.
    AltPflG besagt derzeit noch zum Unterschied zum KrpflG
    - pädagogisch qualifiz. Kräfte - nichts von Hochschulabschluss.

    Staatliche Schulen in der GuK/GuKK kannst du an zwei Händen abzählen in der BRD, keine wirkliche Alternative.


    Berufsfachschulen für AP: Habe mal gegoogelt, weil mir das bisher nicht bekannt war.
    Habe aber keine gefunden.
    Alle die Ausgegeben wurden, sind beim Durchsehen, ein Verein oder gGmbH, aber dass direkt der Staat der Träger ist, habe ich nicht gefunden.

    Im Unterschied zu dir:
    würde ich Lehramt im Gesundheitswesen studieren, wenns in die pädagog. Schiene geht, Richtung Berufs- oder BFS.
    Nachfragen bei anderen Abschlüssen und Einschränkungen, vielleicht erst in Zukunft, damit musst du Rechnen.

    Täuscht mich der Eindruck oder gehen die Pflege- und Medpäd Studiengänge zurück in dem Maße in dem die Lehramtsstudiengänge aufgebaut werden?
    Ich spreche von den Masterstudiengängen.

    Nicht von den BAstudiengängen, denn ich denke, dass werden die künfitigen Praxisanleiter mit etwas erweitertem Aufgabengebiet sein werden, die dann auch die eine oder andere Unterrichtseinheit machen.
     
  6. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    nach meinem Empfinden ist das Angebot an "Pflegestudiengängen jedweder Colouer" in den letzten Jahren nahezu explodiert ... Gerade auch in Richtung Berufs- und Medizinpädagogik gibt es an (privaten) FHs einiges.

    Lehramt ist wahrscheinlich der beste und "sicherste" Weg ...dennoch wird es in den nächsten 15 - 20 Jahren m.E. nicht möglich sein, die freiwerdenden Stellen alle mit "Lehrämtlern Sek. II" nachzubesetzen.

    Das Qualifikationsspektrum an den Schulen ist auch recht breit ...und es ist schwer nachzuvollziehen, wer was wo und in welchem Umfang studiert hat. Aber: wer in seinem Bundesland einmal die Anerkennung hat, der behält sie auch...

    Sicher ist es bei einer länderübergreifenden Bewerbung mitunter schwierig, dieses gilt allerdings auch für "normale" Lehrämtler Sek. I. Ein 2. StEx in Grund- und Hauptschullehramt aus Niedersachsen muss in Bayern nicht anerkannt werden....ob dieser Tatsache muss ich immer etwas schmunzeln, wenn wir von einem "europäischen Bildungsraum mit höchstmöglicher Mobilität" sprechen :-?
     
  7. Trashman

    Trashman Junior-Mitglied

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    Hallo renje,

    Der Unterschied zwischen privater und staatlicher Schule ist einfach der das eine staatliche BBS mit Bbildungsgang Altenpflege von seinen Lehrern ein abgeschlossenes Referendariat verlangt. Was an einer privaten Pflegeschule eben nicht der Fall ist.

    Mir is klar das in der Krankenpflege so ziemlich alle Schulen privat sind und sich dort diese Probleme nicht aufzeigen.

    Jedoch sieht das Bild in der Altenpflege etwas anders aus, und um diesen Berufszweig ging es ja auch dem Threadersteller?
    Jedenfalls bin ich halt momentan direkt davon betroffen als gelernter Altenpfleger und nun Student der Pflegepaedagogik. Ich moechte in meiner spaeteren Taetigkeit als Lehrer, bedingt durch meine Vorbildung, gerne an einer Altenpflegeschule arbeiten und eben nicht an einer KPS.

    Zum Thema Berufsfachschulen.... alle Altenpflegeschulen sind Berufsfachschulen, nur die einen eben privat die anderen staatlich getragen ;)

    ums mal zu verdeutlichen

    Schule 1. (private Fachschule Altenpflege in Landau/Pfalz): Diakonissen Speyer-Mannheim - Kontakt und Anfahrt

    Schule 2. (staatliche BBS Germersheim Außenstelle Woerth): Altenpflege

    hoffe nun ist klarer wieso ich das so unterschieden habe in meinem vorhergehenden Post.
     
  8. renje

    renje Poweruser

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    @lillebritt:

    Danke für die Antwort.

    Diese hab ich nicht gemeint. Denn FHabgänger werden z.B. in Bayern nicht für den theoretischen sondern nur für den fachpraktischen Unterricht genehmigt. Mir gehts um die Studiengänge die zu einer Lehrbefähigung führen für BS und BFS, theoret u. fachprakt. Unterricht.

    Da gibts unterschiedliche Berechnungen. Es werden bei einer Zusammenlegung der Schulen, mindestens 50% der Lehrkräfte nicht mehr gebraucht - siehe Bremen. Unter dieser Annahme sieht die die Rechnung schon wieder anderst aus.

    In Bayern wird pro Schule die Lehrgenehmigung erteilt d.h. wechsle ich die Schule, kann diese weg sein, auch im selben Bundesland.
    Sollte das bei euch anderst sein?
     
  9. renje

    renje Poweruser

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    Hallo trashman,

    ich denke du gehst von falchen Voraussetzungen aus.

    Wie kommst du denn auf die Idee, dass fast alle BFSKP privat sein sollten?
    Das sind die Wenigsten.
    Meistens ist der Träger - Stadt, Bezirk, Land, Uni ists der Staat.
    Ein paar mit kirchlichem Träger, eine Rotes Kreuz.
    Rein Private KPS fällt mir gar keine ein.
    Bin in Oberbayern, Gebiet mit der höchsten Schuldichte.

    Es liegt auch nicht an privat oder öffentlich, sondern dass es für AP und KP zwei verschiedene Gesetze gibt und in der AP obendrauf noch landesrechtliche Regelungen.

    Und die Schule in Germersheim ist der Träger - Kreisverwaltung Germersheim - nix Staatlich. Wahrscheinlich ist sie damit sogar Landesrechtlich geregelt und nicht mal Bundesrechtlich.

    Vielleicht doch nochmal Recherchieren?

    und das meine ich jetzt ganz Ernst.
    Wie werden den die Zukunftsaussichten auf wissenschaftlicher Ebene gesehen, mit der generalisierten Ausbildung?
    Wird bei dir im Studium darüber diskutiert?
    Es wird längerfistig (max. 10Jahre?) keine APschulen mehr geben, weil es keine Altenpflegeausbildung mehr gibt?
     
  10. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Diese Unterscheidung treffen zB viele Bundesländer gar nicht! Ich habe auch mit Fh -Diplom "Fächer" wie Psychologie, Soziologie und Pflegewissenschaft etc. unterrichtet.



    Auch das sehe ich noch nicht so ...es wird mit Sicherheit weiterhin ein gefordertes Verhältnis hauptamtlicher Lehrkräfte:Schüler geben...dieser "Schlüssel" variiert ja in den Bundesländern etwas. Hessen fordert z.B. 1:15; NRW hat 1:25.

    Für Hessen bedeutet das auf 100 Schüler z.B. 6 VK an hauptamtlichen!



    Ich habe da eine andere Information ...wenn ein Bundesland einmal eine Qualifikation anerkennt, dann kann dieses "Vertrauen" in die Befähigung nicht entzogen werden. Meine "Quelle" ist eine persönliche Mitteilung eines Sachbearbeiters des RP Darmstadt.
     
  11. de-jeff

    de-jeff Newbie

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    Hallo @ all. Ich habe jetzt mein examen mit 1 bestanden und damit ja Fachabitur. Ich würde gerne als Lehrer fuer Gesundheitsfachberufe arbeiten. Zu dem thema haett ich zwei fragen. Gibt es Pflegepädagogik auch als Fernstudium ? Und würde auch ien Pflegemanagment Studium mit Pflegepädagogik als Unterpunkt gehen? Vlg Jeff
     
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